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Auszug: Ewa Zajaczkowska – Wo waren denn die deutschen Männer?

Man kann zu dieser Aussage von Frau Zajaczkowska inhaltlich stehen wie man will. Vor allem die plakative Verallgemeinerung „von den Muslimen“ ist sicherlich unreflektiert – wir reden bei den Horden von Auto- & Altmetalldieben aus Polen ja auch nicht von den Katholiken, aber der letzte Satz regt auf jeden Fall zum Grübeln an.

«[Es] scheint mir, dass sich die Deutschen im Zuge der allgegenwärtigen Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen und von ihren traditionellen, konservativen Werten verabschiedet haben, sodass ein neuer Typus des modernen Deutschen entstanden ist, der für alles Toleranz aufbringt und die Multikulti-Politik unterstützt.

Sinnbildlich hierfür sind die Frauen, die am Kölner Hauptbahnhof belästigt und vergewaltigt worden sind, aber schon wenige Tage später mit Blumen in den Händen weitere Flüchtlinge begrüßten. Das zeigt doch nur, wie grotesk und dumm eine Politik der für alle offenen Grenzen ist. Außerdem frage ich mich: Wo waren denn die deutschen Männer, als ihre Frauen von den Muslimen beraubt und vergewaltigt worden sind?»

[Ewa Zajaczkowska, studierte Lehrerin für Geschichte und Sozialkunde sowie führendes Mitglied der polnischen KORWiN-Partei (Koalition der Erneuerung der Republik Freiheit und Hoffnung) in einem Interview mit dem Magazin eigentümlich frei, Nr. 160, Seite 37]

5-seitiges Interview in der aktuellen Ausgabe des Monatsmagazins eigentümlich frei

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Normalerweise meinen es die Medien nicht gut mit uns „Salafisten“, und so rate ich aus eigener Erfahrungen jedem orthodoxen Muslim davon ab, sich für Interviews o.ä. zur Verfügung zu stellen.

Interviews werden letztendlich fast immer zurecht geschnitten, damit am Ende bloß nichts übrig bleibt, was den „Salafisten“ als normalen Menschen darstellen könnte. Der Mainstream kann es sich einfach nicht erlauben, dem herrschenden Vorurteil ins Wort zu reden.

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Auszug: Navid Kermani – Der „Kippa/Turban-Test“ in Teheran

„Stellt euch mit einer Kippa auf dem Kopf an eine Straße in Teheran und haltet Ausschau nach einem Taxi. Ihr werdet kein Problem haben, eins zu finden. Im Gegenteil: Seid nicht überrascht, wenn der Fahrer euch zum Essen einlädt, und sei es, um euch nach einem Visum zu fragen. Aber lasst euch einen Bart wachsen, setzt einen Turban auf, und stellt euch dann im Mullah-Kostüm in Teheran an die Straße: Ihr werdet kein Taxi finden. Jedenfalls nicht so schnell. Und wenn ihr doch eins gefunden habt, wird euch der Fahrer mit Vorwürfen überschütten. Oder den neuesten Präsidenten-Witz erzählen. Oder euch fragen, was um Herrgottswillen denn der Islam nun wieder zum Thema Seife oder Schuhputzen gesagt hat, dass der neue Präsident so ungepflegt daherkommt.“

(Zitiert aus „Iran – Eine Parabel über die Unmoral der Politik“, Monatsmagazin eigentümlich frei, Ausgabe Nr. 65, Seite 24)

Auszug: Rahim Taghizadegan – Der Iran nach seiner „islamischen“ Revolution

„Der Iran ist unter islamischen Ländern bei Prostitution und Drogenkonsum ein Spitzenreiter. Sogar Ayatollahs betreiben Puffs. Im Ernst: Im schiitischen Islam gibt es die Institution der Zeitehe. Von einem Geistlichen kann eine zeitlich beschränkte Ehe geschlossen werden, die Geschlechtsverkehr erlaubt. Kein Wunder, dass sich einige Ayatollahs ein Zubrot damit verdienen, stundenweise Ehen zu schließen und die Zimmer für die „Hochzeitsnacht“ gleich selbst zu vermieten. Das Drogenproblem hat so zugenommen, dass im Iran mittlerweile seitens des Staates saubere Nadeln (und übrigens auch Kondome) ausgegeben werden, um die Ansteckung mit „Aids“ einzuschränken.

