{"id":739,"date":"2015-02-16T19:35:57","date_gmt":"2015-02-16T19:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/?p=739"},"modified":"2022-06-15T06:27:43","modified_gmt":"2022-06-15T06:27:43","slug":"islam-und-marktwirtschaft-die-weise-kapitalistin-und-der-kaufmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/islam-und-marktwirtschaft-die-weise-kapitalistin-und-der-kaufmann\/","title":{"rendered":"Islam und Marktwirtschaft: Die weise Kapitalistin und der Kaufmann"},"content":{"rendered":"<p><em>Der folgende Beitrag erschien zuerst in der <a href=\"http:\/\/ef-magazin.de\/archiv\/ef\/149\/inhalt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jan.\/Feb.-Printausgabe (Nr.149)<\/a> des Magazins <strong>eigent\u00fcmlich frei<\/strong>. Ein recht herzlicher Dank geht an dieser Stelle raus an den Herausgeber und Chefredakteur dieses freien und mutigen Blattes.<\/em><\/p>\n<h5>Wenn Muslime Roland Baader lesen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war einmal, vor etwa 1.420 Jahren, da lebte eine sehr wohlhabende Witwe inmitten der arabischen W\u00fcste, in einer kleinen Handelsstadt. Den Wohlstand verdankte sie ihrem ersten Ehemann, der, als er verstarb, ihr sein gesamtes Verm\u00f6gen vererbte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Trotz des Wohlstandes beschr\u00e4nkte sich diese Frau nicht darauf, ihren Lebensabend damit zu verbringen, von diesem Verm\u00f6gen zu zehren, sie erlangte vielmehr einen unzweifelhaften Ruf als weise und kluge Gesch\u00e4ftsfrau. Es wird \u00fcberliefert, dass sie im Laufe ihres weiteren Lebens ihr Verm\u00f6gen mehrfach verdoppelte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Art, wie sie ihre Gesch\u00e4fte zu f\u00fchren pflegte, war zur damaligen Zeit \u00fcblich und weit verbreitet. Es handelte sich um eine Handelskooperationsform namens \u201eMudaarabah\u201c, bei der sich mindestens zwei Parteien vertraglich dar\u00fcber einig wurden, durch den jeweiligen Einsatz von Kapital und Arbeit einen Profit zu erwirtschaften. Das Besondere an dieser vertraglichen Kooperationsform war, dass es mindestens einen Kapitalisten und mindestens einen Arbeiter gab. Von der einen Vertragspartei wurde also ausschlie\u00dflich das Kapital investiert, und von der anderen wurde die Arbeit geleistet. Die Witwe war also eine Kapitalistin, die ihr Kapital in aussichtsreiche Unternehmungen investierte und daraus, ohne jegliche Leistung von Arbeitskraft, einen Profit erwirtschaftete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als sie 37 Jahre alt war, verstarb auch ihr zweiter Ehemann, und sie wurde abermals Witwe. Aufgrund ihres Rufes und Wohlstandes jedoch war sie recht schnell umworben von zahlreichen gutgestellten Mitgliedern der \u00f6rtlichen Stammesgesellschaft und bekam manche Heiratsangebote. Diese schlug sie jedoch allesamt aus und bevorzugte ein Leben als alleinstehende Gesch\u00e4ftsfrau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann kam der Zeitpunkt, als sie wieder einmal Kapital in eine Unternehmung investieren wollte. Die Marktlage stellte sich gerade als besonders g\u00fcnstig heraus und die Preise im weit n\u00f6rdlich gelegenen Shaam (heute Syrien) versprachen hohe Profite bei entsprechender Investitionsh\u00f6he. Was diese weise und kluge Gesch\u00e4ftsfrau also jetzt noch ben\u00f6tigte, war ein Kooperationspartner, der mit ihrem Kapital und durch geschicktes Handeln einen guten Gewinn zu akquirieren in der Lage war. Zwei Eigenschaften musste dieser zuk\u00fcnftige Vertragspartner f\u00fcr sie haben: Er musste einerseits ehrlich und vertrauensw\u00fcrdig sein, denn immerhin w\u00fcrde sie ihm eine gro\u00dfe Menge Kapital anvertrauen, und zum anderen musste er ein hervorragender H\u00e4ndler sein, denn allein durch gutes Handelsgeschick kann auch ein anst\u00e4ndiger Profit erwirtschaftet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einigen Erkundigungen schien sie diesen Mann dann auch gefunden zu haben. Der noch recht junge 25-J\u00e4hrige, der in der Handelsstadt bereits den Beinamen al-Amin (der Vertrauensw\u00fcrdige) erlangt hatte, stand im Rufe, ein guter und geschickter Kaufmann zu sein. Sie