{"id":1668,"date":"2013-02-15T18:58:43","date_gmt":"2013-02-15T18:58:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/?p=1668"},"modified":"2015-04-25T19:02:24","modified_gmt":"2015-04-25T19:02:24","slug":"materialien-zur-geschichte-der-wahaby-07-5-kriegsberichterstattung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/materialien-zur-geschichte-der-wahaby-07-5-kriegsberichterstattung\/","title":{"rendered":"Materialien zur Geschichte der Wahaby \u2013 07.5 \u2013 Kriegsberichterstattung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im September 1814 war die Macht des Paschas folgender Gestalt verteilt: gegen 200 Mann waren mit Ibrahim Aga, dem Moherdar, oder Siegelbewahrer Mohammed Alys, zu Mekka, wie auch 150 arabische Soldaten unter dem Scherif Yahya. Zwischen 3 und 400 Mann unter dem Befehle des Divan Effendi waren zu Medinah; 100 Mann bildeten die Garnison von Yembo, und 200 standen zu Dschidda. Tusun Pascha lag mit 350 Mann zwischen Yembo und Medinah. Mohammed Aly hatte zu Tayf 300 T\u00fcrken bei sich, wovon der dritte Teil aus Reiterei bestand. Hassan Pascha behauptete die Position von Kolach mit 1000 Mann seiner Arnauten; und sein Bruder Abdin Bey befehligte die vorgeschobenen Posten der Armee, aus 1200 Arnauten und 400 Mann Reiterei bestehend, die eben aus Kairo angelangt waren. Diese vorgeschobenen Posten waren drei, oder vier Tagereisen s\u00fcdlich von Tayf in das Gebiet der Beni Naszera und in den Distrikt des Stammes Zohran vorger\u00fcckt, wo der Scheikh Bakhrudsch, der Anf\u00fchrer der Ghamez-Araber, haupts\u00e4chlich gegen\u00fcber stand. Sie hatten den Vorteil, in einem fruchtbaren Lande zu liegen, welches hinl\u00e4nglich Korn und Gerste f\u00fcr ihren Bedarf lieferte; und dadurch waren sie unabh\u00e4ngig von den Magazinen zu Tayf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Die jetzt in ihren einzelnen Teilen aufgez\u00e4hlte Macht kann dem Leser sehr unbedeutend erscheinen, und doch habe ich die feste \u00dcberzeugung, dass sie hier eher zu gro\u00df, als zu klein angegeben worden ist. Nach den Berichten der T\u00fcrken und selbst des Paschas befanden sich 20.000 Mann unter den Befehlen Mohammed Alys. Die zahlreichen Nachz\u00fcgler bei einer t\u00fcrkischen Armee, die Menge t\u00fcrkischer Kaufleute und Pilger, welche \u00fcber Hedschaz zerstreut waren und die Kleidung der Soldaten nachahmten, von denen sie kaum unterschieden werden konnten; ein unermesslicher Tross von Kameltreibern, Pferdew\u00e4rtern und anderem dienenden Personale, welche die Armee begleiteten, \u2014 alle trugen dazu bei, dem Scheine nach die Zahl der Truppen zu vergr\u00f6\u00dfern; und die Wahaby selbst hatten wahrscheinlich nie eine genaue Kenntnis von der wirklichen St\u00e4rke ihrer Feinde. T\u00e4glich langte Verst\u00e4rkung aus \u00c4gypten an, war aber kaum hinl\u00e4nglich, um die Armee vollst\u00e4ndig zu erhalten, die so sehr durch Krankheit und ungl\u00fcckliche Treffen mit den Wahaby geschw\u00e4cht worden war. Die Zahl der Truppen, welche Mohammed Aly in \u00c4gypten hatte, war zu klein, um viel davon nach Hedschaz \u00fcberzuf\u00fchren; und wenn der ganze Betrag der Truppen im letzteren Lande sich auf 5000 Mann belaufen haben mag, so hat er in \u00c4gypten nie \u00fcber 6 bis 7000 schlagfertige Soldaten gehabt; auch konnte der Pascha diese Zahl nicht gut vermindern, ohne das Land den Anf\u00e4llen auszusetzen, die er von drei Seiten zugleich bef\u00fcrchtete, n\u00e4mlich von Konstantinopel, von den Mamelucken in Dongola, oder von England, und um diese Zeit haupts\u00e4chlich von letzterem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als es in den L\u00e4ndern, welche den t\u00fcrkischen Paschas den gr\u00f6\u00dferen Teil der Soldaten liefern, n\u00e4mlich in Albanien, in Romelien und an der K\u00fcste von Kleinasien bekannt wurde, dass der Feldzug in Hedschaz so \u00e4u\u00dferst nachteilig f\u00fcr die t\u00fcrkischen Truppen ausfalle, kamen sehr wenig Rekruten nach \u00c4gypten; und seit dem Jahr 1813 war Mohammed Aly immer gen\u00f6tigt, in diesen L\u00e4ndern Rekrutierungsoffiziere zu halten, die ihren Zweck nicht ohne bedeutende Summen erreichen konnten. Ich h\u00f6rte den Pascha selbst zu Tayf sagen, seine Armee bestehe aus 35.000 Mann, von welchen 20.000 in Hedschaz und 15.000 in \u00c4gypten st\u00e4nden; und diese Angabe wurde allgemein f\u00fcr richtig gehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die heiligen St\u00e4dte zu verteidigen und die benachbarten Provinzen in Furcht zu erhalten, war die kleine Macht von 4 bis 5000 Mann, nebst 400 Beduinensoldaten aus verschiedenen St\u00e4mmen, die doppelt so viel Entlohnung, als die T\u00fcrken bekamen, vollkommen ausreichend; aber mit dieser Armee konnten die Wahaby nicht zur Unterwerfung gebracht werden. Dennoch scheint es, dass der Pascha bei seinem Abgang von Kairo seinem Oberherrn das feierliche Versprechen gegeben hatte, die Wahaby wieder zur Unterw\u00fcrfigkeit zu bringen. Aller Anstrengungen des Paschas ungeachtet war dem Mangel an Kamelen nicht abgeholfen worden. Die Stra\u00dfe von Tayf nach Mekka und von da nach Dschidda war, ganz w\u00f6rtlich genommen, mit toten Kamelen bedeckt; und daraus ging hervor, dass eine best\u00e4ndige Erneuerung dieser Lasttiere absolut n\u00f6tig sei. In der Vorstadt von Mekka, namens Moabede, wo die Karawanen von Dschidda und Tayf