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Einige Gedanken zur bösen Scharia

von Yahya ibn Rainer

Eine große Mitschuld am falschen Verständnis für den Begriff „Scharia“ – besonders unter Nichtmuslimen, aber auch unter vielen zeitgenössischen Muslimen – tragen die modernen muslimisch-etatistischen Gruppierungen und Parteien, die andauernd von einer „Implementierung der Scharia“ faseln, wenn sie einem „Staat“ unterstellen „islamisch“ sein zu können.

Wenn PImaten, Pegidasten und AfDler heute das Wort „Scharia“ benutzen, dann denken sie an nahezu das Selbe wie ungebildete muslimische Hizbiyun, nämlich vorrangig an Steinigungen, Enthauptungen und Amputationen.

Wenn Alexander Gauland (AfD) meint, „Der Islam muss sich von der Scharia trennen“ oder hiesige Muslime müssten bekennen „für uns alle gilt die Scharia nicht“, dann spricht dies von einer immensen Unkenntnis bezüglich des Begriffes „Scharia“, besonders weil Gauland andererseits (zumindest offiziell) ganz klar für die Glaubensfreiheit eintritt und den Muslimen die Religionsausübung zugesteht.

Doch wie soll ein Muslim die Religion ausüben? Wie soll er beten, fasten und den verpflichtenden Obolus entrichten? Wie soll der Muslim sämtlichen gottesdienstlichen Handlungen nachkommen, sein Benehmen, seine Ethik/Moral schulen und seine Glaubensinhalte determinieren, wenn die Methoden und Methodologien der gesamten Religion „Islam“ in der Scharia zu finden sind?

Sie sagen im Grunde, wir dürfen die Religion ausüben, aber uns dabei nicht nach unserer Religion richten. Sie wissen nicht, dass „Scharia“ der Oberbegriff für alles ist, was unsere kultischen, rituellen und zwischenmenschlichen Handlungen angeht. Ein Mensch, dem der Rückgriff auf die Scharia verboten wird, kann weder beten noch fasten, kann im Grunde genommen nicht einmal ein richtiger Muslim sein.

Schon wenn der Muslim den Quran öffnet, um darin nach Belegen dafür zu suchen, wann, wo und wie er das rituelle Gebet zu verrichten hat, hat er sich damit einer Methode der Scharia befleißigt, indem er ihrem Grundsatz folgte, dass Quran und Sunnah die Grundlage der Religion sind.

Dem Muslim die Scharia zu nehmen bedeutet, ihm die Religion zu nehmen.

Jeder Muslim, der in der Scharia ein „Staats- & Strafgesetzbuch“ sieht, das von einem „Staat“ zu implementieren sei, darf sich als mitschuldig betrachten an der derzeitigen Misere. Denn weder findet der Muslim im Quran (oder in der Sunnah) einen „Staat“, noch kann er belegen, dass die Scharia ein Gesetzbuch ist oder samt und sonders irgendwie implementiert werden muss.

Was Allah und Sein Gesandter von jedem von uns – sei er Bürger, Staatsdiener oder Oberhaupt – verlangen, ist, dass wir unsere Entscheidungen und Urteile mit der Scharia determinieren. Dabei ist die Scharia nicht starr. In ihr finden wir zahlreiche Methoden und Methodologien, die eine große Vielfalt an Urteilen zulassen.

Unter diesem Gesichtspunkt wäre es auch äußerst dumm zu meinen, man könnte „die Scharia implementieren“, wenn man eigentlich möchte, dass der Staat feste Regeln bzw Gesetze erlässt. Denn ein Urteil gemäß der Scharia setzt voraus, dass man sich für eine bestimmte Methode/Methodologie entscheidet und die anderen außen vor lässt. Wenn man also etwas implementieren möchte, dann ein Urteil, welches die Scharia als Basis hatte, aber niemals die gesamte Scharia, denn dies könnte bedeuten, dass man etwas explizit als verboten erklärt, während man es ausdrücklich erlaubt.

