{"id":3554,"date":"2018-09-09T17:52:07","date_gmt":"2018-09-09T17:52:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/?p=3554"},"modified":"2020-04-27T22:56:41","modified_gmt":"2020-04-27T22:56:41","slug":"prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/","title":{"rendered":"Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts"},"content":{"rendered":"<pre style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><em>Dr. David D. Friedman<\/em> (geb. 1945) ist Professor f\u00fcr Rechtswissenschaften an der <em>Law School<\/em> der <em>Santa Clara University<\/em> (Kalifornien\/USA), akademischer \u00d6konom und Sohn des bekannten us-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4gers <em>Milton Friedman<\/em> (gest. 2006).\n\nAm 08 Mai 2013 publizierte er auf seinem Blog einen Beitrag mit dem Titel <a href=\"http:\/\/daviddfriedman.blogspot.com\/2013\/05\/a-defense-of-traditional-islamic-law.html\"><em><span style=\"text-decoration: underline;\">A Defense of Traditional Islamic Law<\/span><\/em><\/a> (Eine Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts), was umso bemerkenswerter ist, da <em>Prof. Dr. David D. Friedman<\/em> sich nicht nur explizit zum Atheismus bekennt, sondern auch - als einer der bedeutendsten Vordenker des Anarchokapitalismus - dem traditionell eher islamkritischen Milieu der Libert\u00e4ren zuzurechnen ist.\n\nBeim folgenden Text handelt es sich um eine vom Urheber autorisierte komplette \u00dcbersetzung des Beitrages. \u00dcbersetzt f\u00fcr Al-Adala.de von <a href=\"https:\/\/korrekturlesen-hh.jimdosite.com\/\">korrekturlesen-hh<\/a>.<\/span><\/pre>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe gerade ein interessantes Buch gelesen: <em>An Introduction to Islamic Law<\/em> von Wael Hallaq. Obwohl der Verfasser Wissenschaftler ist, richtet sich das Werk eindeutig nicht nur an ein Fachpublikum. Die zentralen Thesen des Buches sind:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das traditionelle islamische Recht war ein gut funktionierendes Rechtssystem, das dem modernen Recht gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcberlegen war.<\/li>\n<li>Dieses System wurde im Lauf des 19. und 20. Jahrhunderts sowohl durch direkten und indirekten westlichen Einfluss als auch durch das Aufkommen der Nationalstaaten korrumpiert und schlie\u00dflich ganz zerst\u00f6rt.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autor vertritt einen \u00fcberzeugenden Ansatz, der besonders f\u00fcr Liberalisten interessant sein d\u00fcrfte, da er mit der Tatsache beginnt, dass in der islamischen Gesetzeslehre das Recht unabh\u00e4ngig vom Staat ist. Zwar werden Richter vom jeweiligen Herrscher ernannt, doch das von ihnen angewandte Recht wird nicht vom Staat gemacht, sondern durch Religionsgelehrte aus religi\u00f6sen Quellen abgeleitet. Ich beschreibe es gerne als das, was das angloamerikanische Gewohnheitsrecht w\u00e4re, wenn richterliche Entscheidungen durch B\u00fccher und Artikel von Juraprofessoren ersetzt werden w\u00fcrden. Au\u00dferdem war das System polylegal, es koexistierten (zu bestimmten Zeiten) vier orthodoxe sunnitische Rechtsschulen, neben schiitischem, christlichem und j\u00fcdischem Recht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hallaqs Ansatz ist \u00fcberzeugend, was jedoch nicht notwendigerweise bedeuten muss, dass er auch richtig ist. Der Herrscher konnte schlie\u00dflich seine Befugnis zur Ernennung von Richtern dazu nutzen, solche auszuw\u00e4hlen, die seiner Sicht des Gesetzes entsprechend urteilten, und seine Kontrolle \u00fcber die Durchsetzung von Urteilen dazu, zu entscheiden, welche Gesetze tats\u00e4chlich durchgesetzt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein gutes Beispiel ist die Geschichte von Kalif al-Mansur und dem Dichter Ibn Harma: Der Kalif war von der Vorstellung des Dichters \u00e4u\u00dferst angetan und