Schlagwort-Archive: Buchauszug

Max Horkheimer über das Vorurteil

«Vorurteil nennt ursprünglich einen harmlosen Tatbestand. In alten Zeiten war es das auf frühere Erfahrung und Entscheidung begründete Urteil, praejudicium. Später hat die Metaphysik, Descartes, Leibniz zumal, eingeborene Wahrheiten, Vorurteile im strengen Sinne, zur höchsten philosophischen Wahrheit erklärt. Sätze „a

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Theodor W. Adorno über seine Rückkehr nach Deutschland und die deutsche Sprache

»Der Entschluß zur Rückkehr nach Deutschland war kaum einfach vom subjektiven Bedürfnis, vom Heimweh, motiviert, so wenig ich es verleugne. Auch ein Objektives machte sich geltend. Das ist die Sprache. Nicht nur, weil man in der neuerworbenen niemals, mit allen

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Theodor W. Adorno – Spenglers Vorhersagen auf gewisse Tendenzen der Demokratie; aus sich heraus in Diktatur umzuschlagen

»Die Gewalt Spenglers wird sichtbar durch Konfrontation einiger seiner Thesen mit den späteren Entwicklungen. […]

Um die Gewalt Spenglers zu zeigen, seien zunächst nicht die allgemeinen geschichtsphilosophischen Grundgedanken vom pflanzenhaften Wachsen und Absterben der Kulturen diskutiert, sondern die Zuspitzung dieser

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Theodor W. Adorno über Oswald Spengler und seinen Untergang des Abendlandes (1950)

«Wenn die Geschichte der Philosophie nicht so sehr in der Lösung ihrer Probleme besteht als darin, daß die Bewegung des Geistes jene Probleme wieder und wieder vergessen macht, um die sie sich kristallisiert, dann ist Oswald Spengler vergessen worden mit

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Stefan Weidner über die Trennung von Politik und Religion

„Die Vermengung von Religion und Politik, die der Westen heute dem Islam vorwirft und ihm pauschal unterstellt, ist nicht nur auch ein europäisches Problem gewesen, in vormoderner Zeit war sie auch nur ein europäisches Problem! Die Glaubwürdigkeitskrise, in welche sie

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Ozan Zakariya Keskinkilic & Ármin Langer – Der Orientalismus als Legitimationsfolie für die Herrschaftsrechtfertigung Europas

»Dazu gehört auch, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus zusammenzudenken, statt Ungleichheiten zu hierarchisieren und marginalisierte Gruppen gegeneinander auszuspielen. Nicht ohne Grund bezeichnete schon Edward W. Said, Mitbegründer der Postkolonialen Theorie, den Orientalismus als «merkwürdigen, geheimen Beteiligten des europäischen Antisemitismus» («a strange,

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Buchauszug: Dr. Yasemin Shooman – Muslime und Juden trennen nicht nur Dinge, es eint sie auch vieles

» […] Studien [belegen], dass Menschen, die antisemitische Einstellungen zeigen, auch verstärkt antimuslimischen Aussagen zustimmen – und umgekehrt.

Dies verdeutlicht bereits: Muslim*innen und Jüdinnen*Juden trennen nicht nur Dinge, es eint sie auch vieles – wie der Umstand, eine religiöse Minderheit

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Buchauszug: Horkheimer & Adorno – Wie der gestürzte Gott in einem härteren Götzen wiederkehrt

«Die Familie, zusammengehalten nicht durch die romantische Geschlechtsliebe, sondern durch die Mutterliebe, die den Grund aller Zärtlichkeit und sozialen Gefühle bildet[193], gerät mit der Gesellschaft selbst in Konflikt.

„Bildet euch nicht ein, gute Republikaner zu machen, so lange ihr die

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Buchauszug: Horkheimer & Adorno – Die Leugnung Gottes […] negiert das Wissen

«Kants Prinzip, „alles aus der Maxime seines Willens als eines solchen zu tun, der zugleich sich selbst als allgemein gesetzgebenden zum Gegenstand haben könnte“, ist auch das Geheimnis des Übermenschen. Sein Wille ist nicht weniger despotisch als der kategorische Imperativ.

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Buchauszug: Gustave le Bon – Hygiene und Heilmittelkunde bei den Arabern

«Die Bedeutung der Hygiene war den Arabern nicht unbekannt. Sie wußten, daß man durch Hygiene Krankheiten vorzubeugen vermag, welche die Medizin nicht heilen kann. Sehr weise sind die Vorschriften im Koran: häufige Waschungen, Verbot des Weintrinkens, in heißen Ländern Bevorzugung

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Buchauszug: Gustave le Bon – Der arabische Chirurg Albukassis, die Quelle aus der alle Chirurgen nach dem 14. Jahrhundert schöpften

«Der berühmteste arabische Chirurg war Albukassis von Cordoba, gestorben 1107. Er hat viele chirurgische Instrumente erfunden, die in seinen Werken abgebildet sind. Im übrigen Europa wurde er erst im fünfzehnten Jahrhundert bekannt, dann aber wurde sein Einfluß überaus groß. Der

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Buchauszug: Gustave le Bon – Die Werke des arabischen Mediziners Avicenna waren 600 J. der Universalkodex der Medizin

«Der berühmteste aller arabischen Mediziner war Avicenna. Mehrere Jahrhunderte lang war sein Einfluß so groß, daß man ihn den Fürsten der Medizin nannte. Er wurde 980 geboren und starb 1037. […] Sein medizinisches Hauptwerk, „Kanon“ genannt, umfaßt Physiologie, Hygiene, Pathologie,

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Buchauszug: Gustave le Bon – Der arabische Mediziner Rhazes als Pionier auf dem Gebiet der Kinderkrankheiten

«Einer der berühmtesten arabischen Mediziner war Rhazes, der auch ein hervorragender Chemiker war. Er wurde um 850 geboren und starb 932. Fünzig Jahre lang praktizierte er in Bagdad Medizin. Er schrieb über sehr verschiedene Themen: Philosophie, Geschichte, Chemie, Medizin usw..

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