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Fundstücke und Presse

Abdullah F. Bubenheim ... ein Salafist?

Den folgenden Text habe ich heute auf der Facebook-Seite von Die wahre Religion gefunden. Es ist ein Leserbrief des deutschstämmigen Muslims Abdullah Frank Bubenheim, der in Jordanien lebt und lehrt. Um die Frage im Titel im voraus zu beantworten .... Nein, er ist kein sogenannter "Salafist", sondern ein Muslim der sich dem Sufismus zugeneigt fühlt. Trotz alledem sind viele seiner Texte sehr ehrlich und direkt, was wohl u.a. daran liegt, dass er keine Angst haben muss, wegen seinen Ansichten aus der BRD abgeschoben zu werden.

 

Bi-smi Llāhi r-Raḥmāni r-Raḥīm

 

Liebe Geschwister im Islam,

As-salāmu ´alaikum wa-raḥmatu Llāhi wa-barakātuh.

Es gibt heute zahlreiche muslimische „Gelehrte", die die Unterscheidung zwischen Dār al-Islām (Land des Islam) und Dār al-Kufr (Land des Kufr) als veraltet ablehnen. Diese angeblichen Gelehrten scheinen mit Blindheit geschlagen zu sein, und man sollte nicht auf sie hören. Selbst wenn erwachsene Muslime in westlichen Ländern, wie der BRD, die grundlegenden gottesdienstlichen Handlungen weitgehend frei ausüben können, so bedeutet das noch lange nicht, daß ein solches Land dadurch als Dār al-Islām anzusehen ist. Wie ihr selbst festgestellt habt, haben die Wahrheitsverdecker (kuffār) es u. a. darauf abgesehen, den Muslimen ihre Kinder wegzunehmen, indem sie sie moralisch verderben. Da die meisten Muslime keine gesetzliche Möglichkeit haben, ihre Kinder diesem Zugriff der Nichtmuslime zu entziehen und damit die zukünftigen Generationen der Muslime und ihre weitere Existenz als Muslime mit muslimischer Identität in diesem Lande gefährdet sind, gilt die von den früheren Gelehrten aufgestellte Regel, dass die Muslime dieses Land zu verlassen und auszuwandern haben. Andernfalls begehen sie mit ihrem Verbleiben in einem Land wie der BRD eine schwere Sünde. Wir selbst sind bereits vor Jahren ausgewandert, als unsere Kinder in Deutschland heranwuchsen und wir uns bewußt wurden, welche Gefahr für sie in dieser unislamischen Umgebung mit ihren materiellen Verlockungen und der Indoktrinierung mit falschen Werten wie Demokratie und individueller Freiheit lauert. Wir haben diesen Schritt nicht bereut und empfehlen allen Muslimen, die ihre Kinder vor dieser Gefahr retten wollen, es uns gleich zu tun.

Wer nicht die Möglichkeit hat, in ein islamisch geprägtes Land auszuwandern, ist verpflichtet, mit allen Mitteln - notfalls auch„ungesetzlichen" - um seine Kinder zu kämpfen. Wir haben ein Vorbild in einigen christlichen Eltern, die in dem angeblich freitheitlichen Land BRD zu Haftstrafen verurteilt worden sind, weil sie sich geweigert haben, ihre Kinder zu bestimmten Veranstaltungen im Sexualunterricht zu schicken. Das ist die Form von Dschihād, den die Muslime in Deutschland ohne Gewaltanwendung und ohne Waffengewalt leisten und für den sie Lohn von Allah erhalten können, ebenso alle diejenigen, die sie darin finanziell oder auf andere Weise unterstützen.

Weiterhin möchte ich alle bitten, diejenigen Muslime zurechtzuweisen, die, wie der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, die Muslime dazu anhalten, sich in den moralischen Abfallhaufen der deutschen Mehrheitsgesellschaft „einzubringen".Vielmehr sollte es die Aufgabe der Muslime sein, aus diesem Abfallhaufen so viele noch gute Individuen herauszuziehen, wie möglich, um mit ihnen zusammen eine neue bessere Gesellschaft zu schaffen. Mit anderen Worten: die Muslime sollten zum Widerstand gegen diese unmoralische Politik versuchen, auch möglichst viele Nichtmuslime zu mobilisieren, die noch einen Rest an Moral bewahrt haben, anstatt zu versuchen, sich bei den verdorbenen und verlogenen Politikern anzubiedern.

Offensichtlich hat der Satan die meisten dieser Politiker fest im Griff. Als die deutsche Bundeskanzlerin wegen ihrer Parteinahme für die gegen die chinesische Vorherrschaft protestierenden Tibeter von der offiziellen chinesischen Presse „dämonisiert" wurde, meinte der Dalai Lama in einem Interview ironisch: „Ja, sie ist eine Dämonien."Nähmen wir diese Worte ernst, so ergäbe sich daraus, dass die BRD keine Demokratie, sondern eine Dämonkratie (= „Herrschaft der Dämonen")ist.

Es ist ureigenes Bedürfnis, daß eine religiöse, ethnische oder sonstige Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft ihre Kinder nach ihren eigenen Wertvorstellungen, mit ihrem eigenen kulturellen Erbe und entsprechend ihrer religiösen oder weltanschaulichen Lehren erzieht.

