Schlagwort-Archive: Antisemitismus

Sachsen/Dresden vor etwa 120 Jahren – Als Pegida noch “Deutsche Reformpartei” hieß

[…] Sachsen ist 1893 mit einem Anteil von 0,24% einer der deutschen Staaten mit dem geringsten Anteil an Juden, unter den großen Staaten sogar derjenige mit dem geringsten (zum Vergleich: Berlin hat einen jüdischen Bevölkerunganteil von 5%, Frankfurt am Main von 10%). Dennoch schneiden die Antisemiten unter der Firma “Deutsche Reformpartei” hier besonders stark bei den Reichstagswahlen ab und erobern die Mandate für die sechs Wahlkreise Bautzen-Kamenz-Bischofswerda, Dresden rechts der Elbe-Radeberg-Radeburg, Dresden links der Elbe, Dresden-Land links der Elbe-Dippoldiswalde, Meißen-Großenhain-Riesa und Pirna-Sebnitz. Mit weniger als einem Viertel Prozent Juden droht ja schließlich die “Verjudung” Sachsens und Deutschlands. […]

Quelle: Freisinnige Zeitung, HIER komplett lesen >>

Die Rede des Andreas Abu Bakr Rieger auf einer Veranstaltung des türk. „İslam Devleti“ (Islamischen Staat) (1993)

Im Jahre 1993 hielt der Jurist, Publizist und Herausgeber der Islamischen Zeitung, Andreas Abu Bakr Rieger, eine Rede auf der gut besuchten Veranstaltung der türkischen Organisation „Anadolu Federal İslam Devleti“ (Freier Islamischer Staat Anatoliens), die später auch als „Hilafet Devleti“ (Kalifatstaat) Bekanntheit erlangte und 2001 vom Bundesinnenministerium in Deutschland verboten wurde.

Der Wortlaut dieser Rede war wie folgt:

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Video: Ein kleine Erwiderung auf Herrn Riegers „Salafistenschelte“

Mit diesem Beitrag beziehe ich mich auf den Libertär-muslimischen Dialog des vorherigen Blogbeitrages.

Als Herr Andreas Abu Bakr Rieger 1993 diese Rede auf einer Veranstaltung der (heute in Deutschland verbotenen) türkischen Kalifatstaat-Organisation hielt (interessant vor allem von 0:58-1:22), da kam er nicht etwa von einer saudi-finanzierten Glaubensindoktrination, einem salafistischen Seminar oder einer wahhabitischen Gehirnwäsche – davon redete damals nämlich keine Sau -, sondern war, wie heute, angetan vom (seiner Ansicht nach) klassischen Islam und seiner mystischen Schule (Sufismus).

https://www.youtube.com/watch?v=n7H8fvnjOiU

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Buchauszug: Ludwig Ferdinand Clauß – Ein Araber, der sich von seinem Glauben „frei“ macht

„Jede semitische „Volkheit“ (im Sinne Herders und Goethes) wurzelt ihrem Wesen nach in einem Bewußtsein der Gottesverbundenheit. Sie beruft sich auf diese in ihrem geschichtlichen Denken, das ein Sendungsbewußtsein voraussetzt, und gibt sich selber auf, wenn sie dieses Bewußtsein verliert. So auch die Araber. Jeder Stoß von außen, der das arabische Volk als solches trifft, berührt notwendig dieses Sendungsbewußtsein. Je weniger dieses im einzelnen Falle berührt wird und je mehr das arabische Nationalgefühl sich dem Bilde anderer Nationalismen angleicht und so wie dieses Handelt, desto schwächer ist seine überzeugende Kraft; was allerdings keineswegs ausschließt, daß es sich desto heftiger gebärdet.

Beispiele bilden jene Intellektuellen, z.B. ägyptische Studenten in Europa, wie sie jedem begegnen können: Leute, die sich rühmen, vom Islam „frei“ zu sein. Es sind Nationalisten, die vor lauter Nationalismus ihr Arabischsein, die ‚urube, gegen das Westlichsein vertauschen möchten, wenn sie es nur könnten. Wie sehr sie Schule machen […]. Sie geben im Gedanken das preis, wofür sie zu kämpfen glauben: spotten ihrer selbst und wissen nicht, wie. Es ist eine recht eigentümliche arabische Form des Nationalismus, zu dessen Wesen es gehört, daß er die Nation im Kernpunkt ihres Seins verleugnet und somit verrät. Auch andere Völker Asiens und Afrikas sind westsüchtig geworden, doch das geht nicht tief, denn sie sind ja nicht Träger einer geschichtlichen Sendung. Ein Araber, der sich von seinem Glauben „frei“ macht, ist keiner mehr und ist auch nicht etwas anderes: er ist, mag er persönlich ein guter Kerl sein, geschichtlich ein Nichts.“

(Prof. Dr. phil. Ludwig Ferdinand Clauß, Die Weltstunde des Islams,©1963, Seite 53-54)

Ist Antisemitismus ein linkes oder rechtes Phänomen?

„Suchen wir das Geheimnis des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden,

Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz.

Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.

Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum wäre die Selbstemanzipation unsrer Zeit.

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JUDEN RAUS!!! Der Vorhang fällt …

von Yahya ibn Rainer

Ich wusste es eigentlich schon immer, die sogenannte „Islamkritik“ von PI-News & Co ist im Grunde ordinärer Antisemitismus hinter einem Vorhang von geheucheltem Prozionismus. Obwohl, … Prozionismus ist ja nicht in erster Linie Solidarität mit den Juden, sondern doch eher die Solidarität mit einem Land – weit weit weg von Deutschland – in das doch bitte alle Juden zu verschwinden haben. Raus aus Deutschland sozusagen. Michael Stürzenberger – der geistige Führer der PImaten-Gilde – hat nun endlich die Hosen runter bzw den Vorhang fallen gelassen. JUDEN RAUS!!! ist die Parole.

