KONSERVATIV

KONSERVATIV

Der Konservatismus (auch Konservativismus; von lateinischen conservare „erhalten, bewahren” oder auch „etwas in seinem Zusammenhang erhalten”)
(Wikipedia)

Hier ein gute Umschreibung des Adjektivs von Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe:

“Konservativ bezieht sich auf jemanden, der an die Existenz einer natürlichen Ordnung glaubt, einen natürlichen Zustand, der dem Wesen der Dinge entspricht: der Natur und des Menschen. Diese natürliche Ordnung kann und wird durch Unfälle und Anomalien gestört: […] Aber es ist nicht schwer, das Normale von der Anomalie zu unterscheiden, das Wesentliche vom Zufälligen. Ein wenig Abstraktion beseitigt alles Durcheinander und ermöglicht es fast jedem zu »sehen«, was natürlich und in Übereinstimmung mit der Natur der Dinge ist und was nicht. Darüber hinaus ist das Natürliche gleichzeitig das Beständige. Die natürliche Ordnung ist uralt und immer gleich (nur Anomalien und Unfälle wandeln sich), und von daher kann sie von uns überall und zu allen Zeiten erkannt werden.

Konservativ bezieht sich auf jemanden, der das Alte und Natürliche durch das »Rauschen« der Anomalien und der Unfälle erkennt und der es gegen das Vorübergehende und Anomale verteidigt, unterstützt und zu erhalten hilft.

Im Bereich der Geisteswissenschaften, insbesondere der Sozialwissenschaften, erkennt ein Konservativer Familien (Väter, Mütter, Kinder, Enkel) und Haushalte auf der Grundlage des Privateigentums und in Kooperation mit einer Gemeinschaft anderer Haushalte als die fundamentalsten, natürlichsten, wesentlichsten, ältesten und unverzichtbarsten sozialen Einheiten.

Darüber hinaus repräsentiert der Familienhaushalt auch das Modell der Gesellschaftsordnung im Großen. Genauso wie in der Familie eine hierarchische Ordnung existiert, so gibt es innerhalb einer Gemeinschaft von Familien eine hierarchische Ordnung: der Lehrlinge, Diener und Meister, der Vasallen, Ritter, Herren, Oberherren und sogar der Könige – miteinander verknüpft durch ein ausgefeiltes und kompliziertes System verwandtschaftlicher Beziehungen – und der Kinder, Eltern, Priester, Bischöfe, Kardinäle, Patriarchen oder Päpste und letztlich des transzendenten Gottes.

Von den zwei Schichten der Autorität ist die weltlich-physische Macht der Eltern, Herren und Könige naturgemäß der höheren geistig-intellektuellen Autorität der Väter, Priester, Bischöfe und letztendlich Gott unterworfen und steht unter ihrer Kontrolle.

Wenn Konservative […] für irgend etwas stehen, stehen sie für die familiären und sozialen Hierarchien und die Schichten sowohl materieller als auch geistig-intellektueller Autorität auf der Grundlage von und erwachsend aus Familienbindungen und verwandtschaftlichen Beziehungen und wollen diese erhalten.”

(Hans-Hermann Hoppe, Demokratie – Der Gott, der keiner ist >>, Seite 354-355)

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