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`Abd al-Qadir al-Jilani: 10-Punkte-Leitfaden für eigenverantwortliches Handeln

10-Punkte-Leitfaden für selbstverantwortliches Handeln, zusammengefasst von Sh. Joe Bradford aus Al-Ghunya li-Talibi Tariq al-Haqq von Imam `Abd al-Qādir al-Jīlānī:

  1. Gebrauche Allahs Namen nicht unbedacht.
  2. Gib das Lügen auf.
  3. Breche niemals deine Versprechen.
  4. Verfluche niemanden und füge keinem anderen Schaden zu.
  5. Auch wenn dir Unrecht widerfährt, sei niemals selbst ungerecht zu anderen.
  6. Urteile nicht über andere und stempele sie nicht ab.
  7. Unterlasse es, auf die Sünden anderer zu schauen.
  8. Bürde anderen nichts auf, mache es ihnen nicht schwer.
  9. Beneide andere nicht, missgönne oder begehre nicht ihr Eigentum.
  10. Zeige Menschlichkeit der gesamten Schöpfung gegenüber.

Buchauszug: Ibn Khaldun – Regierungsgesetze sind ungerecht und eine Hinterlist des habgierigen Herrschers

«Wenn der sesshafte Mensch ein großes Vermögen besitzt, viel Grund und Boden erworben hat, der Reichste in der Stadt geworden ist und man ihn als solchen ansieht, wenn er im Luxus lebt und sich dessen Gepflogenheiten hingibt, dann kann er mit den Emiren und Herrschern konkurrieren. Sie bedrängen ihn deshalb, denn die Feindseligkeit, die in der menschlichen Natur liegt, lässt sie nach seinem Besitz streben.

Sie streiten mit ihm um den Besitz und bedienen sich dabei aller möglichen Mittel, bis sie ihn in den Fallstricken des königlichen Gesetzeswerkes gefangen haben und einen Anlass finden, ihn zu bestrafen und ihm auf diese Weise das Vermögen zu entreißen. Die Mehrzahl der (weltlichen) Regierungsgesetze ist in den meisten Fällen ungerecht, denn die reine Gerechtigkeit gab es nur im legitimen Kalifat, das aber nur von kurzer Dauer war.

Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – sprach:

«Nach mir wird das Kalifat noch dreißig Jahre währen und dann wieder zu gemeiner königlicher Herrschaft werden.»

Deshalb braucht derjenige, der Geld und beträchtlichen Reichtum, von dem die Bevölkerung weiß, sein eigen nennt, unbedingt jemanden, der ihm Schutz bietet, und einen gesellschaftlichen Rang, der ihn abschirmt. Dies zu gewährleisten vermag jemand aus der Verwandtschaft bzw. der Umgang des Thrones oder auch eine asabiya (Solidarität eines Stammes), vor der sich der Herrscher in acht nehmen muss. So findet der Vermögende hinter ihrem Rücken Schutz und kann vor Feindseligkeiten sicher sein. Hat er diesen Schutz nicht, wird er zum Opfer aller erdenklichen Hinterlist und gesetzlichen Vorwände.

«Allah entscheidet. Und es gibt niemand, der seine Entscheidung revidieren könnte.» [Koran 13. 41]

(Ibn Khaldun, Buch der Beispiele – Die Einführung/al-Muqaddima, übersetzt von Mathias Pätzold, Seite 191-192)

Buchauszug: Yusuf al-Qaradawi – Beziehungen mit Nichtmuslimen

«Beziehungen mit Nichtmuslimen

Wenn wir die islamischen Lehren über die Beziehungen mit Nichtmuslimen im Zusammenhang mit halal und haram zusammenfassen wollen, stellen wir fest, daß die beiden folgenden Koranverse ausreichen, weil sie umfassende Richtlinien hierüber enthalten. Allah der Erhabene spricht:

