Schlagwort-Archive: Demokratie

Buchauszug: Prof. Johann Jakob Bachofen – Weil ich die Freiheit liebe, so hasse ich die Demokratie

«Seit dem Siege von  Luzern hat sich die Lehre von der Volkssouveränität und der Allgewalt der Demokratie zur praktischen Grundlage unserer  öffentlichen Zustände ausgebildet. Ich zweifle nicht, daß sie zu allen, auch zu ihren äußersten Consequenzen fortschreiten wird, wenn es die Gestaltung der Europäischen Zustände erlaubt, und nicht große Unglücksfälle das Volk wieder zu den wahren Grundlagen eines gesunden Staatslebens zurückführen.

Aber vollendete Demokratie ist der Untergang alles Guten. Republiken haben von ihr am meisten zu fürchten. Ich zittre vor ihrer Ausbildung, nicht um Hab und Guts willen, sondern weil sie uns in die Barbarei zurückwirft. Die Lehre von der Volkssouveränität steht meinen tiefsten geschichtlichen und religiösen Überzeugungen entgegen. Nicht daß ich das Volk verachtete oder gar vor der Berührung mit ihm aus Ekel zurücktretete, — all das Elend, dem es unterliegt, würde ihm eher mein Herz gewinnen. Nein, weil ich eine höhere Weltordnung anerkenne, der allein die Souveränität und Majestät zukommen kann.

Aus dieser höhern Weltordnung stammt die obrigkeitliche Gewalt. Sie ist das Amt Gottes, so lautet die römisch-heidnische sowohl als die christliche Lehre. Auch Richteramt ist von Gott, und der es übt, übt ein Recht höhern Ursprungs. Das Amt habe ich von Gott, nur die Berufung dazu stammt mir vom Volke. In dem ersten Punkte stimmen alle Verfassungen überein, in dem zweiten, der Berufung, mag unter ihnen die größte Verschiedenheit herrschen, das ist das weniger Wesentliche.

Darin nun findet die heutige Demokratie ihre Verdammung, daß sie den göttlichen Charakter der Obrigkeit vernichtet, und die göttliche Staatsordnung in allen Stücken verweltlicht. Schon oft habe ich über das wahre Wesen der Demokratie nachgedacht. Nun, lassen sich nicht alle ihre Erscheinungen darauf zurückführen, daß sie die Auflösung jener Bande, welche des Menschen Seele an ein Höheres knüpfen, darstellen, und jene Scheu gebrochen ist, welche allein vermag, die wilden Leidenschaften, die auf dem Grund der Seele lauern, darniederzuhalten. Denn das ist der Fluch der Demokratie, daß sie ihre Verwüstungen in alle Gebiete des Lebens hineinträgt, Kirche, Haus und Familie gerade am schwersten ergreift, und für jede, auch die kleinste Frage den wahren Standpunkt verrückt. Weil ich die Freiheit liebe, so hasse ich die Demokratie.

Ja. die auf Selbstregierung ruhende Freiheit eines tapfern, frommen, gottesfürchtigen, arbeitsamen Volkes, das seine Vorfahren höher stellt als sich, mit der Vergangenheit nie bricht, und seiner Nachkommen mehr gedenkt als seines augenblicklichen Genusses, — ja der Genuß einer solchen Freiheit scheint mir reicher Ersatz für manche Entbehrung.»

 – Johann Jakob Bachofen (gest. 1887 n. Chr.),
Schweizer Rechtshistoriker, Altertumsforscher und Anthropologe,
(in «Autobiographische Aufzeichnungen» (an F. K. Savigny gerichtet), Herausg. H. Blocher, im Basler Jahrbuch (1917), S. 328-329)

Kurz gesagt: #Demokratie #USWahl2016 #Trump

von Yahya ibn Rainer

Der Muslim, der im Zusammenhang mit Demokratie und dem derzeitigen politischen und staatlichen System des Westens lediglich gelernt hat Begriffe wie Taghut, Kuffr und Shirk zu benutzen, anstatt sich auch wissenschaftlich mit der Materie auseinanderzusetzen, ist in diesem politischen System häufig ebenso gefangen wie das Wahlvieh, das sich alle Jahre wieder durch emotionale Debatten, offensichtliche Lügen und hysterische Untergangsszenarien an die Urnen locken lässt.

Jedwede große Hoffnung, wie auch jede große Angst, ist im hiesigen demokratischen System nicht nur unnötig, sondern der Demokratie an sich auch dienlich, denn mit jeder negativ oder positiv wertenden Äußerung trägt man zur demokratischen Mobilisierung bei.