einkehrten, war von Hunderten toter Kamele ein solcher Pestgestank entstanden, dass auf Antrag der Einwohner eine Menge armer Negerpilger gedungen wurden, um d\u00fcrres Gras von den benachbarten Bergen zu holen. Eine Quantit\u00e4t desselben wurde \u00fcber jedes tote Kamel geschichtet und angez\u00fcndet, sodass die Kadaver zu Asche verbrannt wurden. Nach einer m\u00e4\u00dfigen Berechnung waren vom Anfange des Krieges im Jahr 1811 bis zur gegenw\u00e4rtigen Zeit 30.000 der Armee geh\u00f6rige Kamele in Hedschaz umgekommen. In \u00c4gypten gab es jetzt wenig Kamele, sodass man in den Negerl\u00e4ndern bis nach Sennar eine gro\u00dfe Menge derselben hatte aufkaufen lassen. Aber der Transport des Proviants von Venne nach Cosseir und von Kairo nach Suez nahm eine so gro\u00dfe Menge dieser Tiere in Anspruch, dass verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig nur wenige f\u00fcr den Dienst in Hedschaz entbehrt werden konnten. Der Pascha hatte einen Beamten nach Damaskus gesendet, um Kamele bei den syrischen Beduinen zu kaufen. Diese Kamele wurden zu Mekka mit der n\u00e4chsten Pilgerkarawane erwartet; auch Ibrahim Pascha hatte getan, was nur in seinen Kr\u00e4ften war, um unter den libyschen St\u00e4mmen so viel Kamele aufzukaufen, als nur zu bekommen waren. Auch diese wurden mit der \u00e4gyptischen Pilgerkarawane nach Hedschaz gesendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis zu ihrer Ankunft wurden blo\u00df Defensivma\u00dfregeln ergriffen. Gegen f\u00fcnfhundert Kamele waren von den Arabern des Stammes Harb gemietet worden, um Proviant von Dschidda nach Tayf zu schaffen; aber die Besitzer derselben weigerten sich auf das Bestimmteste, einen Schritt weiter nach Osten, oder nach S\u00fcden zu gehen, damit ihnen nicht ihre Kamele von den Wahaby genommen w\u00fcrden. Die Garnison zu Tayf hatte, wie ich aus guter Quelle erfuhr, nur Proviant auf zehn Tage, und die Not war einige Wochen nachher so gro\u00df, dass das Getreide, welches die Karawanen brachten, sogleich verteilt und nicht in die Magazine geschafft wurde. Auf den vorgeschobenen Posten bei Kolach und in Zohran konnten die Truppen ihr Getreide nicht in Mehl verwandeln, sondern jeder Soldat war gen\u00f6tigt, seine t\u00e4gliche Portion Getreide zwischen Steinen zu zerkleinern und in der Asche zu backen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen machten die Wahaby h\u00e4ufige Angriffe auf Tayf und auf die St\u00e4mme, welche die Partei des Pascha ergriffen hatten; und dieser beunruhigte seinerseits das Gebiet des Feindes durch kleine Abteilungen seiner Reiterei. Scherif Yahya machte im August 1814 mit seinen Arabern eine Expedition \u00fcber die Gebirge nach Gonfode hin und brachte eine bedeutende Beute an Kamelen und Schafen mit sich. Kaum war er nach Mekka zur\u00fcckgekehrt, als Tamy sich dadurch r\u00e4chte, dass er eine Abteilung von sechshundert Kamelreitern aus dem Stamme Khatan nach Dschidda sendete. Ich w\u00e4re ihnen beinahe selbst in die H\u00e4nde gefallen. Da ich Gelegenheit gehabt hatte, mit einer kleinen Karawane von Kamelen von Mekka nach Dschidda zu gehen, so langten wir um Mitternacht an einem Brunnen namens Bahra an, welcher mitten zwischen diesen beiden St\u00e4dten liegt, und wo eine kleine Abteilung Reiterei aufgestellt war, um die Stra\u00dfe zu sch\u00fctzen. Diese Soldaten fanden wir im Zustande der Unruhe, indem sie soeben von einigen s\u00fcdlichen Beduinen die Nachricht erhalten hatten, dass der Feind im Anmarsch sei. Unsere Karawane wendete sich sogleich n\u00f6rdlich in die Gebirge und gelangte auf einem Umwege den n\u00e4chsten Tag nach Dschidda. Kaum hatten wir indessen Bahra verlassen, als die Wahaby eindrangen. Wir h\u00f6rten noch die Flintensch\u00fcsse und erfuhren bald nachher, dass sie alle Einwohner, die zu finden waren, ermordet, das Lager und das Gep\u00e4ck gepl\u00fcndert und eine kleine Karawane weggenommen h\u00e4tten, die noch einige Zeit vor unserer Ankunft in Bahra eingekehrt sei. Die achtzig Reiter leisteten diese ganze Zeit \u00fcber nicht den geringsten Widerstand, sondern begaben sich eiligst nach Mekka, wo sie gro\u00dfe Best\u00fcrzung verbreiteten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verkehr zwischen Dschidda und Mekka war auf diese Weise eine ganze Woche lang unterbrochen, aber nachdem die Wahaby ihre Absicht erreicht hatten, kehrten sie in die Heimat zur\u00fcck. Sie hatten wenigstens f\u00fcnfzehn Tagereisen gemacht, um auf dieser Reise zu pl\u00fcndern, und ihre genaue Kenntnis des Landes setzte sie in den Stand, einen solchen Weg zu nehmen, dass sie sich mit einem mal auf ihre Beute st\u00fcrzen konnten<em>.