Archiv für den Monat: Mai 2013

Multikulti vs. Parallelgesellschaften

Wer Multikulti ablehnt – und meiner Ansicht nach sollte das auch jeder Muslim tun –, der kann und darf sich nicht dem Gegenentwurf, nämlich der Parallelgesellschaft, verschließen. Allein die räumliche Trennung verschiedenster kultureller und religiöser Lebensentwürfe kann eine friedliche Koexistenz garantieren und ermöglicht einen kulturellen Austausch auf freiwilliger Basis.

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Auszug: Pfingsten

Auszug: Fronleichnam

„Das Fest geht zurück auf eine Vision der später heiliggesprochenen Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahre 1209. Sie habe, so wird berichtet, beim Beten den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt gewesen sei. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond die Kirche bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Eucharistie-Sakraments. […]

Vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Verzweckung des Festes (wie parallel des Reliquienkults) für die Gewinnung von Ablassgeldern ist es nicht verwunderlich, dass der vormalige Augustinermönch Martin Luther ein ausdrücklicher Gegner des Fronleichnamsfestes war; er bezeichnete es 1527 als das „schädlichste aller Feste“ und betrachtete die Prozessionen als unbiblisch und als Gotteslästerung. Heute dagegen wirken nicht selten evangelische Pastoren in Amtstracht bei der Fronleichnamsfeier mit.“

Buchauszug: Bertrand de Jouvenel – Die Metaphysik der Staatsgewalt und das Einfallstor des Despotismus

Die beiden Auszüge, die gleich hier folgen, möchte ich nur ganz kurz versuchen einführend zu erklären. Bertrand de Jouvenel war ein anerkannter Gelehrter der politischen Philosophie und ein konservativer Liberaler. Im 1. Kapitel seines Werkes Über die Staatsgewalt, befasst er sich mit der Metaphysik der Staatsgewalt, also quasi mit der ersten und naturgemäßen Ursache derselben. Der Auszug ist eine finale Aussage des Kapitels.

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Buchauszug: Roland Baader – Kinder und Jugendliche als Staatseigentum

„Noch weit finsterer für das Schicksal der Wahrheit in Belangen der politischen Ökonomie sieht es an den Schulen aus; dort also, wo einhundert Prozent unserer Kinder und Jugendlichen „gebildet“ und angeblich „fürs Leben“ ausgebildet werden. Man muss kein Zyniker sein, um die Feststellung zu treffen, daß sie dort „fürs Leben verdorben“ werden (mit löblichen Ausnahmen natürlich).

Im unkündbaren Staatsdienst fällt es der pädagogischen Kulturelite um so leichter, ihre linksverträumte Realitätsferne auszuleben; und Konkurrenzdruck von Seiten der Wirklichkeit kann dort nicht stattfinden, weil die Zuhörerschaft – ihre ganze Kindheit und Jugendzeit lang – den Lehrenden per SCHULPFLICHT unentrinnbar ausgeliefert bleibt. Die Verbindung der grundsätzlich begrüßenswerten Schulpflicht mit der Tatsache, daß in Deutschland 94% aller Schulen staatliche Anstalten sind und der Rest von 6% ebenfalls staatliche Vorgaben verpflichtet bleibt, macht die Kinder und Jugendlichen jeweils halbtägig zu Staatseigentum.

Eltern und Kinder werden Ihrer RECHTE enteignet, über den Inhalt und die Qualität des vielleicht wichtigsten Elementes ihres Lebens, nämlich der persönlichen Bildung, selbst zu bestimmen und entscheiden zu können; das würde ein reichhaltiges und vielfältiges Privatschulangebot jedoch bieten. Im Grunde handelt es sich bei der Verbindung zwischen staatlichem SCHULZWANG und fast ausschließlich staatlichen Schulen und Lehrplänen um – zumindest was das polit-ökonomische Wissen angeht – das Kidnapping (Entführung!) unserer Kinder zum Zwecke der hoheitlichen und seitens der Betroffenen unabwendbaren Indoktrination.“

(Roland Baader, Die belogene Generation – politisch manipuliert statt zukunftsfähig informiert, Seite 33-34)

Buchauszug: Fritz Kern – Die traditionelle germanische Rechtsauffassung

Recht und Verfassung im Mittelalter, so heißt das kleine Büchlein des deutschen Historikers Prof. Dr. Fritz Kern (1884-1950), das sich mit der tradierten germanisch-abendländischen Rechtsauffassung beschäftigt bzw. selbige bemüht ist darzustellen. Für Leser mit Interesse für die Materie ist es eine wahre Fundgrube, auch wenn bei mangelndem Fachwissen das Lesen streckenweise recht schwer fällt. Leider ist das Urheberrecht an diesem Werk erst 2020 abgelaufen, sonst hätte ich einen uneditierten Netzfund gern aufbereitet und als PDF ins Angebot genommen.

Bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Beitrages komme, möchte ich einiges im Voraus festhalten: Es ist wichtig zu wissen welche traditionelle Rechtsauffassung hier (auf germanischem Boden) über viele Jahrhunderte lang herrschte, bis den ersten Herrschern einfiel sich doch selbst zum Souverän über Recht und Gesetz zu machen. Herr Prof. Dr. Kern lässt bereits zu Beginn seiner Abhandlung keinen Zweifel daran, welche Eigenschaften das Recht nach tradiertem germanisch-abendländischen Befinden haben musste (im Gegensatz zu heute):

„Für uns hat [heute] das Recht, damit es gelte, nur eine einzige Eigenschaft nötig: die unmittelbare oder mittelbare Einsetzung durch den Staat. Dem mittelalterlichen Recht dagegen sind zwei andere Eigenschaften anstatt dieser einen wesentlich: es ist „altes“ Recht und es ist „gutes“ Recht. Dagegen kann es das Merkmal der Einsetzung durch den Staat entbehren. Ohne jene zwei Eigenschaften des Alters und des Gutseins, die, wie wir sehen werden, merkwürdigerweise eigentlich nur für eine einzige und einheitliche Eigenschaft gehalten wurden, ist Recht kein Recht, selbst wenn es vom Machthaber in aller Form eingesetzt sein sollte.“

Und auch zum Ursprung dieses alten und guten Rechts findet der Professor klare Worte:

„Nicht der Staat, sondern ‚Gott ist der Anfang alles Rechts‘. Das Recht ist ein Stück der Weltordnung; es ist unerschütterlich. Es kann gebeugt, gefälscht werden, aber dann stellt es sich selbst wieder her und zerschmettert zuletzt doch den Missetäter, der es antastete.“

und

„Gott ist der einzige Gesetzgeber im vollen und wahren Sinne des Worts.“

Das dieses göttliche Recht ewig gilt und bewahrt werden muss, dass versteht sich zwar von selbst, ist aber natürlich auch in der germanisch-abendländischen Tradition verankert.

„Das zeitlos Starre, Apriorische der Ethik, nicht das Werden, sondern das Soll beherrscht ihre Anschauung von menschlichen Dingen. Diese Grundform des gebildeten Denkens im Mittelalter verbindet sich leicht mit der germanischen volkstümlichen Gewohnheit, das Recht als alt und bleibend, als ruhend und in seiner Ruhe zu schützend anzunehmen. Germanische Volksüberlieferung und kirchlich-ethische Bildung vereinigen sich, um einen beharrenden, rein verteidigungshaften, nicht vorantreibenden, sondern in die Unveränderlichkeit des Zeitlosen zurückgezogenen Rechtsbegriff zu schaffen“

Und vollkommen nachvollziehbar und natürlich erscheint dann auch die Tatsache, dass dieses ewige, unveränderliche und göttliche Recht über allem steht – also der Souverän ist – und nicht der Herrscher.

„Man kann für die […] Bindung des mittelalterlichen Herrschers ans Recht drei Quellen namhaft machen, die germanische, schon von Tacitus bezeugte Gewohnheit, das stoische, durch die Kirchenväter überlieferte Naturrecht und den christlichen Gedanken, daß jede Regierung Gottes Stellvertreterin und Vollzugsorgan sei. Das Recht steht über allen Menschen, auch über dem Herrscher:
‚Nieman ist so here, so daz reht zware.“