Auszüge: Massenflucht, unhaltbare Zustände, asoziale Flüchtlinge …. und Widerstand

LESEBEFEHL !!!

Ein Bericht aus den SPIEGEL mit dem Titel «Wieso kommen die noch?». Hier einige Auszüge

«[…] Jeden Tag kommt es in dem Notquartier zu Streit und Schlägereien, und nachts kann der Mann kaum schlafen, weil Betrunkene krakeelend durch die Gänge torkeln. Laubsch: „Es ist die Hölle.“ […]

Bei den Bundesbürgern macht sich zunehmend Angst breit, daß diejenigen, die nun Woche für Woche zu Tausenden mühelos die Grenzen passieren, das westdeutsche Sozialsystem sprengen und den Wohnungs- und Arbeitsmarkt zum Kollabieren bringen. […]

Schon haben Unbekannte in einigen Hamburger Stadtteilen an Plakaten, die Verständnis für die Staatenwechsler wecken sollen, bei dem Slogan „Offene Grenzen, offene Herzen“ den Zusatz „Willkommen bei uns“ mit Messern zerfetzt und herausgerissen. […]

In einem neuerrichteten Übersiedlerheim in Godorf bei Köln legten Brandstifter Anfang des Monats gleich zweimal kurz hintereinander Feuer. In Stuttgart brannten Übersiedlergegner ein Übergangsquartier bis auf die Grundmauern nieder.

Der Bremer Wissenschaftssenator Henning Scherf (SPD) fürchtet bereits, „daß wir bald Großstadtkriege wie in den USA haben“. […]

Das Klima ist in den vergangenen Wochen deutlich rauher geworden. So hätten Nachbarn eine Übersiedler-Familie in Essen kürzlich auf der Straße als „DDR-Schweine“ beschimpft, berichtet Kerstin Lehner, Initiatorin einer Selbsthilfegruppe für ehemalige DDR-Bürger, und das sei kein Einzelfall. […]

Mancherorts wehren sich Anwohner gegen den Zuzug in ihre Nachbarschaft. In Dortmund beispielsweise, wo 6 von 150 Turnhallen mit Übersiedlern belegt sind, forderte der Vorstand des Vorort-Vereins TuS Westfalia Sölde in einer Resolution Rat und Stadtverwaltung auf, nicht länger „an der langsamen Aushöhlung unseres Turn- und Sportbetriebes“ mitzuwirken. […]

Die feindseligen Gefühle sind bei manchem zur offenen Ablehnung geworden, seit Massen von Neuankömmlingen spürbar den Arbeitsmarkt belasten und, mehr noch, seit auch Zuzügler eintreffen, die offenbar gar keine reguläre Arbeit suchen, sondern sich in erster Linie um Sozialhilfe bemühen und sich auch sonst nicht in die gängigen Vorstellungen von bürgerlicher Wohlanständigkeit fügen. […]

Während im vergangenen Jahr vor allem junge Familien in die Bundesrepublik drängten, kreuzen nun überproportional viele alleinstehende Männer bei den Behörden auf – „gescheiterte Existenzen, […]

Die Situation in den Heimen und Lagern spitzt sich immer mehr zu, Meldungen über Saufereien und Raufereien häufen sich. In einigen Einrichtungen herrsche eine derart „aufgeputschte Stimmung“, berichtet der Essener Sozialdezernent Günter Herber, daß er es nicht mehr wage, „da einen Sozialarbeiter hinzuschicken, das ist schon beinahe lebensgefährlich“.