<\/em> In dieser Art, Krieg zu f\u00fchren, haben sich die Beduinen immer ausgezeichnet; und ihr jedesmaliger Erfolg bei solchen Unternehmungen schreckte die t\u00fcrkischen Soldaten mehr, als der Verlust einer regelm\u00e4\u00dfigen Schlacht, weil sie sich nicht einen Augenblick lang f\u00fcr sicher hielten, sobald sie das Weichbild einer Stadt verlassen hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der Einnahme von Medinah waren die t\u00fcrkischen Truppen daselbst v\u00f6llig unt\u00e4tig geblieben, indem der Proviant, welcher ihnen von Yembo gesendet wurde, kaum f\u00fcr ihre t\u00e4gliche Consumtion<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> und f\u00fcr diejenige der Bewohner der Stadt ausreichte. Der Stamm Harb blieb in freundlichen Verh\u00e4ltnissen mit den T\u00fcrken, und der Scheikh desselben, Dschezye, welcher wesentlich zur Einnahme des Platzes mit beigetragen hatte, war im Junius 1814 in Gesch\u00e4ften zum Divan Effendi gegangen, der daselbst den Oberbefehl hatte. Als er eines Tages mit demselben in voller Beratung sa\u00df und die alberne Prahlerei des eitlen T\u00fcrken nicht mehr aushalten konnte, so brach er laut in die Worte aus: &#8222;Sey ruhig , o Divan Effendi, denn jedermann wei\u00df, dass ich es war, welcher den Weg zu eurem Einzug in diese Stadt gepflastert hat; und w\u00e4re nicht diese Klinge (hier schlug er mit der Hand auf sein Schwert), so w\u00fcrde nie ein T\u00fcrke nach Medinah gekommen sein.&#8220; Der t\u00fcrkische Befehlshaber geriet in Wut und Flammen \u00fcber diese Anrede, beleidigte den Dschezye mit den schm\u00e4hlichsten Ausdr\u00fccken, schlug ihn und lie\u00df ihn in Ketten legen. Den folgenden Tag hie\u00df es, er habe sich selbst im Gef\u00e4ngnis entleibt [selbst get\u00f6tet], indem man sichere Beweise erhalten habe, dass er in verr\u00e4terischem Briefwechsel mit den Wahaby gestanden habe. Die Folge eines solchen Ereignisses h\u00e4tte man leicht voraussagen k\u00f6nnen. Sobald die Beni Harb erfuhren, dass ihr Scheikh get\u00f6tet worden sei, versperrten sie den Karawanen von Yembo den Weg durch ihre Gebirge, und ohne sich auf Seiten der Wahaby zu schlagen, begingen sie gegen die t\u00fcrkischen Au\u00dfenposten hie und da Feindseligkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Hoffnung, diesen St\u00f6rungen ein Ende zu machen, beorderte Mohammed Aly im August 1814 seinen Sohn, Tusun Pascha, nach Medinah zu gehen. Er langte im September zu Beder an und fand, dass die Beni Harb den Pass von Dschedeyde stark besetzt hatten und entschlossen waren, ihm den Eingang mit Gewalt zu verwehren. Sie verlangten trotzig das Leben des Divan Effendi, als ein S\u00fchneopfer f\u00fcr die Ermordung ihres Scheikhs. Gl\u00fccklicherweise starb der Divan Effendi gerade um diese Zeit, und zwar nicht ohne gro\u00dfen Verdacht der Vergiftung, und die Araber waren jetzt zu einer Vers\u00f6hnung mehr geneigt. Ihr neuer Scheikh und die kleineren H\u00e4uptlinge erhielten wertvolle Geschenke; der Preis von Dschezyes Blut wurde, wie es bei den Beduinen gew\u00f6hnlich ist, an seine Verwandten gezahlt und mit den Beni Harb wiederum Frieden geschlossen. Nachdem Tusun Pascha das Defil\u00e9 passiert hatte, langte er im Oktober 1814 mit ungef\u00e4hr dreihundert Mann Infanterie und f\u00fcnfhundert Mann Reiterei in Medinah an. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der letzteren war eben von Kairo gekommen. Die Reiterei nahm ihre Stellung zwei, oder drei Tagereisen \u00fcber Medinah hinaus zu Hanakye, von wo sie viele Einf\u00e4lle in das Gebiet der n\u00f6rdlichen Wahabyst\u00e4mme machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um diese Zeit nahm die Sache der T\u00fcrken durch ganz Hedschaz eine g\u00fcnstige Wendung, und man hatte die Hoffnung, dass nach erhaltener Verst\u00e4rkung von Truppen und Kamelen, die mit der Pilgerkarawane erwartet wurden, der Pascha im Stande sein w\u00fcrde, pers\u00f6nlich eine gro\u00dfe Unternehmung gegen den Feind anzuf\u00fchren, als wiederum eine andere Niederlage den Stolz der T\u00fcrken dem\u00fctigte, der sie ungeachtet ihrer Feigheit und ihres Missgeschickes im Kriege niemals verlassen hatte. Abdin Bey mit seinen Arnauten hatte, wie bereits erw\u00e4hnt worden, einige Distrikte in der Provinz Zohran, s\u00fcdlich von Tayf, besetzt. Um die t\u00e4glichen Angriffe von Seiten seiner Feinde zu verhindern, hatte er das Land in einem Umkreise von vierzig englischen Meilen verheert und alles g\u00e4nzlich zerst\u00f6rt, was durchpassierenden Truppen dienlich sein konnte. Er hatte sich an der einen Seite dieser k\u00fcnstlichen W\u00fcste gelagert, und Bakhrudsch stand an der anderen und zwar gegen S\u00fcden. Bei der gew\u00f6hnlichen Nachl\u00e4ssigkeit t\u00fcrkischer Befehlshaber waren weder Verschanzungen aufgeworfen, noch vorgeschobene Posten, noch Schildwachen gegen den Feind aufgestellt worden, sodass also der feindliche Anf\u00fchrer mit seinem eigenen und mehreren alliierten St\u00e4mmen, so wie auch einer starken Abteilung Fu\u00dfvolk von Tamy im Stande war, die T\u00fcrken zu \u00fcberrumpeln. Bakhrudsch st\u00fcrzte sich eines Morgens im September auf die schlafenden Arnauten, die sich nicht so viel Zeit nahmen, nur einen Schuss zu tun, sondern ihr Lager verlie\u00dfen und alles, was dasselbe enthielt. Einen geringen Widerstand leisteten einige hundert Soldaten aus Romelien unter Mahu Beg, einem der gewandtesten Anf\u00fchrer des Paschas in Hedschaz; sie konnten sich aber nicht lange gegen die \u00dcbermacht der Wahaby halten; und dass die ganze Armee nicht v\u00f6llig vernichtet wurde, verdankte sie einer Abteilung Reiterei, welche von einem syrischen Anf\u00fchrer, namens Hossein Bey, befehligt wurde, der den R\u00fcckzug deckte, auf welchem sie von Bakhrudsch zwei Tage lang verfolgt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die T\u00fcrken verloren abermals alle Zelte, Artillerie, Gep\u00e4ck und Vorr\u00e4te von Lebensmitteln, auch blieben achthundert t\u00fcrkische Infanteristen und achtzig Reiter. Erst nachdem der Rest der Armee Lye (vier Stunden von Tayf) erreicht