Artikel von Ibn Rainer / 20.07.2010
Unzucht, also der Geschlechtsakt zwischen zwei unverheirateten Partnern, ist eine unverantwortliche und gefährliche Angelegenheit. Nicht nur im Islam, sondern auch im Christentum und Judentum ist dieser uneheliche Geschlechtsakt ganz klar verboten. Freilich kein Grund für viele (oder zumindest einige) Angehörige der oben genannten Religionsgemeinschaften es trotzdem zutun. Von einem solchen "interreligiösen Akt" möchte ich gerne heute berichten. Nein, keine Angst! Der Akt ansich bleibt von mir unbeschrieben, aber die Umstände sind recht interessant.
Mandy ist total aufgebracht. Sie meint, dass sie niemals mit ihm den Geschlechtsakt vollzogen hätte, wenn sie gewusst hätte das er ein Jude sei. Jetzt kommt der Hammer! Mandy geht zur Polizei und erstattet Anzeige wegen Vergewaltigung. Sie legt das Verschweigen der Religionszugehörigkeit als den Akt der Gewalt aus, denn David wandte zu keiner Zeit körperliche Gewalt an. Es kommt also zu einer Gerichtsverhandlung.
Und was meint ihr? Was würde ein deutsches Gericht urteilen?
Ich weiß nicht so recht, aber ich schätze mal, dass die Mandy vom Richter einen auf den Deckel bekommt, weil ihre Beschuldigung hochgradig antisemitisch ist. Was sonst könnte der Grund für ihre Ablehnung im nachhinein sein? Sie empfindet den Geschlechtsakt mit einem Juden generell für einen Vergewaltigungsakt!
OK... das war das Denkbeispiel. Hier kommt die Realität. Dieser Fall passierte so (oder so ähnlich) tatsächlich. Jedoch nicht in Deutschland an der Ostsee, sondern in Ost-Jerusalem. Und "Mandy" ist keine deutsche Christin, sondern eine israelische Jüdin...und "David" ist in Wirklichkeit ein Araber. Gestern gab es den Urteilsspruch am Gericht in Ost-Jerusalem. Sabar Kashour (so heißt "David" wirklich) wurde wegen Vergewaltigung zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Weder wandte er Gewalt an, noch übte er einen Zwang aus. Sein Verbrechen war, dass er seine arabische Herkunft verschwieg und sich als Juden ausgab. In Israel wird man für diese Lüge als Vergewaltiger verurteilt. In Deutschland wäre soetwas wohl nicht möglich...
Eine englische Übersetzung des hebräischen Berichtes gibt es im folgenden Link zu lesen:
Arab jailed for having sex with a Jewish girl while pretending to be a Jew
Möge Allah Sabar Kashour und "Mandy" rechtleiten. Amin











Friede sei mit Ihnen,
...und müsste somit als allgemeines Tabu eigentlich Bestandteil der hiesigen Leitkultur sein. ^
Aus dem öffentlichen Bewusstsein scheint ein solches Moralverständnis jedoch weitgehend getilgt worden zu sein, wenn man sich die Realität hierzulande vergegenwärtigt: "Sex and the City" und Kondom-Kampagnen für Hemmungslosigkeit "querbeet" (Zitat) als Eckpfeiler der "Leitkultur" 2010...
Ihre oben zitierte Passage wirkt in diesem Kontext fast schon exotisch und um so wohltuender. Besten Dank für den Klartext, Ihren Artikeln wünsche ich breite Aufmerksamkeit!
Allerdings kann im Zeitalter der Beliebigkeit und Verkehrung der Werte nicht von ungeteiltem Applaus ausgehen, wer sich derart jenseits des Mainstreams äussert.
So setzte sich beispielsweise der CDU-Bundestagsabgeordnete Hohmann bereits vor einem Jahrzehnt vehementer Kritik, ja Anfeindungen aus, als er unter Berufung auf "die drei großen monotheistischen Religionen" im Parlament folgende Zwischenfrage zu stellen wagte:
Martin Hohmann (CDU/CSU):
"Herr Kollege Geis, […] Teilen Sie mit mir ein anderes Bedenken, das aus religiöser Anschauung kommt: Können Sie bestätigen, dass in den Offenbarungsschriften aller drei großen monotheistischen Religionen ein klares Unwerturteil über Homosexualität als solche ausgesprochen wird?"
(Unruhe bei der SPD und der PDS – Zurufe von der SPD: Das ist ja unerhört! – Sie sollten sich schämen! – Das ist ja kaum zu ertragen!)
[…]
Norbert Geis (CDU/CSU):
"Das kann ich nur bestätigen. Genau so ist es: Der Entwurf steht nicht nur zu unserer Verfassung, sondern auch zu den Prinzipien der drei großen Religionen im Widerspruch."
[nachzulesen im Sitzungsprotokoll des Bundestags, S. 12614 f.
http://typo3.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/lpartg/140131.pdf]
.................................................................................................
-> Auf dass Ihre Stimme wider Gottlosigkeit & moralischen Verfall Resonanz finden möge - insha´ Allah.