Sein Kölner Amtskollege Lothar Ruschmeier bestätigt: „Die Auswüchse gehen über das normale Maß hinaus.“ Städtische Bedienstete seien nachts überfallen und beraubt worden, Mitarbeiterinnen der Verwaltung würden sexuell belästigt. „Dauernd Trouble mit den Alkis“, meldeten auch Mitarbeiter im West-Berliner Aufnahmelager Marienfelde ihrer Sozialsenatorin. […]

Der Frust setzt Aggressionen frei oder wird im Alkohol ertränkt. In der Bochumer Turnhalle, in der Übersiedler Martin Laubsch mit ungewissem Ende ausharrt, fuchtelt ein Mann mit einer Gaspistole herum, aus einer Ecke der Halle ertönt Gebrüll: Ein volltrunkener Bewohner hat seinem Bettnachbarn aufs Laken gepinkelt. […]

„Wir halten dieser Belastung nicht mehr stand“, gibt Gerd Stille, Bürgermeister im niedersächsischen Rodenberg, die Stimmung in seiner Gemeinde wieder: „Hoffentlich wird die Mauer bald wieder dichtgemacht.“

Ach ja, der SPIEGEL-Artikel stammt vom 19.02.1990 und falls es noch nicht aufgefallen ist,  bei den damaligen „Flüchtlingen“ handelte es sich um Übersiedler aus Ostdeutschland.

Wie sich die Zeiten doch ändern … oder auch nicht.

Die „Einzelfall“-Rhetorik der Pegidaisten, ist sie euch schon aufgefallen?

Die „Einzelfall“-Rhetorik der Pegidaisten, ist sie euch schon aufgefallen?

Im PImatenstyle werden mehrheitlich Medienberichte geteilt, die Straf- oder andere Missetaten zum Inhalt haben, an denen mindestens ein Asylbewerber, Flüchtling, Ausländer oder Muslim als Täter beteiligt war, und als Kommentar dazu kommt ein provisorisches „Natürlich nur ein Einzelfall“.

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Zeitgenössische Islamophobie als Resultat des modernen demokratischen Wohlfahrtsstaates?

von Yahya ibn Rainer

Ich habe mir einige Gedanken über PImaten, Pegidasten und andere Islamophobe gemacht. Wie schaffen sie es, im Internet eine solche Dominanz zu erzeugen, im wahren Leben jedoch nicht?

Meine persönliche Erfahrung ist, dass nicht wenige dieser Menschen in einer schweren emotionalen Krise stecken. Während mental gefestigte Menschen ihren Lebenssinn und -mittelpunkt innerhalb der Familie finden und ihre Energie dazu aufbringen, durch eigene Anstrengung die Versorgung dieser Familie zu gewährleisten – und ggf. darüber hinaus noch einen gewissen Wohlstand zu akquirieren -, ist diese Gattung Mensch nicht selten aus dieser traditionellen und natürlichen Ordnung herausgetreten – oft begünstigt durch die gesellschaftlichen Eingriffe und finanziellen Zuschüsse des demokratischen Wohlfahrtsstaates – und findet in diesem Zustand der modernen Befreiung kein Ventil, um die ihm natürlich inneliegenden Zwecke zu erfüllen.

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Die Political-Correctness-Keule

Die fleissigsten Schwinger der Political-Correctness-Keule, die fast jede öffentliche Mehrheitsmeinung als gutmenschlichen Mainstream verschreien und so vehement auf die grundgesetzlich verankerte Meinungsfreiheit pochen, sind zumeist nicht wirklich Vertreter einer wahren Political Incorrectness. Die meisten von ihnen pflegen lediglich eine eigene Correctness und verteidigen diese nicht selten sogar energischer und kompromissloser als es die sogenannten Gutmenschen mit der ihrigen tun.

