Schlagwort-Archive: Roland Baader

3 mal Roland Baader (I)

»Man hilft den Armen nicht, wenn man dafür sorgt, dass sich Armut lohnt.«

»Das Höchstmaß an „sozialer Gerechtigkeit“ ist erreicht, wenn wir alle als Penner durch die Straßen irren.«

»Versklavung kann man definieren als die Enteignung von Lebenszeit und Arbeitsleistung. Nichts anderes sind Steuern und Abgaben.«

Zitat: Roland Baader – Mit dem Niedergang des religiösen Glaubens und der fraglos geltenden Moralregeln schwindet auch die Karitas

“Mit dem Niedergang des religiösen Glaubens und der fraglos geltenden Moralregeln schwindet auch die Karitas, die freiwillige Hilfsbereitschaft der Menschen für ihre in Not und Elend lebenden Mitbürger. Schon im Griechenland des Aristoteles war das Zeichen des eleutheros, des Freien, die Freigiebigkeit, die freiwillige Bereitschaft, anderen zu geben. Schwindet sie, schwindet auch die Freiheit. Und umgekehrt! Auch deshalb ist der Wohlfahrtsstaat, das politische Raubsystem des erzwungenen “Gebens” seinem innersten Wesen nach ein System der Freiheitszerstörung.”

(Roland Baader, Das Kapital am Pranger, Seite 277)

Islam und Marktwirtschaft: Die weise Kapitalistin und der Kaufmann

Der folgende Beitrag erschien zuerst in der Jan./Feb.-Printausgabe (Nr.149) des Magazins eigentümlich frei. Ein recht herzlicher Dank geht an dieser Stelle raus an den Herausgeber und Chefredakteur dieses freien und mutigen Blattes.

Wenn Muslime Roland Baader lesen

Es war einmal, vor etwa 1.420 Jahren, da lebte eine sehr wohlhabende Witwe inmitten der arabischen Wüste, in einer kleinen Handelsstadt. Den Wohlstand verdankte sie ihrem ersten Ehemann, der, als er verstarb, ihr sein gesamtes Vermögen vererbte.

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Buchauszug: Roland Baader – Konstruktivistischer Rationalismus

„Auf Kurzformeln komprimiert, ist mit dem Konstruktivistischen Rationalismus die unter Intellektuellen weitverbreitete Überschätzung der menschlichen Vernunft gemeint, die Tatsache nämlich, daß die meisten Vertreter der „denkenden Zunft“ kulturell-gesellschaftliche Institutionen (wie z.B. Ehe, Familie, Eigentum) und Regeln (Verhaltensnormen, Tabus, geltende Werte) für Einrichtungen halten, die von Menschen bewußt und absichtlich erdacht und eingeführt worden seien (und die man deshlab auch nach Maßgabe rationaler Überlegungen wieder ändern könne).

Es handelt sich beim Konstruktivistischen Rationalismus also um die Unkenntnis (oder um die Erkenntnisverweigerung) der Tatsache, daß viele – und gerade die für das gesellschaftliche Leben bedeutsamsten – dieser Institutionen, Regeln und Werte „zwar das Ergebnis menschlichen Handelns, aber nicht das Ergebnis menschlichen Entwurfs sind“ (Hayek).

Nicht nur ein Gutteil dessen, was Gesellschafts- und Staatsphilosophen von sich gegeben haben, sondern auch ein Großteil dessen, was Macht- und Medien-Eliten unter Politik verstehen, beruht auf diesem Aberglauben, gesellschaftliche Verhältnisse und Verhaltensmuster seien rational konstruierbar und planerisch zu verändern (zu „verbessern“).“

(Roland Baader, Geld, Gold und Gottspieler – Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise, Seite 290)

Buchauszug: Roland Baader – Der Gott der Vernunft / Die Dunkle Seite der sogenannten Aufklärung

Bereits mit einem Auszug aus dem Buch Über die Staatsgewalt von Prof. Bertrand de Jouvenel habe ich auf diesem Blog einen kritischen Blick auf die sogenannte Aufklärung gerichtet, die er schlicht und ergreifend als Die rationalistische Krise bezeichnet. [hier>>]. Roland Baader befasst sich in seinem Buch totgedacht ebenfalls mit einer Auswirkung der Aufklärung in seinem Kapitel Der Gott der Vernunft.

