{"id":1600,"date":"2012-09-28T16:21:48","date_gmt":"2012-09-28T16:21:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/?p=1600"},"modified":"2015-04-14T16:26:04","modified_gmt":"2015-04-14T16:26:04","slug":"materialien-zur-geschichte-der-wahaby-06-militaerangelegenheiten-der-wahaby-44","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/materialien-zur-geschichte-der-wahaby-06-militaerangelegenheiten-der-wahaby-44\/","title":{"rendered":"Materialien zur Geschichte der Wahaby \u2013 06 \u2013 Milit\u00e4rangelegenheiten der Wahaby (3\/3)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Verbreitung ihres Glaubens haben die Wahaby die Grundregel aufgestellt, alle ihre Feinde zu t\u00f6ten, die sie bewaffnet finden, m\u00f6gen es nun fremde Ketzer (z. B. Syrische, Mesopotamische, ober \u00c4gyptische Soldaten, oder Landbauern), oder auch Araber sein, die dem Oberhaupt sich widersetzt, oder gegen dasselbe rebelliert haben. Die Befolgung dieser Regel (eine Nachahmung der ersten Verbreiter des Islam) macht eben den Namen der Wahaby so gef\u00fcrchtet. W\u00e4hrend des vierj\u00e4hrigen Krieges mit den Soldaten des Mohammed Aly Pascha ist nicht ein einziger Fall bekannt, dass die Wahaby jemals einem T\u00fcrken Pardon gegeben h\u00e4tten. Als Kerbela (oder Mesched Hossein) und Tayf genommen wurden, wurde die ganze m\u00e4nnliche Bev\u00f6lkerung niedergemetzelt; und in ersterer Stadt wurde Haret el Abasieh, oder das Quartier der Abassiden, blo\u00df um dessen Willen verschont, weil Saud f\u00fcr das Andenken der Abassiden-Khalifen eine besondere Hochachtung hegte. Wenn Beduinenlager angegriffen werden, findet dasselbe statt: alle, die mit den Waffen in der Hand ergriffen werden, sind ohne Gnade Kinder des Todes. Diese wilde Gewohnheit hat den Wahaby einen f\u00fcrchterlichen Fanatismus eingefl\u00f6\u00dft, der sie zum Schrecken ihrer Gegner macht. Insofern hat derselbe auch dazu beigetragen, die Verbreitung ihres Glaubens zu erleichtern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Aber das Oberhaupt der Wahaby ist leicht zu bewegen, seinen Feinden sicheres Geleit zu gew\u00e4hren, wenn sie sich willig \u00fcbergeben; und dazu sind sie oft geneigt, indem man nie geh\u00f6rt hat, dass ihr Oberhaupt jemals sein Wort gebrochen habe. Hier muss man wiederum das Worthalten der Beduinen gegen einen Feind als einen edlen Zug in ihrem Charakter anerkennen. Der Ruf Sauds, dass er unverbr\u00fcchlich ein gegebenes Versprechen halte, wird selbst von seinen bittersten Feinden anerkannt und, seit dem Kriege mit Mohammed AIy Pascha, besonders von seinen Freunden, im Gegensatze zur Wortbr\u00fcchigkeit der T\u00fcrken, hochgepriesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die bedrohten Araber sich dem Saud ergeben, ehe seine Rache sie erreichen kann, so gibt er ihnen gew\u00f6hnlich den <em>aman ullah<\/em> (oder Gottes Sicherheit), mit der Bedingung des <em>halka<\/em>, wodurch aus dem sichern Geleit alle Pferde, Kamele, Schilde, Feuergewehre, Lanzen, Schwerter und Kupfergef\u00e4\u00dfe ausgeschlossen werden, die den Wahaby als Beute anheimfallen. Das \u00fcbrige Eigentum bleibt, gleich den Eigent\u00fcmern, unber\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manchmal wird der <em>aman<\/em> ohne alle Bedingung gegeben, und dann erstreckt er sich auf Personen und Eigentum zugleich. Alle Anf\u00fchrer der Wahaby haben strengen Befehl, von einem Feinde jede angebotene Unterwerfung anzunehmen und den versprochenen <em>aman<\/em> unverletzlich zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Saud einen rebellischen Stamm, oder eine Provinz wieder zum Gehorsam zur\u00fcckgebracht hat, l\u00e4sst er immer, bald nachdem der Frieden geschlossen worden ist, die Scheikhs der Rebellen zu sich kommen und sie ihren Aufenthalt in seiner eigenen Familie zu Derayeh, oder in einem benachbarten Distrikte nehmen, wo er sie reichlich mit Lebensmitteln versorgt. Auf diese Weise schw\u00e4chte er ihren Einfluss unter ihrem eigenen Stamm und ersetzte sie durch Andere, aus solchen m\u00e4chtigen Familien gew\u00e4hlt, welche ehedem mit den Scheikhs der unterworfenen Parteien in Uneinigkeit gelebt hatten, sodass er sich auf diese neuen Scheikhs besser verlassen zu k\u00f6nnen glaubte. So ist eine gro\u00dfe Menge von Scheikhs aus allen Teilen Arabiens nach Derayeh, oder in die Provinz Nedschid gezogen worden. Sie sind keineswegs daselbst in enger Gefangenschaft, k\u00f6nnen aber aus dem ihnen angewiesenen Distrikte nicht entweichen. Ein Arabischer Scheikh ist allen Bewohnern der W\u00fcste so gut bekannt, dass er kaum hoffen darf, nur einige Zeit unentdeckt zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Einnahme von Medinah hielt es Saud f\u00fcr n\u00f6tig, in dieser Stadt eine best\u00e4ndige Garnison zu unterhalten, und dieses ist das einzige Beispiel dieser Art w\u00e4hrend seiner ganzen Regierung; denn er hielt es nie f\u00fcr ratsam, in irgendeinen, sich unterworfenen Distrikt eine Garnison zu legen, sondern verlie\u00df sich auf die Scheikhs, welche er \u00fcber einen solchen Distrikt setzte, und auf den Schrecken seines eigenen Namens, um die Besiegten in Unterw\u00fcrfigkeit zu erhalten; doch hat er auch seinen neuen Scheikhs in einigen Distrikten s\u00fcdlich von Mekka den Befehl gegeben, kleine Kastelle, oder Burgen zu bauen, um ihre Aufenthaltsorte verteidigen zu k\u00f6nnen. Zu Medinah, einem sehr wichtigen Punkte, hielt er eine Garnison von Arabern aus Nedschid und Jemen, die mit Feuergewehren bewaffnet waren, und bezahlte dem Manne monatlich, au\u00dfer den Mehl-, und Butterrationen, sieben Spanische Dollars, weil er wusste, dass die Einwohner der Stadt gegen seine Religion und gegen ihn selbst feindselig gesinnt waren. Diese Soldaten sind Bewohner der St\u00e4dte in Nedschid, s\u00e4mtlich mit Feuergewehren versehen und bilden das auserlesenste Korps in der Armee der Wahaby. Ihnen werden die schwierigsten Unternehmungen anvertraut; und diese Truppen waren es auch, welche die Stadt Kerbela st\u00fcrmten.<\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_1600\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"1600\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Verbreitung ihres Glaubens haben die Wahaby die Grundregel aufgestellt, alle ihre Feinde zu t\u00f6ten, die sie bewaffnet finden, m\u00f6gen es nun fremde Ketzer (z. 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