hatte, wagte er, wieder eine Stellung zu nehmen. Hier bekam Abdin Bey einige Verst\u00e4rkung von Tayf und Kolach; und da es bekannt wurde, dass die Araber in ihre Heimat zur\u00fcckgekehrt seien, so r\u00fcckte er zum zweiten Mal auf den Befehl des Paschas nach Zohran vor. Der T\u00fcrken hatte sich indessen ein solcher panischer Schrecken bemeistert, dass die H\u00e4lfte derselben davonlief und in Tayf anlangte. Abdin Bey war deshalb gen\u00f6tigt, in geringer Entfernung von Lye sein Hauptquartier aufzuschlagen, da ihm der n\u00f6tige Ersatz an Mannschaft fehlte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese letzte Niederlage hatte die Truppen \u00e4u\u00dferst mutlos gemacht. Bis jetzt hatte Abdin Bey hinsichtlich seiner milit\u00e4rischen Kenntnisse und seines Mutes in hohem Rufe gestanden, und seine Truppen waren sicherlich die besten der ganzen Armee; aber das letzte Missgeschick gab seinen Soldaten, die bereits nicht viel Lust zu fechten hatten, die \u00dcberzeugung, dass fernerer Widerstand gegen so zahlreiche Feinde, wie die Wahaby, vergeblich sein w\u00fcrde; und unter den T\u00fcrken befand sich nicht ein einziger Mann, der sich nicht wohlbehalten nach \u00c4gypten zur\u00fcckgew\u00fcnscht hatte. Da es die T\u00fcrken indessen besser, als irgendeine andere Nation verstehen, zu b\u00f6sem Spiele gute Miene zu machen, so schilderten sie ihre letzte Niederlage als einen Sieg, weil die Reiterei die K\u00f6pfe von ungef\u00e4hr sechzig Wahaby mit nach Tayf gebracht hatte; und w\u00e4hrend die Armee in den Mauern dieser Stadt zitterte, wurde zu Dschidda mit Kanonendonner ein Sieg verk\u00fcndigt. Auch Kairo wurde drei Tage lang beleuchtet, um die ruhmvollen Taten Abdin Beys zu feiern. Bald nach diesem Ereignis kam zur rechten Zeit Verst\u00e4rkung der Reiterei aus Kairo. Von allen libyschen Beduinenst\u00e4mmen, welche den Sommer \u00fcber in der N\u00e4he des Niltales lagern, war Reiterei angeworben worden, und achthundert Mann derselben kamen jetzt nach Hedschaz. Dies waren nun selbst Beduinen, die an den Krieg, wie ihn die Wahaby f\u00fchrten, gew\u00f6hnt waren; Pferde und Reiter konnten in gleichem Grade Strapazen ertragen; auch hatte ein jeder Reiter ein Kamel bei sich, welches f\u00fcr die entfernteste Unternehmung die Bed\u00fcrfnisse trug. Die H\u00e4lfte dieser Reiter war zu Tusun Pascha, der sich eben nach Medinah begab, gesto\u00dfen. Die andere H\u00e4lfte derselben ging nach Tayf und war kaum daselbst angelangt, als sie sich auch durch k\u00fchne Angriffe der Wahabyst\u00e4mme auszeichnete, die mehrere Tagereisen \u00f6stlich von Taraba lagerten. Bei diesen Unternehmungen hatten sie Beduinen aus diesen Gegenden zu F\u00fchrern. Sie waren alle mit Flinten und Pistolen bewaffnet und als gute Sch\u00fctzen bekannt, \u2014 Umst\u00e4nde, durch welche sie ihren Feinden sehr furchtbar wurden. Bei einem solchen Angriffe nahmen sie einem Wahabylager 8000 Schafe ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pilgerkarawanen langten im November aus Syrien und \u00c4gypten an. Mit der ersteren kamen 3000 Kamele, welche Mohammed Aly von den syrischen Beduinen gekauft hatte, und Tusun Pascha hatte zu Medinah von den durchziehenden Karawanen 1000 Kamele von der urspr\u00fcnglichen Zahl, 4000, genommen, um seinen eigenen Mangel an Transportkamelen zu ersetzen, der zu Medinah ebenso f\u00fchlbar war, als in den s\u00fcdlichen Teilen von Hedschaz. Auch die \u00e4gyptische Karawane brachte 2500 Kamele und au\u00dferdem noch eine Verst\u00e4rkung von 1000 t\u00fcrkischer Reiterei mit. Damit nun diese s\u00e4mtlich f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke verwendet werden k\u00f6nnten, wurde die ganze Karawane zu Mekka behalten, und der Mahmal, nachdem die Wallfahrt vor\u00fcber war, zu Wasser nach Suez gesendet. Diese ganze Karawane bestand, wie ich bemerken muss, blo\u00df aus Soldaten, oder Staatsbeamten, denn alle Privatpilger hatten den Befehl erhalten, ihre Reise zu Wasser zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der Pascha kam von Tayf, um der Zeremonie der Wallfahrt beizuwohnen und Soleyman, Pascha von Damaskus, zu treffen, welcher abermals die Karawane aus Syrien begleitet hatte. Die Lieblingsfrau Mohammed Alys, die Mutter Tusuns, war zu Wasser angelangt, um die Wallfahrt zu machen. Ihr Gefolge war so gl\u00e4nzend, als es bei dem Reichtum \u00c4gyptens nur m\u00f6glich war. 400 Kamele trugen ihr Gep\u00e4ck von Dschidda nach Mekka, und ihr Zelt, am Fu\u00dfe des Berges Arafat aufgeschlagen, kam an Gr\u00f6\u00dfe und Pracht demjenigen bei, was man in den Feenm\u00e4rchen, oder in den arabischen Romanzen liest. Mehrere Personen von hohem Rang waren aus Konstantinopel gekommen, um die Kaaba zu besuchen, und die Wallfahrt, welcher ich selbst beiwohnte, wurde dieses Jahr von 80.000 Personen jeden Standes und jeder Nation gemacht. Nach der Zeremonie bleibt die syrische Karawane in der Regel einige Tage zu Mekka. Mohammed Aly verl\u00e4ngerte aber bei dieser Gelegenheit ihren Aufenthalt um 10 Tage \u00fcber die gew\u00f6hnliche Zeit hinaus, indem er alle Kamele in Beschlag nahm (an der Zahl \u00fcber 12.000), um damit Vorr\u00e4te zwischen Dschidda und Mekka f\u00fcr seine Truppen zu transportieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem er seine ganze effektive Macht zwischen Mekka und Tayf gesammelt hatte, und der Zustand seiner Magazine, wie auch die Zahl seiner Lager ihm Hoffnung auf Erfolg bei einer Unternehmung gegen den Feind gab, erkl\u00e4rte er seine Absicht, sich selbst an die Spitze der Armee zu stellen, wodurch einigerma\u00dfen seinen Truppen Mut einfl\u00f6\u00dfte. Taraba wurde wiederum als der erste Angriffspunkt ins Auge gefasst. Eine gut bediente Artillerie, aus 12 Feldschlangen bestehend, erweckte bei den Soldaten das Vertrauen, dass die Mauern von Taraba nicht lange Widerstand leisten w\u00fcrden, und dass niemand n\u00f6tig haben w\u00fcrde, die Mauer zu ersteigen, wie es der Fall gewesen war, als Tusun Pascha seinen Angriff machte. 