Archiv für den Monat: April 2012

Buchauszug: Hans-Hermann Hoppe – Der Wahnsinn demokratisierter Legislative

„In einer Entwicklung ähnlich der Demokratisierung des Geldes – der Ersetzung eines privat produzierten Warengeldes durch ein Regierungspapiergeld und der daraus resultierenden Inflation und finanziellen Unsicherheit – hat die Demokratisierung des Rechts und der Rechtsverwaltung zu einer stetig wachsenden Gesetzesflut geführt. Gegenwärtig geht die Zahl der Gesetze und Regulierungen, die im Verlauf eines Jahres die Parlamente passieren, in die Zehntausende. Sie füllen Hunderttausende von Seiten, berühren jeden Aspekt zivilen Lebens und führen zu einer stetigen Abwertung allen Rechts und einer immer höheren Rechtsunsicherheit.

Als typisches Beispiel kann der Code of Federal Regulations (CFR) gelten, das jährliche Kompendium aller in Kraft befindlichen Regulierungen der US-Bundesregierung. Die 1994er Ausgabe des Codes besteht z.B. aus insgesamt 201 Büchern, die ungefähr acht Meter Regalplatz einnehmen. Allein das Stichwortregister des Codes umfaßt 754 Seiten. Der Code enthält Regulierungen, die die Produktion und den Vertrieb nahezu aller denkbaren Güter und Dienste betreffen – von Sellerie, Pilzen, Wassermelonen, Uhrenbändern, der Beschriftung von Glühbirnen, Strumpfwaren, dem Fallschirmspringen, der Eisen- und Stahlmanufaktur, Sexualdelikten an Universitäten bis zum Kochen von Zwiebelringen aus Zwiebelwürfeln -, und offenbart damit die beinahe totale Macht einer demokratischen Regierung.“

(Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, Demokratie – Der Gott, der keiner ist, Seite 147 – 148)

Buchauszug: Hans-Hermann Hoppe – Die Geschichte des demokratischen Republikanismus im Westen

„In der Tat […] ist dies das große unterschwellige Thema der Geschichte des Westens im 20. Jahrhundert gewesen. Seit 1918 haben praktisch alle Indikatoren hoher oder steigender Zeitpräferenzen eine systematische Tendenz nach oben aufgewiesen: Was die Regierung angeht, hat der demokratische Republikanismus den Kommunismus produziert […], den Faschismus, den Nationalsozialismus und, zuletzt und am dauerhaftesten, die Sozialdemokratie (bzw. den amerikanischen ‚liberalism‘).

Die Wehrpflicht ist fast universell geworden, äußere und innere Kriege haben an Häufigkeit und Brutalität zugenommen, und der Prozess politischer Zentralisation ist weiter vorangeschritten als je zuvor. Intern hat der demokratische Republikanismus zu ständig steigenden Steuern, Schulden und öffentlicher Beschäftigung geführt. Er hat zur Vernichtung des Goldstandarts geführt, zur Papiergeldinflation sondergleichen, zu vermehrtem Protektionismus und Migrationskontrollen.

Selbst die grundlegendsten Privatrechtsvorschriften sind durch eine unablässige Flut von Gesetzgebung und Regulierung pervertiert worden. Gleichzeitig sind, was die Zivilgesellschaft angeht, die Institutionen der Ehe und Familie zunehmend geschwächt worden, hat die Anzahl der Kinder abgenommen und haben die Quoten für Scheidung, Unehelichkeit, alleinstehenden Eltern, Singletum und Abtreibung zugenommen. Anstatt mit steigendem Einkommen zu wachsen, haben die Sparquoten entweder stagniert oder sogar abgenommen. Im Vergleich zum 19. Jahrhundert sind das kognitive Vermögen der politischen und intellektuellen Eliten und die Qualität öffentlicher Ausbildung gefallen. Die Quoten für Kriminalität, struktuelle Arbeitslosigkeit, Wohlfahrtsabhängigkeit, Schmarotzertum, Nachlässigkeit, Leichtsinn, Unhöflichkeit, Psychopathie und Hedonismus haben zugenommen.“

(Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, Demokratie – Der Gott, der keiner ist , Seite 115 + 117)

Auszug: Lion Edler – Journalismus

Dies ist ein Auszug aus einem Artikel des freien Journalisten Lion Edler im Monatsmagazin eigentümlich frei:

