Archiv für den Monat: Juni 2013

Auszug: Bruno Bandulet – 100. Jahrestag der europäischen Urkatastrophe

„Da sich deutsche Politiker auch für Geschichtsschreibung für zuständig halten, dürfen wir gespannt sein, was wir demnächst zum 100. Jahrestag der europäischen Urkatastrophe zu hören bekommen. Dass das Deutsche Kaiserreich den Großen Krieg entfesselt habe, galt auch den Weimarer Sozialdemokraten noch als ‚Kriegsschuldlüge‘. Ihre Nachkommen sehen das etwas anders.

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Auszug: Karl Marx – Die sozialen Prinzipien des Christentums

Mir ist aufgefallen, dass die PROleten (Mitglieder und Angänger der PRO-Parteien) – die sich selbst als ’national-liberal‘ verstehen – gern und häufig Kommunistenpack wie Marx und Engels zitieren, speziell dann, wenn es darum geht den Islam anzugreifen. Die Erfolglosigkeit dieser Partei speist sich wohl vor allem auch aus diesem Umstand, nämlich dass sie für ihre pseudo-liberale Politik die Meinung von den Wegbereitern des sozialistischen Terrors in Anspruch nimmt.

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Buchauszug: Bertrand de Jouvenel – Glaubenshaltungen, das Hindernis der expandierenden Staatsgewalt

«Wer eine menschliche Ganzheit untersucht, wird zuerst jene Mächte bemerken, die aus der Masse herausragen, ihren Gruppierungen vorstehen, ihre Aktivitäten leiten. Aber schon sehr bald wird ihm bewußt, daß die Ordnung, daß die Zwänge, die von diesen sichtbaren Autoritäten ausgehen, nicht genügen können, um eine harmonische Koexistenz und Kooperation von Menschen zu ermöglichen.

Das Verhalten des Individuums ist weit weniger durch äußere Kräfte bestimmt, die es zwingen, als vielmehr durch einen unsichtbaren Regulator, der von innen her seine Aktivitäten determiniert. Eine Person, die innerhalb einer bestimmten Gesellschaft eine bestimmte Position bekleidet, wird nur unter außergewöhnlichen Umständen von einem typischen Verhalten abweichen. Diese, sich auf ein System von Glaubenshaltungen und Verpflichtungen gründende Regelmäßigkeit ist tief in der Natur des vergesellschafteten Menschen verwurzelt. […]

Solange die Glieder einer jeden Gruppe sich entsprechend bestimmten und allen bekannten Normen verhalten, sind ihre Handlungen für die anderen voraussehbar, und das daraus resultierende Vertrauen bestimmt die menschlichen Beziehungen. […]

Daraus folgt, daß die Staatsgewalt, deren Ziel es ist, die Sozialordnung zu gewährleisten, in den Bräuchen und den ihnen unterliegenden Einstellungen eine unschätzbare Unterstützung findet.

Aber ein der Staatsgewalt inhärenter Egoismus verleitet sie, sich immer weiter auszudehnen. Wir haben im Verlauf dieses Prozesses beobachten können, wie sie mit den gesellschaftlichen Mächten, die doch ihre Helfer sind, in Konflikt gerät, wie sie sich durch ihre Vernichtung vergrößert, indem sie die natürlichen Aristokratien durch eine eigene Statokratie ersetzt. Genauso müssen auch Bräuche und Glaubenshaltungen ihre Geltung verlieren, damit an die Stelle ihres Einflusses die Autorität der Staatsgewalt treten kann, die sich auf ihren Ruinen theokratisch verwirklicht.»

