Archiv für den Monat: August 2014

Buchauszug: Herman Heinrich Frank – Das Vorurteil der Orient-Faulheit (1901)

„Nun also, so räumen wir doch auf mit dem Vorurteil der Orient-Faulheit! Die apathische Ruhe, die Unbeweglichkeit der Züge ist Glut unter der Asche, die leise Schwermut ein Gefühl der gehemmten Kraft. Aus dieser Grundstimmung geht die glänzende Virtuosität des Orientalen für das Religiöse hervor. Er meint es ernst damit, bitter ernst. Das unmittelbare Empfinden der Allmacht Gottes und der schattenhaften Nichtigkeit des Menschen beherrscht seine ganze Denkweise.

Nun, dann ist es doch, gelinde gesagt, eine wahre Barbarei, die rücksichtslose Hervorkehrung des Religiösen am Orientalen zu einer Art apathischen Instinktes, dem in seiner Faulheit jeder äußere Effekt gleichgültig ist, herabwürdigen zu wollen!“

(Herman Heinrich Frank, Das Abendland und das Morgenland – Eine Zwischenreichbetrachtung von Herman Frank, ©1901, Seite 77)

Freier Markt, Widerstand und Zivilisation

von Yahya ibn Rainer

Die Mechanismen des freien Marktes, samt Dynamik, Ideenkonkurrenz, Innovation, „unsichtbare Hand“ usw. sind fast 1 zu 1 auf gesellschaftliche Umwälzungen anzuwenden.

Und so entwickeln sich in Kriegs- und Krisengebieten, wenn der Wille und die gewillte Masse existiert, von ganz allein effektive Gegenbewegungen, die ihre Dynamik aus einer Konkurrenz an Ideen und Prak­ti­ka­bi­li­tät schöpfen.

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Öffentliche Distanzierungen

von Yahya ibn Rainer

Es gibt drei Arten von Muslimen, die sich öffentlich von anderen Muslimen „distanzieren“:

1. Der Muslim der meint, damit aus dem Schneider zu sein (was natürlich Blödsinn ist).

2. Der Muslim der glaubt, dass seine Meinung irgendeinen besonderen Wert hat.

3. Der Muslim der denkt, dass es irgendetwas ändert.

Am Ende jedoch sind sie letztendlich alle dem Ruf der Muschrikin gefolgt, die mit ihrer Forderung nach öffentlichen Distanzierungen Keile in die Ummah treiben und eine innere Auseinandersetzung mit islamischen Themen weiter erschweren. Denn aus dieser erzeugten Distanz, die zumeist quasi einer Lossagung gleichkommt, wird ein innerislamischer Dialog unmöglich gemacht.

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Buchauszug: Herman Heinrich Frank – Die immer gleiche Physiognomie des Orients

„Der Orient hat nun einerseits eine ganz strenge Richtung, die den metaphysischen Lehrmeinungen der Religion eine unbedingte Herrschaft zugesteht. Die Beurteilung des Handelns im Jenseits äußert eine direkte Wirkung aufs Diesseits. (Diese Beziehung wird natürlich vermittelt durch eine die Zukunft vorauswissende Gottheit.)

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PDF: Abdel Azim Islahi – An analytical study of al-Ghazali’s thought on money and interest

Lang ist es her. Heute endlich mal wieder eine Publikation des Ökonomie-Professors Dr. Abdul Azim Islahi.

An analytical study of al-Ghazali’s thought on money and interest
Prof. Dr. Abdul Azim Islahi
Department of Economics, Aligarh Muslim University,
Aligarh, India ©2001

Eine analytische Studie über al-Ghazalis Gedanken zu Geld und Zinsen
Prof. Dr. Abdel Azim Islahi
Am Wirtschaftsinstitut der Aligarh Muslim Universitätin Aligarh/Indien

[PDF] An analytical study of al-Ghazali’s thought on money and interest

Heute im Briefkasten: EW-Leserbrief und Vorladung vom LKA

von Yahya ibn Rainer

Wie einige meiner Leser vielleicht mitbekommen haben, richtete ich am 30.07.2014 einen Offenen Brief an die Journalistin Anna S. vom Elbe Wochenblatt. Ich beschwerte mich über die Hetze, in die das Stadtteil-Blatt mit einstieg, und die dreiste Lüge über den angeblichen HartzIV-Bezug von Pierre Vogel, der kürzlich zu uns nach Hamburg-Wilhelmsburg gezogen war.

Erfreulicherweise war Frau S. sehr aufgeschlossen und bot mir, nach einer Kontaktaufnahme meinerseits, direkt an eine gekürzte Version des Offenen Briefes in der nächsten Ausgabe abzudrucken; allerdings unter der Vorgabe, dass mein kompletter Name genannt wird. Ich stimmte nach kurzem Bedenken zu und war heute also voller froher Erwartung ob des abgedruckten Leserbriefes.

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Buchauszug: Prof. Bertrand de Jouvenel – Journalismus ohne Ethik

„Sehen wir uns jetzt den Eigentümer einer weitverbreiteten Zeitung an. Er ist kein bloßer Papierhändler, der eine Nachfrage bedient; er verbreitet Auffassung, weckt Emotionen, formt oder zerstört Verhaltensbilder. Seit dem Erscheinen des ersten ‚Pfennig-Blattes‘ ist keine Ethik für die Presse mit hoher Auflagenzahl entstanden. Die allgemeine Schulpflicht, die dem Zweck dienen sollte, die Wirkung des ausgedehnten Wahlrechts durch die Bereitstellung eines für die Bildung vernünftiger Meinung notwendigen Minimalwissens auszugleichen, hat den Stimmungsverkäufern eine unbegrenzte Reservearmee von Konsumenten geliefert.

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