500 \u00c4xte waren ebenfalls mitgenommen worden, um die Palmenb\u00e4ume niederzuschlagen, welche die Ann\u00e4herung an die Stadt verhinderten. Auch 20 Maurer und ebenso viel Zimmerleute waren der Armee beigegeben worden, um eine Mine zu legen, die den Feind auf einmal in die Luft sprengen sollte. Damit die Soldaten ganz sicheres Vertrauen auf den Erfolg setzen m\u00f6chten, wurde von Wady Fatme eine Kamelsladung Wassermelonensamen gebracht und in Pomp durch die Stadt Mekka gef\u00fchrt. Er sollte nach der f\u00f6rmlichen Zerst\u00f6rung von Taraba auf die Stelle ges\u00e4t werden, wo vorher diese Stadt gestanden hatte. Aber diese Anstalten, weit entfernt, das Gem\u00fct der Soldaten zu beruhigen, vermehrten nur ihre Bedenklichkeit, indem daraus hervorging, welches Gewicht man auf die Einnahme dieses Platzes legte und wie schwierig man die Unternehmung erachtete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Feind lachte, als er vernahm, dass Mohammed Aly die Einnahme von Taraba als zuverl\u00e4ssig betrachte; und um diese Zeit erhielt der Pascha einen Brief vom Scheikh Bakhrudsch in jenem h\u00f6hnischen und sp\u00f6ttischen Style geschrieben, wovon die arabische Geschichte viele Beispiele darbietet. Er sagte ihm, dass er bereits viele Beweise habe von dem, was die Wahaby tun k\u00f6nnten, und dass, wenn er entschlossen sei, sich mit ihnen in ein Gefecht einzulassen, er f\u00fcr bessere Truppen sorgen m\u00fcsse, als diejenigen, welche er jetzt befehlige; am besten werde er indessen tun, wieder nach \u00c4gypten zur\u00fcckzukehren und sich das s\u00fc\u00dfe Wasser des Nils schmecken zu lassen. Bakhrudsch b\u00fc\u00dfte, wie wir nachher erfahren werden, durch einen schimpflichen Tod diese Beleidigung der W\u00fcrde eines t\u00fcrkischen Paschas.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als eine Ermutigung f\u00fcr die Armee wurden 13 Beduinen vom Stamm Ateybe, welche auf der Stra\u00dfe nach Dschidda gefangen worden waren, f\u00fcr Wahabitische R\u00e4uber erkl\u00e4rt (obschon es sich sp\u00e4ter aufs Deutlichste erwies, dass sie nach Dschidda gewollt hatten, um Lebensmittel einzukaufen) und in einer Ebene bei Mekka vor einer unermesslichen Menge Volkes hingerichtet. Einer von diesen M\u00e4nnern schlug in dem Augenblick, als ihm die H\u00e4nde entfesselt wurden und ein t\u00fcrkischer Soldat bereit war, ihm den Todessto\u00df zu geben, denselben nieder und entkam durch die Menge. Es w\u00fcrde ihm wohl gelungen sein, das Leben zu retten, wenn er in den Gebirgen seine Zuflucht gesucht h\u00e4tte, statt in der Ebene seinen Lauf fortzusetzen, wo er eingeholt und von einem t\u00fcrkischen Pilger, welcher zuf\u00e4llig beritten war, zusammengehauen wurde. Bei dieser Gelegenheit legten die niederen Klassen der Eingeborenen ihren gro\u00dfen Hass gegen die T\u00fcrken an den Tag; sie zischten laut die Soldaten aus und sprachen \u00fcber sie Verw\u00fcnschungen aus, die da grausamer Weise ihre ungl\u00fccklichen Schlachtopfer in St\u00fccken zerhieben. Der Fl\u00fcchtling wurde durch Beifallsgeschrei, in seinem Versuche zu entkommen, ermutigt, w\u00e4hrend der Hadschy, welcher ihn t\u00f6tete, mit den schm\u00e4hligsten Schimpfworten und mit Verw\u00fcnschungen belegt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem nun alles f\u00fcr die Unternehmung vorgerichtet war, die das Geschick dieses Feldzuges entscheiden sollte, verlie\u00df Ahmed Bonaparte am 15ten Dezember 1815 Mekka mit dem gr\u00f6\u00dferen Teile des Fu\u00dfvolks und r\u00fcckte mit demselben sogleich bis nach Kolach vor. Der Pascha war Willens, ihm mit etwa 1200 Mann Reiterei den 24sten zu folgen, als er mit einem mal Nachricht erhielt, dass eine starke Wahabitische Macht in der Nachbarschaft von Gonfode gesehen worden sei, die sich gegen Dschidda hin bewegt h\u00e4tte. Diese Nachricht verursachte gro\u00dfe Unruhe. Man schickte Beduinen als Kundschafter aus, um dar\u00fcber n\u00e4here Nachricht zu bekommen. Auch zu Dschidda herrschte die gr\u00f6\u00dfte Unordnung, denn es stand zu erwarten, dass die Wahaby, wenn sie nicht die Stadt selbst angriffen, doch die Verbindung derselben mit Mekka abschneiden w\u00fcrden. Seit einiger Zeit fehlte es zu Dschidda sehr an Wasser. Die Zisternen der Regierung wurden jetzt eiligst durch Zwangsma\u00dfregeln gef\u00fcllt, und die Einwohner der Stadt bezogen ihren Bedarf aus Brunnen, welche drei Stunden weit entfernt lagen. Alle Arten von Lebensmitteln stiegen jetzt in Mekka um 30 Prozent schon aufs erste Ger\u00fccht; aber die Leute erholten sich wieder von ihrem panischen Schrecken, als es bekannt wurde, dass nur eine kleine Abteilung von Tamys Soldaten ihre Zelte bei Gonfode aufgeschlagen h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Tage