lie\u00df also nach ihm schicken und unterbreitete ihm ein Vertragsangebot. Der junge Kaufmann nahm das Angebot an und wurde alsbald mit Kapital, einer Karawane und einem Knecht ausgestattet. Er machte sich auf den Weg ins entfernte Shaam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um es ein wenig abzuk\u00fcrzen: Die Erwartungen der Kapitalistin wurden nicht entt\u00e4uscht. Ihr Vertragspartner wurde seinem Ruf gerecht, ging vertrauensw\u00fcrdig mit ihrem Eigentum um und akquirierte einen stolzen Profit. Sie war letztendlich derma\u00dfen von diesem jungen Mann angetan, dass sie ihm, \u00fcber den vertraglich zugesicherten Anteil hinaus, noch den Knecht \u00fcberlie\u00df, der ihn auf der Handelsreise begleitet hatte. Zudem machte sie ihm einen Heiratsantrag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der junge Kaufmann nahm beides an, den Knecht in seine Dienste und die ehemalige Vertragspartnerin zu seiner Frau. Der Name dieser Gesch\u00e4ftsfrau war Khadidscha bint Khuwaylid, und der junge, vertrauensw\u00fcrdige und geschickte Handelspartner war kein geringerer als Muhammad ibn Abdullah, der 15 Jahre sp\u00e4ter, in einer Bergh\u00f6hle namens Hira, den Engel Gabriel treffen und als (letzter) Prophet des Islams in die Geschichte eingehen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese erste Ehe des Propheten Mohammed war eine sehr besondere, denn obwohl er w\u00e4hrend seiner gesamten Lebenszeit insgesamt zw\u00f6lf Frauen hatte, so war er mit Khadidscha bis zu ihrem Tode allein verheiratet. Zudem war sie die erste Person, die den Islam annahm und den Propheten unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer authentischen \u00dcberlieferung berichtet der Prophet von den vier besten Frauen, die dereinst im Paradiesgarten wandeln werden. Diese sind Khadidscha, seine erste Frau, Fatima, ihre einzige gemeinsame Tochter, die Jungfrau Maria und Mutter von Jesus dem Messias, und Asija, die Frau des Pharao, die dem Propheten Moses das Leben rettete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der von uns Muslimen am meisten geehrte Mann war also ein geschickter H\u00e4ndler, und die von uns geehrteste Frau eine Kapitalistin. Wer h\u00e4tte das gedacht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun muss diese Episode aus dem Leben des Propheten ja nicht zwingend auf eine \u00f6konomische Schule oder Sichtweise im Islam hinweisen, sie k\u00f6nnte einfach nur dies sein und bleiben, n\u00e4mlich eine kleine Episode ohne weitere Bedeutung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet man in dieser Hinsicht die Reaktionen von zeitgen\u00f6ssischen Muslimen, auch hierzulande, dann k\u00f6nnte man diesem Eindruck erliegen, denn die Worte \u201eKapitalist\u201c oder \u201eKapitalismus\u201c f\u00fchren unweigerlich zu Bekundungen der Ablehnung. Grunds\u00e4tzlich scheint der Einfluss marxistischer Thesen und Begrifflichkeiten, wie er leider Eingang in das gesellschaftliche Denken des Abendlandes gefunden hat, auch auf Muslime und ihr \u00f6konomisches Verst\u00e4ndnis eine gro\u00dfe Wirkung zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beg\u00fcnstigt wird das Gedeihen der Ablehnung von Reichtum, Eigentum und Profitstreben unter einigen Muslimen durch einen fruchtbaren Boden, den ein \u00f6stlicher Zweig des Sufismus bereits im 12. Jahrhundert bereitete. Unter dem Fluidum dieser mystischen Schule kann es dann auch mal zu einem Aufruf zum \u201eDschihad gegen die Marktwirtschaft\u201c kommen, wie er dem deutschen Konvertiten und heutigen Herausgeber der \u201eIslamischen Zeitung\u201c, Andreas Abu Bakr Rieger, in den 90er Jahren entfleucht sein soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die urspr\u00fcngliche Lehre des Islams, die sich aus dem Koran, aus der Sunnah (dem Lebensbeispiel des Propheten) und den Berichten der drei besten Generationen ableitet, ist vollkommen frei von derlei Ideologien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autor dieser Zeilen hat das unzweifelhafte Gl\u00fcck, zum einen ein anst\u00e4ndig indoktrinierter \u201eSalafist\u201c zu sein und zum anderen ein flei\u00dfiger Leser zeitgen\u00f6ssischer