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Ibn Khaldun geht hart mit seinen Volksgenossen, den Arabern, ins Gericht

Der Universalgelehrte  Ibn Khaldūn (gest. 808 n.H.) geht in der legendären Muqaddimah zu seinem Geschichtswerk sehr hart mit seinen Volksgenossen, den Arabern, ins Gericht.

Hier nur einige wenige Auszüge, beginnend mit dem 25. Abschnitt des 2. Kapitels:

«Die Araber vermögen nur über flaches Land Obmacht zu erlangen. Das ist deshalb so, weil die Araber aufgrund ihrer wilden und ungebundenen Natur ein Menschenschlag von Räubern und Zerstörern sind, die alles plündern, was sie ohne Kampf und ohne sich einer Gefahr auszusetzen, bekommen können, […]

Länder, die von Arabern erobert wurden, ereilt alsbald der Ruin. Die Ursache hierfür ist darin zu suchen, dass die Araber ein wild und ungebunden lebendes Volk sind, bei dem die Gewohnheiten und Gebräuche dieser Lebensform fest verwurzelt sind. Sie ist für die Araber zur Wesensart und zweiten Natur geworden. Sie empfinden dies als sehr angenehm, da sie auf diese Weise dem Joch der Herrschaft entgehen und sich nicht politischer Autorität unterzuordnen brauchen. Eine solche Veranlagung ist das Gegenteil des zivilisierten Lebens und mit diesem unverträglich. […]

Ebenso liegt es in der Natur der Araber, andere ihres Besitzes zu berauben. Ihren Lebensunterhalt erwerben sie mit Hilfe ihrer Lanzen. Wenn es darum geht, Menschen ihr Eigentum fortzunehmen, gibt es für sie keine Schranke, vor der sie halt machen würden. Vielmehr rauben sie alles, was ihr Blick an Geld, Gütern und Geräten erspäht. […]

Des weiteren beauftragen sie die Handwerker und Gewerbetreibenden mit Arbeiten, für die diese keinen Gegenwert und weder Lohn noch Preis sehen. Die Arbeit aber ist, wie wir später ausführen werden, die Quelle und das eigentliche Wesen des Gewinns. Wenn nun die Arbeit entwertet wird und unentgeltlich erfolgt, schwinden die Hoffnungen auf Gewinn und ziehen sich die Hände von der Arbeit zurück. Die Bevölkerung flieht (aus der Stadt), und die Zivilisation geht schließlich zugrunde.

Auch kümmern sich die Araber nicht um gesetzliche Vorschriften oder fühlen sich veranlasst, die Menschen von Untaten abzuhalten und die einen vor den anderen zu schützen. Sie begehren lediglich das Eigentum der Menschen, das sie durch Raub und Schutzgeld an sich bringen. […]

Des weiteren rivalisieren die Araber untereinander um die Führerschaft. Kaum jemand wird die Macht einem anderen überlassen, es sei selbst der Vater, der Bruder oder ein bedeutender Mann der eigenen Sippe, und wenn, dann nur selten und widerwillig. Emire und (andere) Befehlshaber gibt es viele bei den Arabern. Für die Untertanen wechseln (nur) die Hände, die die Steuern einnehmen und die Gesetze schreiben. Die Zivilisation aber verfällt und geht zugrunde. […].»

Das ist längst nicht alles. Ibn Khaldun lässt beinah kein gutes Haar an seinen Volksgenossen. Doch es ist nicht aller Tage Abend, denn Ibn Khaldun schreibt bereits im 27. Abschnitt folgendes:

«[…] die Araber [sind] aufgrund ihres wilden und ungestümen Naturells unter allen Völkern am wenigsten bereit […], sich einander unterzuordnen, da sie roh, stolz und ehrgeizig sind und um die Führerschaft wetteifern. Nur selten kommen sie in ihren Wünschen überein. Doch wenn sie die Religion durch einen Propheten oder Heiligen erfahren, wirkt der Einfluß, der sie zu zügeln vermag, in ihnen selbst. Hochmut und Rivalität fallen dann von ihnen ab, und es wird für sie leicht, sich unterzuordnen und zueinander zu finden. Dies rührt von der sie umfangenden Religion her, die Grobheit und Stolz bei ihnen schwinden läßt und ihre Mißgunst und Rivalität in Schranken zwingt. […]»

Gewiss reichen hierzu nicht allein das Bekenntnis zum Islam, die äußerlichen Merkmale und die Verrichtungen der rituellen Pflichthandlungen. Der Islam muss allumfänglich verinnerlicht werden und sich durchweg im Handeln des Muslims zeigen, besonders im Umgang mit anderen Menschen.

