José Antonio Primo de Rivera über die moderne Liberalität

„Der liberale Staat, der Staat ohne Glaube, der Staat des Schulterzuckens- schrieb an den Giebel seines Tempels drei schöne Worte: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Allerdings gedeiht keines der drei unter dem Bann dieses Staates. Die Freiheit ist lebensunfähig ohne den Schutz eines starken ewigen Prinzips.

Wenn die Prinzipien in den Wogen der Volksmeinungen schwanken, besteht Freiheit nur für die diejenigen, die mit der Mehrheit einer Meinung sind. Für die Minderheiten bleibt nur eines: leiden und schweigen. Unter den Tyrannen des Mittelalters blieb den Unterdrückten zumindest der Trost, sich tyrannisiert zu wissen. Der Tyrann konnte unterdrücken, die physisch Unterdrückten behielten nichts destoweniger Recht gegenüber dem Tyrannen. Über den Häuptern von Tyrann und Untertan standen ewige Worte geschrieben, die jedem einzelnen sein Recht gaben.

Im demokratischen Staat ist dies nicht der Fall; das Gesetz-nicht der Staat, sondern das Gesetz, mutmaßlicher Wille der Mehrheit- hat immer recht. Auf diese weise wird der Unterdrückte nicht nur unterdrückt, man kann ihn sogar, sollte er es wagen, das Gesetz dreist als ungerecht zu bezeichnen, als gefährlichen Unruhestifter brandmarken. Nicht einmal diese Freiheit bleibt ihm.“

-José Antonio Primo de Rivera (Der Troubadour der spanischen Falange, S.31)

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Über Nando-Dragan Nuruddin Augener

Nuruddin, Jahrgang 1989, machte 2010 sein Abitur und lebt in Hamburg. Studium der Erziehungswissenschaft und der Soziologie an der Universität Hamburg (2011-2014). Muslim seit September 2016. Kontakt: nd.augener@web.de

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