Fakt ist jedoch, dass es in einer Demokratie momentaner westlicher Fassung keinerlei Möglichkeit gibt, wirklich tiefgreifende Änderungen vorzunehmen, zumindest nicht, wenn man vor hat die demokratische Verfassung selbst unangetastet zu lassen.

Letztendlich ist es also so, dass man auch als erklärter Nichtwähler zur Mobilisierung der Wählerschaft beiträgt, wenn man den (zutiefst verlogenen) Verlautbarungen des Wahlkampfes Glauben schenkt und sich hierzu wertend äußert. Was ein überzeugter Nichtwähler (wie ich) jedoch erreichen will, ist nicht der Wahlsieg eines bestimmten Kandidaten, sondern er wünscht sich eher eine Delegitimierung der Demokratie, und die ist nur zu haben, wenn die Mehrheit nicht wählt.

Es ist schon etwas verwunderlich, wie sich z.B. einige Mujahedin- und IS-Anhänger als insgeheime Clinton-Anhänger erweisen, indem sie äußerst empfindlich reagieren, wenn andere Muslime öffentlich bekunden, in Trump keine sonderlich größere Gefahr zu erkennen. Das sollte einigen von uns zu denken geben, besonders denjenigen, die in Bezug auf Demokratie nur Schlagworte wie Taghut, Kuffr und Shirk zum Besten geben können.

Wa Allahu a3lam.

Buchauszug: Habermann / de Jouvenel – Der Mensch ohne Gott, ohne Vorfahren, ohne Glaubenshaltungen und ohne Bräuche (V)

Es gibt keinen anderen nichtmuslimischen Autor, dessen Werke ich ausgiebiger und mit solcher Hingabe studierte, wie diejenigen des Wissenschaftlers und Philosophen Prof. Bertrand de Jouvenel. Sicherlich könnte ich nun versuchen in Worte zu fassen, was die Faszination für diesen großen Denker ausmacht. Viel besser jedoch als ich, kann dies die Eminenz des klassischen Liberalismus in Deutschland, Prof. Dr. Gerd Habermann, der für seine de Jouvenel-Publikation „Die Ethik der Umverteilung“ (2012) eine umfassende Würdigung de Jouvenels verfasste. Das Folgende ist ein Auszug aus dieser Würdigung:

VIII. Die totalitäre Demokratie

Unter den Voraussetzungen einer faktisch nicht mehr beschränkten Volkssouveränität in der Form des Mehrheitswillens, wird de Jouvenels Bewertung moderner Demokratie als einer „totalitären“ verständlich. Dies gilt auch und gerade für die repräsentative Demokratie, die eher eine Herrschaft über das Volk als des Volkes darstelle und dies umso mehr, als sie sich auf die „Nabelschnur der allgemeinen Wahlen“ berufen könne (1972, S. 315). Parteien und Interessengruppen böten keinen Schutz gegen diese totalitäre Ausweitung. Sie bestimmen nur – im Kampf miteinander – die Richtung, in welche diese voranschreitet.

Der Staat werde zur „permanenten Revolution“ in der Verteilung oder Umverteilung von Rechten und in dem Streben nach einer „bestmöglichen Sozialordnung“. De Jouvenel spricht vom „Vampirismus“ der modernen Staatsgewalt.

Aber liegt nicht in der verfassungsmäßig verbürgten Gewaltenteilung eine Garantie der Freiheit? Nun, bei Montesquieu, auf den moderne Politikwissenschaftler oft ohne nähere Kenntnis seines Werkes beriefen, konnte eine Gewalt die andere in Schranken halten, weil jede der Institutionen das Organ einer in der Gesellschaft existierenden sozialen und politischen Macht war.

In modernen Demokratien beziehen aber zum Beispiel der Präsident (oder die Regierung, Gerd Habermann) und das Parlament dieselbe Art Legitimität durch das Volk, sodass diese nur formelle Gewaltenteilung „lediglich den Disput zwischen zwei Männern (oder Organen, Gerd Habermann) institutionalisiert, die ihre Macht aus derselben Quelle beziehen“ (1972, S. 354).

Dagegen vertrat das englische Oberhaus bis ins 19. Jahrhundert (und die Monarchie im Jahrhundert davor, Gerd Habermann) eine echte soziale Gegenmacht, „teilte“ nicht nur, sondern beschränkte die politische Macht.

Die Verteidigung der spontanen oder „natürlichen“ Rechtsordnung und Moral gegen das Vordringen der „gemachten“ Ordnung des Gesetzgebers sei immer schwächer geworden. Nur noch offene Gewalt motiviere die Bürger zu Widerstand, „während diese Ordnung der stillen und täglichen Unterwanderung gegenüber weder reagiert noch reagieren kann“ (1972, S. 367).