Oswald Spenglers Darlegung der verschiedenen kulturellen Geistesepochen

Oswald Spengler unterteilt in seinem monumentalen kulturphilosophischen Geschichtswerk „Der Untergang des Abendlandes“ (1922) die Entwicklungsstadien der allgemeinen Geistesgeschichte in 4 Epochen, die er nach den Jahreszeiten benennt und innerhalb dieser Jahreszeiten in verschiedene Phasen einteilt.

FRÜHLING: Landschaftlich-intuitiv. Mächtige Schöpfungen einer erwachenden traumschweren Seele. Überpersönliche Einheit und Fülle.

  1. Geburt eines Mythus großen Stils als Ausdruck eines neuen Gottgefühls. Weltangst und Weltsehnsucht.
  2. Früheste mystisch-metaphysische Gestaltung des neuen Weltblickes.

SOMMER: Reifende Bewusstheit. Früheste städtisch-bürgerliche und kritische Regungen.

  1. „Reformation“: Innerhalb der Religion volksmäßige Auflehnung gegen die großen Formen der Frühzeit.
  2. Beginn einer rein philosophischen Fassung des Weltgefühls. Gegensatz idealistischer und realistischer Systeme.
  3. Bildung einer neuen Mathematik. Konzeption der Zahl als Abbild und Inbegriff der Weltform.
  4. „Puritanismus“: Rationalistisch-mystische Verarmung des Religiösen. Intellektueller Fanatismus.

HERBST: Großstädtische Intelligenz. Höhepunkt strenggeistiger Gestaltungskraft.

  1. „Aufklärung“: Glaube an die Allmacht des Verstandes. Kultus der „Natur“. „Vernünftige Religion“.
  2. Höhepunkt des mathematischen Denkens. Abklärung der Formenwelt der Zahlen.
  3. Die großen abschließenden Systeme.

WINTER: Anbruch der weltstädtischen Zivilisation. Erlöschen der seelischen Gestaltungskraft. Das Leben selbst wird problematisch. Ethisch-praktische Tendenzen eines irreligiösen und unmetaphysischen Weltstädtertums.

  1. Materialistische Weltanschauung: Kultus der praktischen Erfahrung des Nutzens, des Glückes.
  2. Ethisch-gesellschaftliche Lebensideale: Epoche der „Philosophie ohne Mathematik“.
  3. Innere Vollendung der mathematischen Formenwelt. Die abschließenden Gedanken.
  4. Sinken des abstrakten Denkertums zu einer fachwissenschaftlichen Kathederphilosophie. Kompendienliteratur.
  5. Das Ende: Ausbreitung einer letzten Weltstimmung.

In einer Schautafel vergleicht Spengler anhand dieser Unterteilung die Geistesgeschichten der indischen, der antiken (griechischen), der arabischen und der abendländischen Kultur.

Was meint ihr, an welcher Stelle er kurz und bündig „Mohammed, 620“ eingetragen hat?

Hier eine Neueditierung der Spenglerschen Schautafel auf http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-untergang-des-abendlandes-erster-band-5332/20

Buchauszug: Oswald Spengler – Die bolschewistischen Kreuzzüge in die arabische Zivilisation

«Der Islam hat dieser Welt endlich und viel zu spät das Bewußtsein der Einheit verliehen, und darauf beruht das Selbstverständliche seines Sieges, das ihm Christen, Juden und Perser fast willenlos zuführte.

Aus dem Islam hat sich dann die arabische Zivilisation entwickelt, die in ihrer höchsten geistigen Vollendung stand, als vorübergehend die Barbaren des Abendlandes hereinbrachen und nach Jerusalem zogen. Wie mag sich dies Schauspiel in den Augen vornehmer Araber ausgenommen haben? Etwas bolschewistisch vielleicht?

Für die Politik der arabischen Welt waren die Verhältnisse in „Frankistan“ etwas, auf das man herabsah.»

(Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, Seite 606)

Buchauszug: Oswald Spengler – Die Seele der magischen Kultur fand im Islam ihren wahren Ausdruck

«Der Islam ist eine neue Religion fast nur in dem Sinne, wie das Luthertum eine solche war. In Wirklichkeit setzt er die großen Frühreligionen fort. Und ebensowenig ist seine Ausbreitung, wie immer noch geglaubt wird, eine Völkerwanderung, die von der arabischen Halbinsel ausgeht, sondern vielmehr ein Ansturm begeisterter Bekenner, der lawinengleich die Christen, Juden und Mazdaisten mit sich reißt und als fanatische Moslime alsbald an der Spitze führt.

Es waren Berber aus der Heimat Augustins, die Spanien eroberten, und Perser aus dem Irak, die zum Oxus vordrangen. Die Feinde von gestern wurden die Vorkämpfer von morgen. Die meisten »Araber«, die 717 zum ersten Male Byzanz angriffen, sind als Christen geboren worden. Um 650 erlischt mit einem Schlage die byzantinische Literatur, ohne daß der tiefere Sinn davon bis jetzt bemerkt worden wäre: diese Literatur setzt sich in der arabischen fort; die Seele der magischen Kultur fand endlich im Islam ihren wahren Ausdruck. Damit ist diese Kultur wirklich »arabisch« und endgültig von der Pseudomorphose erlöst worden. […]

Die großen Gestalten der Umgebung Mohammeds wie Abu Bekr und Omar sind durchaus den puritanischen Führern der englischen Revolution wie John Pym und Hampdon verwandt, und diese Ähnlichkeit der Gesinnung und Haltung würde noch größer sein, wüßten wir mehr von den Hanifen, den arabischen Puritanern vor und neben Mohammed.»

(Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, Seite 933 f.)

Buchauszug: Oswald Spengler – Die Befreiung des magischen Menschentums durch den Islam

«Dies allein erklärt die ungeheure Vehemenz, mit welcher die durch den Islam auch künstlerisch endlich befreite und entfesselte arabische Kultur sich auf alle Länder warf, die ihr seit Jahrhunderten innerlich zugehörten, das Zeichen einer Seele, die fühlt, daß sie keine Zeit zu verlieren hat, die voller Angst die ersten Spuren des Alters bemerkt, bevor sie eine Jugend hatte.

Diese Befreiung des magischen Menschentums ist ohnegleichen. Syrien wird 634 erobert, man möchte sagen erlöst; Damaskus fällt 635, Ktesiphon 637. 641 wird Ägypten und Indien erreicht, 647 Karthago, 676 Samarkand, 710 Spanien; 732 stehen die Araber vor Paris.

So drängt sich hier in der Hast weniger Jahre die ganze Summe ausgesparter Leidenschaft, verspäteter Schöpfungen, zurückgehaltener Taten zusammen, mit denen andre Kulturen, langsam aufsteigend, die Geschichte von Jahrhunderten füllen konnten.

Die Kreuzfahrer vor Jerusalem, die Hohenstaufen in Sizilien, die Hansa in der Ostsee, die Ordensritter im slawischen Osten, die Spanier in Amerika, die Portugiesen in Ostindien, das Reich Karls V., in dem die Sonne nicht unterging, die Anfänge der englischen Kolonialmacht unter Cromwell – das alles sammelt sich in der einen Entladung, welche die Araber nach Spanien, Frankreich, Indien und Turkestan führte.»

(Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, Seite 276)

Die „orientalische Rasse“ in der Anthropologie des beginnenden 20. Jahrhunderts

Im Band „Anthropologie“ der Reihe „Kultur der Gegenwart“ (3/5, Leipzig 1923) wurde im Kapitel „Spezielle Anthropologie oder Rassenlehre“ der Araber (beduinischer Prägung) der sogenannten „orientalischen Rasse“ zugeordnet.

Folgendes hatten die Verfasser auf Seite 171 des Werkes, welches damals als hochwissenschaftlich galt, über diese „orientalische Rasse“ zu berichten:

«Die orientalische Rasse ist hochbegabt, sehr intelligent; energisch und zäh ausdauernd, vorschauend und organisierend, verfügt sie über Erfinder und Denker. Die Phantasie und künstlerische Begabung sind nicht gerade gering, aber auch nicht hervorragend, die musikalische Anlage groß. Sehr groß ist das Gemeingefühl, die Kunst, sich unter- und einzuordnen, noch größer die Fähigkeit, Fremdes anzunehmen und wiederzugeben, zu suggerieren, auf andere zu wirken.»

