Archiv der Kategorie: Literatur

Hier findet man Buchauszüge, Zitate, Sentenzen, Aphorismen, Rezensionen uvm.

Theodor W. Adorno über Oswald Spengler und seinen Untergang des Abendlandes (1950)

«Wenn die Geschichte der Philosophie nicht so sehr in der Lösung ihrer Probleme besteht als darin, daß die Bewegung des Geistes jene Probleme wieder und wieder vergessen macht, um die sie sich kristallisiert, dann ist Oswald Spengler vergessen worden mit

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Dr. Phil. Sigrid Hunke über den „Helden“ der Identitären Bewegung

»Karl Martell freilich als „Held der Christenheit“ und „Retter des Abendlandes“ zu feiern, wie eine spätere, auf Kreuzzugspropaganda gestimmte Heldenverehrung ihm, den Glaubensdinge gleichgültig ließen, andichtete, hätte zu seiner Zeit eher beißenden Sarkasmus hervorgebracht. Denn die Kirche hat in dem

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Stefan Weidner über das islamische Recht

„Das Paradebeispiel für eine nichtstaatlich verbürgte Rechtssicherheit bietet ausgerechnet der große, als despotisch verschriene Antagonist des Westens, der klassische Islam – es käme allerdings auch jede andere transzendent fundierte Gesetzgebung dafür in Frage. Wenn ich hier den Islam als Beispiel

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Stefan Weidner über die Trennung von Politik und Religion

„Die Vermengung von Religion und Politik, die der Westen heute dem Islam vorwirft und ihm pauschal unterstellt, ist nicht nur auch ein europäisches Problem gewesen, in vormoderner Zeit war sie auch nur ein europäisches Problem! Die Glaubwürdigkeitskrise, in welche sie

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Zitat: Keskinkilic & Langer – Muslime sind nicht die «neuen Juden»

„Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus unterscheiden sich zwar in ihren Entstehungsgeschichten und bestimmten Ausdrucksformen, sind jeweils spezifisch, und doch überschneiden sie sich in Motiven und Ausschlussmechanismen. Muslim*innen sind nicht die «neuen Juden», auch wenn dieses Motto ein attraktiver Klickköder zu sein

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Ozan Zakariya Keskinkilic & Ármin Langer – Der Orientalismus als Legitimationsfolie für die Herrschaftsrechtfertigung Europas

»Dazu gehört auch, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus zusammenzudenken, statt Ungleichheiten zu hierarchisieren und marginalisierte Gruppen gegeneinander auszuspielen. Nicht ohne Grund bezeichnete schon Edward W. Said, Mitbegründer der Postkolonialen Theorie, den Orientalismus als «merkwürdigen, geheimen Beteiligten des europäischen Antisemitismus» («a strange,

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Buchauszug: Dr. Yasemin Shooman – Muslime und Juden trennen nicht nur Dinge, es eint sie auch vieles

» […] Studien [belegen], dass Menschen, die antisemitische Einstellungen zeigen, auch verstärkt antimuslimischen Aussagen zustimmen – und umgekehrt.

Dies verdeutlicht bereits: Muslim*innen und Jüdinnen*Juden trennen nicht nur Dinge, es eint sie auch vieles – wie der Umstand, eine religiöse Minderheit

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