Archiv für den Monat: Februar 2016

Zitat: Yusuf al-Qaradawi – „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“

«Im Qurʾān kommt nicht vor, was im Evangelium vorkommt, nämlich, dass der Reiche nicht eher ins Paradies geht, als dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. Und der Prophet sagte nicht zu seinen Gefährten: „Geht und verkauft all eure Habe und dann folgt mir!“. Sondern Er sagte: „Kein Vermögen war mir so nützlich wie das Vermögen von Abū Bakr“ und Er bat Allāh darum, dass dieser seinem Diener Anas sein Vermögen mehre.»

(Yūsuf Al Qaraḍāwī, in einem Facebook-Posting vom 28.02.2016)

Auszüge: Massenflucht, unhaltbare Zustände, asoziale Flüchtlinge …. und Widerstand

LESEBEFEHL !!!

Ein Bericht aus den SPIEGEL mit dem Titel «Wieso kommen die noch?». Hier einige Auszüge

«[…] Jeden Tag kommt es in dem Notquartier zu Streit und Schlägereien, und nachts kann der Mann kaum schlafen, weil Betrunkene krakeelend durch die Gänge torkeln. Laubsch: „Es ist die Hölle.“ […]

Bei den Bundesbürgern macht sich zunehmend Angst breit, daß diejenigen, die nun Woche für Woche zu Tausenden mühelos die Grenzen passieren, das westdeutsche Sozialsystem sprengen und den Wohnungs- und Arbeitsmarkt zum Kollabieren bringen. […]

Schon haben Unbekannte in einigen Hamburger Stadtteilen an Plakaten, die Verständnis für die Staatenwechsler wecken sollen, bei dem Slogan „Offene Grenzen, offene Herzen“ den Zusatz „Willkommen bei uns“ mit Messern zerfetzt und herausgerissen. […]

In einem neuerrichteten Übersiedlerheim in Godorf bei Köln legten Brandstifter Anfang des Monats gleich zweimal kurz hintereinander Feuer. In Stuttgart brannten Übersiedlergegner ein Übergangsquartier bis auf die Grundmauern nieder.

Der Bremer Wissenschaftssenator Henning Scherf (SPD) fürchtet bereits, „daß wir bald Großstadtkriege wie in den USA haben“. […]

Das Klima ist in den vergangenen Wochen deutlich rauher geworden. So hätten Nachbarn eine Übersiedler-Familie in Essen kürzlich auf der Straße als „DDR-Schweine“ beschimpft, berichtet Kerstin Lehner, Initiatorin einer Selbsthilfegruppe für ehemalige DDR-Bürger, und das sei kein Einzelfall. […]

Mancherorts wehren sich Anwohner gegen den Zuzug in ihre Nachbarschaft. In Dortmund beispielsweise, wo 6 von 150 Turnhallen mit Übersiedlern belegt sind, forderte der Vorstand des Vorort-Vereins TuS Westfalia Sölde in einer Resolution Rat und Stadtverwaltung auf, nicht länger „an der langsamen Aushöhlung unseres Turn- und Sportbetriebes“ mitzuwirken. […]

Die feindseligen Gefühle sind bei manchem zur offenen Ablehnung geworden, seit Massen von Neuankömmlingen spürbar den Arbeitsmarkt belasten und, mehr noch, seit auch Zuzügler eintreffen, die offenbar gar keine reguläre Arbeit suchen, sondern sich in erster Linie um Sozialhilfe bemühen und sich auch sonst nicht in die gängigen Vorstellungen von bürgerlicher Wohlanständigkeit fügen. […]

Während im vergangenen Jahr vor allem junge Familien in die Bundesrepublik drängten, kreuzen nun überproportional viele alleinstehende Männer bei den Behörden auf – „gescheiterte Existenzen, […]

Die Situation in den Heimen und Lagern spitzt sich immer mehr zu, Meldungen über Saufereien und Raufereien häufen sich. In einigen Einrichtungen herrsche eine derart „aufgeputschte Stimmung“, berichtet der Essener Sozialdezernent Günter Herber, daß er es nicht mehr wage, „da einen Sozialarbeiter hinzuschicken, das ist schon beinahe lebensgefährlich“.

