Gefunden bei hintergrund.de am 27.08.2010
Der Afghanistan-Krieg fordert mehr zivile Opfer als bislang bekanntgegeben. Im Einsatzgebiet der Bundeswehr ist die Sicherheitslage schlechter als von der Bundesregierung eingeräumt und US-Militärs gehen seit Jahren davon aus, dass Mitarbeiter des pakistanischen Militärgeheimdienstes ISI direkt mit verschiedenen aufständischen Gruppen kooperierten und sogar selbst Anschläge auf die internationalen Truppen in Auftrag gaben.
Die Veröffentlichung sei „ein äußerst bemerkenswerter Vorgang" sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Kapitän zur See Christian Dienst, am Montag in Berlin. Derzeit werde geprüft, ob die deutschen Sicherheitsinteressen „berührt sein können."Sachverhalte verharmlost
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel sowie die Zeitungen New York Times und der Guardian aus London analysierten jeweils für sich die gewaltige Datenmenge der US-Streitkräfte. Es sind größtenteils Meldungen der Truppen aus dem Feld, die zusammengefasst und direkt weitergeleitet wurden. Obwohl nicht alle Berichte verifiziert werden konnten, halten die US-Militärs selbst viele ihrer Quellen - darunter afghanische Informanten und Sicherheitskräfte - für glaubwürdig.
Laut Guardian sollen hunderte afghanischer Zivilisten bei bislang nicht bekannten Aktionen der internationalen Truppen ums Leben gekommen sein. In den Dokumenten sind 144 Zwischenfälle mit 195 zivilen Todesopfern aufgelistet.
Das US-Militär habe in Erklärungen Sachverhalte immer wieder „verharmlost",...
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