(Bertrand de Jouvenel, Über die Staatsgewalt – Die Naturgeschichte ihres Wachstums, Seite 232-233 / Hervorhebung durch Unterstrich von mir)

Buchauszug: Bertrand de Jouvenel – Das Ziel der expandierenden Staatsgewalt

„Das Ziel [der expandierenden Staatsgewalt] ist die Zerstörung jeder Befehlsgewalt außerhalb der des Staates. Es bedeutet völlige Unabhängigkeit eines jeden von familiären und sozialen Autoritäten; aber sie muß mit vollständiger Unterwerfung unter den Staat bezahlt werden. Es bedeutet die völlige Gleichheit aller Bürger um den Preis einer vollständigen Nivellierung vor der staatlichen Macht. Es bedeutet das Verschwinden aller Kräfte, die ihren Ursprung nicht im Staat haben, die Verneinung intermediärer Herrschaft. Es bedeutet in einem Wort die Atomisierung der Gesellschaft, die Zerschneidung aller besonderen gesellschaftlichen Bindungen zwischen den Menschen, deren einzige jetzt darin besteht, gemeinsam dem Staat zu dienen. Es bedeutet gleichermaßen extremen Individualismus und extreme Vergesellschaftung.

Alle historischen Gesellschaften scheinen sich auf eine Verfassung hin entwickelt zu haben, die alles Leben und alle Bewegung auf die Staatsgewalt konzentriert. Und es ist eine despotische Verfassung, in der Reichtum, Macht und sogar Freiheit nur über den Staat zu erlangen sind, in der er zum Einsatz wird, um den sich alle streiten, und dessen Inhaber sich vor einer in Anarchie führenden Konkurrenz nur dadurch zu schützen vermögen, daß sie den Prozeß ihrer eigenen Vergötterung einleiten.

(Bertrand de Jouvenel, Über die Staatsgewalt – Die Naturgeschichte ihres Wachstums, Seite 204-205 / Hervorhebung durch Unterstrich von mir)

Buchauszug: Bertrand de Jouvenel – Gläubiger als wir es sind

„Wenn die Gottheit Autor des Gesetzes ist, wer könnte dann eine Korrektur wagen? Es braucht ein neues Gesetz. Daher nennen die Christen das Gesetz, dessen Träger Christus war, das Neue Gesetz, während sie das von Moses über die von Jesus nicht behandelten Punkte als das Alte Gesetz bezeichnen. Das ist die Sprache Thomas von Aquins.

So weit sind die Muslime einverstanden. Aber sie kennen noch eine weitere Offenbarung, die von Mohamed. Gläubiger als wir es sind, betrachten sie sein Gesetz noch heute als die einzige Grundlage ihres Rechts. In den Reiseberichten Ibn Batoutahs liest man mit Erstaunen, daß er in einer von seiner Heimat unendlich weit entfernten Gegend aufgefordert wird, Recht zu sprechen. Können wir uns vorstellen, daß ein Abessinier nach Ankunft in Frankreich gebeten würde, unserem höchsten Gerichtshof vorzusitzen? Er, der mit dem Gesetz nicht vertraut ist, vermöchte es auch gar nicht. Ibn Batoutah aber kannte das Gesetz, das einzige, das auf islamischem Boden Geltung hat. Die Einheit des Glaubens führte zur Einheit der Gesetzgebung, da es keinen anderen Gesetzgeber gab außer Gott.

(Bertrand de Jouvenel, Über die Staatsgewalt – Die Naturgeschichte ihres Wachstums, Seite 240)

Buchauszug: Roland Baader – Grundrechte binden nur den Staat

„Ein Staat, der seinen Bürgern zwingend vorschreiben würde, welche Menschen, Kulturen, Religionen etc. sie für ‚besser‘ oder ’schlechter‘ – oder auch nur für ‚gleichwertig‘ zu halten (und entsprechend zu behandeln) haben, wäre zwangsläufig totalitär: ein politisches System des Gesinnungs- und Meinungsterrors. Genau das aber ist der Tenor des rot-grünen […] Gesetzentwurf vom Frühjahr 2002 (Gesetz gegen Diskriminierung), dessen Inhalt darauf zielt, daß auch im privaten Leben niemand aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Rasse, der Religion oder der Weltanschuung, der Behinderungsart, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe.

So steht es zwar auch im Grundgesetz, allerdings mit dem gewaltigen Unterschied, daß diese Grundrechte nur den Staat binden und keinesfalls in die Meinungs- und Vertragsfreiheit der Bürger hinsichtlich ihrer Beziehungen untereinander eingreifen dürfen.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 142-144 / Hervorhebung durch Unterstrich von mir)

Fundstück: Sheikh al-Qaradawi – Die Schiiten haben mich getäuscht

Der folgende Artikel ist kopiert von alnews.de, mit freundlicher Genehmigung.