„Der Mensch ohne Gott, ohne Vorfahren, ohne Glaubenshaltungen und ohne Bräuche, der moderne Mensch, ist völlig waffenlos, wenn man ihn auf die Leistungen aufmerksam macht – erreichter Lebensstandard und realisierter Nutzen -, die mithilfe einer Gesetzgebung erreicht wurden, die ein obsoletes Recht nur deshalb verletzt, weil sie ein besseres an ihrer Seite hat“

(1972, S. 367)

So vollzieht sich im Namen der „Souveränität“ nach de Jouvenel die Zerstörung der weltoffenen „Grande Societé“ (1941b, S. 437) – jener „Welt von gestern“ der festgefügten bürgerlich-agrarisch-aristokratischen Ordnungen, als deren wortgewaltiger, aber auch etwas nostalgischer Anwalt de Jouvenel – wie sein Bruder im Geist: Friedrich August von Hayek – erscheint.

Der Nationalismus zerriss das internationale Netz, oligarchische Interessengruppen machten das „Gemeinwohl“ zur Farce, Rechtspositivismus und Volkssouveränität fegten die Herrschaft des Rechts, also den alten liberalen Rechtsstaat hinweg, eine atomistisch missverstandene Marktwirtschaft löste soziale Beziehungen auf und eine ignorante Politikerschicht, „deren Mittelmäßigkeit sie allein schon vor unserem Zorn bewahrt“ (1941a, S. 27) sah diesem Vorgang hilflos, wo nicht fördernd zu. De Jouvenel ist wie Wilhelm Röpke in seiner „Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart“ (1942/1979) ein Analytiker der Auflösung der liberal-marktwirtschaftlichen, bürgerlich geprägten Ordnung zwischen den beiden Kriegen.

Literatur:

Jouvenel, Bertrand de (1941a), La Décomposition de L´Europe Liberale, Paris
Jouvenel, Bertrand de (1941b), Nach der Niederlage, Berlin
Jouvenel, Bertrand de (1972), Über die Staatsgewalt - Die Naturgeschichte ihres Wachstums, Freiburg

Zitat: Edward Bernays – Manipulative Demokratie

«Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken.»

(Edward Bernays, Propaganda, 1928, S.15)

ISIS vs. Frankreich: Wenn Terror die historische Grundlage eines Staates ist

von Yahya ibn Rainer

Nach den Anschlägen von Paris ist die halbe Welt aus den Fugen geraten. Der IS a.k.a. ISIS a.k.a. Daesh ist in aller Munde und vielerorts streitet man darüber, ob es sich bei diesem Gebilde nun wirklich um einen „Staat“ oder eher um eine „Terrororganisation“ handelt. Dabei muss man sich diese Frage gar nicht erst stellen, denn das eine schließt das andere nicht zwingend aus. Ein guter Beweis dafür ist bemerkenswerterweise Frankreich – das Opfer der kürzlichen Angriffe des IS – und seine republikanische Entstehungsgeschichte.

Wie wir alle wissen, ist die heutige Französische Republik das Resultat der Französischen Revolution, die vor etwa 225 Jahren eingeläutet wurde. Ein Mitinitiator und führender Kopf dieser Revolution war der Franzose Maximilien de Robespierre, den ich einleitend hier gerne zitieren möchte:

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Kurz gesagt: Juhuuu, mein Mörder war demokratisch legitimiert

Dass Muslime ihre Kriegshandlungen angeblich immer mit dem Quran rechtfertigen, wird von Nichtmuslimen grundsätzlich negativ konnotiert. Aber womit rechtfertigen sie denn ihre Kriegshandlungen?

Mit Parlamentsbeschlüssen?

Und? Macht das die Opfer jetzt glücklicher?

„Juhuuu, mein Mörder war demokratisch legitimiert. Da fühle ich mich doch gleich viel heimeliger, hier, so in meinen eigenen dampfenden Gedärmen liegend … die parlamentarisch gerechtfertigte Drohne noch am Himmel hörend.“

Wenn da mal wieder jemand das Grundgesetz verteilt …

von Yahya ibn Rainer

Es scheint eine Art Modeerscheinung zu sein, dass Demokratisten kostenlose Exemplare ihrer heiligen Schrift an harmlose Passanten verteilen. Sicherlich wäre früher niemand auf diese Idee gekommen, aber wenn die bösen Salafisten Koranübersetzungen verteilen, und diese zudem noch einen solch reißenden Absatz dabei zu verzeichnen haben, fühlt sich der Demokratist ja geradezu genötigt auch für seine Religion werben.

