Schmalle, Siggi und Co. Die limitierte Welt atheistischer Religionsexperten

Momentan noch recht unbemerkt, grassiert eine zunehmende Seuche in unseren Breitengraden: Der progressive Gesinnungsterror der dogmatischen Aufkärerfront gegen jedweder Religiosität, aber insbesondere – im zunehmenden Maße! – der islamischen Religion gegenüber. Die offenkundige Vitalität und Perfomance der islamischen Weltanschauung sorgt in dieser ideologischen Filterblase für ein Unwohlsein, das in einer hysterischen Hypermoral mündet, die fernab jedweder fairen Betrachtungsweise und dem Ideal des aufklärerischen Diskurses mit Andersdenkenden die Gedanken vernebelt.

Immer unverblümter offenbart sich die frustrierte „Vorwärts&nicht vergessen“-Front durch gezielte Provokationen und die Kollaboration mit den rechten Idiotenrändern dieser – mir scheints – immer dunkleren Republik. Dass die extremistischen Ideologien der politischen Ideengeschichte immer die Enden derselben Wurst waren, sollte jedem denkenden Menschen allmählich ins Auge fallen, sodass dieses Gebaren gar nicht mehr so verwunderlich erscheint.

Die zur Schau gestellte politische Gesinnung wird psychologisch wertvoll als Immunisierungssekret immer wieder in gewissen Dosen in die Öffentlichkeit abgesondert, in dem der „Kampf gegen Rechts“ als Vogelscheuche missbraucht wird. Dabei weiß jeder aufrichtige Betrachter der gesellschaftlichen Zusammenhänge, dass in dieser ideologischen Parallelgesellschaft Nazis, Islamhasser, intolerante Feministinnen und die linke Equipe sich fröhlich die Hand reichen. Ungeniert werden Labels wie der Rang eines „Experten“ okkupiert und Islamkritiker die den Namen „Leila“ tragen als „wissend“ gefeiert. Dieses nennt man übrigens positive Diskriminierung. Da sich die gesellschaftliche Leittendenz im Zeitalter der kulturablösenden, unverbindlichen Zivilisationen in der westlichen Lebenswelt als ganz und gar sozial-demokratisch herausstellt, brauchen dabei diese Akteure kaum gesellschaftliche Sanktionen zu befürchten. So lässt es sich bequem leben und dem ureigensten Kampf für die eigenen Gelüste frönen.

Die Hybris und Idiosynkrasie dieser Akteure ist derart groß, dass ein wünschenswerter Dialog, selbst der aufrichtige Versuch, leider immer wieder im Sande verläuft. Verunsicherung macht sich nämlich breit, wenn Personen aus dem Kreise des Hassobjektes zu schreiben oder sogar zu reden beginnen. Wer nämlich sein Ego auf Kosten einer gesamten Menschengruppe pimpen muss, offenbart einen unreifen Charakter. Dabei ist das Gejaule, wenn man solche Leute tatsächlich doch einmal kritisiert groß. Es zeigt sich eben durch solch ein Gebaren, dass es nie um Sachlichkeit oder einem friedlichen Zusammenleben geht: Vielmehr werden Menschen aufeinandergehetzt und oftmals nicht artikulierbare Wut macht sich breit. Wir als Muslime sollten daher wissen, dass der konstante Psychoterror dieser Gestalten nur dem Ziel folgt, ohnmächtige Gläubige, die in ihrem Zorn sich selbst vergessen, an den Pranger zu stellen. Dieses sadistische Handeln sollte sich der Muslim immer wieder vor Augen führen.

Wir sollten uns bewusst machen, dass der Wahn der selektiven Wahrnehmung besonders in Zeiten der Pluralität und den Verwirrungen der globalisierten Welt grassiert. Extremisten jeglicher Couleur und Schmalspur-Ideologen der Weltdeuterei haben das Heft in ihrer Hand. Das Lob der Vereindeutigung simplifiziert eine der Lebensaufgaben nämlich dieses Spannungsverhältnis der Vielfalt im aufrechten, forschen Diskurs auszuhalten und konstruktiv zu gestalten. Wir Muslime sollten deswegen Geduld zeigen und umso mehr aufrichtige Bittgebete sprechen.

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Über Nando-Dragan Nuruddin Augener

Nuruddin, Jahrgang 1989, machte 2010 sein Abitur und lebt in Hamburg. Studium der Erziehungswissenschaft und der Soziologie an der Universität Hamburg (2011-2014). Muslim seit September 2016. Kontakt: nd.augener@web.de