Archiv für den Monat: Februar 2013

Buchauszug: Abdul Azim Islahi: Elemente der Werttheorie und muslimische Gelehrte

Der folgende Text stammt – als englischsprachiges Original – aus der Publikation Contributions of Muslim Scholars to Economic Thought and Analysis von Prof. Dr. Abdul Azim Islahi und wurde von mir, so gut es nur ging, in die deutsche Sprache übersetzt.

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Buchauszug: Ibn Khaldun – Über den Umgang mit einer Aussage

„[…] wenn die Seele sich beim Empfang … [einer] Aussage in einem ausgeglichenen Zustand befindet, dann gibt sie ihr die ihr von Rechts wegen zustehende genaue Prüfung und Einsicht, so dass das, was daran wahr ist, vom Unwahren unterschieden werden kann. Wenn sie aber die Parteinahme für eine Meinung oder Glaubensrichtung befallen hat, nimmt sie auf Anhieb solche Aussagen an, die ihr passen. Diese Neigung und Parteinahme ist eine Hülle über dem Auge ihres Einblicks, welche die Kritik und genaue Prüfung verdeckt, so dass sie in die Lage gerät, die Unwahrheit anzunehmen und weiterzuleiten.“

(Ibn Khaldun, Die Muqaddima, übersetzt von Alma Giese, Seite 98)

Materialien zur Geschichte der Wahaby – 07.5 – Kriegsberichterstattung

Im September 1814 war die Macht des Paschas folgender Gestalt verteilt: gegen 200 Mann waren mit Ibrahim Aga, dem Moherdar, oder Siegelbewahrer Mohammed Alys, zu Mekka, wie auch 150 arabische Soldaten unter dem Scherif Yahya. Zwischen 3 und 400 Mann unter dem Befehle des Divan Effendi waren zu Medinah; 100 Mann bildeten die Garnison von Yembo, und 200 standen zu Dschidda. Tusun Pascha lag mit 350 Mann zwischen Yembo und Medinah. Mohammed Aly hatte zu Tayf 300 Türken bei sich, wovon der dritte Teil aus Reiterei bestand. Hassan Pascha behauptete die Position von Kolach mit 1000 Mann seiner Arnauten; und sein Bruder Abdin Bey befehligte die vorgeschobenen Posten der Armee, aus 1200 Arnauten und 400 Mann Reiterei bestehend, die eben aus Kairo angelangt waren. Diese vorgeschobenen Posten waren drei, oder vier Tagereisen südlich von Tayf in das Gebiet der Beni Naszera und in den Distrikt des Stammes Zohran vorgerückt, wo der Scheikh Bakhrudsch, der Anführer der Ghamez-Araber, hauptsächlich gegenüber stand. Sie hatten den Vorteil, in einem fruchtbaren Lande zu liegen, welches hinlänglich Korn und Gerste für ihren Bedarf lieferte; und dadurch waren sie unabhängig von den Magazinen zu Tayf.

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Zitat: Edward Abbey – Dieses Verfahren ist bekannt als Rechtsstaatlichkeit

„Wenn Sie sich weigern, ungerechte Steuern zu zahlen, wird Ihr Eigentum konfisziert.
Wenn Sie Ihr Eigentum verteidigen, werden Sie verhaftet.
Wenn Sie sich der Verhaftung widersetzen, werden Sie niedergeknüppelt.
Wenn Sie sich dagegen wehren, werden Sie erschossen.
Dieses Verfahren ist bekannt als Rechtsstaatlichkeit.“

 (Edward Abbey, US-amerikanischer Naturforscher, Philosoph und Schriftsteller)

3 mal Nicolás Gómez Dávila (V)

„Die Resultate der modernen »Befreiung« lassen uns mit Wehmut an die abgeschaffte ‚bürgerliche Heuchelei‘ zurückdenken.“

„Die Beimischung einiger Tropfen Christentums zu einer linken Gesinnung verwandelt den Trottel in einen perfekten Trottel.“

„Der Mensch ist Geschöpf oder Gott. – Die Alternative ist abrupt und die Wahl unumgänglich. Alles was wir denken fällt unter eine der zwei Kategorien.“

Gedicht: Wilhelm Busch – Ulum al-Qulub

Es wird mit Recht ein guter Braten
Gerechnet zu den guten Taten;
Und daß man ihn gehörig mache,
Ist weibliche Charaktersache.

Ein braves Mädchen braucht dazu
Mal erstens reine Seelenruh,
Daß bei Verwendung der Gewürze
Sie sich nicht hastig überstürze.

Dann zweitens braucht sie Sinnigkeit,
Ja, sozusagen Innigkeit,
Damit sie alles appetitlich,
Bald so, bald so und recht gemütlich
Begießen, drehn und wenden könne,
Daß an der Sache nichts verbrenne.

In Summa braucht sie Herzensgüte,
Ein sanftes Sorgen im Gemüte,
Fast etwas Liebe insofern,
Für all die hübschen, edlen Herrn,
Die diesen Braten essen sollen
Und immer gern was Gutes wollen.

Ich weiß, daß hier ein jeder spricht:
Ein böses Mädchen kann es nicht.

Drum hab ich mir auch stets gedacht
Zu Haus und anderwärts:
Wer einen guten Braten macht,
Hat auch ein gutes Herz.