fragte ihn daher, was er sich als Lohn daf\u00fcr w\u00fcnsche. Der Dichter antwortete, dass sein Lohn darin bestehen solle, von der Bestrafung f\u00fcr Trunkenheit verschont zu bleiben, wenn er betrunken aufgefunden und vor Gericht gebracht w\u00fcrde. Al-Mansur entgegnete, dass dies Gottes Gesetz sei und nicht seines, weshalb er es nicht \u00e4ndern k\u00f6nne. Er bat Ibn Harma, einen anderen Lohn zu nennen, doch der Dichter erkl\u00e4rte, dass er nichts anderes wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also gab al-Mansur den Beh\u00f6rden in Medina Anweisung, dass Ibn Harma, wenn er betrunken aufgefunden und vor Gericht gebracht w\u00fcrde, sechzig Peitschenhiebe erhalten solle, wie im Koran vorgeschrieben. Doch derjenige, der ihn vor Gericht br\u00e4chte, sollte achtzig Peitschenhiebe erhalten. Wenn nun jemand den Dichter betrunken auf dem B\u00fcrgersteig sah, drehte er sich zu seinem Gef\u00e4hrten um und sagte \u201eAchtzig f\u00fcr sechzig ist ein schlechter Handel\u201c und ging weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Geschichte illustriert eine m\u00f6gliche Entkoppelung der Rechtstheorie von der rechtlichen Praxis. Wir wissen jedoch nicht, ob sie sich wirklich so zugetragen hat, und wenn ja, ob dies die Regel oder die Ausnahme war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum sollte ein Herrscher die Kontrolle \u00fcber die Inhalte des Gesetzes aus der Hand geben wollen? Hallaq beantwortet diese Frage damit, dass die Herrscher in der Regel Ausl\u00e4nder waren \u2013 beispielsweise t\u00fcrkische Prinzen, die eine syrische, \u00e4gyptische oder arabische Bev\u00f6lkerung beherrschten. Das existierende islamische Rechtssystem verschaffte ihnen in den Augen der Bev\u00f6lkerung Legitimation und eine Verbindung zu lokalen Sitten und sozialen Strukturen. Beides war besonders wichtig in einer Welt, in der vormoderne Transport- und Kommunikationsbeschr\u00e4nkungen einen modernen b\u00fcrokratischen Staat von substantieller Gr\u00f6\u00dfe, der von einer direkten Autorit\u00e4t kontrolliert wurde, unm\u00f6glich machten. Daher waren die Herrscher gewillt, eine stillschweigende \u00dcbereinkunft mit Juristen, Rechtsgelehrten und denen, die mit ihnen in Verbindung standen, einzugehen. Der Herrscher \u00fcberlie\u00df den Inhalt der Gesetze den Juristen und gew\u00e4hrte ihnen materielle Unterst\u00fctzung \u2013 Geh\u00e4lter f\u00fcr Richter und Zuwendungen an Rechtsschulen, die ihrerseits Geh\u00e4lter f\u00fcr Professoren auszahlten sowie Kost und Logis f\u00fcr Studenten zur Verf\u00fcgung stellten. Im Gegenzug st\u00fctzten die Juristen die Legitimit\u00e4t des Herrschers und f\u00fchrten sein Rechtssystem auf eine f\u00fcr die beherrschte Bev\u00f6lkerung akzeptable Weise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die juristische Unabh\u00e4ngigkeit wurde zudem durch die Unterscheidung zwischen der Rolle des <em>qadi<\/em> und der des <em>mufti<\/em> unterst\u00fctzt. Der <em>qadi<\/em> war der vom Herrscher eingesetzte Richter, der \u00fcber Rechtsf\u00e4lle entschied. Der <em>mufti<\/em> war die juristische Autorit\u00e4t, auf dessen Expertise sich sowohl der <em>qadi<\/em> als auch die allgemeine Bev\u00f6lkerung verlie\u00dfen. An einem Rechtsstreit Beteiligte oder jeder andere, der eine Sachverst\u00e4ndigenmeinung zu einer rechtlichen oder moralischen Frage einholen wollte, legte diese Frage dem <em>mufti<\/em> vor, der ihm eine <em>fatwa<\/em>, also ein Gutachten, erteilte. Wenn der Fall vor Gericht kam, wurde diese Meinung als Beleg f\u00fcr das geltende Gesetz beigebracht. Auch wenn der <em>qadi<\/em> idealerweise selbst ein Rechtsgelehrter war, war dies nicht unbedingt erforderlich, da er sich auf Meinungen verlie\u00df, die ihm die Prozessparteien brachten oder die der <em>mufti<\/em> auf sein Ersuchen hin erteilte. W\u00e4hrend der <em>qadi<\/em> vom Herrscher