Das Gleichnis von der Tasse Kaffee

„Ich habe einmal eine Geschichte über eine Gruppe Universitätsabsolventen gelesen, die alle Karriere gemacht hatten und sich trafen, um ihren ehemaligen Dozenten zu besuchen. Die Konversation führte schnell zum Thema Stress bei der Arbeit und im täglichen Leben. Nachdem er seinen Gästen Kaffee angeboten hatte, ging der Dozent in die Küche und kam mit einer großen Kanne Kaffee und einer Auswahl an Tassen zurück: Darunter waren Tassen aus Porzellan, Plastik und Glas – einige waren schlicht, während andere aufwendig und ausgefallen waren. Dabei bat er sie, sich beim Kaffee selbst zu bedienen. Als alle ehemaligen Studenten eine Tasse Kaffee in der Hand hielten, sagte der Dozent: „Falls ihr es bemerkt haben solltet: Alle hübschen, aufwendig gestalteten Tassen wurden genommen; die schlichten und billigen wurden stehen gelassen. Obwohl es normal ist, dass ihr nur das Beste für euch selbst wollt, ist dies der Ursprung eurer Probleme und des Stresses. Ihr alle wolltet Kaffee – nicht die Tasse – aber ihr habt euch bewusst für die besseren Tassen entschieden und die Tassen der anderen gemustert. Nun – wenn das Leben Kaffee ist, dann sind der Job, das Geld und die Stellung in der Gesellschaft die Tassen. Sie sind nur Werkzeuge, um das Leben zu halten und zu umfassen, aber die Lebensqualität ändert sich nicht. Manchmal, wenn wir uns nur auf die Tassen konzentrieren, versäumen wir es, den Kaffee darin zu genießen. Lasst euch daher nicht von den Tassen ablenken, sondern genießt denn Kaffee darin.“

-Dr. Amira Ayad, Die Heilung von Körper und Seele,S.323f.-

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Nando-Dragan Nuruddin Augener

Über Nando-Dragan Nuruddin Augener

Nuruddin, Jahrgang 1989, machte 2010 sein Abitur und lebt in Hamburg. Studium der Erziehungswissenschaft und der Soziologie an der Universität Hamburg (2011-2014). Arbeitet zurzeit als Bürokaufmann. Muslim seit September 2016. Kontakt: nd.augener@web.de

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