Archiv für den Monat: Juli 2011

Die 8. Frage des “Kritikers”

Zwei Drittel des Fragenkatalogs sind bewältigt wenn ich diese Frage at acta legen kann. Alhamdulillah – aller Lobpreis gebührt dem allmächtigen Gott – der „Kritiker“, Herr Kiwitt, verlässt mit dieser Frage endlich den Pfad seiner erbärmichen Selbstleugnung. Als Angehöriger einer Kulturgemeinschaft, eines Volkes und einer Nation, die den wohl schlimmsten Genozit der neuzeitlichen Weltgeschichte zu veranworten hat, wagte er es tatsächlich, eine Weltreligion in diesen braunen Sumpf ideologischer Verwirrungen hineinziehen zu wollen. Er verharmlost mit dieser Taktik die Verbrechen des europäischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus im speziellen und scheint verdrängen zu wollen, dass die Divisionen von SS und Wehrmacht mit überwältigender Mehrheit die Bibel im Marschgepäck hatten und nicht den Quran.

Frisch aus dem braunen Sumpf entstiegen, bewegt sich Herr Kiwitt nun auf die nächste Falle zu, nämlich die Quranwissenschaft. Diesem Herrn scheint es an Kühnheit nicht zu mangeln, denn speziell diese Wissenschaft ist äusserst anspruchsvoll und verbucht sogar unter den allergrößten Gelehrten des Islams Meinungsunterschiede. Am Beginn eines anerkannten Quranstudiums steht für den angehenden Großgelehrten das Auswendiglernen des gesamten Qurans. Das sind bei meiner Buchversion aus Saudi-Arabien 604 Seiten. Im Anschluss an diese schier unglaubliche Leistung müssen tausende von Überlieferungen studiert werden, um jede einzelne Aya des Qurans in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Es mutet schon lustig an, wenn ein vollkommen Unwissender (in allen islamischen Wissenschaften) versucht, den Muslim mit einer eigenen Quranexegese zu belehren. Aber lest selbst …

Nun also die 8. Frage des „Kritikers“:

8. Warum gibt es im Koran eine ganze Sure über die Beute / die Kriegsbeute, bestehend aus 75 Versen (Sure 8, Al-Anfal, eine der chronologisch späten, also der endgültigen Suren), aber keine Sure über den Frieden?

Mein Versuch einer Antwort:

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Breivik ein Nazi? Ablenkungsmanöver der Politik und ihres Behördenapparats!

von Yahya ibn Rainer

Die feigen Terroranschläge des radikal-christianistischen Kindermörders Anders Breivik sind keine Woche her, und schon werden Stimmen aus Politik, Regierung und ihrem Behördenapparat laut, über ein erneutes Verbotsverfahren für die deutsche NeoNazi-Partei NPD nachzudenken und „rechtsextreme Kreise“ besser zu überwachen. Aus meiner Sicht ist das pure Heuchlerei und ein erbärmliches Ablenkungsmanöver.

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Die 3. Frage des “Kritikers”

3. Warum steht nach islamischem Recht auf Apostasie (Abfall vom Glauben, Austritt aus dem Islam) die Todesstrafe?

Mein Versuch einer Antwort:

Es handelt sich hier um eine rein theologische Frage, welche auch nur rein theologisch beantwortet werden kann. Diese Antwort wird den „Kritiker“ mit höchster Wahrscheinlich wohl nicht befriedigen, da er ja mit dem Hintergrund fragt „warum“ es im islamischen Recht so praktiziert wird. Die einzige Antwort darauf kann nur sein, „Weil es so in den islamischen Quellen gefordert wird!“.

Die Quellen zur Herleitung von Urteilen im islamischen Recht sind in erster Linie der Quran und die Sunnah. Weitere Quellen sind in den 4 verschiedenen islamischen Rechtsschulen unterschiedlich geregelt. In der hanbalitischen Rechtsschule kommt als dritte Quelle noch der Ijma‘ (Übereinstimmung der Rechtsgelehrten) hinzu, der Qiyas (Analogieschluss) ist nicht verbindlich, wird aber in Ausnahmen akzeptiert. Die schafiitische Rechtsschule gleicht in der Quellenabfolge der hanbalitischen, mit dem Unterschied, dass der Qiyas als verbindlich gilt. Die hanefitische Rechtsschule kennt neben den Quellen Quran, Sunnah, Ijma‘ und Qiyas noch Istihsan („das Fürguthalten“) und Ra’y (die freie ‚quellenunabhängige‘ Meinungsäusserung), welche aber heute wohl nicht mehr oder nur selten Anwendung finden. Die malikitische Rechtsschule kennt wohl die meisten Quellen in der Herleitung von Urteilen. Hier sind zu nennen Quran, Sunnah, Ijma‘, Qiyas, Sunnat al-Ashaab (Sunnah der Prophetengefährten), Sunnatu-t-Tabi’in (Sunnah der Nachfolgegeneration der Prophetengefährten), Sunnah Ahl al-Madina (Sunnah der Bewohner von Medina zur Lebenszeit von Imam Malik) und al-Masalih al-Mursala (die Dinge die Nutzen bringen).