Buchauszug: ʿAmr ibn Bahr al-Jāhiz – Über den Ruhm der Schwarzen über die Weißen

Der Text "Risālat mufāḫarat as-sūdān ʿalā l-bīḍān" (Über den Ruhm der Schwarzen über die Weißen) stammt aus einem der zahlreichen Adab-Bücher des berühmten Gelehrten und Literaten Abu Uthman Amr ibn Bahr al-Jahiz (159-255 n. H.). Al-Jahiz war afrikanischer Abstammung und ein Anhänger der mutazilitischen Glaubenslehre. Dieser Auszug wurde von Walter W. Müller in die deutsche Sprache übertragen und 1967 - neben vielen anderen Übersetzungen - in seinem Buch "Arabische Geisteswelt - Ausgewählte und übersetzte Texte von al-Jahiz (777-869)" bei der Artemis Verlags-AG in Zürich publiziert.

«Die Schwarzen sagen: Die Menschen stimmen darin überein, daß es auf der Erde kein Volk gibt, unter dem die Freigiebigkeit so verbreitet und bei dem sie so vorherrschend ist wie bei den Zanj (afrikanischen Schwarzen). Nun finden sich aber diese beiden Merkmale (nämlich die Freigiebigkeit und die Tapferkeit, von der vorher die Rede war) nirgendwoanders als unter Edlen.

Dieses Volk hat die beste natürliche Veranlagung zum Tanz und zum Schlagen der Trommeln, um den Rhythmus anzugeben, ohne daß es darin unterrichtet und unterwiesen worden wäre. Es gibt auf der Erde keine besseren Sänger als die Zanj, noch gibt es auf der Erde eine Sprache, die der Zunge leichter fiele als die ihre, und es gibt auch kein Volk, das beredeter wäre und weniger dazu neigt, Beleidigungen auszusprechen.

Unter allen Völkern der Erde findet man Stotterer, Leute, die gewisse Laute schwer aussprechen können, die sich nicht leicht verständlich machen können und die in der Sprache gehemmt sind, nur bei ihnen nicht. Es gibt Männer unter ihnen, die vor dem König der Zanj vom Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang Reden halten, ohne es nötig zu haben sich umzudrehen und ohne einzuhalten, bis sie mit ihrer Rede fertig sind.

Es gibt auf der Erde kein Volk, unter dem körperliche Stärke und physische Kraft verbreiteter wäre als bei ihnen. Ein einzelner Mann von ihnen kann Steinblöcke hochheben und schwere Lasten schleppen, die die meisten Beduinen und Leute anderer Völker nicht zu tragen vermöchten. Sie sind tapfer, kräftig und freigiebig – und dies sind ja die Eigenschaften des Adels -, haben einen guten Charakter und wenig Hang zum Bösen. Man sieht sie immer guter Laune, lachenden Munds und ohne Arglist, was ein Zeichen des Adels ist.»

 

Zitat: Salah al-Din al-Munajjid – Faszinierenderweise waren unsere arabischen Vorfahren nicht so wie wir

«Faszinierenderweise waren unsere arabischen Vorfahren nicht so wie wir, und ihre Einstellung zur Sexualität war sehr frei und offen, […] Es war ihnen nie peinlich, über Frauen und über Sex zu reden oder darüber zu schreiben. Ich glaube, dass diese große Freiheit, die sie genossen, die Ursache der Strenge ist, die wir heute vorfinden.»

(Salah al-Din al-Munajjid, Al-Hayat al-Finsiyya ‚ind al-‚Arab, Seite 10, zitiert aus „Sex und die ZitadelleLiebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt“ von Shereen El Feki)

Die Schmach von Köln und ihre Täter

Dieser Beitrag erschien zuerst auf ahlu-sunnah.com.

von Yahya ibn Rainer

Um sich selbst geschmeidig aus der Affäre ziehen zu können, behaupten Muslime hierzulande gerne, dass „Salafisten“ keine klassischen Sunniten seien. Auf diese Weise können sie den schwarzen Peter ungeniert weiterreichen, der im Angesicht des muslimischen Terrorismus in Europa und andernorts (teils zu Recht) an die muslimische Gemeinschaft ausgeteilt wird.

Aus dieser privilegierten Position heraus scheut man dann auch nicht davor zurück, solch kellermäßige Phrasen wie (verkürzt) „Nicht jeder Salafist ist eine Terrorist, aber jeder Terrorist ein Salafist“ zu wiederholen.

