Archiv für den Monat: Mai 2015

3 mal Nicolás Gómez Dávila (LX)

„Unsere wahre Autonomie besteht darin, nur vom Willen Gottes abhängig zu sein.“

„Erziehen ist heute eine spezialisierte und problematische Aufgabe.
Eine hierarchische Gesellschaft hingegen erzieht spontan.“

„Kultur ist das, was den Alten gelingt, vor dem Angriff der jungen Idealisten zu retten.“

Dr. phil. Sigrid Hunke – Unsere arabischen Lehnwörter – T bis Z

Ein Lehnwort ist ein Wort, das aus einer anderen Sprache (der Geber- oder Quellsprache) in die Nehmersprache (Zielsprache) übernommen (entlehnt) wurde. Die folgenden Lehnwörter mit den Anfangsbuchstaben T bis Z stammen aus dem Anhang des Buches Allahs Sonne über dem Abendland – Unser arabisches Erbe von Dr. phil. Sigrid Hunke.

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Buchauszug: Nun, was ist eigentlich der Staat?

„Das Wort Regierung, gebraucht als Name einer politischen Institution, bringt den alten Glauben der wilden Stämme zum Ausdruck, gemäß diesem ist die Menschliche Einheit ein Kollektivum und mit einem überindividuellen Willen versehen, das die Menschen regiert, aus denen es gebildet ist. Das Wort bedeutet, daß ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen (Hitler, Stalin, Präsident, Premier, Kongreß oder Parlament) den kollektiven Willen  zum Ausdruck bringen und tatsächlich die physische Lebensenergie anderer handelnder Menschen kontrollieren können.

Ein vernünftiger Name für eine politische Organisation ist «der Staat». Nun, was ist eigentlich der Staat?

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Buch: „Die Amerikanische Revolution, ein Fanal der Freiheit“ von Rose Wilder Lane & Jean Pierre Hamilius

11060093_816561378437331_6367694980419282180_nAm 1. Mai habe ich auf diesem Blog das Buch „The Discovery Of Freedom“ von Rose Wilder Lane angepriesen und Dank dem Mises Institute in Auburn/Alabama konnte ich auch das Werke als PDF ausfindig machen und auf meinen Blog hochladen. [Siehe hier >> http://www.al-adala.de/Neu/?p=1717]

Am 09. Mai konnte ich dann die deutschsprachige Übersetzung des Buches von der Post abholen. Es war recht schwer ein Exemplar dieser Übersetzung zu finden und zu erwerben. Anscheinend gab es nur eine einzige und relativ kleine Auflage im Jahre 1984.

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Buchauszug: Alle leblosen Dinge handeln in unbedingtem Gehorsam nach dem Willen ihres Schöpfers

„Die Lebensbedingungen werden durch menschliche Tätigkeit erzeugt. […] Daher geht die Rede in diesem Buch nur von einer der Kräfte des Menschen, nämlich, vom Gebrauch seiner physischen, tätigen Lebensenergie. Ein lebender Mensch dieser Erde ist innerhalb der Dimensionen von Raum und Zeit eine Einheit physischer Ernergie, die wie physische Ernergie innerhalb der Grenzen der Gesetze der Physik wirkt. […]

Der Mensch ist nicht der Schöpfer dieser Gesetze. Er kontrolliert, ändert oder erobert sie nicht; […] Nichts ist absurder, als die so zum Ausdruck gebrachte Ansicht „Der Mensch erobert die Natur“. Tatsache ist, daß während Tausenden von Jahren von Irrtümern, Bemühungen und Fehlschlägen die Menschen die unabänderlichen Gesetze entdecken, die in der Natur bestehen.

Warum fällt Regen? Warum bläst der Wind? Warum erzeugen Elektrone Licht, wenn sie mit Molekülen leblosen Gases zusammentreffen? Die Menschen lernen das Was und das Wie. Die einzige Antwort auf das Warum lautet: Alle leblosen Dinge handeln in unbedingtem Gehorsam nach dem Willen ihres Schöpfers. Ein „Gesetz der Physik“ ist nichts anderes als Gottes Wille, der auf diesem Planeten innerhalb der Dimensionen von Raum und Zeit wirksam ist.