„Allah verbietet euch nicht, gegen die, die nicht in Sachen des Glaubens gegen euch gekämpft oder euch aus euren Häusern vertrieben haben, gütig und gerecht zu sein. Siehe, Allah liebt die gerecht Handelnden. Allah verbietet euch nur mit denen, die euch in Sachen des Glaubens bekämpft und euch aus euren Wohnungen vertrieben und bei eurer Vertreibung geholfen haben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt, das sind die Ungerechten.“
(60:8-9)

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3 mal Roland Baader (I)

»Man hilft den Armen nicht, wenn man dafür sorgt, dass sich Armut lohnt.«

»Das Höchstmaß an „sozialer Gerechtigkeit“ ist erreicht, wenn wir alle als Penner durch die Straßen irren.«

»Versklavung kann man definieren als die Enteignung von Lebenszeit und Arbeitsleistung. Nichts anderes sind Steuern und Abgaben.«

Die Vorstellung von freier Marktwirtschaft im frühen Islam – Von Abu Hanifa bis Ibn Khaldun, Zustimmung für den freien Markt (4. Teil)

Der folgende Text stammt von Suleyman Dost, einem türkischstämmigen Doktoranten des Fachbereichs »Nah-östliche Sprachen und Zivilisationen« an der University of Chicago (hier ein Auszug aus seiner Dissertation), und wurde von mir (Yahya ibn Rainer) in die deutsche Sprache übertragen. Das englischsprachige Original ist »HIER« zu finden

Ein anderer islamischer Gelehrter, der ausführlich über Wirtschaft geschrieben hat, war al-Mawardi, der in seinem berühmten Werk Al-Ahkam al-Sultaniyya verschiedenste Themen behandelte, angefangen von Landwirtschaft, über Steuerpolitik bis hin zum Posten der Marktaufsicht (muhtasib).

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Kurz gesagt: #EheFuerAlle #EheFuerAlleVier #EheFuerAllah

polygamie

In Zeiten, wo weltweit, öffentlich und mit viel Zustimmung – unter dem Motto #MarriageEquaility – die Anerkennung der #HomoEhe gefordert und umgesetzt wird, kann es wohl keine Ungeheuerlichkeit darstellen, unter dem gleichen Motto auch die #PolygameEhe zu legalisieren und anzuerkennen.

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Buchauszug: Bertrand de Jouvenel – Gerechtigkeit, göttlich oder Spielball der Neigungen?

„Viele Autoren haben gemeint, jede «metajuridische» Suche nach dem Gerechten sei müßig. Gerecht, sagten sie, sei das, was der bekannten Regel entspricht, ungerecht, was ihr widerspricht. Die Regel sei der Maßstab des Gerechten und des Ungerechten, und man kenne kein Mittel, woran der Maßstab selbst sich messen ließe; es sei unmöglich, zu sagen, eine Regel sei gerecht oder ungerecht; denn womit könne man sie vergleichen, um hier entscheiden zu können?

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Buchauszug: Bertrand de Jouvenel – Von der Gerechtigkeit

„Alle klassischen Definitionen bezeugen, daß die Gerechtigkeit als etwas aufgefaßt wurde, was in den Seelen wohnt oder wohnen sollte. So in den Institutionen des Justinian: „Gerechtigkeit ist der beständige und immerwährende Wille, jedem sein Recht zu gewähren“. Die Gerechtigkeit erscheint also hier als ein Zustand des Willens. […]

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Zitat: Christian Rogler – Das kulturelle Äquivalent zur wirtschaftspolitischen Forderung nach Verstaatlichung

„Offenbar ist die Forderung nach einem Kopftuchverbot in einem Land, das Schamlosigkeit mit „Befreiung“ verwechselt, das kulturelle Äquivalent zur wirtschaftspolitischen Forderung nach Verstaatlichung von Produktionsmitteln, um Gleichheit herzustellen, die man mit „Gerechtigkeit“ verwechselt.“

(Christian Rogler, Unternehmer, Redakteur sowie sozialkonservativer und staatskritischer Reakionär >>)