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Kurz gesagt: Der neutrale Staat

Meiner Ansicht nach gehen Theoretiker, die (willkürliche) gesellschaftliche und wirtschaftliche Interventionen durch den Staat gutheißen, häufig vom theoretischen Ideal eines neutralen Staates aus. Der Staat – und besonders der zeitgenössische – ist aber weder neutral, noch ist er frei von eigenen Interessen. Ganz besonders in Partei-Demokratien ist der Staat das Instrument einer partei-politischen Mehrheit und damit einhergehend nicht selten auch einer politischen Ideologie.

Die „Einzelfall“-Rhetorik der Pegidaisten, ist sie euch schon aufgefallen?

Die „Einzelfall“-Rhetorik der Pegidaisten, ist sie euch schon aufgefallen?

Im PImatenstyle werden mehrheitlich Medienberichte geteilt, die Straf- oder andere Missetaten zum Inhalt haben, an denen mindestens ein Asylbewerber, Flüchtling, Ausländer oder Muslim als Täter beteiligt war, und als Kommentar dazu kommt ein provisorisches „Natürlich nur ein Einzelfall“.

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Zitat: Botho Strauß – Unsere Freiheiten

„Wir drängen den neben uns wohnenden Muslimen unentwegt unsere Freiheiten auf, denken aber nicht daran, auch nur das geringste von ihrer sittlichen Freiheitsbeschränkung nachahmenswert zu finden oder auf uns abfärben zu lassen. Das Abfärben soll nur einseitig geschehen.

Dabei täte etwas mehr Familie, etwas väterliche Stärke einem Erziehungsverhalten gut, dessen Schwächen allenthalben von staatliche geförderten Hilfen kostspielig kompensiert werden. Autorität zu bezweifeln, gehört jedoch zu den Pflichten, die der demokratischen Übereinkunft selbstverständlich erscheinen und die ihr leichtfallen.“

(Botho Strauß, Deutscher Schriftsteller, Dramatiker und konservativer Denker)

Ein Dankeschön an meinen Physiklehrer, Herrn K.

von Yahya ibn Rainer (am 16.05.2012)

Meine Schulzeit habe ich im groben und ganzen eigentlich recht erfolgreich aus meinem Gedächtnis verdrängt. Ich hatte nicht sehr viel Spaß am Lernen und somit auch nicht an der Schule. In Erinnerung blieb mir jedoch die Marotte meines Physiklehrers, den ich in der 5. Klasse der Realschule hatte. Ich war gerade von der Grundschule gekommen und freute mich sehr darüber endlich neue Schulfächer zu haben. Besonders Physik und Chemie hörte sich für mich sehr reizvoll an – was sich allerdings schnell wieder legte –.

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#PEGIDA und die Tragik demokratischer Verhältnisse

von Yahya ibn Rainer

Ist es nicht tragisch? Da fühlt sich eine Minderheit in Deutschland bedroht von „Glaubenskriegen auf deutschem Boden“, von einer „Islamisierung des Abendlandes“ und von „Parallelgesellschaften“, geht dafür in nicht unbeträchtlicher Zahl und vollkommen friedlich auf die Straße und wird trotzdem vom politischen und medialen Mainstream niedergemacht und als Bedrohung wahrgenommen.

Wie ärgerlich muss das für die Demonstranten sein, dass sie kurzum zu Nazis, Islamhassern und Rechtspopulisten abgestempelt und zum Objekt von Jux und Häme degradiert werden? Gesellschaftlich nicht ernst genommen und gehört zu werden, das ist ein Zustand den auch wir sogenannte „Islamisten“ und „Salafisten“ kennen. Auch wir werden vom politischen und medialen Mainstream kollektiv und im voraus verurteilt und vom Dialog ausgeschlossen.

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Demokratie – Die Religion des Terrors?

von Yahya ibn Rainer

Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.

(Al-Quran al-Karim, Sure al-Baqara, Ayah 191)

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Buchauszug: Herman Heinrich Frank – Mehr persönliche Freiheit (1901)

„Nicht nur vom Gemütsleben aus, sondern vom Standpunkt des wirtschaftlichen Lebens schafft der Orient ganz andere Bedingungen. Das Menschenleben ist im Abendlande im Doppelsinn teurer, im Orient billiger. Ursache und Wirkung laufen durcheinander, wenn der Orientale sein Einzelleben, mit Ergebung ins allgemeine große Geschehen, weniger teuer findet, geringer anschlägt. Allah hat einen Teil der Sorgen des bei uns sorgfältig geregelten Erwerbslebens dem Orientalen abgenommen.

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