In Deutschland und anderen westlichen Ländern sind Muslime aus Ländern, wo sie die Mehrheit bilden, eingewandert, meist nicht mit dem Ziel, ihre Religion zu praktizieren und ihren Kindern eine islamische Erziehung zu geben, sondern, um ein materiell besseres Leben zu führen. Zuerst wollten sie vielleicht nur ein paar Jahre arbeiten und Geld verdienen, um dann in ihre Heimat zurückzukehren, doch dann blieben sie länger holten ihre Familien nach. Nur wenige kümmerten sich darum, wie ihre Kinder in Deutschland aufwachsen und wer sie außerhalb des Elternhauses erzieht. Dies ist in der Tat eine große und unverzeihliche Verantwortungslosigkeit: Muslime überlassen ihre Kinder Nichtmuslimen zur Erziehung, ohne in den meisten Fällen zu wissen, welche Werte und Lerninhalte ihre Kinder vermittelt bekommen. Solange die Nichtmuslime selbst noch auch nur annähernd an den Werten ihrer eigenen Religion festhielten, war eine gewisse Sicherheit vorhanden, daß die muslimischen Kinder nicht Werte vermittelt bekamen, die den islamischen völlig fremd und mit ihnen unvereinbar sind. Doch nun ist in Europa eine neue Generation von Menschen herangewachsen, die immer mehr atheistisch ausgerichtet sind und die traditionellen Werte und Moralvorstellungen häufig ganz ablehnen und jeglicher Religion feindlich gegenüber stehen. Ihnen seine Kinder zur Erziehung anzuvertrauen, anstatt den Angehörigen der anderen Offenbarungsreligionen, ist noch viel mehr unverantwortlich.

Wendet jemand ein, die Muslime könnten ihre Kinder ja in private islamisch Schulen und Kindergärten schicken, so muß man fragen, wo diese denn zu finden sind. Nach den Ereignissen vom 11. Sept. ist es nahezu unmöglich geworden, die Genehmigung für eine islamische Privatschule oder einen Kindergarten zu bekommen. Im Gegenteil sind zuvor ohne Beanstandung betriebene Schulen unter fadenscheinigen Begründungen geschlossen worden, wie die Deutsch-Arabische Schule in München. Manche muslimischen Familien waren eigens wegen dieser Schule in den Raum München gezogen und andere in den Bonner Raum, um ihre Kinder auf die König-Fahd-Akademie zu schicken. Nach einer Medienkampagne ist diese jedoch ausgetrocknet worden, indem sie nur noch von Schülern besucht werden darf, deren arabischsprachige Eltern sich nachweislich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. Selbst wenn es den Muslimen gelänge, in Deutschland eine ausreichende Zahl von staatlich anerkannten- und unter staatl. Aufsicht stehenden - islamischen Schulen und Kindergärten einzurichten, so wäre dies doch keine Garantie dafür, daß nicht eines Tages jene genannten Kreise dafür sorgen könnten, daß der Staat diese Schulen und Kindergärten nicht schließt, wenn sie sich nicht ihrem Diktat beugen und die erwähnte Sexualerziehung einführen.

Abdullah F. Bubenheim

 

Kommentare   

 
0 #4 Erinnerungsurah al-kahf 2012-05-12 13:58
Assalamalaikum , Dieser Brief ist eine sehrscchöne Ermahnung und Erinnerung BarakALLAHUfiekum.
 
 
0 #3 Bruder Abdullah Bubenheims Worte sind eine Wohltat für die Seelen der GläubigenAl-Faruqi 2012-05-11 21:04
Assalaamu 'alaykum wa rahmatullaahi wa barakaatuh.

Jazaak Allaahu khayran für diesen Brief, der sicherlich eine Wohltat für die Seelen der Gläubigen ist.

Allerdings möchte auf respektvolle Art und Weise darauf hinweisen, dass die Lage in Deutschland sowie die Pflicht zur Hijrah schon seit Jahren bekannt ist. Ebenso seit Jahren bekannt ist die Definition von Daarul-Islaam und Daarul-Kufr und unter denjenigen die ihre Religion ernst nehmen besteht kein Zweifel daran, dass Deutschland als Daarul-Kufr gewertet wird. Das allgemeine Prinzip in Kürze lautet, dass ein Land in dem die Sharee'ah an der Macht ist als Daarul-Islaam gilt und alles andere ist als Daarul-Kufr einzustufen. Letztlich frage ich mich wie man jemanden wie Ayman Mazyek überhaupt noch als Muslim ansehen kann, nachdem er doch so deutliche Worte von sich gegeben hat.

Bruder 'Abdullaah Bubenheim spricht die Wahrheit, doch viele Gelehrte haben dies bereits Jahre vor ihm getan. Ich möchte eigentlich lediglich sagen, dass dieser Brief zwar gut ist, aber nichts bahnbrechendes enthält.

Trotz allem baarak Allaahu feekum und möge Allaah den Bruder großzügig belohnen, denn ich sehe in seinen Briefen und Aussagen jene Aufrichtigkeit und "Klartext" den viele sogenannte Repräsentanten der Muslime in Deutschland verloren haben. Und Allah kennt die Herzen am Besten.

Wa Salaam.
 
 
+1 #2 in die nächste beste Stadt hidra machen oder immer weiter in die nächste, von land zu land ect. bis zum KalifatAnsar 2012-05-11 19:29
http://www.youtube.com/watch?list=PLA65245EB7EF4C55D&feature=player_embedded&v=D1AMiFznbdw

ein Rat an die Muslime in Europa
 
 
+1 #1 HidschraErwachen 2012-05-11 12:25
Wir hegen seit langer Zeit den Gedanken des Auswanderns, auch aus denselben Gründen wie oben im Artikel beschrieben. Tatsache ist, dass wir momentan kein Land kennen, wo Muslime außer Reichweite von unislamischer Indoktrination leben könnten. Auch Jordanien scheint mir nicht frei davon zu sein.
Es wäre schön, wenn es eine von Muslimen betriebene Seite geben würde, die für auswanderungswillige Muslime kompetente Informationen lieferte, Erfahrungsberichte inklusive usw.
 

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