ernannt und bezahlt wurde, war dies beim <em>mufti<\/em> nicht der Fall; sein Posten hing ausschlie\u00dflich von seinem Ruf ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Hallaqs Angaben war das Ergebnis ein Rechtssystem, das im Allgemeinen gerechte und attraktive Ergebnisse zeitigte. Er hebt besonders hervor, dass die Armen und Machtlosen es regelm\u00e4\u00dfig erfolgreich dazu nutzten, ihre Rechte gegen\u00fcber den Reichen und M\u00e4chtigen zu verteidigen, ebenso wie Nichtmuslime gegen\u00fcber Muslimen oder Frauen gegen\u00fcber M\u00e4nnern. Des Weiteren behauptet er, dass das islamische Recht \u2013 im Gegensatz zum modernen Recht&nbsp;\u2013 seine Funktion eher darin sah, Ergebnisse hervorzubringen, die alle Parteien zufriedenstellten, und wenn m\u00f6glich, zwischen ihnen zu schlichten, als darin, einfach nur Gewinner und Verlierer zu bestimmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hallaq hat offensichtlich ein pers\u00f6nliches Interesse, eine Schlussfolgerung, f\u00fcr die er argumentiert. Er wei\u00df wesentlich mehr \u00fcber das Thema als ich, und gro\u00dfe Teile seiner Argumentation basieren auf Fakten, die ich nicht so einfach \u00fcberpr\u00fcfen kann, vor allem \u00fcber die noch erhaltenen Aufzeichnungen zum Ausgang von Rechtsf\u00e4llen. Ich wei\u00df, dass es eine Reihe verschiedener Meinungen \u00fcber moderne Rechtssysteme gibt, einschlie\u00dflich desjenigen, unter dem ich lebe, trotz der Tatsache, dass sie da sind, um \u00fcberpr\u00fcft zu werden. Ich wei\u00df nicht, wie viele m\u00f6gliche Interpretationen es f\u00fcr ein System gibt, das seinen Angaben zufolge seit einem Jahrhundert oder l\u00e4nger nicht mehr existiert. Deshalb bin ich unsicher, inwieweit man der Geschichte, die er erz\u00e4hlt, Glauben schenken darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dieses Problem zu l\u00f6sen, habe ich versucht, in seiner Geschichte Teile zu finden \u2013 sowohl in dem, was er sagt, als auch in dem, was er nicht sagt \u2013, die ich mit anderen Quellen vergleichen kann. Was eindeutig stimmt, nach allem, was ich sonst noch \u00fcber das Thema gelesen habe, sind die theoretische Trennung von Staat und Justiz und die Existenz eines polylegalen Systems, bei dem unterschiedliche Menschen, die jedoch in der gleichen Stadt lebten, Rechtssystemen unterlagen, die sich zumindest in bestimmten Punkten voneinander unterschieden. Au\u00dferdem habe ich Zugang zu zwei miteinander verbundenen Aufstellungen der gesetzlichen Vorschriften, eine aus dem zehnten Jahrhundert (von der malikitischen Rechtsschule) und eine aus dem vierzehnten (von der schafiitischen Rechtsschule), so dass ich sie mit Hallaqs Angaben zu den Vorschriften vergleichen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gr\u00f6\u00dftenteils stimmen Hallaqs Aussagen mit den Angaben in den Aufstellungen \u00fcberein. Weniger zufrieden bin ich mit dem, was er nicht erw\u00e4hnt. Ein Teil seiner Argumentation, der eindeutig darauf ausgerichtet ist, feindlichen Einstellungen gegen\u00fcber dem islamischen Recht in der Welt von heute zu begegnen, ist, dass das System nicht ernsthaft voreingenommen gegen\u00fcber Frauen und Nichtmuslimen war. Er erw\u00e4hnt, dass die Zeugenaussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel wert war wie die eines Mannes, argumentiert aber gleichzeitig, dass die aktive Einbindung von Frauen in Gerichtsf\u00e4lle zeige, dass dies kein gro\u00dfer Nachteil war. Er geht nicht darauf ein, dass die Zeugenaussage einer Frau \u00fcberhaupt nur auf einem begrenzten Gebiet rechtlicher Bereiche angenommen wurde, oder dass w\u00e4hrend in diesen Bereichen zwei Frauen einem Mann entsprachen, es auch vorkam, dass einhundert Frauen einem Mann entsprachen und die g\u00e4ngigen Rechtsnormen entweder zwei m\u00e4nnliche Zeugen oder einen m\u00e4nnlichen und mindestens zwei weibliche Zeugen verlangten. Auch