Um auf dieser Erde zu leben, müssen die Menschen auch im Einklang mit den Naturgesetzen handeln. Um Korn zu mahlen, ein Gewicht emporzuheben, Mauern aufzurichten, die ein Dach stützen, müssen die Menschen die Gesetze der Physik kennen und nach ihnen Handeln. Die Menschen lernen leichter, bequemer und länger zu leben, je besser sie die Naturgesetze verstehen und je besser sie ihnen gehorchen. Um ein Flugzeug zum Fliegen zu bringen, mußten die Gebrüder Wright einige Gesetze der Ärodynamik entdecken und ihnen gehorchen. Um elektrisches Licht herzustellen, mußte Edison einige Gesetze der Elektronik entdecken und ihnen gehorchen.

Das ist in der Tat sehr wenig um den Willen Gottes zu erkennen. Der Wissenschaftler geht angesichts der großen Unwissenheit und der winzigen Kenntnisse des Menschen bescheiden und demütig an die Realität heran.“

(Die Amerikanische Revolution – ein Fanal der Freiheit, von Rose Wilder Lane, übertragen aus dem Amerikanischen, bearbeitet und erweitert von Jean Pierre Hamilius, Seite 21-22 )

Dr. phil. Sigrid Hunke – Unsere arabischen Lehnwörter – R bis S

Ein Lehnwort ist ein Wort, das aus einer anderen Sprache (der Geber- oder Quellsprache) in die Nehmersprache (Zielsprache) übernommen (entlehnt) wurde. Die folgenden Lehnwörter mit den Anfangsbuchstaben R bis S stammen aus dem Anhang des Buches Allahs Sonne über dem Abendland – Unser arabisches Erbe von Dr. phil. Sigrid Hunke.

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Buchauszug: Rose Wilder Lane – Der religiöse Glaube ist immer das, was ein Mensch als das wahre Wesen des Universums und des Menschen annimmt

„Die Kontrolle der menschlichen Energie ist eine individuelle Kontrolle. Der Wunsch eines Individuums, ein Ziel zu erreichen, ist der Antrieb, der die menschliche Ernergie erzeugt. Der Einzelne kontrolliert diese Energie.

Er kontolliert sie stets im Einklang mit seiner persönlichen Ansicht über das Wünschenswerte und das Gute.

In anderen Worten: Jeder Mensch handelt im Einklang mit seiner philosophischen oder seiner religiösen Auffassung.

Das Bewußtsein selbst ist ein Glaubensakt. Niemand kann beweisen, daß er existiert. Kein Beweis der Sinne und keine Bemühungen der Logik können die Existenz des Elements erklären, das jeder meint, wenn er sagt: „Ich“. Ich weiß einfach, daß ich existiere.

Genauso weiß jeder durch den Glauben, daß es eine Skala von Werten gibt. Man kann nicht wissen, ob man kalt ist, ohne einen Maßstab für die Temperatur zu haben. Man kann nichts gern haben oder verabscheuen, wünschen oder nicht wünschen, ohne einen Maßstab für das Gute zu haben. Man kann keine Energie zum Handeln hervorbringen, ohne etwas zu wünschen, was gut für uns ist. Man kann nicht denken, ohne zu glauben, daß man existiert und ohne zu glauben, daß ein Wertmaß, d. h. ein Gott im Universum besteht.

Natürlich glauben Millionen von Menschen nicht an die Existenz Jahwes, Jupiters, Brahmas, Allahs oder Christi. Es ist immer möglich, nicht an einen Gott zu glauben, an den andere Menschen glauben. Aber es ist unmöglich, nicht an Gott zu glauben. Der menschliche Geist kann sich ohne Wertmaß nicht betätigen.

Jeder, sehr sich einbildet, er habe keine religiöse Gedanken- und Aktionsbasis, gebraucht nur einen anderen Namen für seinen Gott.

Hitler sagte mit Recht, daß kein Nazi Jude oder Christ sein könne. Er verfolgte Juden und Christen, und sie sagten, er verfolge die Religion. In Wirklichkeit hatte er einen heidnischen Glauben, den nämlich, daß er der Erlöser, der mystische Führer sei, durch übermenschliche Mächte eingesetzt, um auf Erden die Herrschaft der Herrenrasse, das Tausendjährige Reich aufzurichten.

