Auszug: Karl Marx – Die sozialen Prinzipien des Christentums

Mir ist aufgefallen, dass die PROleten (Mitglieder und Angänger der PRO-Parteien) – die sich selbst als ’national-liberal‘ verstehen – gern und häufig Kommunistenpack wie Marx und Engels zitieren, speziell dann, wenn es darum geht den Islam anzugreifen. Die Erfolglosigkeit dieser Partei speist sich wohl vor allem auch aus diesem Umstand, nämlich dass sie für ihre pseudo-liberale Politik die Meinung von den Wegbereitern des sozialistischen Terrors in Anspruch nimmt.

Doch wer Marx bezüglich des Islams bemüht, der sollte es auch nicht scheuen dessen Ansicht zu Juden- und Christentum öffentlich zu preisen. HIER>> habe ich bereits ein Marx-Zitat zum Judentum zum Besten gegeben, jetzt folgt eines zum Christentum.

„Die sozialen Prinzipien des Christentums haben die antike Sklaverei gerechtfertigt, die mittelalterliche Leibeigenschaft verherrlicht und verstehen sich ebenfalls im Notfall dazu, die Unterdrückung des Proletariats, wenn auch mit etwas jämmerlicher Miene, zu verteidigen.

Die sozialen Prinzipien des Christentums predigen die Notwendigkeit einer herrschenden und einer unterdrückten Klasse und haben für die letztere nur den frommen Wunsch, die erste möge wohltätig sein.

Die sozialen Prinzipien des Christentums setzen die konsistorialrätliche Ausgleichung aller Infamien in den Himmel und rechtfertigen dadurch die Fortdauer dieser Infamien auf der Erde.

Die sozialen Prinzipien des Christentums erklären alle Niederträchtigkeiten der Unterdrücker gegen die Unterdrückten entweder für gerechte Strafe der Erbsünde und sonstigen Sünden oder für Prüfungen, die der Herr über die Erlösten nach seiner unendlichen Weisheit verhängt.

Die sozialen Prinzipien des Christentums predigen die Feigheit, die Selbstverachtung, die Erniedrigung, die Unterwürfigkeit, die Demut, kurz alle Eigenschaften der Kanaille, und das Proletariat, das sich nicht als Kanaille behandeln lassen will, hat seinen Mut, sein Selbstgefühl, seinen Stolz und seinen Unabhängigkeitssinn noch viel nötiger als sein Brot.“

(aus Der Kommunismus des „Rheinischen Beobachters“ / Hervorhebungen durch Unterstrich sind von mir)
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