Auszug: Rahim Taghizadegan – Der Iran nach seiner „islamischen“ Revolution

„Der Iran ist unter islamischen Ländern bei Prostitution und Drogenkonsum ein Spitzenreiter. Sogar Ayatollahs betreiben Puffs. Im Ernst: Im schiitischen Islam gibt es die Institution der Zeitehe. Von einem Geistlichen kann eine zeitlich beschränkte Ehe geschlossen werden, die Geschlechtsverkehr erlaubt. Kein Wunder, dass sich einige Ayatollahs ein Zubrot damit verdienen, stundenweise Ehen zu schließen und die Zimmer für die „Hochzeitsnacht“ gleich selbst zu vermieten. Das Drogenproblem hat so zugenommen, dass im Iran mittlerweile seitens des Staates saubere Nadeln (und übrigens auch Kondome) ausgegeben werden, um die Ansteckung mit „Aids“ einzuschränken.

In den meisten Haushalten finden sich hochprozentige Alkoholika, oft geschickt hinter einem Khomeini-Portrait im Wandsafe versteckt, in Maultieren über die Grenze geschmuggelt. Die ausgelassenen Parties in Teheraner Nobelvierteln sind legendär. Zu allem Überdruss lebt in der „Islamischen Republik“ heute die am weitesten säkularisierte Gesellschaft der Region. Mittlerweile werden religiöse Jugendliche von ihren Studienkollegen ausgelacht“

(Rahim Taghizadegan, Iran – Eine Parabel über die Unmoral der Politik, Monatsmagazin eigentümlich frei, Ausgabe Nr. 65, Seite 24)

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Jens Yahya Ranft

Über Jens Yahya Ranft

Jens Yahya Ranft, Jahrgang 1975, verheiratet, 3 Kinder, Geschäftsführer und Prokurist in einem kleinen deutsch-arabischen Unternehmen. Urheber dieses Blogs. Liest und publiziert vor allem in den Bereichen Staats- und Religionsgeschichte, (Sozio-)Ökonomie, politische Philosophie und Soziologie.

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