Lenin haßte „die Religion, das Opium des Volkes“. Seine ergebenen Anhänger zerstörten die Heiligenbilder, verfolgten die Priester, entweihten die Kirchen – predigten eifrig und übten einen Glauben aus, der sich ganz in den Dienst der Partei stellte. Die Geschichte, so glaubten sie, setzt auf eine mystische Weise „Die Partei“ ein, um auf der ganzen Erde den tausendjährigen Frieden zu errichten, sowie den Wohlstand und die Gerechtigkeit der Kommunistischen Völkerfamilie.

Man lese irgendeinen sogenannten Angriff  gegen die Religion. Man höre einem Manne zu, der von sich behauptet, ein Atheist zu sein. Er begründet seine Argumente mit dem Glauben an „Die Wahrheit“; er hat ein Wertmaß des Guten, einen Gott. Er muß einen haben, denn der menschliche Geist kann nicht wirken ohne ihn.

Da jeder Einzelmensch sich selbst kontrolliert, so handelt er im Einklang mit den Werten, an die er glaubt.

Das ist wahr, ganz gleich ob sein Gott der Gott Abrahams und Christi ist oder der Verstand, das Schicksal, die Astrologie, der wirtschaftliche Determinismus, der Triumph des Tüchtigsten oder irgendein anderer Gott mit einem anderen Namen. Die meisten Menschen haben immer an unzählige, heidnische Götter geglaubt, Sie tun es auch heute noch.

Da die wirkliche Kontrolle der menschlichen Ernergie auf Erden in dem Willen zur Tat des einzelnen Menschen besteht und jeder Einzelmensch seine Handlungen im Einklang mit seiner Ansicht über die Wirklichkeit kontrolliert, so beruht, zu jeder Zeit, die effektive Kontrolle der vereinigten Energien einer jeden Gruppe von Menschen auf dem religiösen Glauben, den ein jeder von ihnen als wahr annimmt.

Der religiöse Glaube ist immer das, was ein Mensch als das wahre Wesen des Universums und des Menschen annimmt. Sein Glaube kann falsch sein; trotzdem ist er sein Maßstab des Wahren und des Wertvollen. Daher handelt er auch demgemäß.“

(Rose Wilder Lane, in The Discovery of Freedom, übertragen aus dem Amerikanischen, bearbeitet und erweitert von Jean Pierre Hamilius in seinem Buch Die Amerikanische Revolution, ein Fanal der Freiheit, Seite 19-21)

3 mal Nicolás Gómez Dávila (LIX)

„Unerfahrene Überzeugungen sind schwatzhaft und zerbrechlich.“

„Ein wechselnden Gesetzen unterworfenes Individuum schafft es nicht, sich mit der Ungerechtigkeit jedes Gesetzes zu arrangieren.“

„Die politischen Parteien entstehen, wenn der Staat untergeordnete Probleme zu lösen sucht. Solange der Staat sich darauf beschränkt, die Existenz der Gesellschaft sicherzustellen, sind die politischen Kämpfe bloße persönliche Konflikte.“

Zitat: Rose Wilder Lane – Der Gott Abrahams, Moses‘, Christi und Mohammeds ist Ein Gott

„Der Gott Abrahams, Moses‘, Christi und Mohammeds ist Ein Gott. […] Nach seinen Früchten und nach seinen Taten wird der Mensch gerichtet werden, denn seine Taten sind der Mensch. Ein Glaube ohne Werke ist tot; ein Mensch handelt im Einklang mit seinem Glauben. Infolgedessen existiert der Glaube nicht, wenn er nicht des Menschen Handlungen bestimmt. Die Energie kommt durch die Kontrolle zur Wirkung, sie kann nicht von ihrer Kontrolle getrennt werden. Wie kann demnach eine Trennung zwischen der Person eines Menschen und seinen Taten bestehen, zwischen seiner Seele und seinem lebenden Körper?“

Rose Wilder Lane, us-amerikanische libertäre Schriftstellerin

H. H. Frank über den Sufismus (7. Teil)

„Diese wirtschaftlichen Fragen sind bereits international geworden, d. h. derselbe Zustand, dessen Bestehen in Europa zur Zeit weder geleugnet, noch durch die Staatsreligion geändert werden kann, erfährt eine Ausdehnung über den Erdball, weil die Kulturmittel, um sich wirtschaftlich halten zu können, vom ganzen Erdball getragen werden müssen.