Sein Kölner Amtskollege Lothar Ruschmeier bestätigt: „Die Auswüchse gehen über das normale Maß hinaus.“ Städtische Bedienstete seien nachts überfallen und beraubt worden, Mitarbeiterinnen der Verwaltung würden sexuell belästigt. „Dauernd Trouble mit den Alkis“, meldeten auch Mitarbeiter im West-Berliner Aufnahmelager Marienfelde ihrer Sozialsenatorin. […]

Der Frust setzt Aggressionen frei oder wird im Alkohol ertränkt. In der Bochumer Turnhalle, in der Übersiedler Martin Laubsch mit ungewissem Ende ausharrt, fuchtelt ein Mann mit einer Gaspistole herum, aus einer Ecke der Halle ertönt Gebrüll: Ein volltrunkener Bewohner hat seinem Bettnachbarn aufs Laken gepinkelt. […]

„Wir halten dieser Belastung nicht mehr stand“, gibt Gerd Stille, Bürgermeister im niedersächsischen Rodenberg, die Stimmung in seiner Gemeinde wieder: „Hoffentlich wird die Mauer bald wieder dichtgemacht.“

Ach ja, der SPIEGEL-Artikel stammt vom 19.02.1990 und falls es noch nicht aufgefallen ist,  bei den damaligen „Flüchtlingen“ handelte es sich um Übersiedler aus Ostdeutschland.

Wie sich die Zeiten doch ändern … oder auch nicht.

Auszug: Ewa Zajaczkowska – Wo waren denn die deutschen Männer?

Man kann zu dieser Aussage von Frau Zajaczkowska inhaltlich stehen wie man will. Vor allem die plakative Verallgemeinerung „von den Muslimen“ ist sicherlich unreflektiert – wir reden bei den Horden von Auto- & Altmetalldieben aus Polen ja auch nicht von den Katholiken, aber der letzte Satz regt auf jeden Fall zum Grübeln an.

«[Es] scheint mir, dass sich die Deutschen im Zuge der allgegenwärtigen Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen und von ihren traditionellen, konservativen Werten verabschiedet haben, sodass ein neuer Typus des modernen Deutschen entstanden ist, der für alles Toleranz aufbringt und die Multikulti-Politik unterstützt.

Sinnbildlich hierfür sind die Frauen, die am Kölner Hauptbahnhof belästigt und vergewaltigt worden sind, aber schon wenige Tage später mit Blumen in den Händen weitere Flüchtlinge begrüßten. Das zeigt doch nur, wie grotesk und dumm eine Politik der für alle offenen Grenzen ist. Außerdem frage ich mich: Wo waren denn die deutschen Männer, als ihre Frauen von den Muslimen beraubt und vergewaltigt worden sind?»

[Ewa Zajaczkowska, studierte Lehrerin für Geschichte und Sozialkunde sowie führendes Mitglied der polnischen KORWiN-Partei (Koalition der Erneuerung der Republik Freiheit und Hoffnung) in einem Interview mit dem Magazin eigentümlich frei, Nr. 160, Seite 37]

Die Pflichten gegenüber den leibeigenen Knechten und Mägden

von Yahya ibn Rainer

Sicherlich habt ihr es auch schon vernommen, denn es ist in aller Munde: Der „Islamische“ Staat hat in seinem Einflussbereich die Leibeigenschaft (auch: Sklaverei) wieder eingeführt.

Dem muslimischen Recht entsprechend, darf mit feindlichen Kriegsgefangenen auf 4 verschiedene Weisen verfahren werden. Hierzu zitiere ich aus einer staatstheoretischen Abhandlung des weithin anerkannten Rechtsgelehrten Abū l-Hasan al-Māwardī (364-450 n.H.):

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Die Argumente al-Asma’is (gegen das Geben von Leihgaben und Spenden)

Der folgende Text stammt aus einem der zahlreichen Adab-Bücher des berühmten Literaten Abu Uthman Amr ibn Bahr al-Jahiz (159-255 n. H.). Er wurde von Walter W. Müller in die deutsche Sprache übertragen und 1967 - neben vielen anderen Übersetzungen - in seinem Buch "Arabische Geisteswelt - Ausgewählte und übersetzte Texte von al-Jahiz (777-869)" bei der Artemis Verlags-AG in Zürich publiziert.

Al-Asma’i pflegte Allah zu bitten, ihn davor zu bewahren, eine Anleihe aufnehmen zu müssen und um eine Spende bitten zu müssen. Aber Allah gewährte ihm so viele Wohltaten, dass er es war, von dem man Anleihen aufnahm und der um eine Spende gebeten wurde. Einmal geschah es, dass am gleichen Tag zwei Männer zu ihm kamen, von denen der eine ein Darlehen erbat, während der andere die Spende verlangte. Sie stürmten zusammen auf ihn ein, was ihn verdross und aufbrachte.

Da wandte er sich an den, der ein Darlehen wollte, und sagte zu ihm:

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Kurz gesagt: Islam ist Freiheit

von Yahya ibn Rainer

Es gibt da ein Totschlagargument, dass von einigen engagierten Muslimen gern in der Diskussion benutzt wird und das tragischerweise beim gewöhnlichen Muslim auch manchmal Anklang findet, nämlich das Argument:

„Der Prophet hat es nicht getan, also machen wir es auch nicht.“

Dieses Argument ist, wenn es außerhalb der Angelegenheiten der rituellen Gottesdienste genannt wird, ein Mittel zur Selbstkasteiung, zu der niemand gezwungen oder überredet werden sollte.

