Archiv für den Monat: Januar 2011

Buchauszug: André F. Lichtschlag – Die Angst vor der Machtübernahme

„Gerade die Angst aber vor der Machtübernahme durch künftige muslimische Mehrheiten im alten Europa zeigt, dass wir es auch heute lediglich mit einem Blick in den Spiegel zu tun haben. Denn würden die westlichen Gesellschaften nicht selbst absterbende sein und wäre die Geburtenrate bei den Einheimischen nicht tendenziell eine Selbstmordrate, so würden nicht andere jene Macht an sich reißen können.

Mohammedaner vermehren sich, der Westen ist verbraucht, alt, gebrechlich, lendenarm und überlebt nur noch auf Pump. In einer solchen Gesellschaft wird die Selbsttötung eines unscheinbaren und vergleichsweise wenig bekannten Torhüters als kollektives emotionales Großereignis zelebriert wie andernorts und zu anderer Zeit der im Kampf gefallene «unbekannte Soldat». Was zuweilen als «Landnahme» bezeichnet wird, ist deshalb eher eine milde «Landgabe».

Doch schauen wir uns die Vorwürfe der Spiegelfechter noch einmal genauer an: Im ehemals christlichen Westen folgten nach der Aufklärung Kommunismus, Nationalsozialismus und Sozialdemokratismus – und in der Folge dieser Ideologien das inflationäre Papiergeldsystem sowie Abermillionen Ermordete und Beraubte. Wo finden wir mit dem Gulag, dem ‚großen Sprung nach vorn‘ und dem Holocaust auch nur entfernt Vergleichbares im «unaufgeklärten moslemischen Kulturraum»? Die schlimmsten Verbrechen, die gegen die Armenier, wurden auch dort ausgerechnet von den «aufgeklärten» Jungtürken begangen, die sich an  westlichen Modernisierern orientierten.

Und was den aggressiven, kriegerischen und terroristischen Islam betrifft: Wessen Armeen stehen seit mehr als 100 Jahren in wessen Kulturraum?“

André F. Lichtschlag (in seinem Buch Feindbild Muslim)

Aus dem Tafsir von Sayyid Qutb zur Sure 49, Aya13

„O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.“

(Sure 49, Aya 13)

Sayyid Qutb: „Derjenige, Der euch mit diesem Aufruf aufruft, ist Derjenige, Der euch aus Mann und Frau erschaffen hat. Und Er zeigt auch den Zweck auf, weswegen Er euch zu Völkern und Stämmen machte […] es ist nicht deswegen, auf dass ihr euch gegenseitig streitet und zankt, sondern auf dass ihr euch gegenseitig kennen lernt und miteinander harmoniert.

Die unterschiedlichen Hautfarben, Sprachen, Wesensarten und Charaktere, die unterschiedlichen von Gott gegebenen Gaben und Möglichkeiten – diese Unterschiedlichkeit sollen nicht Streit und Uneinigkeit nach sich ziehen. Sie sollen vielmehr ein gegenseitiges Helfen bei der Erfüllung aller auferlegter Pflichten und anstehenden Dinge nach sich ziehen. Der Unterschied in der Hautfarbe, Geschlecht, Sprache und Heimat ist vor Allah bedeutungslos.“

Zitat: Uta Ranke-Heinemann – Christlicher Kriegsgott

«Durch Kriege wurde das Christentum zur Weltreligion und zwar seit Kaiser Konstantin, der 312 mit seinem Heer (!) am Himmel ein Kreuz sah bzw. meinte zu sehen und neben dem Kreuz die Worte „In diesem Zeichen sollst du siegen“ und der dann dieses Zeichen auf den Schildern und Fahnen seiner Soldaten anbringen ließ und siegte, seinen Gegner Maxentius von der Milvischen Brücke stürzte und aus Dank für seinen Sieg den christlichen Bischöfen den Krummstab verlieh als Zeichen ihrer eigenen Gerichtsbarkeit, […]

Unser aller Christentum geht fast ausschließlich auf Zwangstaufe zurück. Auch die Bekehrung des Frankenkönigs Chlodwig, entscheidend für die Ausbreitung des katholischen Christentums unter den Germanen, erfolgte während einer Schlacht. Chlodwig ließ sich Weihnachten 498 taufen, weil der Christengott, der christliche Kriegsgott, ihm in der Schlacht gegen die Alemannen zum Sieg verholfen hatte.»

(Prof. Dr. theol.  Uta Ranke-Heinemann, Theologin, im HINTERGRUND Nachrichtenmagazin 3/2010 / S. 55)

Aus dem Tafsir von al-Tabari zu Sure 60, 8. Aya

«Allah verbietet euch nicht, gegen diejenigen pietätvoll und gerecht zu sein, die nicht der Religion wegen gegen euch gekämpft, und die euch nicht aus euren Wohnungen vertrieben haben. Allah liebt die, die gerecht handeln.»

Quran Sure 60, Aya 8

Dazu Abū Jaʿfar Muhammad ibn Jarīr at-Tabarī in seinem Tafsir Jāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āy al-Qurʾān:

„Das korrekteste, was bezüglich dieses Verses gesagt wurde, ist, dass dieser Vers bedeutet, dass Allah euch nicht verbietet, gegenüber jenen aus allen möglichen Glaubensrichtungen und Religionen gütig und korrekt zu sein und Verbindungen zu denen zu knüpfen, die euch nicht wegen eurer Religion bekämpfen.

Allah der Erhabene hat mit seiner Aussage „… jene, die euch nicht wegen der Religion bekämpfen und euch nicht aus euren Häusern vertreiben …“ allgemein jeden mit eingeschlossen, auf welchen diese Eigenschaften zutreffen. Es sind nicht einige davon ausgeschlossen.

Und derjenige, der behauptet, dass diese Aussage abrogiert ist, hat nicht Recht. Und zwar aus dem Grund, weil das Güteerweisen eines Muslim (auch) gegenüber denjenigen, die mit den Muslimen keinen Friedensvertrag haben bzw. sich im Kriegszustand mit ihnen befinden (arab. al-harbijj) – ob sie Verwandte sind oder nicht – weder verboten (arab. haram) noch unstatthaft bzw. untersagt (munhi ‚anhu) ist, sofern weder für ihn noch für diejenigen, die sich mit den Muslimen im Kriegszustand befinden bzw. kein Friedensvertrag besteht, ein Anzeichen dafür besteht, dass dadurch interne Angelegenheiten bzw. Geheimnisse der Muslime aufgedeckt und entblößt werden, oder dass dadurch eine militärische Stärkung der Feinde der Muslime entsteht.“