Literatur aus klassisch liberaler und libert\u00e4rer Feder. Denn ersteres bringt automatisch eine starke Bindung zu den Quelltexten der Religion mit sich, was dazu f\u00fchrt, dass man viel darin liest und forscht, und zweiteres sorgte zumindest in seinem Fall daf\u00fcr, dass er viele Parallelen auftun konnte zwischen der \u00d6konomie, wie sie die islamischen Quellen lehren, und jener, wie sie abendl\u00e4ndische Freiheitsdenker favorisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wir mit Abu Bakr Rieger bereits auf die Marktwirtschaft zu sprechen kamen, m\u00f6chte ich hier gern eine solche Parallele aufzeigen: In einem der zahlreichen B\u00fccher von Roland Baader, die ich in meinem Regal stehen habe, las ich mal den folgenden Auszug des schweizerischen Rechtswissenschaftlers und Autors Robert Nef: \u201eDer Tausch ist in Form des Stoffwechsels ein Naturph\u00e4nomen, eine Voraussetzung organischen Lebens. Wer das begriffen hat, wei\u00df um die Anma\u00dfung von Wissen, um die Unm\u00f6glichkeit der rationalen Kalkulation von Preisen, von zentraler Planung und so weiter. Nur Gott kennt den wahren Preis. S\u00e4kularisiert ausgedr\u00fcckt: Niemand darf sich anma\u00dfen, solche Gr\u00f6\u00dfen zu kennen, \u201awissenschaftlich\u2018 zu beweisen und allgemeinverbindlich vorzuschreiben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sofort und unweigerlich f\u00fchlte ich mich durch dieses Zitat an eine authentische \u00dcberlieferung erinnert, die bis zum Propheten zur\u00fcckgeht und somit als eine Sunnah und verbindlicher Quelltext gilt. Sie lautet wie folgt: \u201eZur Zeit des Gesandten Allahs sind die Preise in Medina in die H\u00f6he gegangen. Da sagten einige Leute: \u201aOh Gesandter Allahs, die Preise sind in die H\u00f6he gegangen, setze doch f\u00fcr uns die Preise fest.\u2018 Da sagte der Gesandte Allahs: \u201aAllah ist der, der die Preise festlegt, der, der (die Waren) zur\u00fcckh\u00e4lt, und der, der (die Waren) ausstreckt, und Er ist der Versorger.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese \u00dcberlieferung war f\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Gelehrten ein unumst\u00f6\u00dflicher Beweis f\u00fcr die freie Marktwirtschaft und daf\u00fcr, dass diese im Islam gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Parallele fand ich ebenfalls bei der Lekt\u00fcre eines Baader-Werkes. In seinem Buch \u201eDie belogene Generation\u201c wird er auf Seite 203 von seinem fiktiven Interviewer mit der Frage nach der christlichen \u201eEthik des Teilens\u201c konfrontiert. Recht schnell r\u00e4umt Baader mit diesem Trugschluss auf und zeigt, dass in der Bibel selbst das Teilen nur einmal, und zwar \u201eim Zusammenhang mit einem Erbgang\u201c Erw\u00e4hnung findet, und sich somit auf ein Verm\u00f6gen bezieht, das keinen Eigent\u00fcmer mehr hat und deshalb auf die Erben aufgeteilt werden muss. Bei Achtung der Eigentumsrechte jedoch ist ausschlie\u00dflich das Geben ein Akt, der vom Eigent\u00fcmer ausgeht und somit eine einwandfreie \u00dcbereignung darstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00dcberlieferung, die mir in diesem Fall und bez\u00fcglich des Teilens sofort in den Sinn kam, war eine Begebenheit des Prophetengef\u00e4hrten Abd ar-Rahman ibn Auf, der einer der bekanntesten und wichtigsten Gef\u00e4hrten des Propheten war. Diese Begebenheit spielte sich in Medina ab, wohin der Prophet mit vielen Anh\u00e4ngern auswandern musste, als die Lage in Mekka f\u00fcr sie zu gef\u00e4hrlich wurde. Die Reise in das mehrere hundert Kilometer entfernte Medina war lang und entbehrungsreich und die Auswanderer waren allesamt mittellos bei ihrer Ankunft. Aus diesem Grunde suchte der Prophet f\u00fcr jeden ausgewanderten Mekkaner eine der zahlreichen Gastfamilien in Medina aus, die sich freiwillig als Helfer anboten. Die Familie des hilfsbereiten und sehr wohlhabenden Saad ibn al-Rabi sollte den Prophetengef\u00e4hrten Abd ar-Rahman ibn Auf aufnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als er nun im Hause des Saad ibn al-Rabi Einkehr fand, machte dieser ihm ein verf\u00fchrerisches Angebot. Er bot ihm an, sein