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Zitat: Robert Misik – Koshere Antisemiten

„Dass innerhalb der jüdischen Gemeinden in Europa ein zunehmend schärfer ausgetragener Streit zwischen linksliberalen Juden auf der einen, Rechten und Rechtsradikalen auf der anderen Seite tobt, ist einer der traurigeren Nebenaspekte der Causa – Juden, die beim „Moslembashing“ nicht mitmachen wollen, werden kurzerhand zu ‚koscheren Antisemiten‘ erklärt.“

(Robert Misik, Sparschweinalarm, 2007)

Es gibt sie doch, die christlich-jüdischen Traditionen

von Yahya ibn Rainer

Ich möchte diesen Tag dazu nutzen, eine Ode auf die viel gerühmte christlich-jüdische Tradition des Abendlandes zu verfassen. Der Kulturkampfbegriff der christlich-jüdischen Tradition des Abendlandes ist nämlich eine Farce. Passende Worte dazu fand dereinst der Journalist und Publizist Heribert Prantl:

“Beim Reden von der christlich-jüdischen Tradition handelt es sich aber um eine gewaltige Heuchelei. Die deutsche Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die Muslime, zu stigmatisieren. Die Juden werden missbraucht, um die Muslime als unverträglich zu kennzeichnen.”

(http://www.sueddeutsche.de/politik/gedenktag-november-der-missbrauch-der-juden-durch-die-politik-1.1021220)

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Zitat: Moshe Zuckermann – Tabuisierter Antisemitismus und legitimierte Islamophobie

„In Deutschland sehe ich in erster Linie den Zusammenhang von tabuisiertem Antisemitismus und legitimierter Islamophobie, welche nach dem 11. September 2001 einen großen weltpolitischen Aufschwung erhalten hat, als Nährboden für besagte Formation. Die Islamophobie ersetzt den Antisemitismus, der nun seinerseits in einen unsäglichen Philosemitismus umschlagen darf.“

(Moshe Zuckermann)

Was ist Antisemitismus? (4. Teil)

„Was unseren Vätern der Jud
ist für uns die Moslembrut,
seid auf der Hut!
3. Weltkrieg – 8. Kreuzzug“

Über Nacht hatten im Februar 2009 Unbekannte diese Losung in rund 70cm hohen Buchstaben an die Außenmauer der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Österreich geschmiert. Inhalt, wie auch der Ort dieser provokanten Schändung sind zwar erschreckend, jedoch nicht verwunderlich. Was viele (vor allem sogenannte „Islamkritiker“) partout nicht wahr haben wollen, ist bereits nachgewiesene und offensichtliche Wahrheit. Der christlich- und atheistisch-abendländische Antisemitismus kennt keinen Unterschied zwischen Juden und Muslimen. Beide sind ohne weiteres Austauschbar oder gleichsam hassenswert, je nach Lust, Laune und Nutzen.

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Was ist Antisemitismus? (3. Teil)

Der Untermensch – jene biologisch scheinbar völlig gleichgeartete Naturschöpfung mit Händen, Füßen und einer Art von Gehirn, mit Augen und Mund, ist doch eine ganz andere, eine furchtbare Kreatur, ist nur ein Wurf zum Menschen hin, mit menschenähnlichen Gesichtszügen – geistig, seelisch jedoch tiefer stehend als jedes Tier. Im Inneren dieses Menschen ein grausames Chaos wilder, hemmungsloser Leidenschaften: namenloser Zerstörungswille, primitivste Begierde, unverhüllteste Gemeinheit, Untermensch – sonst nichts!

[…] der Untermensch lebte. Er haßte das Werk des anderen. Er wütete dagegen, heimlich als Dieb, öffentlich als Lästerer – als Mörder. Er gesellte sich zu seinesgleichen.
Die Bestie rief die Bestie.
Nie wahrte der Untermensch Frieden, nie gab er Ruhe. Denn er brauchte das Halbdunkle, das Chaos.
Er scheute das Licht des kulturellen Fortschritts.
Er brauchte zur Selbsterhaltung den Sumpf, die Hölle, nicht aber die Sonne. –
Und diese Unterwelt der Untermenschen fand ihren Führer: – den ewigen Juden!…“

(Hofer, Walther: Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933-1945 / Fischer-Bücherei – Frankfurt 1957)

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Was ist Antisemitismus? (2. Teil)

Mit den Begriffen „Semit“ und „Arier“ schaffte man letzendlich ein neues Begründungsmuster, welches dem Geiste der Zeit entsprach. Im Laufe der historischen Entwicklung durchlief die „Abneigung gegen die Juden“ jedoch noch 2 andersartige Hauptformen in der Begründung. Ganz am Anfang stand die religiöse Hauptform, nämlich der Antisemitismus aus christlicher Wurzel:

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Was ist Antisemitismus? (1. Teil)

Der Begriff „Antisemitismus“ ist jung, die Sache ist uralt und bezeichnet die Abneigung der Völker gegen Juden in ihrer Mitte. Es handelt sich dabei, sozialpsychologisch gesehen, um ein Minderheitenproblem: Die Mehrheiten grenzen sich gegen alles Anderartige gefühlsmäßig ab, befestigen das Eigene durch Verehrung und schieben das Fremde beiseite, um es für die eigene Art ungefährlich zu machen.

(Quelle: Judentumskunde – Eine Einführung / Hans-Jochen Gamm 1960)

Der Begriff ist tatsächlich sehr jung. Der erste Mensch, der sich dem Vorwurf des Antisemitismus stellen mußte, war der französische Schriftsteller, Religionswissenschaftler und Orientalist Ernest Renan (1823-1892).

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