erw\u00e4hnt er nicht, dass der Schadensersatz f\u00fcr die T\u00f6tung einer Frau nur halb so hoch war wie der f\u00fcr die T\u00f6tung eines Mannes oder dass der Schadensersatz f\u00fcr die T\u00f6tung eines Christen oder Juden die H\u00e4lfte oder sogar nur ein Drittel (je nach Rechtsschule) dessen betrug, was bei der T\u00f6tung eines Muslims zu zahlen war, oder dass die vors\u00e4tzliche T\u00f6tung eines Muslims ein Kapitalverbrechen war, die vors\u00e4tzliche T\u00f6tung eines Christen oder Juden jedoch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine dieser Tatsachen bedeutet, dass das System denjenigen, die keine m\u00e4nnlichen Muslime waren, kein angemessenes Ma\u00df an Schutz bot, oder gar, dass es in der Praxis weniger egalit\u00e4r war als das moderne Recht. Hallaqs Argumentation impliziert in Teilen, dass der von modernen Rechtssystemen gebotene Schutz zu einem gro\u00dfen Teil davon abh\u00e4ngt, wie viel Geld man hat, wogegen dieser Schutz unter islamischem Recht im Endeffekt kostenlos war. Doch all dies sind Fakten, die sein Anliegen weniger \u00fcberzeugend machen w\u00fcrden f\u00fcr die Leserschaft, an die das Buch sich richtet. Dass Hallaq sie nicht erw\u00e4hnt, l\u00e4sst meine \u00dcberzeugung sinken, dass die von ihm pr\u00e4sentierten Fakten, die ich nicht \u00fcberpr\u00fcfen kann, ein ausgewogenes Bild der Beweise darstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinsichtlich Hallaqs zweiter These \u2013 was zur Zerst\u00f6rung dieses Systems nichtstaatlichen Rechts f\u00fchrte \u2013 scheinen mir die Probleme angesichts der von ihm angef\u00fchrten Belege sowohl eindeutiger als auch weniger grundlegend zu sein. Die wesentliche Ver\u00e4nderung war die \u00dcbernahme des Rechts durch den Staat. Diese bestand zum Teil darin, dass das von Gelehrten ausgearbeitete Rechtssystem von einem Rechtssystem abgel\u00f6st wurde, das vom Staat niedergeschrieben wurde und teils auf religi\u00f6sen Gesetzen, teils auf westlichen Modellen basierte. Zum Teil bestand diese \u00dcbernahme auch darin, dass der Staat die Kontrolle \u00fcber die Einrichtungen an sich zog, die die Akteure des Rechtssystems f\u00f6rderte und ausbildete. Hallaq versucht, die Schuld an dieser Ver\u00e4nderung in erster Linie dem westlichen Einfluss zuzuschieben, der in direkter Weise in islamischen Gesellschaften wirkte, die von Kolonialm\u00e4chten beherrscht wurden (Indien, Indonesien, Algerien) und in indirekter Weise im Osmanischen Reich, das sowohl auf ausl\u00e4ndischen Druck auf den immer schw\u00e4cher werdenden Staat reagierte als auch auf den Wunsch der osmanischen Eliten, westliche Praktiken zu imitieren, um mit den westlichen Rivalen mithalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Problem mit dieser Darstellung ist, dass sowohl Hallaqs Ausf\u00fchrungen zufolge als auch nach anderen Berichten, die ich gelesen habe, sich die Ver\u00e4nderungen im Osmanischen Reich lange vor dem 19. Jahrhundert vollzogen. Die Osmanen folgten der hanafitischen Rechtsschule, mit dem Ergebnis, dass in gro\u00dfen Teilen des Reiches die Richter in \u00dcbereinstimmung mit dieser Rechtsschule urteilen mussten, w\u00e4hrend in anderen Teilen Richter, die den anderen drei Rechtsschulen folgten, dem hanafitischen Oberrichter untergeordnet waren, der \u00fcberpr\u00fcfen musste, ob ihre Urteile nicht den Regeln seiner Schule zuwiderliefen. Bereits im 16. Jahrhundert gab der Sultan den Richtern bisweilen Anweisungen, welcher von verschiedenen m\u00f6glichen Regeln innerhalb des hanafitischen Rechts sie folgen sollten. Im selben Jahrhundert erkannten die Osmanen einen Gro\u00dfmufti an, eine vom Staat ernannte h\u00f6chste religi\u00f6se Autorit\u00e4t. Au\u00dferdem \u00fcbernahmen sie die effektive Kontrolle \u00fcber die Schulen, in denen Rechtsgelehrte ausgebildet wurden. Und die osmanischen Sultane erstellten ihren eigenen