Archiv der Kategorie: Literatur

Hier findet man Buchauszüge, Zitate, Sentenzen, Aphorismen, Rezensionen uvm.

Max Horkheimer über die Säkularisierung der Religion

»Religion kann man nicht säkularisieren, wenn man sie nicht aufgeben will. […] Die Sehnsucht nach vollendeter Gerechtigkeit. Diese kann in der säkularen Geschichte niemals verwirklicht werden; denn selbst wenn eine bessere Gesellschaft die gegenwärtige soziale Unordnung ablösen würde, wird das

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Max Horkheimer über die moderne Liberalisierung der Religion

«Die moderne Liberalisierung der Religion führt, wie mir scheint, zum Ende der Religion. Es muß doch jeder, bewußt oder nur halbbewußt, die Überzeugung gewinnen, daß die Liberalisierung der Theologie der gängigen Politik entgegenkommt. Man macht Konzessionen, schließt Kompromisse, paktiert mit

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Max Horkheimer über das Vorurteil

«Vorurteil nennt ursprünglich einen harmlosen Tatbestand. In alten Zeiten war es das auf frühere Erfahrung und Entscheidung begründete Urteil, praejudicium. Später hat die Metaphysik, Descartes, Leibniz zumal, eingeborene Wahrheiten, Vorurteile im strengen Sinne, zur höchsten philosophischen Wahrheit erklärt. Sätze „a

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Theodor W. Adorno über seine Rückkehr nach Deutschland und die deutsche Sprache

»Der Entschluß zur Rückkehr nach Deutschland war kaum einfach vom subjektiven Bedürfnis, vom Heimweh, motiviert, so wenig ich es verleugne. Auch ein Objektives machte sich geltend. Das ist die Sprache. Nicht nur, weil man in der neuerworbenen niemals, mit allen

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Theodor W. Adorno – Spenglers Vorhersagen auf gewisse Tendenzen der Demokratie; aus sich heraus in Diktatur umzuschlagen

»Die Gewalt Spenglers wird sichtbar durch Konfrontation einiger seiner Thesen mit den späteren Entwicklungen. […]

Um die Gewalt Spenglers zu zeigen, seien zunächst nicht die allgemeinen geschichtsphilosophischen Grundgedanken vom pflanzenhaften Wachsen und Absterben der Kulturen diskutiert, sondern die Zuspitzung dieser

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Theodor W. Adorno über Oswald Spengler und seinen Untergang des Abendlandes (1950)

«Wenn die Geschichte der Philosophie nicht so sehr in der Lösung ihrer Probleme besteht als darin, daß die Bewegung des Geistes jene Probleme wieder und wieder vergessen macht, um die sie sich kristallisiert, dann ist Oswald Spengler vergessen worden mit

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Dr. Phil. Sigrid Hunke über den „Helden“ der Identitären Bewegung

»Karl Martell freilich als „Held der Christenheit“ und „Retter des Abendlandes“ zu feiern, wie eine spätere, auf Kreuzzugspropaganda gestimmte Heldenverehrung ihm, den Glaubensdinge gleichgültig ließen, andichtete, hätte zu seiner Zeit eher beißenden Sarkasmus hervorgebracht. Denn die Kirche hat in dem

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Stefan Weidner über das islamische Recht

„Das Paradebeispiel für eine nichtstaatlich verbürgte Rechtssicherheit bietet ausgerechnet der große, als despotisch verschriene Antagonist des Westens, der klassische Islam – es käme allerdings auch jede andere transzendent fundierte Gesetzgebung dafür in Frage. Wenn ich hier den Islam als Beispiel

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