Schlagwort-Archive: Kommunismus

Buchauszug: Oswald Spengler – Die bolschewistischen Kreuzzüge in die arabische Zivilisation

«Der Islam hat dieser Welt endlich und viel zu spät das Bewußtsein der Einheit verliehen, und darauf beruht das Selbstverständliche seines Sieges, das ihm Christen, Juden und Perser fast willenlos zuführte.

Aus dem Islam hat sich dann die arabische Zivilisation entwickelt, die in ihrer höchsten geistigen Vollendung stand, als vorübergehend die Barbaren des Abendlandes hereinbrachen und nach Jerusalem zogen. Wie mag sich dies Schauspiel in den Augen vornehmer Araber ausgenommen haben? Etwas bolschewistisch vielleicht?

Für die Politik der arabischen Welt waren die Verhältnisse in „Frankistan“ etwas, auf das man herabsah.»

(Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, Seite 606)

Buchauszug: Oswald Spengler – Khawarij, die muslimischen Jakobiner

Es gibt Momente im Leben eines Autodidakten, die ihn mit unglaublicher Befriedigung erfüllen. Einer dieser Momente ist, wenn man im Werk eines bedeutenden Gelehrten eine bisher ungeläufige fachliche Einschätzung vorfindet, die man zuvor- völlig unabhängig davon – bereits selbst in Erwägung zog.

Dies erlebte ich bspw. kürzlich, als ein auf Facebook mit mir befreundeter Muslimbruder einen Auszug aus Oswald Spenglers kulturphilosophischen Geschichtswerk Der Untergang des Abendlandes publizierte. Spengler selbst bezeichnet dieses sein Hauptwerk als eine Morphologie der Weltgeschichte. Er vergleicht darin das Abendland unter kulturhistorischen Gesichtspunkten mit anderen großen Hochkulturen der Weltgeschichte.

Interessanterweise ist Spengler der Ansicht, dass es sich beim Aufkommen der Charidschiten (Khawarij) um das Inerscheinungtreten eines demokratisch-puritanischen Jakobinertums handelte; ein Gedanke, der vor über einem Jahr mein Antrieb zum Blogbeitrag „ISIS vs. Frankreich: Wenn Terror die historische Grundlage eines Staates ist“ war.

Ebenfalls erwähnenswert ist auch seine Einschätzung, dass das Schiitentum direkt etwas mit dieser Entwicklung zutun hatte und dass sich hieraus letztendlich auch ein früher (Proto-)Kommunismus generierte.

Aber lest selbst:

«Von Kufa geht die Bewegung aus, welche zum Untergang der Ommaijaden und ihres ancien régime führt, und sie hat, was in seiner ganzen Tragweite bis jetzt noch nie erkannt worden ist, den Charakter einer sozialen, gegen die Urstände und die vornehme Tradition überhaupt gerichteten Revolution. […]

Schon im Heere Alis hatten sich die ganz demokratischen und puritanischen Charidschiten abgesondert. In ihren Kreisen erscheint jetzt zum erstenmal die Verbindung von fanatischem Sektenwesen und Jakobinertum.

Hier ist damals nicht nur die schiitische Richtung entstanden, sondern auch der früheste Ansatz zur kommunistischen Churramija, die sich bis auf Mazdak zurückleiten läßt und später die ungeheuren Aufstände unter Babak hervorrief.»

(Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, Seite 1091 f.)

Fundstück: „Fliegende Blätter“ – Die Communisten

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Bürger: „Ja, du redest immer von Gleichheit und Gütertheilen, allein ich setze den Fall, wir haben getheilt, und ich, ich spare meinen Theil und du verschwendest den Deinigen, was dann?“

Communist: „Ganz einfach! Dann theilen wir wieder!“

(Fliegende Blätter, München, 1844 / Hier die Karikatur dazu >> http://digi.ub.uni-heidelberg.de)

Buchauszug: Leopold Weiss – Es scheint, dass das kommunistische Experiment nichts anderes ist als … (1934)

„Es ist nicht uninteressant zu beobachten, wie die […] antireligiöse Evolution jetzt ihren logischen Höhepunkt erreicht hat. Die Sowjetunion zeigt kulturell keine essentiell unterschiedliche Entwicklung zum Rest der westlichen Welt.

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Ist Antisemitismus ein linkes oder rechtes Phänomen?

„Suchen wir das Geheimnis des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden,

Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz.

Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.

Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum wäre die Selbstemanzipation unsrer Zeit.

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Gedicht: Karl Marx – In seinem Sessel, behaglich dumm, Sitzt schweigend das deutsche Publikum

In seinem Sessel, behaglich dumm,
Sitzt schweigend das deutsche Publikum.
Braust der Sturm herüber, hinüber,
Wölkt sich der Himmel düster und trüber,
Zwischen die Blitze schlängelnd hin,
Das rührt es nicht in seinem Sinn.