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Die 2. Frage des „Kritikers“

2. Wie kommt es, dass alle Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist, Diktaturen sind?

Mein Versuch einer Antwort:

Das Problem dieser Diktaturen (womit sicher Staaten wie das Tunesien der Ben Ali-Ära, das Ägypten der Mubarak-Ära, Syrien unter Al-Assad, der Irak unter Saddam Hussein, Libyen unter al-Gaddafi usw gemeint sind) ist tatsächlich der Islam. In diesen Ländern wird der Islam nämlich von vielen Bürgern praktiziert, aber leider nicht von den Herrschern. Ein islamischer Staat ist ein Staat, in dem der Islam die Grundlage bildet, dass sagt ja schon der Name. Diese Herrscher jedoch, wie Ben Ali, Mubarak, Al-Assad, Saddam Hussein und al-Gaddafi haben den Islam aus dem Staat entfernt, die islamische Gesetzgebung durch eigene diktatorische Gesetze ersetzt. Viele von ihnen waren durch europäisch-abendländische Ideologien, wie dem Sozialismus, Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus beeinflusst und haben die praktizierenden Muslime, die den Islam auch im Staat forderten, unterdrückt, eingekerkert und gefoltert. Dabei wurden, und werden sie immer noch vom Westen aus unterstützt und gestärkt.

Wenn ich im Bezug zum islamischen Staat die islamische Gesetzgebung (Scharia) erwähne, dann meine ich damit nicht in erster Linie die Hadd-Strafen, deren Existenz im Islam nur allzu gern in der „Islamkritik“ Erwähnung findet (obwohl diese ebenfalls in der jüdischen Gesetzgebung [Halacha] existieren), sondern die anderen wichtigen staatstragenden Regularien, die z.B. die Rechte und finanzielle Unabhängigkeit der Frau in der Ehe durchsetzen, jegliche Form von Zinsen verbieten, die Armensteuer (Zakat) gerecht einziehen und wieder verteilen und den freien Handel garantieren.

Ich werde im Laufe dieser Reihe häufiger auf Quellen der jüdischen Religion zurückgreifen. Das bietet sich aus zweierlei Gründen hervorragend an.

1. Besonders aus dem Blickwinkel eines Christen oder Atheisten, ähneln sich die religiösen Gesetzmäßigkeiten im Islam und Judentum sehr.

2. Es wird in der hiesigen Politik kein Hehl daraus gemacht, dass die deutsche Leitkultur einer christlichen-jüdischen Tradition entspringt. Immerhin leben Juden schon seit fast 2 Jahrtausenden in unserer Mitte, somit müssten ihre religiösen Gesetzmäßigkeiten in der deutschen Kultur ja reichlich verankert und bekannt sein.

Auch an dieser Stelle biete ich gerne eine Textstelle aus dem Wörterbuch des jüdischen Rechts an, um den Charakter eines Islamischen Staates für deutsche Ohren verständlicher zu machen.

„Die Charakterisierung des islamischen Staates als Theokratie ist nur in formeller Hinsicht richtig, insofern damit die Verankerung im Bunde mit Gott gekennzeichnet wird, und da der islamische Staat manche der Theokratie eigentümlichen Merkmale aufweist. Aber doch ist die Charakterisierung der islamischen Staatsform als einer theokratischen, die sich erstmals wohl bei Josephus findet, irreführend, da der Staat, vom Gesetze beherrscht, die Erfüllung des Gesetzes inmitten der menschlichen Gemeinschaft zum Zweck hat und somit eher als Nomokratie angesprochen werden kann.“

(http://www.juedisches-recht.de/lex_ein_staatsrecht.php / Das Wort jüdisch wurde von mir durch das Wort islamisch ersetzt)

Es herrscht also in erster Linie das göttliche Gesetz, der allmächtige Gott ist also der Herrscher. Der Kalif, König, Sultan, Präsident usw ist lediglich ein Knecht des allmächtigen Gottes, der die Pflicht hat im Staate dieses göttliche Gesetz umzusetzen. Dieses ist in keinem der Länder der Fall, die heutzutage den Islam als Staatsreligion postulieren. Ein Staat braucht immer eines von beiden um keinen repressiven Charakter zu haben, entweder ein gerechtes herrschendes Gesetz oder einen gerechten Herrscher.

