Archiv für den Monat: Juli 2015

Der Gehorsam gegen den rechtmäßigen Amir ist kein Akt der absoluten Selbstaufgabe.

Der Gehorsam gegen den rechtmäßigen Amir, der uns vom Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – höchstpersönlich auferlegt wurde, ist kein Akt der absoluten Selbstaufgabe.

Man muss sich als Bürger unter Islamischer Obrigkeit nicht auf Gedeih und Verderb und ohne jegliche Wahrung der eigenen Interessen dem alleinigen Willen des Imams unterwerfen.

Das Islamische Reich hatte von Anfang an einen föderalen Charakter und war nicht zentralistisch strukturiert wie viele heutige Nationalstaatsgebilde.

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Buchauszug: Wie die Bildungsgeschichte des frühen Islamischen Reiches eine große Freiheitsdenkerin aus den USA beeindruckte

Rose Wilder Lane gilt in den USA als eine der 3 weiblichen Gründungsfiguren der wohl konsequentesten Freiheitsbewegung, des Libertarismus. Als Journalistin war sie ab 1918 bis 1924 in der Sowjetunion unterwegs und bereiste Europa und den Orient. Besonders gern und häufig hielt sie sich jedoch in Albanien auf, wo sie ab 1926 bis 1928 durchgehend lebte.

Während ihrer Aufenthalte im sowjetisch okkupierten Kaukasus (Aserbaidschan, Georgien, Armenien) im Mittleren Osten (Türkei, Ägypten, Palästina, Syrien, Irak) und auf dem Balkan (Albanien), zeigte sie ein besonderes Interesse an der frühen Geschichte des Islamischen Reiches.

Die Expertise zu diesem Thema hat sie anscheinend nachhaltig beeindruckt und veranlasste sie, in ihrem literarischen Hauptwerk „The Discovery Of Freedom“ (Die Entdeckung der Freiheit), den Islam und seine Ausrufung durch den Propheten Mohamed – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – als den zweiten historischen Versuch zur Befreiung des Individuums darzustellen.

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Kurz gesagt: Die Sunnah des westlichen Etatismus

Viele zeitgenössische Muslime haben leider ein Staatsverständnis, welches sich in erschreckender Art und Weise am modernen Staatswesen des Westens orientiert. Weil sie es nie anders gelesen, gesehen und gelernt haben, sind sie der festen Überzeugung, dass nur der Staat Schulen, Universitäten, Straßen, Kanäle und Krankenhäuser bauen und betreiben kann (und darf).

Auch die Wasser- und Stromversorgung, sowie der öffentliche Personennah- und fernverkehr muss ihrer Ansicht nach staatlich ausgebaut und geregelt werden, ebenso wie die allgemeine Bildung und vieles andere mehr.

Was niemand bei alledem realisiert, ist, dass all diese Aufgaben, die der Staat hierzulande übernimmt, dermaßen teuer sind, dass wir mittlerweile eine Staatsquote von etwa 50% haben. Das bedeutet, dass 50% allen Geldes, welches hier in Deutschland über das Jahr hinweg ausgegeben wird, vom Staat stammt. Und wo hat der Staat das ganze Geld her? Ja, von UNS natürlich.

Und obwohl uns der Staat für all seine „Wohltaten“ jedes Jahr Unmengen von Steuern und Abgaben abluchst, hat er nebenbei noch eine gewaltige Summe an Schulden angehäuft, die natürlich auch WIR bezahlen müssen, ob wir wollen oder nicht.

Die Staatsschulden der Bundesrepublik Deutschland betrugen am 31. Dezember 2013 insgesamt € 2.043.700.000.000,00 (Zweitausenddreiundvierzigmilliardensiebenhundertmillionen Euro). Jeder neue Bürger wird also quasi mit einer „Erbschuld“ von knapp €  25.350,00 in diese Welt gesetzt.

Niemand möchte sich in dieser Hinsicht am Staatsverständnis des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – orientieren und niemand sieht die Staatsquoten unter den rechtgeleiteten Kalifen als erstrebenswert. Ohne es laut zu sagen, halten viele diese bewährten Konzepte der geringen Staatsquote für veraltet und rückständig. Die neue Sunnah ist die Sunnah des westlichen Etatismus.