Doch wenn sich die Sonne hervorbeweget,
Die Lüfte säuseln, der Sturm sich leget,
Dann hebt´s sich und macht ein Geschrei,
Und schreibt ein Buch: „Der Lärm ist vorbei.“

(Gedicht von Karl Marx – ja, der Kommunist)

Auszug: Ahmad Hassan az-Zayyat – Der Kommunismus und der Atheismus in euren Köpfen

Juri Alexejewitsch Gagarin (1934-1968), der im Jahre 1961 mit einer sowjetischen Rakete die Erde umrundete, gilt als erster Mensch im Weltraum. Von ihm wird folgende Aussage berichtet: „Ich bin in den Weltraum geflogen, aber Gott habe ich dort nicht gesehen.“
Ahmad Hassan az-Zayyat (1865-1968), damaliger Chefredakteur der ägyptischen Zeitung Al-Risala, griff dieses Zitat auf und äußerte sich dazu in einem Artikel (die Übersetzung stammt aus dem Buch La Tahzan / Sei nicht traurig):

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Buchauszug: Hans-Hermann Hoppe – Die Geschichte des demokratischen Republikanismus im Westen

„In der Tat […] ist dies das große unterschwellige Thema der Geschichte des Westens im 20. Jahrhundert gewesen. Seit 1918 haben praktisch alle Indikatoren hoher oder steigender Zeitpräferenzen eine systematische Tendenz nach oben aufgewiesen: Was die Regierung angeht, hat der demokratische Republikanismus den Kommunismus produziert […], den Faschismus, den Nationalsozialismus und, zuletzt und am dauerhaftesten, die Sozialdemokratie (bzw. den amerikanischen ‚liberalism‘).

Die Wehrpflicht ist fast universell geworden, äußere und innere Kriege haben an Häufigkeit und Brutalität zugenommen, und der Prozess politischer Zentralisation ist weiter vorangeschritten als je zuvor. Intern hat der demokratische Republikanismus zu ständig steigenden Steuern, Schulden und öffentlicher Beschäftigung geführt. Er hat zur Vernichtung des Goldstandarts geführt, zur Papiergeldinflation sondergleichen, zu vermehrtem Protektionismus und Migrationskontrollen.

Selbst die grundlegendsten Privatrechtsvorschriften sind durch eine unablässige Flut von Gesetzgebung und Regulierung pervertiert worden. Gleichzeitig sind, was die Zivilgesellschaft angeht, die Institutionen der Ehe und Familie zunehmend geschwächt worden, hat die Anzahl der Kinder abgenommen und haben die Quoten für Scheidung, Unehelichkeit, alleinstehenden Eltern, Singletum und Abtreibung zugenommen. Anstatt mit steigendem Einkommen zu wachsen, haben die Sparquoten entweder stagniert oder sogar abgenommen. Im Vergleich zum 19. Jahrhundert sind das kognitive Vermögen der politischen und intellektuellen Eliten und die Qualität öffentlicher Ausbildung gefallen. Die Quoten für Kriminalität, struktuelle Arbeitslosigkeit, Wohlfahrtsabhängigkeit, Schmarotzertum, Nachlässigkeit, Leichtsinn, Unhöflichkeit, Psychopathie und Hedonismus haben zugenommen.“

(Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, Demokratie – Der Gott, der keiner ist , Seite 115 + 117)

Buchauszug: André F. Lichtschlag – Die Angst vor der Machtübernahme

„Gerade die Angst aber vor der Machtübernahme durch künftige muslimische Mehrheiten im alten Europa zeigt, dass wir es auch heute lediglich mit einem Blick in den Spiegel zu tun haben. Denn würden die westlichen Gesellschaften nicht selbst absterbende sein und wäre die Geburtenrate bei den Einheimischen nicht tendenziell eine Selbstmordrate, so würden nicht andere jene Macht an sich reißen können.

Mohammedaner vermehren sich, der Westen ist verbraucht, alt, gebrechlich, lendenarm und überlebt nur noch auf Pump. In einer solchen Gesellschaft wird die Selbsttötung eines unscheinbaren und vergleichsweise wenig bekannten Torhüters als kollektives emotionales Großereignis zelebriert wie andernorts und zu anderer Zeit der im Kampf gefallene «unbekannte Soldat». Was zuweilen als «Landnahme» bezeichnet wird, ist deshalb eher eine milde «Landgabe».

Doch schauen wir uns die Vorwürfe der Spiegelfechter noch einmal genauer an: Im ehemals christlichen Westen folgten nach der Aufklärung Kommunismus, Nationalsozialismus und Sozialdemokratismus – und in der Folge dieser Ideologien das inflationäre Papiergeldsystem sowie Abermillionen Ermordete und Beraubte. Wo finden wir mit dem Gulag, dem ‚großen Sprung nach vorn‘ und dem Holocaust auch nur entfernt Vergleichbares im «unaufgeklärten moslemischen Kulturraum»? Die schlimmsten Verbrechen, die gegen die Armenier, wurden auch dort ausgerechnet von den «aufgeklärten» Jungtürken begangen, die sich an  westlichen Modernisierern orientierten.

Und was den aggressiven, kriegerischen und terroristischen Islam betrifft: Wessen Armeen stehen seit mehr als 100 Jahren in wessen Kulturraum?“

André F. Lichtschlag (in seinem Buch Feindbild Muslim)