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Buchauszug: Roland Baader – Die Grenzkosten-Illusion und ihre Medizin

„Der bedeutendste Freiheitsdenker der Gegenwart, der Philosoph Anthony de Jasay, hat mit zwingender Gedankenführung dargelegt, daß der logische Endpunkt aller Politik der Totalitarismus sein muß. Das gilt auch für die politische Entwicklung in den demokratischen und (noch) halbwegs freien Staaten. Der Hauptgrund ist in dem Umstand zu suchen, daß die Grenzkosten (Kosten der letzten hinzukommenden Einheit) der öffentlichen Güter von jedem Bürger als Null empfunden werden – und für jeden Einzelmenschen auch tatsächlich fast gleich Null sind, obwohl die Gesamtkosten ihrer Bereitstellung gigantisch sind. Dafür ein Beispiel:

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Buchauszug: Roland Baader – Grundrechte binden nur den Staat

„Ein Staat, der seinen Bürgern zwingend vorschreiben würde, welche Menschen, Kulturen, Religionen etc. sie für ‚besser‘ oder ’schlechter‘ – oder auch nur für ‚gleichwertig‘ zu halten (und entsprechend zu behandeln) haben, wäre zwangsläufig totalitär: ein politisches System des Gesinnungs- und Meinungsterrors. Genau das aber ist der Tenor des rot-grünen […] Gesetzentwurf vom Frühjahr 2002 (Gesetz gegen Diskriminierung), dessen Inhalt darauf zielt, daß auch im privaten Leben niemand aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Rasse, der Religion oder der Weltanschuung, der Behinderungsart, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe.

So steht es zwar auch im Grundgesetz, allerdings mit dem gewaltigen Unterschied, daß diese Grundrechte nur den Staat binden und keinesfalls in die Meinungs- und Vertragsfreiheit der Bürger hinsichtlich ihrer Beziehungen untereinander eingreifen dürfen.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 142-144 / Hervorhebung durch Unterstrich von mir)

Buchauszug: Roland Baader – Kinder und Jugendliche als Staatseigentum

„Noch weit finsterer für das Schicksal der Wahrheit in Belangen der politischen Ökonomie sieht es an den Schulen aus; dort also, wo einhundert Prozent unserer Kinder und Jugendlichen „gebildet“ und angeblich „fürs Leben“ ausgebildet werden. Man muss kein Zyniker sein, um die Feststellung zu treffen, daß sie dort „fürs Leben verdorben“ werden (mit löblichen Ausnahmen natürlich).

Im unkündbaren Staatsdienst fällt es der pädagogischen Kulturelite um so leichter, ihre linksverträumte Realitätsferne auszuleben; und Konkurrenzdruck von Seiten der Wirklichkeit kann dort nicht stattfinden, weil die Zuhörerschaft – ihre ganze Kindheit und Jugendzeit lang – den Lehrenden per SCHULPFLICHT unentrinnbar ausgeliefert bleibt. Die Verbindung der grundsätzlich begrüßenswerten Schulpflicht mit der Tatsache, daß in Deutschland 94% aller Schulen staatliche Anstalten sind und der Rest von 6% ebenfalls staatliche Vorgaben verpflichtet bleibt, macht die Kinder und Jugendlichen jeweils halbtägig zu Staatseigentum.

Eltern und Kinder werden Ihrer RECHTE enteignet, über den Inhalt und die Qualität des vielleicht wichtigsten Elementes ihres Lebens, nämlich der persönlichen Bildung, selbst zu bestimmen und entscheiden zu können; das würde ein reichhaltiges und vielfältiges Privatschulangebot jedoch bieten. Im Grunde handelt es sich bei der Verbindung zwischen staatlichem SCHULZWANG und fast ausschließlich staatlichen Schulen und Lehrplänen um – zumindest was das polit-ökonomische Wissen angeht – das Kidnapping (Entführung!) unserer Kinder zum Zwecke der hoheitlichen und seitens der Betroffenen unabwendbaren Indoktrination.“

(Roland Baader, Die belogene Generation – politisch manipuliert statt zukunftsfähig informiert, Seite 33-34)

Buchauszug: Roland Baader – Der demokratische Wohlfahrtsstaat in Zahlen

„Macht und politische Gewalt fangen mit Geschenken und Versprechungen an. Das gilt jedenfalls für eine Institution, die ihre Geschenke nicht aus selbsterwirtschaftetem Eigentum verteilen kann: den Staat. Jeden einzelnen Euro, den der Staat irgendjemandem zuweist, muß er einem anderen – oder mehreren anderen, darunter oft auch den Beschenkten selber – vorher oder nachher wegnehmen. (Das „nachher“ funktioniert hauptsächlich über die Staatsverschuldung). Das bedeutet bei jeder Art der Geschenke oder Wohltaten eine doppelte Machtentfaltung: bei der räuberischen Nehmerfunktion und bei der bestechenden oder Abhängigkeit schaffenden Geberfunktion. In beiden Sphären – auf der Nehmerseite und auf der Geberseite – vergrößert sich die Staatsmacht zudem durch die Tatsache, daß die Zahl der direkt oder indirekt für den Staat tätigen Menschen wächst und in unmittelbare Abhängigkeit vom Machtapparat gerät.