gesamtes Verm\u00f6gen mit ihm teilen zu wollen, ja sogar von einer seiner zwei Ehefrauen wollte er sich scheiden lassen, damit sein Gast sie heiraten k\u00f6nne. Abd ar-Rahman ibn Auf jedoch lehnte dieses Angebot dankend ab. Er erkundigte sich lediglich nach einem Ort, an dem Handel betrieben wird, und machte sich umgehend auf den Weg dorthin. Auf dem Marktplatz des nahegelegenen Stammes Banu Qainuqa machte er dann innerhalb k\u00fcrzester Zeit einen derma\u00dfen gro\u00dfen Profit, dass er schnell zu den verm\u00f6gendsten Kaufleuten Medinas aufstieg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Teilen war diesem Mann, der bis heute eine wichtige Stellung im Islam besitzt, also nicht recht. Ebenso wie der Prophet war er ein cleverer Kaufmann, der sogar auf ein und demselben Marktplatz in der Lage war, anst\u00e4ndige Gewinne zu akquirieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Haltung spiegelt eine Ethik wider, die im Islam fest verankert ist. Reichtum und das Streben nach Profit, egal ob durch Dienstleistung, Handwerk, Handel oder Kapitaleinsatz, ist gewollt und hat keinerlei schlechten Ruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der muslimische \u00d6konomieprofessor Abdul Azim Islahi schrieb 1981 in seiner Doktorarbeit \u201eEconomic Concepts of Ibn Taimiyah\u201c (Ibn Taimiyah ist ein islamischer Gelehrter des 13. Jahrhunderts, der besonders unter heutigen \u201eSalafisten\u201c hohes Ansehen genie\u00dft) Folgendes: \u201eDie Verpflichtung eines Mannes, sich und seine unterhaltsberechtigten Angeh\u00f6rigen zu versorgen, erfordert unter anderem weltliche Mittel, was ihren Erwerb zu einem (religi\u00f6sen) Gebot werden l\u00e4sst. Ibn Taimiyah st\u00fctzt diese Ansicht, indem er einen der fr\u00fchesten Rechtsgelehrten zitiert, n\u00e4mlich (den Salaf) Said bin al-Musayyib, der sagte, dass nichts Gutes an einer Person sei, die Reichtum verabscheut, wo doch eine Person damit in der Lage sei, ihrem Herrn zu dienen, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen, sich selbst zu besch\u00fctzen und unabh\u00e4ngig von anderen zu bleiben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unabh\u00e4ngig zu sein und den Unterhalt der Familie selbst zu bestreiten, das ist f\u00fcr jeden Muslim eine religi\u00f6se Plicht. So sagte der Prophet: \u201eNiemand a\u00df je eine bessere Speise als von seiner eigenen H\u00e4nde Arbeit.\u201c Bei einer anderen Gelegenheit sagte er: \u201eIch schw\u00f6re bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass es f\u00fcr euch besser ist, ein Seil zu nehmen und damit auf eurem R\u00fccken ein B\u00fcndel Brennholz herbeizubringen, als zu einem anderen zu gehen und diesen anzubetteln, der ihm entweder etwas gibt oder nichts gibt.\u201c Und als er mal gefragt wurde, welches der beste Erwerb sei, da antwortete er: \u201eDie Arbeit eines Menschen mit eigenen H\u00e4nden, und jeder Handel, der von Gott angenommen ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Islam verf\u00fcgt also \u00fcber gewichtige \u00f6konomische Vorbilder und eine anst\u00e4ndige Arbeitsethik, die den Menschen zur Eigenverantwortung und Unabh\u00e4ngigkeit erzieht und weder das Profitstreben noch den erwirtschafteten Reichtum verurteilt. Und so pl\u00e4dieren auch zeitgen\u00f6ssische islamische Autorit\u00e4ten klar und deutlich f\u00fcr \u00f6konomische Freiheiten, wie der bekannte Professor Muhammad Nejatullah Siddiqi, der in einem Vorwort schrieb: \u201eWir brauchen eine gut versorgte Gesellschaft, aus der Armut verbannt und in der Wohlergehen f\u00fcr alle gew\u00e4hrleistet wird. Der Weg zur Verwirklichung dieses Ziels ist die Freiheit des Unternehmer- und Eigentums, lediglich begrenzt durch feste moralische Regeln, beaufsichtigt von einem gerechten Staat, der diesen g\u00f6ttlichen Gesetzen Geltung verschafft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Beitrag erschien zuerst in der Jan.\/Feb.-Printausgabe (Nr.149) des Magazins eigent\u00fcmlich frei. Ein recht herzlicher Dank geht an dieser Stelle raus an den Herausgeber und Chefredakteur dieses freien und mutigen Blattes. 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