Die 1. Frage des „Kritikers“

1. Woran liegt es, dass der Islam weit mehr in der Kritik steht als jede andere Religion – und dies nicht erst seit 9/11, sondern von Anbeginn?

Mein Versuch einer Antwort:

Der einigermaßen gebildete Leser erkennt hier schon eine gewisse Unzulänglichkeit auf Seiten des „Kritikers“. Was bzw wann ist bzw war der „Anbeginn“? Reden wir hier vom Anbeginn der Menschheit? Ich hoffe das meint der „Kritiker“ nicht, denn Quellen/Beweise für die gesamte Menschheitsgeschichte aufzulisten, die allesamt (für beide Seiten glaubhaft) belegen können, „dass der Islam weit mehr in der Kritik“ stand „als jede andere Religion“, und das wahrscheinlich noch auf dem gesamten Erdball, dass scheint mir unmöglich zu sein.

Aber wieso in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah. Die Örtlichkeit Deutschland reicht schonmal aus, und temporär gebe ich mal einen relativ kurzen Zeitraum an. Nicht das es unmöglich wäre innerhalb der gesamten deutschen Geschichtsschreibung zu belegen, dass eher das Judentum einer verstärkten „Kritik“ ausgesetzt war, aber der Höhepunkt dieser „Kritik“ liegt ja nun geschichtlich nicht unbedingt im Mittelalter, zumindest nicht historisch gesehen.

Im Grunde reicht einer der zahlreichen Artikel auf Wikipedia zum Thema Antisemitismus, ich hab einfach mal den hier>> rausgesucht. Aber auch auf diesem Blog wurde das Thema schon ausführlich behandelt:

Was ist Antisemitismus? 1.Teil>> 2.Teil>> 3.Teil>> 4.Teil>>

Sicherlich gab es zu Zeiten der Kreuzzüge in Europa bzw D-Land eine ausgeprägte „Islamkritik“, aber die möchte sich wohl kaum noch jemand auf die Fahne schreiben. Zumindest nicht wenn man weiß welche Blüten diese „Kritik“ ebenfalls trieb (siehe 4. Teil der Antisemitismus-Reihe)

Der Holocaust ist das traurige Resultat von Jahrhunderten „Kritik“ am Judentum. Ob man sie wegen der Halacha oder dem Talmud „kritisierte“, wegen angeblicher Weltbeherrschungsverschwörungen oder wegen spezifischer krimineller Energien, der aus dieser „Kritik“ resultierende Hass kanalisierte sich letzendlich im wohl schlimmsten Gemetzel der Neuzeit. Bis dahin war die „Kritik“ am Islam hierzulande eher marginal. Diese entwickelte sich erst zum heutigen Ausmaß, seit Deutschlands Antisemiten nach deutschen Gesetze bestraft werden dürfen, wenn sie Juden und das Judentum beleidigen und herabsetzen.

Zitat: Max Planck – Erkennen und Handeln

Max Karl Ernst Ludwig Planck war ein bedeutender deutscher Physiker auf dem Gebiet der Theoretischen Physik. Er gilt als Begründer der Quantenphysik. Für die Entdeckung des planckschen Wirkungsquantums erhielt er 1919 den Nobelpreis für Physik des Jahres 1918. Von ihm stammt nachweislich folgendes Zitat:

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Zitat: Isaac Newton – Herr aller Dinge

Isaac Newton ist der Verfasser der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, in denen er mit seinem Gravitationsgesetz die universelle Gravitation und die Bewegungsgesetze beschrieb und damit den Grundstein für die klassische Mechanik legte. Fast gleichzeitig mit Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelte Newton die Infinitesimalrechnung. Er verallgemeinerte das Binomische Theorem mittels unendlicher Reihen auf beliebige reelle Exponenten. Bekannt ist er auch für seine Leistungen auf dem Gebiet der Optik: die von ihm verfochtene Teilchentheorie des Lichtes und die Erklärung des Spektrums. Aufgrund seiner Leistungen, vor allem auf den Gebieten der Physik und Mathematik, gilt Sir Isaac Newton als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten. Die Principia Mathematica werden als eines der wichtigsten wissenschaftlichen Werke eingestuft. Folgendes Zitat stammt aus einem dieser Werke:

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Zitat: Robert Misik – Koshere Antisemiten

„Dass innerhalb der jüdischen Gemeinden in Europa ein zunehmend schärfer ausgetragener Streit zwischen linksliberalen Juden auf der einen, Rechten und Rechtsradikalen auf der anderen Seite tobt, ist einer der traurigeren Nebenaspekte der Causa – Juden, die beim „Moslembashing“ nicht mitmachen wollen, werden kurzerhand zu ‚koscheren Antisemiten‘ erklärt.“

(Robert Misik, Sparschweinalarm, 2007)