Sicherlich war und ist der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – auch in den allermeisten weltlichen Angelegenheiten ein Vorbild, aber er war ebenso auch ein Mensch wie wir und hatte Vorlieben und Abneigungen, die die unsrigen nicht zwingend abrogieren müssen.

Der Grundsatz im Fiqh – und somit ein universelles Menschenrecht – ist das Erlaubtsein aller Handlungen (außer Ibadaat) und Dinge, bis uns ein klares Verbot darüber erreicht.

Niemand ist zu verurteilen, weil er sich freiwillig einiger Handlungen oder Dinge enthält, besonders nicht, wenn er sich dabei den Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – als Vorbild nimmt. Aber ebenso wenig sind diejenigen zu verurteilen, die ihr Leben genießen und dabei alle Ideen, Vorlieben und Genüsse ausleben, die Allah und Sein Gesandter nicht ausdrücklich verboten haben.

Jede Gesellschaft benötigt neben enthaltsamen und frommen Ermahnern auch kreative Freigeister, die den weltlich-wissenschaftlichen Fortschritt vorantreiben, neue Techniken und Technologien entwickeln oder erlaubte Künste verfeinern. Dieses hohe Maß an Kreativität und Imagination wird in vielen Bereichen auf Handlungen und Dinge zurückgreifen müssen, die der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – nie erwähnte, nicht praktizierte oder sogar mied.

Wir – und damit meine ich vor allem die Radikalen, die „Islamisten“, die echten Sufis usw. – sollten uns nicht selbst zum Maßstab für die gesamte Gesellschaft erheben und damit diejenigen unnötig unter Druck setzen, die von Allah mit anderen Qualitäten ausgestattet wurden. Freigeister haben es nun einmal nicht so mit Dogmen und Handlungsbeschränkungen, allein schon aus dem Grunde, weil experimentelle Wissenschaften und kreative Künste auf diese Weise einfach nicht funktionieren können.

Es gibt ein Mindestmaß an öffentlicher Ordnung und unveräußerliche Rechte, diese sind durch klare Verbote und Gebote vorgeschrieben. Aber alles darüber hinaus (und damit meine ich auch bestimmte Makrubaat) liegt im Verantwortungsbereich des Individuums und es obliegt allein Allah abschließend darüber zu urteilen.

Wa Allahu alem.

Zitat: Abdelwahab Bouhdiba – Die Ausübung der Sexualität war ein Gebet

«Die Ausübung der Sexualität war ein Gebet, ein Sichschenken, ein Akt der Nächstenliebe, […] Den Sinn der Sexualität wiederzuentdecken bedeutet, den Sinn Gottes wiederzuendecken und umgekehrt. […] Diese offene Sexualität, die mit Blick auf die Erfüllung des Daseins voller Freude praktiziert wurde, wich nach und nach einer verschlossenen, lustfeindlichen, unterdrückten Sexualität […] Verstohlenes, heimlichtuerisches, heuchlerisches Verhalten nahm einen immer größeren Raum ein […] Die ganze Frische und Spontaneität wurden schließlich wie eine Dampfwalze plattgemacht. […]

Um diese Missstände zu überwinden, müssen wir um jeden Preis den Sinn der Sexualität, das heißt den Sinn des Dialogs mit unserem Partner und den Sinn des Glaubens neu entdecken, das heißt den Sinn des Dialogs mit Gott […] denn eine Sexualität, die angemessen praktiziert wird, ist gleichbedeutend mit gelebter Freiheit.»

(Abdelwahab Bouhdiba, La Sexualité en Islam, Seite 231-248, zitiert aus „Sex und die ZitadelleLiebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt“ von Shereen El Feki)

Zitat: Salah al-Din al-Munajjid – Faszinierenderweise waren unsere arabischen Vorfahren nicht so wie wir

«Faszinierenderweise waren unsere arabischen Vorfahren nicht so wie wir, und ihre Einstellung zur Sexualität war sehr frei und offen, […] Es war ihnen nie peinlich, über Frauen und über Sex zu reden oder darüber zu schreiben. Ich glaube, dass diese große Freiheit, die sie genossen, die Ursache der Strenge ist, die wir heute vorfinden.»

(Salah al-Din al-Munajjid, Al-Hayat al-Finsiyya ‚ind al-‚Arab, Seite 10, zitiert aus „Sex und die ZitadelleLiebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt“ von Shereen El Feki)