Sind Selbstmordattentate bzw. Märtyrer-Operationen ein Resultat der „salafistischen Ideologie“?

von Yahya ibn Rainer

Anschließend an meinen gestrigen Beitrag zum „Salafismus“-Schreireflex unter manchen Sufis, Asch’aris und Maturidis, wenn auf dieser Welt Terroranschläge und Gewaltexzesse stattfinden, möchte ich noch auf einen weiteren Umstand hinweisen.

Märtyrer-Operationen bzw. Selbstmordattentate werden von diversen muslimischen Gruppen befürwortet und durchgeführt. Leider wird jedoch häufig der Eindruck erweckt, als würde es sich hierbei um eine Form der Kriegsführung handeln, die speziell von „Salafisten“ mit Zustimmung belobigt wird.

Einer der bekanntesten zeitgenössischen Muftis, der die Durchführung von Märtyrer-Operationen bzw. Selbstmordattentaten mit zahlreichen Rechtsurteilen erlaubt, ist Sheikh Yusuf al-Qaradawi. Dieser muslimische Gelehrte ist ein bekennender Asch’ari und ein Befürworter des Sufismus.

Seine Fatawa zu diesem Thema wurden vor allem von Gruppierungen in Palästina rezipiert, von denen ich bereits in meinem gestrigen Post einige nannte.

Zum Vergleich möchte ich an dieser Stelle gern die Urteile und Ansichten von 4 äußerst bekannten Gelehrten der arabischen Halbinsel anbringen, die allgemeinhin als Vertreter des „Wahhabismus“ bzw. „Salafismus“ bezeichnet werden:

1. Der ehemalige Großmufti von Saudi-Arabien, Sh. bin Baz:
https://www.youtube.com/watch?v=PK46I0ENKs4

2. Der berühmte saudische Mufti Sh. ibn al-Uthaymin:
https://www.youtube.com/watch?v=pBosfxr-VpY

3. Der bekannte saudische Mufti Sh. al-Fawzan:
https://www.youtube.com/watch?v=6DSCA017vKg

4. Der jemenitische Salafi-Gelehrte und Gründer der berühmten Madrasah Dar al-Hadith in Dammaj, Sh. Muqbil bin Hadi al-Wadi’i:
https://www.youtube.com/watch?v=jK5lT1M-T4w