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Die Politik mit der Angst: BKA-Chef wirbt ungeniert um die Ausweitung des Polizeistaates

Terrorismus
BKA-Chef: Polizei kommt bei Islamismus an Kapazitätsgrenzen

… so lautet die Schlagzeile des Beitrages auf der Website der Westfälischen Nachrichten.

Es ist schon fast peinlich, in welch ungenierter Weise der Staat mittlerweile offen um die Ausweitung seiner exekutiven Gewalten wirbt und dabei mit den Ängsten der Bürger spielt.

Die Worte «Terror/Terrorismus» und «Islamismus, -isten & -istisch» sind allgegenwärtig im Text und erwecken den Eindruck, als würde die BRD gegenwärtig geradezu im „islamistischen Terrorismus“ versinken.

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Lieber ein felsenfester Asch’ari

von Yahya ibn Rainer

Es ist mir ehrlich gesagt egal, ob mein Bruder im Islam von seiner `Aqidah her nun der Athari-, Aschari- oder Maturidi-Schule zuneigt. Ich bin in den letzten 8 Jahren meiner islamischen Theorie und Praxis zur Einsicht gelangt, dass neben dem Wissen über die Grundlagen der `Aqidah auch die zweifelsfreie Verinnerlichung und der aufrichtige Glaube daran von äußerster Wichtigkeit ist.

Was hat man davon, wenn man nach außen mit der Aussage glänzen kann, die `Aqidah der Salaf erlernt zu haben und dass man diese als die einzig richtige erachtet, aber im Innersten darin nicht wirklich gefestigt ist?

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Kurz gesagt: Feindschaft, Gegnerschaft, Ritterlichkeit

Ich vermisse unter zeitgenössischen Muslimen ein wenig die feine Unterscheidung zwischen Feindschaft und Gegnerschaft. Wir neigen dazu, jedwede gegnerische Stellung mit absoluter Feindschaft zu beantworten. Dabei sollte man als Feind nur denjenigen behandeln, der einen bekämpft und nicht denjenigen, der nur eine andere Stellung bezieht.

Und auch in der Feindschaft haben sich die Muslime stark geändert. Früher noch waren die muslimischen Araber für ihre Ritterlichkeit (im Kampf) gegen ihre Feinde berühmt. Heute ergehen sie sich im Umgang mit ihren Feinden jedoch meist in erbarmungsloser Unbarmherzigkeit.

Ritterlichkeit ist zwar ein abendländischer Begriff und erlangte hierzulande auch seine akzentuierte Definition, aber dieses abendländisch gepflegte Ideal fand im arabisch-muslimischen Rittertum eine (auch literarische) Steigerung, wie die Religionswissenschaftlerin Dr. Sigrid Hunke meint.

Buchauszug: Hans-Hermann Hoppe – Die überwältigende Mehrheit der Unterstützer des Staates

„Die überwältigende Mehrheit der Unterstützer des Staates sind keine philosophischen Etatisten, das heißt, sie sind nicht Etatisten, weil sie über die Angelegenheit gründlich nachgedacht haben. Die meisten Menschen denken über gar nichts «Philosophisches» nach. Sie kümmern sich um ihr tägliches Leben, und das ist alles. Die meiste Unterstützung entstammt also der schlichten Tatsache, dass der Staat existiert und immer existiert hat, soweit die Erinnerung zurückreicht – und die reicht üblicherweise nicht länger zurück als die eigene Lebenszeit. Das heißt, die größte Errungenschaft der etatistischen Intellektuellen ist die bloße Tatsache, dass sie die natürliche intellektuelle Faulheit oder Unfähigkeit der Massen gepflegt haben und nie das Aufkommen einer ernsthaften Diskussion über «das Thema Staat» zugelassen haben. Der Staat wird als ein Teil der gesellschaftlichen Struktur betrachtet, der über alle Zweifel erhaben ist.

(Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, Der Wettbewerb der Gauner – Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft, S. 18)