Buchauszug: Markus v. Hänsel-Hohenhausen – Das Leben ist Materie, rational und deshalb verfügbar geworden

„Das Leben ist Materie, rational und deshalb verfügbar geworden, ohne dass das in industrialisierte Arbeitsprozesse alternativlos eingespannte Individuum damit die verheißene Freiheit erlangen könnte. Der Dauerdiskurs um die Verteilung der Güter, die die moderne, aufgeklärte Auffassung von „Gerechtigkeit“ ist, ist ein Aspekt dieser neuen Unfreiheit. Die Materialisierung des Lebens zeigt das Unentrinnbare, Diktatorische der Aufklärung, wie sie uns durch den Lauf der Geschichte hindurch erreicht hat, ihre Totalität, das Zwanghafte und das Zerstörerische ihrer Rationalisierung.

Seit 200 Jahren hofft der moderne Mensch, durch die Zweckmäßigkeit seines Handelns Herr über die Welt zu werden. Seine Herrschaft über die Materie soll ihn von ihr befreien. Ein banaler Irrtum, denn was er beherrscht, wird er niemals los.“

(Dr. Markus von Hänsel-Hohenhausen, Hitler und die Aufklärung – Der philosophische Ort des Dritten Reiches, Seite 26)

Fundstück: „Fliegende Blätter“ – Die Communisten

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Bürger: „Ja, du redest immer von Gleichheit und Gütertheilen, allein ich setze den Fall, wir haben getheilt, und ich, ich spare meinen Theil und du verschwendest den Deinigen, was dann?“

Communist: „Ganz einfach! Dann theilen wir wieder!“

(Fliegende Blätter, München, 1844 / Hier die Karikatur dazu >> http://digi.ub.uni-heidelberg.de)

Buchauszug: Schmitz du Moulin – Der Muselman kennt und erkennt nur göttliches Gesetz (1904)

„Das persönliche Gefühl ist in Europa gänzlich versklavt, verknechtet und verdorben. Die Gesetze treten an die Stelle der Gerechtigkeit und die Regierungsmassregeln an die Stelle von Recht und Pflicht. Die meisten Völker Europas sind so an ihre Ketten gewöhnt, alle Menschenwürde ist so aus ihnen herausgequetscht, dass sie ihren Zustand weder fühlen noch einsehen. Sie sind den Ochsen gleich, die auch wohl denken mögen, der Wagen, den sie schleppen, sei ein nötiges Attribut zum Ochsen.

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3 mal Nicolás Gómez Dávila (XXXV)

„Die Revolutionen entsetzen, aber die Wahlkampagnen ekeln einen an.“

„Keine soziale Klasse hat die anderen unverschämter ausgebeutet als die. die sich heute selbst „Staat“ nennt.“

„Der Akt, durch den ein Individuum seiner Güter beraubt wird, heißt Raub, wenn ein anderes Individuum ihn begeht.
Und soziale Gerechtigkeit, wenn eine ganze Gruppe es plündert.“

 

3 mal Nicolás Gómez Dávila (XXXIV)

„Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken.“

„“Soziale Gerechtigkeit“ ist der Begriff, um Anspruch auf irgendeine Sache zu erheben, auf die wir kein Recht haben.“

„Die sterbenden Gesellschaften häufen Gesetze an wie die Sterbenden Heilmittel.“

 

Auszug: Johann Ludwig Burckhardt – Wahhabitische Regierung (1814)

Johann Ludwig Burckhardt befand sich um 1814 im Rahmen seiner Pilgerfahrt auf der arabischen Halbinsel und erlebte dort hautnah das 1. Wahhabitenreich. In seiner Abhandlung Bemerkungen über die Beduinen und Wahaby, berichtet er ausführlich über den Charakter dieses Reiches und über die Kämpfe die zu seinem Untergang führten.

Im folgenden Auszug stellt er kurz dar, wie der wahhabitische Regent Saud seine Araber führte:

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