11.07.2010 / taz.de / KOMMENTAR VON EBERHARD SEIDEL
Der Verfassungsschutz (VS) bekämpft heute neben Rechts- und Linksextremisten auch Islamisten. Das ist gut so, und deshalb haben viele einstige Skeptiker inzwischen ihren Frieden mit der Behörde gemacht. Selbst die Grünen fordern nicht mehr, den Nachrichtendienst einfach abzuschaffen.
Leider ist damit auch jede Kritik am Verfassungsschutz verstummt. Das ist fatal. Denn tagtäglich überschreiten seine Mitarbeiter ihre Grenzen - in den Schulen und im öffentlichen Diskurs. Und ganz offensichtlich wird das von der Politik auch so gewollt
Problematisch wird es, wenn zugleich klassische Träger der politischen Bildung ihre Arbeit aufgrund von Mittelkürzungen nicht mehr wie gewohnt leisten oder gar ganz einstellen müssen. In einer funktionierenden Demokratie gibt es bewährte Institutionen und Träger der politischen Bildung: Dies sind die Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung, die Schulen und Universitäten, die Arbeiterbildungsvereine, kirchliche und gewerkschaftliche Bildungseinrichtungen, parteinahe Stiftungen, Jugendverbände und Vereine. Der Gesetzgeber hat klar zwischen nachrichtendienstlichen und bildungspolitischen Aufgaben getrennt. Bei dieser Aufgabenteilung sollte es bleiben.











Was man versuchen könnte, dass wäre die Verfasser der hetzerischen Kommentare zu belangen und somit ein Exempel zu statuieren.