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JUDEN RAUS!!! Der Vorhang fällt …

von Yahya ibn Rainer

Ich wusste es eigentlich schon immer, die sogenannte „Islamkritik“ von PI-News & Co ist im Grunde ordinärer Antisemitismus hinter einem Vorhang von geheucheltem Prozionismus. Obwohl, … Prozionismus ist ja nicht in erster Linie Solidarität mit den Juden, sondern doch eher die Solidarität mit einem Land – weit weit weg von Deutschland – in das doch bitte alle Juden zu verschwinden haben. Raus aus Deutschland sozusagen. Michael Stürzenberger – der geistige Führer der PImaten-Gilde – hat nun endlich die Hosen runter bzw den Vorhang fallen gelassen. JUDEN RAUS!!! ist die Parole.

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Die 12 Fragen eines „Kritikers“

von Yahya ibn Rainer

Am 19. Juli 2011 erschien auf dem Blog Politically Incorrect der Beitrag eines sogenannten „Islamkritikers“ namens Eckhardt Kiwitt aus Freising. Unter dem Titel 12 Fragen an Muslime stellt er Fragen, die er gern von Muslimen beantwortet hätte. Nach einigen Bedenken entschloss ich mich am 20. Juli, also einen Tag darauf, seinen Fragekatalog in einer Beitragsreihe auf meinem Blog zu behandeln. Am 09. August endete diese Reihe mit der Beantwortung der 12. Frage.

 Dies sind die 12 Fragen:

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Die 10. Frage des “Kritikers”

10. Was sind die Ursachen dafür, dass sich der Islam in den späten, also in den 19 endgültigen Suren des Korans aus medinesischer Zeit – „zufällig“ parallel zur Vita des „Propheten“ Mohammed – weg von einer Religion und hin zu einer Hass-, Gewalt- und Terrorideologie entwickelt hat? Siehe auch Hadith.

Mein Versuch einer Antwort:

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Die 8. Frage des “Kritikers”

Zwei Drittel des Fragenkatalogs sind bewältigt wenn ich diese Frage at acta legen kann. Alhamdulillah – aller Lobpreis gebührt dem allmächtigen Gott – der „Kritiker“, Herr Kiwitt, verlässt mit dieser Frage endlich den Pfad seiner erbärmichen Selbstleugnung. Als Angehöriger einer Kulturgemeinschaft, eines Volkes und einer Nation, die den wohl schlimmsten Genozit der neuzeitlichen Weltgeschichte zu veranworten hat, wagte er es tatsächlich, eine Weltreligion in diesen braunen Sumpf ideologischer Verwirrungen hineinziehen zu wollen. Er verharmlost mit dieser Taktik die Verbrechen des europäischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus im speziellen und scheint verdrängen zu wollen, dass die Divisionen von SS und Wehrmacht mit überwältigender Mehrheit die Bibel im Marschgepäck hatten und nicht den Quran.

Frisch aus dem braunen Sumpf entstiegen, bewegt sich Herr Kiwitt nun auf die nächste Falle zu, nämlich die Quranwissenschaft. Diesem Herrn scheint es an Kühnheit nicht zu mangeln, denn speziell diese Wissenschaft ist äusserst anspruchsvoll und verbucht sogar unter den allergrößten Gelehrten des Islams Meinungsunterschiede. Am Beginn eines anerkannten Quranstudiums steht für den angehenden Großgelehrten das Auswendiglernen des gesamten Qurans. Das sind bei meiner Buchversion aus Saudi-Arabien 604 Seiten. Im Anschluss an diese schier unglaubliche Leistung müssen tausende von Überlieferungen studiert werden, um jede einzelne Aya des Qurans in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Es mutet schon lustig an, wenn ein vollkommen Unwissender (in allen islamischen Wissenschaften) versucht, den Muslim mit einer eigenen Quranexegese zu belehren. Aber lest selbst …

Nun also die 8. Frage des „Kritikers“:

8. Warum gibt es im Koran eine ganze Sure über die Beute / die Kriegsbeute, bestehend aus 75 Versen (Sure 8, Al-Anfal, eine der chronologisch späten, also der endgültigen Suren), aber keine Sure über den Frieden?

Mein Versuch einer Antwort:

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