„Saudische Gelehrte hatten Recht mit der Hisbollah“

Der weltberühmte Gelehrte Scheich Yusuf Qaradawi attackierte mit harten Worten die Hisbollah und den Iran für ihre Unterstützung des Assad-Regimes.

Anlässlich einer Veranstaltung in Doha, Katar, sagte Qaradawi: „Ich rief jahrelang dazu auf die Lücken von Sekten zu überbrücken und reiste in den Iran zu Zeiten des ehemaligen Präsidenten Mohammad Khatami, (aber) diese Fanatiker (im Iran) und Hardliner wollen die Sunniten entmachten. Sie täuschten mich und sie täuschten viele andere wie mich, als sie sagten sie wollen die Unterschiede zwischen uns überbrücken.“

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Auszug: Michael Martens – Alkoholabhängiger Ersatzgott Kemal Atatürk

„Zwar verbietet das neue Gesetz, das im Parlament übrigens auch mit den Stimmen der nationalistischen Oppositionspartei MHP verabschiedet wurde, den Verkauf von Alkohol in Geschäften zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr morgens sowie an Autobahnraststätten oder Automaten grundsätzlich. Auch schränkt es die Möglichkeiten der Bewerbung von Alkoholika stark ein und erschwert den Erwerb von Schanklizenzen für neu eröffnende Wirtschaften – mehr aber nicht. Die Ausländer in den Brutstätten des All-inclusive-Tourismus werden von den Reformen nichts mitbekommen, und Einheimische, die morgens um fünf Alkohol trinken wollen, müssen eben einen kleinen Vorrat zu Hause anlegen.

Die Debatte über das populäre, wohl auch mit Blick auf die nahenden türkischen Lokalwahlen verabschiedete Gesetz hatte es dennoch in sich. „Wenn zwei Säufer ein Gesetz machen, respektiert ihr es. Aber wenn wir ein Gesetz für etwas machen, das unser Glaube gebietet, lehnt ihr es ab. Warum?“, fragte Erdogan. Seine Rede von „zwei Säufern“ befeuerte die Diskussion, witterten manche darin doch eine Beleidigung ihres alkoholabhängigen Ersatzgottes Kemal Atatürk, des Staatsgründers der feuchtfröhlichen Türkei.“
(Journalist Michael Martens, Trinkt doch zu Hause! in der FAZ)

Auszug: Jan von Flocken – Wahlarithmetiker und Demokratielobhudler

Der deutsche Historiker und ausgezeichnete Journalist Jan von Flocken in einem Interview mit eigentümlich frei, auf die Frage: „Gehen Sie eigentlich wählen?“

„Allenfalls zur Bürgermeisterwahl in meiner brandenburgischen Kleinstadt. Ansonsten ist es mir schlichtweg peinlich, wie die meisten Deutschen alle vier Jahre an die Urne pilgern und gleichzeitig die Überzeugung hegen, es würde sich „ja doch nichts ändern“ oder „die da oben machen doch was sie wollen“. Warum bleiben die Leute mit solcher Meinung dann am Wahltag nicht einfach zu Hause? Bei einer Wahlbeteiligung im Bund von unter zehn Prozent würden selbst die lautstärksten Wahlarithmetiker und Demokratielobhudler erheblich Probleme bekommen. Wer meint, unbedingt etwas in diesem Land ändern zu müssen, sollte zumindest dem System der Fassadendemokratie seine Verachtung zeigen, indem er sich nicht von ihm als Trauzeuge missbrauchen lässt. Doch viele Deutsche scheinen einfältigen Stolz zu empfinden, wenn sie alle vier Jahre ein paar Kreuzchen machen dürfen.“

(Journalismus in der DDR und danach: Fakten stören – damals wie heute, Interview mit Jan von Flocken in eigentümlich frei Nr.133, Seite 37)

Ist Antisemitismus ein linkes oder rechtes Phänomen?

„Suchen wir das Geheimnis des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden,

Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz.

Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.

Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum wäre die Selbstemanzipation unsrer Zeit.

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