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Buchauszug: Roland Baader – Demokratie, die Gesellschaftsreligion

„Im Grunde genommen handelt es sich bei der diesseitigen Gesellschaftsreligion um eine herrschaftsstrategische Instrumentalisierung der seelischen und metaphysischen Verzweiflung der Menschen, die durch den Verlust der echten Religion eingetreten ist. Nietzsches Gott ist tot und Kierkegaards Krankheit zum Tode waren ja nicht zuletzt auch Schmerzensschreie der auf sich selbst zurückgeworfenen Kreatur und markierten die Eiseskälte der tatsächlichen oder imaginären Gottesferne.

Diese Verzweiflung läßt sich prächtig zu Herrschaftszwecken nutzen und mißbrauchen, wenn man einen „neuen“ Gott (die Gesellschaft) aufbaut und neue Ritualisierungen erfindet, welche der Glaubensgemeinschaft Wärme und Heilsgewißheit versprechen – unter der Führung kundiger und charismatischer Neupriester natürlich.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 247-248)

Buchauszug: Roland Baader – Vergötzung

„Die Verehrung, ja Vergötzung, welche die moderne entartete Demokratie seitens der Intellektuellen genießt, beruht nicht zuletzt darauf, daß sich in ihr fast jede hoheitliche Intervention in das Leben der Bürger und fast jede Verletzung natürlicher Rechte der Person mit der Volkssouveränität rechtfertigen lassen. Die Perversion der staatstheoretischen Begrifflichkeit ist sogar so weit fortgeschritten, daß in den neuzeitlichen Demokratien die Auffassung vorherrscht: Je mehr Demokratie – das heißt: je mehr demokratisch zustandegekommene Gesetze zur Regulierung des Lebens der Bürger -, desto freiheitlicher das betreffende Land.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 245)

Buchauszug: Roland Baader – Ohne jeglichen Realitätssinn

„Es wird eben seitens der Intellektuellen und sogar von sogenannten „Kapitalisten“ immer wieder und nahezu zwanghaft und ausnahmslos dem Fehler gehuldigt, das System des polit-verkrüppelten und mit der heißen Luft des staatlichen Papiergeldes aufgeblasenen Rest- und Rumpfkapitalismus mit dem Kapitalismus gleichzusetzen. Dabei handelt es sich bei der jeweils anvisierten polit-ökonomischen Realität in Wahrheit um einen Halb- bis Dreiviertel-Sozialismus, einen Scheinkapitalismus, der am staatlichen Dirigismus und Interventionismus und am wohlfahrtsstaatlichen Samtpfotensozialismus schwer erkrankt ist, ja bereits in Agonie liegt.

Wer angesichts eines verstaatlichten Gesundheitswesens, eines staatlichen Rentensystems, eines staatlichen Bildungswesens, staatlich massiv gefesselter Arbeitsmärkte, maßlosen Fiskalkleptokratismus`, uferloser Staatsverschuldung, sowie einer das ganze Leben der Bürger überwuchernden Politisierung und Bürokratisierung – wer also angesichts all dessen noch vom Kapitalismus redet und damit die deutsche oder irgendeine andere europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung meint, dem muß jeglicher Realitätssinn anhanden gekommen sein.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 70-71)

Liberalismus mal anders betrachtet (2. Teil)

von Yahya bin Rainer al-Brusi

Der morgenländische und der abendländische Liberalismus, zwei wirklich verschiedene Paar Schuhe. Zur Zeit kann man in Ägypten ganz gut beobachten, wie sich die Anhänger des dortigen Liberalismus gebaren. Am Sonntag starb ein 15jähriger Anhänger der Muslimbrüder, als wildgewordene Liberale die Parteizentrale in der Stadt Damanhur stürmten (>>). Und auch der moralische Relativismus zeigt mehr und mehr seine hässlich Fratze in der Gesellschaft. (Siehe hier>> und hier>>)

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