Archiv für den Monat: März 2013

Buchauszug: Erik von Kühnelt-Leddihn – Soziale Gerechtigkeit

„Für Sünden wird im Jenseits gebüßt, für Dummheiten aber gleich hier auf Erden. Das zeigte sich in den Lehren von Karl Marx, der den Materialismus zur Grundlage seiner Philosophie gemacht hatte, und mit dem Materialismus sehr willkürlich den Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“, der dann mit der Demokratie kombiniert, zur wirtschaftlichen Gleichheit führen sollte. Da aber die Natur keine Gleichheiten kennt, haben diese „von oben her“, also vom Staat, geschafft zu werden. Zu diesem Zweck aber müssen neidmotivierte Massen oder Verschwörergruppen den Staat zuerst einmal erobern. Dann kann dieser die Gleichheit verordnen und zu großem Teil auch mit Gewaltmaßnahmen verwirklichen.

Der Neid aber ist nun nicht nur eine der häßlichsten, sondern auch eine der dynamischsten Leidenschaften. Er quält den Neider und den Beneideten gleichermaßen.Wir müssen uns da vor Augen halten, daß im Namen der „sozialen Gerechtigkeit“ – mit allen ihren Facetten in diesem Jahrhundert weit über hundert Millionen Menschen in Revolutionen, Ausrottungsmanüvern und Genoziden als auch in Kriegen zwischen Nationen zugrunde gegangen sind. Dazu zählen wir auch die Massenmorde nicht nur der internationalen, sondern auch der nationalen Sozialisten, denn – Hand aufs Herz! – wer wäre schon „Antisemit“ geworden, wenn die Juden ein dummes, armes, ehrgeizloses und untalentiertes Volk wären. Für Goebbels war der Nationalsozialist ein Antisemit, gerade weil er auch ein Antikapitalist war!“

(Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn, Konservative Weltsicht als Chance – Entlarvung von Mythen und Klischees, Seite 25-26)

Buchauszug: Ibn Khaldun – Wieso das Abendland untergehen wird

Ich finde wirklich keine passenden Worte. Ibn Khaldun war ein unglaublicher Wissenschaftler, vor allem wenn man bedenkt wann seine Schaffenszeit war. Bereits im 14. Jahrhundert sah sich dieser Mann in der Lage, die wiederkehrenden Symptome aufstrebender und untergehender Reiche zu analysieren. Seine soziologischen und ökonomischen Urteile sind bis zum heutigen Zeitpunkt hochaktuell und sollten auch von Nichtmuslimen nicht verschmäht werden. Als ich den folgenden Abschnitt las, wurde ich unweigerlich an die momentane Situation in Europa und speziell in Deutschland erinnert.

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Buchauszug: Erik von Kühnelt-Leddihn – Für eine bessere Ordnung muß man kämpfen

„Die Welt war nie „heil“, doch eine so unheile Welt wie die jetzige hat es nie oder schon lange nicht gegeben: Überbevölkerung und Unterbevölkerung, der Familiensinn im Abstieg, die Treueverhältnisse und Ehrgefühle (rein „feudale“ Begriffe) fast ausgestorben, die Natur schwer gestört, Verkehrstote in ungeahntem Ausmaß, blutiger Terrorismus, Mangel an Leitbildern, eine technisch-physikalische Entwicklung mit tödlichen Aspekten, neue, unbezwungene Seuchen, ein pornokratischer Sittenverfall, tierische Ängste vor kriegerischen Untaten und Katastrophen, Drogensucht, Verbrecherorganisationen von globalem Charakter, Unwissenheit und Unerfahrenheit in den Machtzentren, der Neid als wichtigste politische Treibkraft – diese Liste ließe sich noch fortsetzen. Es gibt da Auswege, aber dies setzt voraus, daß man die Natur des Grundübels als auch die möglichen Heilmittel kennt, und das kann man nur dann, wenn man Gottes Wort als festen Boden unter den Füßen besitzt […].

Das bedeutet kein Paradies auf Erden. Die Roten und Braunen sind „Edenisten“. Wir dürfen das nicht sein. Wenn unsere Prüfzeit hier auf Erden halbwegs erträglich wäre, dann sollten wir uns damit schon zufrieden stellen. Doch für eine bessere Ordnung muß man kämpfen. Sie wird uns nicht in den Schoß fallen und keineswegs leicht in die Wege zu leiten sein. Die verschiedenen Chancen, die uns die Geschichte immer wieder unverhofft gibt, muß man klug ausnützen und das Ziel nicht aus dem Auge lassen.“

(Erik Maria Ritter von Kuehnelt-Leddihn, Konservative Weltsicht als Chance – Entlarvung von Mythen und Klischees, Seite 313)

Buchauszug: Ibn Khaldun – Die Wirkung von staatlichen Regierungs-, Erziehungs- und Bildungsgesetzen auf die Menschen

Ibn Khaldun – Allah sei ihm gnädig – war ein muslimischer Gelehrter des 14. Jahrhunderts (christl. Zeitrechnung). Seine monumentale Einführung (al-Muqaddimah) zu seinem Geschichtswerk ist weltbekannt und wird bis zum heutigen Tage von Wissenschaftlern verschiedenster Fachbereiche hoch geschätzt. Durch dieses Werk gilt Ibn Khaldun heute als Gründervater der Soziologie. Sein Fachwissen auf den Gebieten der Historie, Ökonomie, isl. Rechts- und Politikwissenschaft und Psychologie war und ist unumstritten. Im Folgenden werde ich einen Abschnitt aus seiner Muqaddima zitieren, der sich mit den tragischen Auswirkungen staatlicher Regierungs-, Erziehungs- und Bildungsgesetze auseinandersetzt. Hier am Beispiel der „wilden“ (also freien) Beduinen und der – mit menschengemachter Zwangsgesetzgebung drangsalierten – Stadtbevölkerung seiner Zeit.

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