Die Vorstellung von freier Marktwirtschaft im frühen Islam – Von Abu Hanifa bis Ibn Khaldun, Zustimmung für den freien Markt (4. Teil)

Der folgende Text stammt von Suleyman Dost, einem türkischstämmigen Doktoranten des Fachbereichs »Nah-östliche Sprachen und Zivilisationen« an der University of Chicago (hier ein Auszug aus seiner Dissertation), und wurde von mir (Yahya ibn Rainer) in die deutsche Sprache übertragen. Das englischsprachige Original ist »HIER« zu finden

Ein anderer islamischer Gelehrter, der ausführlich über Wirtschaft geschrieben hat, war al-Mawardi, der in seinem berühmten Werk Al-Ahkam al-Sultaniyya verschiedenste Themen behandelte, angefangen von Landwirtschaft, über Steuerpolitik bis hin zum Posten der Marktaufsicht (muhtasib).

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USA: Die Täter sind fast immer Weiße und die Opfer sind fast immer Schwarze

USA: Die Täter sind fast immer Weiße und die Opfer sind fast immer Schwarze, deshalb redet jeder von Rassismus.

Aber dass die Täter fast immer Staatsbedienstete sind und die Opfer nahezu immer Zivilisten, das scheint für viele eher nebensächlich zu sein.

Dabei ist es doch genau diese Privilegierung durch den Staat, die weißen Rassisten die Möglichkeit bietet, schwarzen Zivilisten mit Gewalt zu begegnen, ohne dass sich diese dagegen wehren dürfen.

Rassismus, Fremdenhass, Fremdenangst und Vorurteile gab es schon immer und wird es immer geben. Man kann damit leben, wenn man sich aus dem Weg gehen kann/darf.

Aber diese massenhafte und stetig wachsende Zahl von Staatsangestellten, die mit dem herrschaftlichen Privileg des Gewaltmonopols ausgestattet sind, gefährdet den gesellschaftlichen Frieden.

Die Hürden, vom Staat dieses gewaltige Privileg zu erlangen, sind äußerst niedrig bis gar nicht vorhanden. Es sind mehrheitlich keine „besseren Menschen“, vielmehr kann man davon ausgehen, dass von diesem Privileg eher Menschen angezogen werden, die sich im Zivilleben nicht in der Lage sehen ohne dieses besondere Gewaltprivileg überlebensfähig zu sein. Sie werden von der Macht verführt.

Ich möchte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass eine freie Gesellschaft zwingend ohne Ordnungsgewalt auskommen muss, aber wir müssen uns vergegenwärtigen, dass Gewalt erst einmal etwas negatives ist, und dass seine Monopolisierung für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe immer auch ein Moment der Ungerechtigkeit darstellt.

Je größer der Anteil an »Staat« (sprich: gewaltprivilegierten Bürgern), desto größer auch das Potenzial an Gewalt und potentieller Ungerechtigkeit in der Gesellschaft .

Diese Problematik muss jedem klar sein.

Die Vorstellung von freier Marktwirtschaft im frühen Islam – Von Abu Hanifa bis Ibn Khaldun, Zustimmung für den freien Markt (3. Teil)

Der folgende Text stammt von Suleyman Dost, einem türkischstämmigen Doktoranten des Fachbereichs »Nah-östliche Sprachen und Zivilisationen« an der University of Chicago (hier ein Auszug aus seiner Dissertation), und wurde von mir (Yahya ibn Rainer) in die deutsche Sprache übertragen. Das englischsprachige Original ist »HIER« zu finden

Der Islam tauchte in einem Umfeld auf, welches von Gene Hack zweifelsfrei als „freier Markt“ [1] bezeichnet wurde. Die Chroniken der Islamischen Geschichte zeigen, dass sich nach der Einführung des Islams in diesem Bereich nur sehr wenig geändert hat. Der Prophet, selbst ein Handelsagent im Auftrag verschiedenster mekkanischer Händler, war äußerst darauf bedacht, diese Tradition des Freihandels fortzuführen, und die (Ordnungs-)Politik, für die er den Grundstein legte, sollte die Interessen der Unternehmer auf einem solch großen Gebiet sichern, wie es bis zum 7. Jahrhundert niemals zuvor politisch geeinigt war. Ein oder zwei Ereignisse aus der Regierungszeit des Propheten sollten diesen Punkt beleuchten.

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Muslimische Scham-Granaten: Selbstgefälliges Trollen im Netz

Ein interessantes Phänomen auf Facebook & Co, kennt ihr es?

Ihr teilt gerade ein Freizeiterlebnis oder führt eine freundschaftliche Unterhaltung, und auf einmal kommt dieser Beitrag/Kommentar:

»Überall auf der Welt werden unsere Brüder abgeschlachtet und unsere Schwestern vergewaltigt, und du …

… redest hier über Schokoladentorte,
… machst Fotos von Eisbechern,
… guckst Fussball
… usw usw usw.«

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