nachher langte die Nachricht an, dass Bakhrudsch in das Gebiet der Naszera-Araber, welche mit dem Pascha alliiert waren, eingefallen sei und das befestigte Dorf Bedschile, ihre Hauptfestung, wo auch eine Garnison von Arnauten lag, g\u00e4nzlich zerst\u00f6rt habe. Es war ehedem das Hauptquartier von Abdin Bey. Es kamen auch Nachrichten an, die da meldeten, dass man zu Taraba bedeutende Vorbereitungen auf den Empfang der T\u00fcrken treffe, und dass dieser Stadt von allen Seiten her Verst\u00e4rkungen zustr\u00f6mten, um sie gegen den gedrohten Einfall zu verteidigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 26sten des Monates Moharram 1230 (oder den 7ten Januar 1815) marschierte Mohammed Aly Pascha mit allen Truppen und Kamelen, die er nur hatte zusammenbringen k\u00f6nnen, aus Mekka nach der Gegend von Kolach, wo Hassan Pascha, Abdin Bey, Mahu Bey, Ahmed Bonaparte, Topus Oglu, Scherif Radscheh und andere Anf\u00fchrer seiner Armee bereits versammelt waren und wo er hinl\u00e4ngliche Vorr\u00e4te auf 50, oder 60 Tage zusammengebracht hatte. Als er nach Zeyme (der 2ten Station auf der n\u00f6rdlichen Stra\u00dfe von Mekka nach Tayf und Kolach) kam, empfing er Eilboten aus Tayf, welche ihm meldeten, dass ein betr\u00e4chtliches Korps der Feinde sich auf Byssel geworfen (welches zwischen Tayf und Kolach liegt) und alle Kommunikation zwischen diesen Orten abgeschnitten habe. Ein anderes feindliches Korps habe sich \u00f6stlich von Kolach gegen die Beduinen des Stammes Ateybe, bekanntlich Alliierte der T\u00fcrken, gewendet. Mohammed Aly beschleunigte seinen Marsch auf Kolach, wo er den Mittwoch anlangte und den Scherif Radscheh mit seinen Beduinensoldaten und der libyschen Reiterei den Ateybe zu Hilfe sendete, w\u00e4hrend er selbst den Donnerstag mit seiner ganzen Kavallerie auf Byssel vorr\u00fcckte. Er fand die Wahaby an den Gebirgen gelagert, welche sich gegen die Ebenen von Kolach \u00f6ffnen. Sie hatten mehrere sch\u00f6ne Brunnen inne, w\u00e4hrend die t\u00fcrkischen Soldaten ihren Wasserbedarf auf Kamelen von Kolach herbeif\u00fchrten. Die Macht der Wahaby ist auf verschiedene Weise angegeben worden und betrug, den besten Nachrichten zufolge, an 25.000 Mann Infanterie und etwas Reiterei. Da die Gebirge hier arm an Pferden sind, und die Wahaby, sobald sie weite Z\u00fcge vornehmen, selten viel Reiterei bei sich haben, so verlassen sie sich haupts\u00e4chlich auf ihre Kamelreiter und ihr Fu\u00dfvolk mit Feuergewehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei ihrer Armee hatten sie 5000 Kamele, aber nicht das Geringste von schwerem Gesch\u00fctz. Sie bestand meistenteils aus M\u00e4nnern der s\u00fcdlichen St\u00e4mme und einem kleinen Korps von den n\u00f6rdlichen St\u00e4mmen, indem letztere gegenw\u00e4rtig durch die feindlichen Demonstrationen des Tusun Pascha zu Medinah im Schach gehalten wurden. Alle H\u00e4uptlinge der Gebirge Jemens und der s\u00fcd\u00f6stlichen Ebene waren bei der Armee, wie auch Faysal, der Sohn Sauds und der Bruder des gegenw\u00e4rtigen Oberhauptes der Wahaby. Unter den ersteren nahmen Tamy, der Scheikh des Stammes Asyr, und Ibn Melha, der Agyd oder der Kriegsanf\u00fchrer dieses Stammes, den ersten Rang ein, und der dritte Teil der Armee bestand aus ihren Arabern. Ibn Katnan, Scheikh des Stammes Sabya, Ibn Khorschan, H\u00e4uptling von Taraba, Ibn Schokban, H\u00e4uptling von Beische, Bakhrudsch, Scheikh der St\u00e4mme Ghamez und Zohran, Ibn Dahman, Scheikh des Stammes Schomran, Ibn Katamel, H\u00e4uptling desjenigen Teiles der Ateybe, welcher auf der Seite der Wahaby geblieben war, Ibn Mahy, ein H\u00e4uptling der Dowasir, welche weit gegen S\u00fcdosten nach Hadramaut hin ihre Wohnsitze haben, und viele ebenso ber\u00fchmte und m\u00e4chtige Anf\u00fchrer befehligten verschiedene Korps dieser Armee. Dadurch, dass sie eine Diversion<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> nach Gonfode hin machten, wollten sie die Aufmerksamkeit des Paschas vom Hauptgegenstand ihres Angriffes abziehen und st\u00fcrzten sich ganz unerwartet auf Byssel, wo sie eine starke Position im eigentlichen Mittelpunkte der t\u00fcrkischen Linien einnahmen. Als die Kavallerie des Paschas nahte, blieben sie auf ihren Bergen und schlugen einen Angriff auf ein Tal ab, wo Mohammed Aly eine seiner Feldschlangen aufzupflanzen w\u00fcnschte. Der ganze Donnerstag wurde mit mehreren vergeblichen Versuchen von Seiten der t\u00fcrkischen Reiterei hingebracht, welche \u00fcber 20 Mann bei ihrem letzten Angriffe verlor, die mit den Lanzen der Wahabitischen Reiter get\u00f6tet worden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obgleich nicht viele diesen Tag geblieben waren, so begannen doch die T\u00fcrken schon am Erfolge zu verzweifeln, w\u00e4hrend die Wahaby sich die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung machten, den Feind durch wiederholte Niederlagen zu schw\u00e4chen und ihn endlich ganz zu vertilgen. Mehrere t\u00fcrkische Soldaten, wie auch Beduinen im Dienste des Paschas, die ein solches Resultat bef\u00fcrchteten, liefen heimlich davon und eilten nach Mekka zur\u00fcck, welches sie den folgenden Sonnabendabend erreichten. Hier verbreiteten sie die Nachricht von einer vollst\u00e4ndigen Niederlage, vom Tode des Paschas und von anderem Missgeschick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von