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Zitat: ʿAmr ibn Bahr al-Jāhiz – Die Zanj (afrikanischen Schwarzen) sagen zu den Arabern …

«Die Zanj (afrikanischen Schwarzen) sagen zu den Arabern: Von eurer Unwissenheit zeugt, daß ihr uns in der Jahiliyya als euch ebenbürtig betrachtet habt (in bezug auf das Heiraten) arabischer Frauen. Als aber die Gerechtigkeit des Islams kam, habt ihr dies als schändlich und unerwünscht angesehen, obwohl doch die Wüste voll ist von unseren Leuten, die arabische Frauen geheiratet haben, befohlen, geherrscht, eure Güter verteidigt und euch vor dem Feind beschützt haben.»

ʿAmr ibn Bahr al-Dschāhiz (159-255 n.H.)

Al-Jahiz war ein Gelehrter und Literat mit afrikanischer Abstammung (also selbst mit dunkler Hautfarbe). Seine Adab-Werke sind legendär, leider aber war er ein Anhänger der mutazilitischen Glaubenslehre.
https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Jahiz

Buchauszug: Ludwig Ferdinand Clauß – Das moderne westliche Staatsmodell und seine Einführung im ehemals freien Morgenland

Das moderne westliche Staatsmodell, mit seiner offensiven Besteuerungs- und Bevormundungsbürokratie, hat es bei seiner schrittweisen Einführung im freien und islamisch geprägten Morgenland nicht leicht gehabt. Erst versuchten sich (vergeblich) die Osmanen, die mit Beginn ihrer Tanzimat-Periode Teile des westlichen Staatssystems übernahmen und auch anwenden wollten. Dann kamen die europäischen Kolonialmächte in den Nahen und Mittleren Osten, jedoch ebenfalls nicht erfolgreich. Letztendlich war es erst die harte Knute der arabischen Despoten, die es – im Windschatten des Kalten Krieges und mit den abendländischen Ideologien des Nationalismus und Sozialismus im Handgepäck – vollbrachte, den westlichen Überstaat in seiner vollen Machtentfaltung in den arabischen Stammesgebieten zu etablieren.

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Ludwig Ferdinand Clauss – Das großartige Gleichnis auf Tadmur (Palmyra)

von Yahya ibn Rainer

Es gibt Bücher, die hat man einmal gelesen und man weiß was drinsteht. Und dann gibt es Bücher, die liest man einmal und kann sie trotzdem wieder und wieder lesen und entdeckt jedes Mal eine neue Inspiration. Einige dieser Bücher sind bekannt, ja geradezu berühmt, und erfreuen sich einer großen Fangemeinde, andere wiederum – und das ist von meiner Warte aus besonders reizvoll – sind vollkommen unbekannt und verstauben in den Antiquariaten.

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Buchauszug: Sigrid Hunke – Die arabische Ritterlichkeit und das germanische Rittertum

„Diese arabische Ritterlichkeit hat das germanische Rittertum unmittelbar angesprochen und tief beeindruckt. In der Gestalt des „edlen Heiden“, der im Verzicht auf den Sieg das Schwert fortwirft und dem tapferen Gegner über alle nationalen und religiösen Schranken hinweg die Hand reicht, hat der ritterliche Wolfram von Eschenbach der arabischen Ritterlichkeit ein ergreifendes, unvergängliches Denkmal gesetzt: erst der „Heide“ Feirefiz lehrt seinem Helden Parzival die letzte Stufe wahren Rittertums erklimmen.“

(Dr. Sigrid Hunke, Allahs Sonne über dem Abendland – Unser arabisches Erbe, Seite 200)

Buchauszug: Leopold Weiss – Ein Muslim muss mit erhobenem Haupt leben

„Um die Wiederherstellung des Islam zu erreichen, müssen sich die Muslime, bevor sie irgendwelche Reformschritte gehen, völlig von der Verteidigungshaltung für ihre Religion befreien. Ein Muslim muss mit erhobenem Haupt leben. Er muss realisieren, dass er verschieden ist und sich von dem Rest der Welt unterscheidet; er muss lernen, auf seinen Unterschied stolz zu sein. Er sollte danach streben, diesen Unterschied als eine kostbare Eigenschaft zu bewahren und diesen der Welt kühn zu verkünden – anstatt sich dafür zu entschuldigen und andere Kulturkreise zu assimilieren.

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