Angesichts all dessen passt […] perfekt eine Szene aus Michael Klonovskys Roman „Land der Wunder„. Die Hauptfigur Johannes Schönbach trifft dort bei einem Boulevardblatt auf den Kollegen Reger. Klonovsky lässt Reger eine Journalismusschelte sprechen, die auch in den Stein sogenannter „Qualitätsmedien“ gemeißelt gehört:

„Journalismus ist die organisierte Zerstörung der geistigen Empfänglichkeit der dem Journalismus ausgesetzten Bevölkerung. Von nichts Ahnung haben und über alles mitreden, das ist Journalismus. Das bisschen Investigative, das bisschen Schweinereiaufdecken ist angesichts der Schweinerei, die der Journalismus insgesamt verkörpert, absolut nebensächlich.“

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Mit Wilhelm Busch gesagt … Neid

Mein kleinster Fehler ist der Neid. –
Aufrichtigkeit, Bescheidenheit,
Dienstfertigkeit und Frömmigkeit,
Obschon es herrlich schöne Gaben,
Die gönn‘ ich allen, die sie haben.

Nur wenn ich sehe, daß der Schlechte
Das kriegt, was ich gern selber möchte;
Nur wenn ich leider in der Nähe
So viele böse Menschen sehe,

Und wenn ich dann so oft bemerke,
Wie sie durch sittenlose Werke
Den lasterhaften Leib ergötzen,
Das freilich tut mich tief verletzen.

Sonst, wie gesagt, bin ich hienieden
Gottlobunddank so recht zufrieden.

(Wilhelm Busch)

Mit Wilhelm Busch gesagt … Sanftmut und Geduld

Es stand vor eines Hauses Tor
Ein Esel mit gespitztem Ohr,
Der käute sich ein Bündel Heu
Gedankenvoll und still entzwei. –

Nun kommen da und bleiben stehn
Der naseweisen Buben zween,
Die auch sogleich, indem sie lachen,
Verhaßte Redensarten machen,
Womit man denn bezwecken wollte,
Daß sich der Esel ärgern sollte. –

Doch dieser hocherfahme Greis
Beschrieb nur einen halben Kreis,
Verhielt sich stumm und zeigte itzt
Die Seite, wo der Wedel sitzt.

(Wilhelm Busch)

Buchauszug: Erik von Kühnelt-Leddihn – Europafeindlicher Mist

„Die kollektivistisch-materialistische Linke, gleichgültig ob sie einen nihilistischen Skeptizismus, einen Ökonomismus oder einen Biologismus vertritt, kann man mit vollem Recht als „antieuropäisch“ bezeichnen. Und dieser europafeindliche Mist ist es, den Europa zusammen mit Amerika exportiert und von den Völkern der Erde mit erschütternder Gier gefressen wird. Was aber sehen wird da: die Degradierung von Gottes Ebenbild zu einem „höheren Tier“, die Erklärung, daß Religionen überholt seien – auch Tiere haben keine – oder auch, daß ein Glaube so gut sei wie der andere, […] daß die politische Legitimität am besten durch einen Zahlenzauber festgestellt wird und daß „alle Menschen gleich wären“ […] .“

(Erik von Kühnelt-Leddihn, Konservative Weltsicht als Chance – Entlarvung von Mythen und Klischees)

Buchauszug: Karsten & Beckman – Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Demokratie eine Religion geworden ist

„Tatsächlich ist die Kritik an demokratischen Ideen in westlichen Gesellschaften mehr oder weniger tabu. Es ist einem erlaubt, zu kritisieren, wie die Demokratie in die Praxis umgesetzt wird, oder die derzeitigen politischen Führer und Parteien zu geißeln – aber das demokratische Ideal als solches zu kritisieren, das „tut man nicht“.

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Von Hoaxes, Leichtgläubigkeit und dem Mediengeschäft

von Yahya ibn Rainer

Erst kürzlich mußte ich es wieder einmal anmerken, auf Facebook, als Reaktion auf diesen „muslimischen“ Coca-Cola-Hoax. (Hier eine Fatwa dazu>>)

„Zeitgenössische Muslime haben eben eine spezielle Ader für versteckte Botschaften und mystische Verschwörungen.“

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