dem Schrecken, welchen diese Nachrichten in Mekka verbreiteten, kann man sich kaum eine Vorstellung machen. Ich befand mich damals gerade selbst in Mekka und kann hier als Augenzeuge gelten. Eine Menge Nachz\u00fcgler, welche zur Armee geh\u00f6rten, und t\u00fcrkische Pilger, welche eben im Begriff waren, nach Hause zu reisen, ferner t\u00fcrkische Kaufleute und Soldaten, die sich in der Stadt befanden, &#8211; alle glaubten, ein Raub des Todes zu weiden, sobald nur die siegreichen Wahaby einr\u00fccken w\u00fcrden. F\u00fcr ein Kamel, um eine einzige Person nach Dschidda zu schaffen, wurden 400 Piaster geboten; aber die wenigen Beduinen, welche Kamele hatten, begaben sich aufs erste Ger\u00fccht der Niederlage in die Gebirge. Mehrere Personen verlie\u00dfen Mekka noch denselben Abend zu Fu\u00dfe und suchten Dschidda bis zum n\u00e4chsten Morgen zu erreichen. Andere begaben sich zur Garnison im Kastell und bedeckten sich mit Beduinen-Lumpen, um nicht f\u00fcr Fremde gehalten zu werden; aber niemand dachte an Verteidigung, und Scherif Yahya selbst, obschon er keine offizielle Nachricht erhalten, hatte sich zu einer pl\u00f6tzlichen Flucht nach Dschidda vorbereitet. Ich meines Teils hatte die \u00dcberzeugung, dass, wenn der Pascha geschlagen worden sei, die leichten Truppen der Wahaby alle Fliehenden auf der Stra\u00dfe nach Dschidda auffangen und ihnen die M\u00f6glichkeit des Entkommens nehmen w\u00fcrden. Ich hielt deshalb die gro\u00dfe Moschee f\u00fcr mein sicherstes Asyl, da sie von den Wahaby jederzeit als ein unverletzliches Heiligtum betrachtet worden war. Nachdem ich die wenigen Gegenst\u00e4nde von Wert, welche ich besa\u00df, nebst einem guten Vorrat von Zwieback in einen Sack gesteckt hatte, ging ich mit meinem Sklaven in die Moschee und schlug daselbst meine Wohnung auf, wohin sich aus demselben Beweggrund auch viele arme Pilger begeben hatten. Mein Zwieback mit dem Wasser Zemzem in der Moschee m\u00f6chte einige Wochen lang f\u00fcr meine Bed\u00fcrfnisse ausgereicht haben. Dass nicht s\u00e4mtliche T\u00fcrken meinem Beispiel folgten, ist lediglich dem Umstand zuzuschreiben, dass sie die Wahaby nach sich selbst beurteilten, denn sie k\u00f6nnen sich nicht vorstellen, dass ein Soldat in der Stunde des Sieges irgendeinen Ort f\u00fcr heilig halten werde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber unsere Bef\u00fcrchtung beruhte auf eingebildeten Ungl\u00fccksf\u00e4llen, und nach einer angstvollen Nacht wurden wir den n\u00e4chsten Morgen mit der offiziellen Nachricht der g\u00e4nzlichen Niederlage der gef\u00fcrchteten Wahaby \u00fcberrascht und erfreut. Mohammed Aly Pascha hatte w\u00e4hrend der Gefechte am Donnerstage deutlich eingesehen, dass er auf Erfolg gar nicht rechnen k\u00f6nne, so lange der Feind auf den Bergen bleibe. Er wusste auch, dass, wenn er den folgenden Tag ungl\u00fccklich sei, seine Laufbahn in Hedschaz und in \u00c4gypten wahrscheinlich f\u00fcr immer geschlossen sein werde. Er schickte deshalb des Nachts nach Kolach und lie\u00df Verst\u00e4rkung holen, gab auch den Befehl, dass 2000 Mann Fu\u00dfvolk mit der Artillerie eine Position in der Flanke des Feindes nehmen solle. Den folgenden Morgen erneuerte er sehr fr\u00fchzeitig den Angriff mit seiner Reiterei und wurde abermals zur\u00fcckgeschlagen. Nun versammelte er seine Offiziere und gab ihnen den Befehl, mit ihren Kolonnen sich der Position der Wahaby mehr zu n\u00e4hern, als es vorher geschehen sei, die Gewehre abzufeuern und dann in scheinbarer Unordnung sich zur\u00fcckzuziehen. Dies geschah, und als die Wahaby den Feind fliehen sahen, glaubten sie, dass der gl\u00fcckliche Augenblick gekommen sei, wo sie ihn ganz vernichten k\u00f6nnten. Sie verlie\u00dfen ihre feste Position an den Gebirgen und verfolgten die fliehenden T\u00fcrken \u00fcber die Ebene. Alles ging, wie es der Pascha erwartet hatte. Als er den Feind f\u00fcr hinl\u00e4nglich entfernt von den Bergen hielt, sammelte er seine Reiterei, bot den Verfolgern die Stirn und die Schlacht war bald f\u00fcr ihn gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die t\u00fcrkische Infanterie tournierte jetzt die Stellung der Araber. Scherif Radscheh war gerade mit seinem Korps angelangt, nachdem er den falschen Angriff des Feindes auf die Ateybe zur\u00fcckgewiesen hatte; er vereinigte sich mit Mohammed Aly, besetzte das Tal, durch welches die Wahaby ihren R\u00fcckzug nehmen mussten und n\u00f6tigte sie auf diese Weise, in der gr\u00f6\u00dften Unordnung zu fliehen. Zur Verfolgung eines besiegten Feindes sind die t\u00fcrkischen Soldaten vortrefflich zu gebrauchen. Sobald Mohammed Aly den Feind fliehen sah, machte er unter seinen Truppen bekannt, dass er jeden Kopf eines Wahaby mit 6 Dollars bezahle. In wenig Stunden waren 5000 solcher K\u00f6pfe vor ihm aufgeschichtet. In einem engen Tal waren 1500 Wahaby umzingelt und zusammengehauen worden. Ihr ganzes Lager und Gep\u00e4ck und die meisten ihrer Kamele wurden eine Beute der T\u00fcrken. Tamy selbst entkam nur mit wenig Gefolge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen 300 Wahaby wurden auf ausdr\u00fccklichen Befehl Mohammed Alys lebendig gefangen. Er hatte seinen Leuten befohlen, ihnen Pardon anzubieten, indem sehr wenige Feinde sich so weit herabgelassen hatten, um Gnade zu flehen. Scherif Radscheh wurde mit einiger Reiterei zur Verfolgung der