In den meisten Haushalten finden sich hochprozentige Alkoholika, oft geschickt hinter einem Khomeini-Portrait im Wandsafe versteckt, in Maultieren über die Grenze geschmuggelt. Die ausgelassenen Parties in Teheraner Nobelvierteln sind legendär. Zu allem Überdruss lebt in der „Islamischen Republik“ heute die am weitesten säkularisierte Gesellschaft der Region. Mittlerweile werden religiöse Jugendliche von ihren Studienkollegen ausgelacht“

(Rahim Taghizadegan, Iran – Eine Parabel über die Unmoral der Politik, Monatsmagazin eigentümlich frei, Ausgabe Nr. 65, Seite 24)

Auszug: Dominik Tischleder – Die hilflose Anrufung des „Abendlandes“ ist womöglich Ausdruck eines verzweifelten Relativismus

«Nun, da nach Lage der Dinge das „Abendland“ wie auch die „Leitkultur“ nicht mehr vorhanden sind, sondern faktisch, egal wie bedrohlich oder sonstwie unschön man das findet, einem Pluralismus der Lebensformen weichen mussten, ist all das, was dann einem „Abendländer“ als besonders „abendländisch“ gilt, für seine Mitbürger nicht mehr unmittelbar einsichtig und bindend. Deshalb kann man in leichter Abwandlung Carl Schmitts formulieren: „Wer Abendland sagt, will geltend machen und durchsetzen. Tugenden übt man aus; Normen wendet man an; Befehle werden vollzogen, aber das Abendland wird gesetzt und durchgesetzt.“

In der Benutzung des Begriffs spiegelt sich eine Machtfrage: Wer interpretiert die Geschichte? Gleichsam also das Interesse derjenigen, die sie beantworten und nun auf Durchsetzung drängen. Vor allem wird das, was „Abendland“ inhaltlich ausmachen soll, rettungslos durch die jeweils gerade aktuellen politischen Lagen und Wertvorstellungen bestimmt, heute sind es eben die „judeo-christlichen Werte“, früher mehr die Werte der „Volksgemeinschaft“ oder die Abendlandwerte der „Grand Nation“.

Die hilflose Anrufung des „Abendlandes“ in politischer Absicht ist, entgegen seiner Intention, womöglich selbst Ausdruck eines verzweifelten Relativismus, denn in der Nutzbarmachung ist sie eben nicht Ausdruck einer Gemeinschaft, die versucht, das Gute zu erkennen und zu tun, sondern selbstgerechter Ausdruck derer, die die Wahrheit beziehungsweise das, was sie dafür halten, bereits gefunden haben. Ein Zug zur Gesinnungsschnüffelei wird so unvermeidlich, denn um Gesinnung geht es ja, wenn man genötigt wird, sich zu irgendwelchen gerade aktuellen „Abendlandwerten“ zu bekennen, nur weil man beispielsweise ein rechtschaffener, hier wohnender Bürger islamischen Glaubens ist.»

(Dominik Tischleder, Pegida und das „Abendland“ – Gegenwartsskizze und Begriffsgeschichte, Magazin eigentümlich frei, Nr. 150, Seite 18-19)

Islam und Marktwirtschaft: Die weise Kapitalistin und der Kaufmann

Der folgende Beitrag erschien zuerst in der Jan./Feb.-Printausgabe (Nr.149) des Magazins eigentümlich frei. Ein recht herzlicher Dank geht an dieser Stelle raus an den Herausgeber und Chefredakteur dieses freien und mutigen Blattes.

Wenn Muslime Roland Baader lesen

Es war einmal, vor etwa 1.420 Jahren, da lebte eine sehr wohlhabende Witwe inmitten der arabischen Wüste, in einer kleinen Handelsstadt. Den Wohlstand verdankte sie ihrem ersten Ehemann, der, als er verstarb, ihr sein gesamtes Vermögen vererbte.

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Salafismus: Außenwahrnehmung, Anspruch und Realität – Eine nüchterne Annährung

Der folgende Beitrag erschien zuerst in der Dezember-Printausgabe (Nr.148) des Magazins eigentümlich frei. Ein recht herzlicher Dank geht an dieser Stelle raus an Herausgeber und Chefredakteur dieses freien und mutigen Blattes.