Rechtskodex, den <em>Qanun<\/em>, der parallel zum religi\u00f6sen Rechtskodex der Gelehrten verwendet wurde und diesen \u2013 theoretisch \u2013 unterst\u00fctzen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hallaq bem\u00fcht sich ausf\u00fchrlich zu belegen, dass trotz dieser Ver\u00e4nderungen das islamische Recht im Osmanischen Reich noch immer vorhanden und lebendig war, dass es f\u00fcr Gerechtigkeit sorgte und sogar die Macht des Sultans beschr\u00e4nkte, bis es im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts durch den Einfluss des Westens korrumpiert wurde. Dies empfinde ich als einen der weniger \u00fcberzeugenden Teile seiner Argumentation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie ich seine Belege verstehe, war das, was das von ihm bewunderte traditionelle System zerst\u00f6rte, die wachsende Macht des Nationalstaates, der schlie\u00dflich das unabh\u00e4ngige Rechtssystem \u00fcbernahm und f\u00fcr seine Zwecke benutzte. Diese Entwicklung hat eine Parallele in westlichen Gesellschaften, wo der Staat die Kontrolle \u00fcber die Kirche an sich zog. Hallaq beschreibt die Inbesitznahme der waqfs, islamischer Wohlt\u00e4tigkeitsstiftungen, die zur Unterst\u00fctzung der Familien der Spender sowie zur Unterst\u00fctzung von Moscheen, Schulen und anderen wohlt\u00e4tigen Einrichtungen verwendet wurden; etwas, das sich im Laufe des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts in vielen verschiedenen islamischen Staaten ereignete, sowohl in unabh\u00e4ngigen als auch in kolonisierten. Die offensichtliche Parallele zur Beschlagnahmung der Kl\u00f6ster durch Heinrich VIII. erw\u00e4hnt er nicht. Eine naheliegende Vermutung ist, dass die Ver\u00e4nderungen sowohl im Osten als auch im Westen den m\u00f6glichen technologischen Wandel reflektierten, der die Zentralisierung der politischen Institutionen st\u00e4rkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein interessantes und \u00fcberzeugendes Buch, dessen zentrale Aussage, wie wenig plausibel sie modernen Lesern auch erscheinen mag, zutreffend sein k\u00f6nnte. Ich muss noch viel lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anmerkung zur Terminologie<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Autoren, Hallaq eingeschlossen, verwenden den Begriff <em>Scharia<\/em> zur Beschreibung des islamischen Rechtssystems. Soweit ich es beurteilen kann, ist das nicht ganz korrekt. Die&nbsp; <em>Scharia<\/em> ist nach meinem Verst\u00e4ndnis das Rechtssystem, so wie es sein sollte, das Rechtssystem, das Gottes Vorstellungen entspricht. Das tats\u00e4chliche Rechtssystem, <em>fiqh<\/em>, ist ein unvollkommener menschlicher Versuch, die <em>Scharia<\/em> in der realen Welt umzusetzen. Da <em>Scharia<\/em> die falsche Bezeichnung ist und <em>fiqh<\/em> den meisten meiner Leser nicht bekannt sein d\u00fcrfte, habe ich es schlicht als islamisches Rechtssystem bezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. David D. Friedman (geb. 1945) ist Professor f\u00fcr Rechtswissenschaften an der Law School der Santa Clara University (Kalifornien\/USA), akademischer \u00d6konom und Sohn des bekannten us-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4gers Milton Friedman (gest. 2006). Am 08 Mai 2013 publizierte er auf seinem Blog einen Beitrag mit dem Titel A Defense of Traditional Islamic Law (Eine Verteidigung des traditionellen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3593,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,158],"tags":[909,149,49,366,864],"class_list":["post-3554","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eigenes","category-fundstueck","tag-david-d-friedman","tag-recht","tag-scharia","tag-uebersetzung","tag-wael-b-hallaq"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Prof. Dr. David D. Friedman - Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts - Al-Adala.de<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Prof. Dr. David D. Friedman - Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts - Al-Adala.de\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Dr. David D. Friedman (geb. 1945) ist Professor f\u00fcr Rechtswissenschaften an der Law School der Santa Clara University (Kalifornien\/USA), akademischer \u00d6konom und Sohn des bekannten us-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4gers Milton Friedman (gest. 2006). Am 08 Mai 2013 publizierte er auf seinem Blog einen Beitrag mit dem Titel A Defense of Traditional Islamic Law (Eine Verteidigung des traditionellen &hellip; Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts weiterlesen &rarr;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Al-Adala.de\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2018-09-09T17:52:07+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2020-04-27T22:56:41+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1307\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"592\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Jens Yahya Ranft\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:image\" content=\"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@YahyaRanft\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@YahyaRanft\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Jens Yahya Ranft\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Jens Yahya Ranft\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e980c293b3ac0aff8c8f90c65abaa111\"},\"headline\":\"Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts\",\"datePublished\":\"2018-09-09T17:52:07+00:00\",\"dateModified\":\"2020-04-27T22:56:41+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/\"},\"wordCount\":2229,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2018\\\/09\\\/hallaq.jpg\",\"keywords\":[\"David D. Friedman\",\"Recht\",\"Scharia\",\"\u00dcbersetzung\",\"Wael B. Hallaq\"],\"articleSection\":[\"Aus eigener Feder\",\"Fundst\u00fcck\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/\",\"name\":\"Prof. Dr. David D. Friedman - Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts - Al-Adala.de\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2018\\\/09\\\/hallaq.jpg\",\"datePublished\":\"2018-09-09T17:52:07+00:00\",\"dateModified\":\"2020-04-27T22:56:41+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e980c293b3ac0aff8c8f90c65abaa111\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2018\\\/09\\\/hallaq.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2018\\\/09\\\/hallaq.jpg\",\"width\":1307,\"height\":592},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/\",\"name\":\"Al-Adala.de\",\"description\":\"Denn die Gerechtigkeit ist die Grundlage von allem\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e980c293b3ac0aff8c8f90c65abaa111\",\"name\":\"Jens Yahya Ranft\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/60f84ed2a8b8242da67cf32b62ae76449bd2be9b4a71f980035bb3c0a540cc63?s=96&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/60f84ed2a8b8242da67cf32b62ae76449bd2be9b4a71f980035bb3c0a540cc63?s=96&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/60f84ed2a8b8242da67cf32b62ae76449bd2be9b4a71f980035bb3c0a540cc63?s=96&r=g\",\"caption\":\"Jens Yahya Ranft\"},\"description\":\"Jens Yahya Ranft, Jahrgang 1975, verheiratet, 3 Kinder, kaufm\u00e4nnischer Angestellter im Hamburger Hafen. Urheber dieses Blogs.