Fl\u00fcchtlinge beordert und ihm schlossen sich viele der benachbarten Araber an, welche wahrscheinlich ebenso viel Eifer gegen die T\u00fcrken bewiesen haben w\u00fcrden, f\u00fcr den Fall, dass die Wahaby der siegende Teil geblieben w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Schlacht nahm der Pascha pers\u00f6nlichen Anteil am Kampf, in den Augenblicke, wo er seine Reiterei umwenden und dem Feinde die Stirne bieten lie\u00df. Seine Anordnungen w\u00e4hrend der Nacht vor dem Angriff und \u00fcberhaupt die Art und Weise, wie er seine Truppen noch dahin gebracht hat, dass sie dem Feinde Widerstand leisteten, nachdem sie schon alle Hoffnung des Erfolges aufgegeben hatten, verdient alle Anerkennung. Auf seiner Seite zeichnete sich niemand in h\u00f6herem Grade aus, als Scherif Radscheh. Mit seiner ber\u00fchmten Stute und seiner Lanze galoppierte er weit der Armee voraus, drang in dichte Haufen des Feindes ein bis zum Zelte Faysal&#8217;s, welches sich im ganzen Lager am meisten bemerkbar machte, stie\u00df seine Lanze vor dem Zelte in die Erde und verteidigte sich mit seinem Schwerte gegen eine Menge Wahaby, bis seine Freunde herbeikamen und ihn wieder freimachten. Als Mohammed Aly bald nachher an dieser Stelle vor\u00fcberkam, fragte er den Scherif, wem dieses Zelt geh\u00f6re? Dem Faysal, war die Antwort. So nimm es denn, sagte der Pascha, mit allem, was darin enthalten ist. Au\u00dfer den Kamelen machte die Armee keine Beute von gro\u00dfem Werte. Radscheh fand in dem Zelte Faysals nur 2000 Dollars. Eine Menge Streitigkeiten fielen zwischen den t\u00fcrkischen Soldaten und den alliierten Beduinen, welche den Scherif Radscheh begleiteten, \u00fcber die Teilung der Beute vor. Der Pascha schien geneigt, die Beduinen zu beg\u00fcnstigen, und die meisten Kamele kamen auf ihren Anteil. Die T\u00fcrken sollen an diesem Tage zwischen 400 und 600 Mann verloren haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Niederlage der Wahaby muss g\u00e4nzlich dem Umstand zugeschrieben werden, dass sie von dem Berge herab in die Ebene gingen, wo sie keine Mittel hatten, der t\u00fcrkischen Reiterei Widerstand zu leisten. Saud hatte noch in den letzten Worten, die er an seinen Sohn richtete, denselben vor einem solchen Benehmen gewarnt. Aber bei der Verachtung, in welcher die t\u00fcrkischen Truppen bei den Wahaby standen und bei dem Wunsche, dem Feldzug ein Ende zu machen und vielleicht sich der Person Mohammed Alys zu bem\u00e4chtigen, verga\u00dfen sie das wohl berechnete Kriegssystem, welches sie bisher angewendet hatten; und ihr Erstaunen, sich so pl\u00f6tzlich \u00fcberw\u00e4ltigt zu finden, machte sie zu allem Widerstand unf\u00e4hig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es werden indessen einige Anekdoten von ausgezeichnetem Mut erz\u00e4hlt, den die Wahaby bei dieser Gelegenheit an den Tag gelegt haben. Ibn Schokban schlug sich mit einigen 100 Mann durch die ganze t\u00fcrkische Infanterie und entkam. Bakhrudsch, einer der wildesten unter den Anf\u00fchrern der Wahaby, t\u00f6tete mit eigener Hand zwei Offiziere des Paschas, und als ihm sein Pferd unter dem Leib erschossen wurde, mischte er sich unter die t\u00fcrkische Reiterei, bis er Gelegenheit fand, einen Reiter vom Pferde zu rei\u00dfen, welches er dann bestieg und gl\u00fccklich entkam. Auf den Bergen wurden ganze Abteilungen der Asyr-Araber gefunden, die sich an den Beinen mit Stricken zusammengebunden hatten. Beim Abschiede von ihren Familien hatten sie n\u00e4mlich alle bei der Scheidung von ihren Weibern gelobt (ein Eid, der unter den Beduinen gew\u00f6hnlich ist und streng gehalten wird), nicht vor den T\u00fcrken zu fliehen und, wo m\u00f6glich, siegreich zur\u00fcckzukehren. Da die Schlacht f\u00fcr sie ungl\u00fccklich ablief, so beschlossen sie, wenigstens einander gegenseitig am Weglaufen zu verhindern. Sie fochten so lange, als sie noch Munition hatten, und wurden dann niedergemetzelt.<\/p>\n<p>____________________________________<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Verpflegung<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ausscheren<\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_1668\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"1668\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im September 1814 war die Macht des Paschas folgender Gestalt verteilt: gegen 200 Mann waren mit Ibrahim Aga, dem Moherdar, oder Siegelbewahrer Mohammed Alys, zu Mekka, wie auch 150 arabische Soldaten unter dem Scherif Yahya. Zwischen 3 und 400 Mann unter dem Befehle des Divan Effendi waren zu Medinah; 100 Mann bildeten die Garnison von &hellip; <a href=\"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/materialien-zur-geschichte-der-wahaby-07-5-kriegsberichterstattung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Materialien zur Geschichte der Wahaby \u2013 07.5 \u2013 Kriegsberichterstattung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_1668\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"1668\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[473,586,576],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1668"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1668"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1669,"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1668\/revisions\/1669"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}