Eine nüchterne Annäherung

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Auszug: Robert Grözinger – Der Westen hat den Geist aufgegeben

„Der Westen hat den Geist aufgegeben. In Syrien und im Irak kämpfen Leute, die glauben, Gott sei auf ihrer Seite. Wie das auf die Einsatzbereitschaft wirkt, hat schon Paulus gewusst: „Ist Gott für uns, wer kann dann gegen uns sein?“

Der Glaube, Gottes Werk auf Erden zu erfüllen, verbunden mit dem Versprechen, nach dem irgendwann unvermeidlichen Tod in ein wie auch immer geartetes Himmelreich zu gelangen, ist spirituell unschlagbar. Das Versprechen des Westens dagegen, die Freiheit zu haben, sich seinen irdischen Ausbeuter selbst auszusuchen, auch Demokratie genannt, wirkt dagegen nicht einmal erbärmlich. Schon gar nicht, wenn Wahlen ohnehin kaum etwas ändern.

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Auszug: Thomas Fasbender – Sie kämpfen für Identität

„Der von Buchanan prophezeite Kampf zwischen Homo davosiensis und den Anhängern der alten Identitäten ist längst entbrannt. Gulliver im globalen Dorf bemerkt die Nadelstiche und reagiert gereizt. Auf allen Seiten marschieren die Liliputaner auf, verteilt über ein höchst widersprüchliches Sammelsurium von Fronten: Dritte-Welt-Bauern gegen Monsanto, Nestlé und Unilever; Islamisten gegen den säkularen Staat; die Netzgemeinde gegen Überwachung, Kontrolle und Datenspeicherung; Wutbürger gegen die Pläne der Großeuropäer in Brüssel; Identitäre gegen ein multikulturelles Europa; Antiglobalisten gegen die geballte Bankenmacht; Schweizer für das Recht zu bestimmten, wer in ihrem Lande Wohnsitz nehmen darf und wer nicht.

All das hängt zusammen, quer durch alle politischen Lager, durch alle Kulturen, durch alle sozialen Schichten. Sie kämpfen für Identität, wie sie sie verstehen, für ein Dasein, das nicht nur der Effizienz und dem Bruttosozialprodukt geschuldet ist. Für Familie, Heimat (auch metaphysische), private Räume (auch im Netz), Herkommen, Zugehörigkeit. Sie kämpfen für Dinge, die sich ähnlich bleiben und berechenbar sind auch im Wandel der Zeit.
Sie kämpfen für etwas, das gilt, und gegen Beliebigkeit.“

(Thomas Fasbender, Identität und Kunst: Krim-Sezession als Zäsur, eigentümlich frei Nr. 142, Seite 43)

Fundstück: David Goldman – How Civilizations Die (And Why Islam Is Dying Too)

Der Publizist David Goldman gehört international zu den interessantesten konservativen Köpfen. Mit seiner analytischen Schärfe und seinen unorthodoxen und immer kontroversen Betrachtungen hat er sich unter dem Pseudonym „Spengler“ als Blogger der „Asia Times“ einen Namen gemacht. Das Pseudonym kam nicht von ungefähr. Wie Oswald Spengler in seinem Hauptwerk „Der Untergang des Abendlandes“ zeichnet Goldman kulturelle Verfallsprozesse nach und beschreibt den demographischen Umbruch in vielen Ländern dieser Welt. Seine Sichtweisen hat er in einem Buch mit dem plakativen, an Oswald Spengler angelehnten Titel „How Civilisatons die (and why Islam is dying too)“ („Warum Zivilisationen sterben und warum auch der Islam stirbt“) zusammengefasst. Dieses Buch hat in Deutschland wenig Beachtung gefunden. Das wohl, weil sich sein Standpunkt kaum in die hiesigen Denkmuster und Kontroversen einordnen lässt. Goldman vertritt einen universalistischen Konservatismus auf der Basis der jüdisch-christlichen Tradition. […]

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Auszug: Ferdinand A. Hoischen – Tradierte abendländische Rechtsauffassung

„Recht und Gesetz

Im Mittelalter existierte eine Fülle von kirchlichen und weltlichen Rechtsnormen und Rechtsvorschriften. Entgegen der weit verbreiteten Meinung vom „finsteren Mittelalter“ gab es so gut wie keine rechtsfreien Räume. Alle Belange des zwischenmenschlichen Miteinanders waren in irgendeiner Weise geregelt. […]