\",\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/www.al-adala.de\\\/Neu\\\/author\\\/yahya\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Prof. Dr. David D. Friedman - Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts - Al-Adala.de","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Prof. Dr. David D. Friedman - Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts - Al-Adala.de","og_description":"Dr. David D. Friedman (geb. 1945) ist Professor f\u00fcr Rechtswissenschaften an der Law School der Santa Clara University (Kalifornien\/USA), akademischer \u00d6konom und Sohn des bekannten us-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4gers Milton Friedman (gest. 2006). Am 08 Mai 2013 publizierte er auf seinem Blog einen Beitrag mit dem Titel A Defense of Traditional Islamic Law (Eine Verteidigung des traditionellen &hellip; Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts weiterlesen &rarr;","og_url":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/","og_site_name":"Al-Adala.de","article_published_time":"2018-09-09T17:52:07+00:00","article_modified_time":"2020-04-27T22:56:41+00:00","og_image":[{"width":1307,"height":592,"url":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Jens Yahya Ranft","twitter_card":"summary_large_image","twitter_image":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg","twitter_creator":"@YahyaRanft","twitter_site":"@YahyaRanft","twitter_misc":{"Verfasst von":"Jens Yahya Ranft","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/"},"author":{"name":"Jens Yahya Ranft","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/#\/schema\/person\/e980c293b3ac0aff8c8f90c65abaa111"},"headline":"Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts","datePublished":"2018-09-09T17:52:07+00:00","dateModified":"2020-04-27T22:56:41+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/"},"wordCount":2229,"image":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg","keywords":["David D. Friedman","Recht","Scharia","\u00dcbersetzung","Wael B. Hallaq"],"articleSection":["Aus eigener Feder","Fundst\u00fcck"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/","url":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/","name":"Prof. Dr. David D. Friedman - Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts - Al-Adala.de","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg","datePublished":"2018-09-09T17:52:07+00:00","dateModified":"2020-04-27T22:56:41+00:00","author":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/#\/schema\/person\/e980c293b3ac0aff8c8f90c65abaa111"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hallaq.jpg","width":1307,"height":592},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/prof-dr-david-d-friedman-zur-verteidigung-des-traditionellen-islamischen-rechts\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Prof. Dr. David D. Friedman &#8211; Zur Verteidigung des traditionellen islamischen Rechts"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/#website","url":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/","name":"Al-Adala.de","description":"Denn die Gerechtigkeit ist die Grundlage von allem","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/#\/schema\/person\/e980c293b3ac0aff8c8f90c65abaa111","name":"Jens Yahya Ranft","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/60f84ed2a8b8242da67cf32b62ae76449bd2be9b4a71f980035bb3c0a540cc63?s=96&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/60f84ed2a8b8242da67cf32b62ae76449bd2be9b4a71f980035bb3c0a540cc63?s=96&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/60f84ed2a8b8242da67cf32b62ae76449bd2be9b4a71f980035bb3c0a540cc63?s=96&r=g","caption":"Jens Yahya Ranft"},"description":"Jens Yahya Ranft, Jahrgang 1975, verheiratet, 3 Kinder, kaufm\u00e4nnischer Angestellter im Hamburger Hafen. Urheber dieses Blogs.","sameAs":["https:\/\/www.al-adala.de"],"url":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/author\/yahya\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3554"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3554\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4406,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3554\/revisions\/4406"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.al-adala.de\/Neu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}