Aufmerksam mitlesende Salafisten werden wahrscheinlich schon bemerkt haben worauf ich hinaus will: Diese tradierte Rechtsauffassung ist uns fundamentalistischen Radikalislamisten nicht fremd, denn sie scheint der unsrigen vollends zu gleichen. Doch waren die bisherigen kurzen Auszüge aus dem Büchlein ja nicht der Hauptgrund für diesen Beitrag, sie waren bloß wichtiges und erklärendes Beiwerk für den folgenden Auszug, der auch den Bezug zum Beitragstitel herstellt. Er berührt eine Thematik die in heutiger Zeit für viel böses Blut innerhalb der muslimischen Gemeinschaft sorgt. Es geht nämlich um den Herrscher, der nicht mit dem präexistenten Recht herrscht, sondern dieses gegen ein positives Recht (also menschgemachtes, sprich: Unrecht) ausgetauscht hat und wie mit diesem Herrscher umzugehen ist. Prof. Dr. Fritz Kern schreibt dazu folgendes:

„Da das (göttliche) Recht schlankweg, nicht positives [sprich: menschgemachtes] Recht war, machte es für seinen Gehalt und seine Gültigkeit nichts aus, ob die Staatsgewalt es kannte und anerkannte. Um so schlimmer für die Staatsgewalt, wenn sie das Recht verkannte! Es mochte also der Fall eintreten (und ist oft eingetreten), daß ein einzelner Volksgenosse das Recht erkannte oder zu erkennen glaubte, während die Staatsgewalt es angeblich oder in Wahrheit verkannte. Da aber die Staatsgewalt nur ist durch und für das Recht und nur Obrigkeit ist, insofern sie das Recht spendet und verwaltet, so hört die Obrigkeit, die sich an das Unrecht gebunden hat, auf, Obrigkeit zu sein, für den Mann, der sich an das Recht gebunden weiß. Das Recht ist der Souverän, und jene Obrigkeit Tyrannei, d.h. nichtig. Der Einzelne kämpft dann mit Fug und Recht gegen den angemaßten Träger der Staatsgewalt, der zu dem betreffenden besonderen Unrecht noch das allgemeine fügt, sich widerrechtlich als Obrigkeit aufzuführen, während doch der aufhört rex zu sein, der das Recht (rectum) nicht achtet.“

(Text in [eckigen Klammern] von mir)

Fundstück: Taariq ibn Lahsan – Deutschstämmiger Terrorist von afghanischen Sicherheitskräften getötet

Am gestrigen Samstag gegen 11:43 Uhr deutscher Zeit kam es in de Provinz Baghlan zu einem Schusswechsel zwischen afghanischen Sicherheitskräften und einem Terrorkommando der „ISAF“-Brigaden, welches nach vorliegenden Informationen einen blutigen Überfall auf die afghanische Zivilbevölkerung plante. Neben inländischen Rebellen waren auch deutschstämmige Terroristen unter den Angreifern, wie die „Bundeswehr“, der deutsche Flügel der „ISAF“-Brigaden, in einem Bekennerschreiben im Internet verlautbaren ließ. Im Zuge des Gefechtes sei ein deutscher Terrorist getötet und ein weiterer verwundet worden.

Befremdlicher Märtyrerkult

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Buchauszug: Ibn Khaldun – Ungerechtigkeit, ein Merkmal des Herrschertums

„Du musst nicht glauben, dass durch die Ungerechtigkeit (lediglich) das Vermögen oder der Besitz ohne Entschädigung und ohne Grund aus der Hand seines Besitzers genommen wird, wie das (allgemein) bekannt ist. Vielmehr ist die Ungerechtigkeit umfassender als das.

Jeder nämlich, der jemandes Besitz an sich nimmt, diesen zwingt, für sich zu arbeiten, eine ungerechte Forderung an ihn stellt oder ihm eine Pflicht auferlegt, die vom (Scharia-)Gesetz nicht auferlegt wird, der tut ihm Unrecht.

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Buchauszug: Ibn Khaldun – Das Resultat hoher Steuerbelastung

Ibn Khaldun – Allah sei ihm gnädig – war ein muslimischer Gelehrter des 14. Jahrhunderts (christl. Zeitrechnung). Seine monumentale Einführung (al-Muqaddimah) zu seinem Geschichtswerk ist weltbekannt und wird bis zum heutigen Tage von Wissenschaftlern verschiedendster Fachbereiche hoch geschätzt. Durch dieses Werk gilt Ibn Khaldun heute als Gründervater der Soziologie. Sein Fachwissen auf den Gebieten der Historie, Ökonomie, isl. Rechts- und Politikwissenschaft und Psychologie war und ist unumstritten.

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