Freundliche Grüsse
Thomas
Jaja, der Schrei nach der christlich-abendländischen Leitkultur in der Auseinandersetzung mit den bösen Muslimen...aber der Blick auf die eigenen Volks- und Glaubensgenossen wird dabei sträflich vernachlässigt. Von wem wird denn hierzulande noch eine christliche Leitkultur vorgelebt? Christopher-Street-Day, Loveparade, FKK, Homo-Ehe, Dschungel-Camp, Big Brother usw usf...ist das christlich-abendländisch?
Die hamburger CSD-Schwulenparade wird dieses Jahr (wie auch letztes Jahr) offiziell vom Bürgermeister Ole von Beust angeführt...CDU und CSD paßt ja auch irgendwie...zumindest haben beide ein C am Anfang.
Das nur zur christlich-abendländischen Leitkultur.
["Christopher-Street-Day, Loveparade, FKK, Homo-Ehe, Dschungel-Camp, Big Brother usw usf...ist das christlich-abendländisch?"]
Per Definition wohl nicht, in der gelebten Realität dagegen schon - vgl. auch unten.
Herr von Beust dankt ja zum 25. August ab und die Loveparade, Manifestation überlegener westlicher Werte und Kultur, ist seit Duisburg wohl endgültig Geschichte. Immerhin zwei Ärgernisse weniger, während es ansonsten beschämend bleibt:
…"eine sogenannte ´Cruising Area´ – ein Treffpunkt, an dem Homosexuelle den schnellen, anonymen Sex-Kick suchen."
(Bild-Zeitung Frankfurt, 26.07.2010)
Und die Kirche?
Die Kirche leckt ihre Wunden, ist in einer erschreckenden Reihe von Fällen sexuellen Missbrauchs durch ihre Seelsorger bzw. Hirten um Schadensbegrenzung bemüht und hat auch in unserer Zeit wegweisende Themen auf der Agenda...
-> Veranstaltungen im Rahmen des 2. Ökumenischen Kirchentags, München 2010:
(in Auszügen)
- Donnerstag, 13. Mai, 11.00-12.30 Uhr
Gesegnet auf gemeinsamen Wegen
Kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
Workshop
Pfarrerin Heike Immel, Dankeskirche München
- Donnerstag, 11.00-12.30 Uhr
Christliche Homophobie: Drei theologische Diskurse
Vortrag mit Diskussion
Dr. Michael Brinkschröder, AG Schwule Theologie, München
- Donnerstag, 14.00-16.00 Uhr
Homosexuell und christlich – das geht?!
Filmvorführung mit anschließender Diskussion...
Dokumentation einer Gesprächsreihe, in der lesbische Christinnen und schwule Christen über ihre Erfahrungen sprechen
- Freitag, 14. Mai, 11.00-12.30 Uhr
Netzwerken que(e)r durch Europa
Christliche Lesben/Schwule/Bisexuelle/Transgender (LSBT) in Europa
... in Zusammenarbeit mit dem European Forum of LGBT Christian Groups
- Freitag, 14.00-17.30 (mit Pause: 15.30-16.00)
Lesbisch, schwul, und Du?
Coming Out Workshop
Pfarrerin Sandra Zeidler, Pfarrer Helmut Gottschling, München
Jugendzentrum, Raum Lobby, Olympia-Park (Kirchentagsplan: 338)
- Freitag, 16.00-17.30 Uhr
Spätes Coming Out – lockeres Gesprächsangebot
Gesprächsrunde mit Beratungsmöglichkeit
Bernd Wangerin, Pfarrer i.R., Frankfurt a.M., Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche
- Samstag, 15. Mai, 11.00-12.30 Uhr
Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
Erfahrungsberichte und Podiumsdiskussion
- Samstag, 11.00-12.30 Uhr
"Samstag ist ein guter Tag zum Schwulsein"
Autorenlesung mit Rainer Hörmann, Berlin
- Samstag, 11.00-12.30 Uhr
Coming-Out als Kreuz-ung
Gott liebt mich - ich liebe eine Frau!?
Frauenworkshop
vorbereitet vom Netzwerk katholischer Lesben und linet-c
- Samstag, 11.00-12.30 Uhr
Damit ihr Hoffnung habt
Zum Verhältnis von transidentem (transsexuellem/transgender) Leben und der Kirche
Workshop
- Samstag, 15.00-17.30 Uhr
Konvent der Konvente
Treffen schwul-lesbischer Pfarrkonvente, u.a. zum Thema Pfarrdienstrecht
vorbereitet vom Lesbisch-Schwulen Konvent in der Evangelischen Kirche in Bayern
[…]
Demnach alles christlich-abendländisch!
Friede sei mit dem, der der Rechtleitung folgt.
Den wen die Integration beutet ich muss mini rock tragen um zu zeigen wie ich modern bin , ich sage nein ich will es nicht , wenn intergration heis ich soll meine Tochter erlauben mit 14 sich durch die gegend mit Mener zu treiben dan sage ich nein , wenn Integration ist neben meiner Eheman noch 1 oder 2 libhaber zu haben , dan sage ich nein , wen Integration ist meine Eltern ins Altersheim abzuschieben , dan sage ich nein .
Ich will nicht das mein Sohn trinkt , und Droge konsumiert , ich werde nich nicht erlauben das meine Kinder in Internate und andere einrichtunge landen nur das ich Kariere machen kann . Mir meiner , und anderen seiner !Auserdem was heis Deutsche Leitkultuhr ?