Das grundlegende Prinzip mittelalterlicher Politik war, dass alle, auch der König, durch das Recht gebunden waren, dass ein rechtloser Herrscher kein rechtmäßiger König ist, sondern ein Tyrann, dass dort, wo keine Gerechtigkeit herrscht, auch kein Gemeinwesen Bestand haben kann und dass ein Vertrag besteht zur Wahrung des Rechts zwischen Herrscher und Untergebenen. Der König war nicht dazu da, Gesetze zu erlassen, sondern das vom Volk durch Gewohnheit geschaffene Recht zu bewahren. König und Volk waren nicht einander verpflichtet, sondern Vielmehr beide gleichermaßen dem Recht – mit der Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass die Unversehrtheit des Rechts erhalten wurde. Eine Rechtsverletzung durch eine Seite gab der anderen Seite die Verpflichtung, die Verletzung zu beseitigen.

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Auszug: Ferdinand A. Hoischen – Wer zur Wahl geht, …

„Demokratisch verfassten Staaten ist das Wählen angeboren, da es sich angeblich um die Herrschaft des Volkes über sich selbst handelt. Tatsächlich ist bereits die „Demokratie“ nur eine Abstraktion, die die Herrscher benutzen, um die Aufmerksamkeit ihrer Untertanen abzulenken. In dem Glauben, dass der Staat ihre Interessen wahrnehme und dass sie durch die Wahl dessen Richtung und Energien kontrollieren, identifizieren sich die meisten Männer und Frauen mit dem Staat und seiner Politik.

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Auszug: Bruno Bandulet – 100. Jahrestag der europäischen Urkatastrophe

„Da sich deutsche Politiker auch für Geschichtsschreibung für zuständig halten, dürfen wir gespannt sein, was wir demnächst zum 100. Jahrestag der europäischen Urkatastrophe zu hören bekommen. Dass das Deutsche Kaiserreich den Großen Krieg entfesselt habe, galt auch den Weimarer Sozialdemokraten noch als ‚Kriegsschuldlüge‘. Ihre Nachkommen sehen das etwas anders.

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Auszug: Jan von Flocken – Wahlarithmetiker und Demokratielobhudler

Der deutsche Historiker und ausgezeichnete Journalist Jan von Flocken in einem Interview mit eigentümlich frei, auf die Frage: „Gehen Sie eigentlich wählen?“

„Allenfalls zur Bürgermeisterwahl in meiner brandenburgischen Kleinstadt. Ansonsten ist es mir schlichtweg peinlich, wie die meisten Deutschen alle vier Jahre an die Urne pilgern und gleichzeitig die Überzeugung hegen, es würde sich „ja doch nichts ändern“ oder „die da oben machen doch was sie wollen“. Warum bleiben die Leute mit solcher Meinung dann am Wahltag nicht einfach zu Hause? Bei einer Wahlbeteiligung im Bund von unter zehn Prozent würden selbst die lautstärksten Wahlarithmetiker und Demokratielobhudler erheblich Probleme bekommen. Wer meint, unbedingt etwas in diesem Land ändern zu müssen, sollte zumindest dem System der Fassadendemokratie seine Verachtung zeigen, indem er sich nicht von ihm als Trauzeuge missbrauchen lässt. Doch viele Deutsche scheinen einfältigen Stolz zu empfinden, wenn sie alle vier Jahre ein paar Kreuzchen machen dürfen.“

(Journalismus in der DDR und danach: Fakten stören – damals wie heute, Interview mit Jan von Flocken in eigentümlich frei Nr.133, Seite 37)

Auszug: Freerk Huisken – Das schlagendste Lob, dass für die Demokratie aufgefahren wird: Freiheit!

„Das schlagendste Lob, dass für die Demokratie aufgefahren wird, lautet immer noch: Freiheit!

Wo, heißt es, darf man denn sonst schon seine Kritik so frei sagen? Und: Welches System erlaubt seinen Bürgern schon so viele Freiheiten?! Stimmt, diese Freiheiten gibt es: Die reichen von der Meinungsfreiheit über die Versammlungsfreiheit bis hin zur Koalitionsfreiheit. Man darf zudem seine Religion frei ausüben und heiraten, wen man will. Man darf einen Beruf nach eigener Wahl aussuchen und die Freizügigkeit auf dem hiesigen Territorium ist tatsächlich auch noch gestattet.

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