Archiv für den Monat: Dezember 2011

Zitat: Rabbiner Dr. R. Breuer – Unsere deutschen Staatsbürger jüdischen Unglaubens

„Unsere deutschen Staatsbürger jüdischen Unglaubens haben mit ihrem Unglauben sehr viel dazu beigetragen, daß unsere nichtjüdische Mitbürger das Judentum mit allen möglichen Dingen, wie jüdische Rasse, jüdische Nation etc. identifizieren, nur nicht mit dem jüdischen Glauben, den sie nur selten wahrnehmen und am allerwenigsten dort, wo ihnen die Juden auf die Nerven fallen.“

(דרש טוב לעמו „Jüdische Monatshefte“ Jahrgang 6 Heft 1 u.2 Januar- Februar 1919, Schewat- Adar 5699 S. 10-12 >>)

Das vorgegaukelte Fehlen von Gottes(ehr)furcht im Christentum

von Yahya ibn Rainer

Heutzutage hört man ja von vielen Christen in der Dawa, dass man den „lieben Gott“ nicht fürchten brauche. Sogar Pastoren und Priester lassen sich schon zu solch einer Aussage hinreissen, nur um den Islam als Angstreligion darzustellen. Wer jedoch die Bibel aufmerksam liest, die Texte der christlichen Gelehrten kennt und die Verfassungen der deutschen Bundesländer studiert, der wird schnell bemerken, dass es sich bei der angeblichen Furchtlosigkeit im Christentum um einen weiteren Mythos handelt.

Der Aufruf, Gott zu fürchten, findet sich im gesamten Kanon der christlichen Bibel wieder. Für die „Ungläubigen“ unter euch hier einige wenige Auszüge:

Laut Bibel AT sprach ein Engel zu Abraham -Allah schenke ihm Heil-, als dieser seinen Sohn Isaak -Allah schenke ihm Heil- für Allah den Erhabenen schlachten wollte:

Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten.

1. Mose 22, 12

Im 2. Buch Mose belohnt Allah der Erhabene seine Dienerinnen für die Gottesfurcht:

Weil die Hebammen Gott fürchteten, schenkte er ihnen Kindersegen.

2. Moses 1, 21

Im 3. Buch Mose finde ich auch folgende Verse inhaltlich recht interessant:

Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der Herr.

3. Mose 19, 14

Du sollst vor grauem Haar aufstehen, das Ansehen eines Greises ehren und deinen Gott fürchten. Ich bin der Herr.

3. Mose 19, 32

Nimm von ihm keinen Zins und Wucher! Fürchte deinen Gott und dein Bruder soll neben dir leben können.

3. Mose 25, 32

Auch aus dem 5. Buch Mose möchte ich einige Beispiele nennen:

Möchten sie doch diese Gesinnung behalten, mich fürchten und ihr Leben lang auf alle meine Gebote achten, damit es ihnen und ihren Nachkommen immer gut geht.

5. Mose 5, 29

Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten; ihm sollst du dienen, bei seinem Namen sollst du schwören.

5. Mose 6, 13

Du sollst auf die Gebote des Herrn, deines Gottes, achten, auf seinen Wegen gehen und ihn fürchten.

5. Moses 8, 6

Dieser Vers aus dem 1. Buch Samuel hat sogar einen aktuellen Bezug, besonders aus der Sicht von uns bösen Islamisten:

Wenn ihr den Herrn fürchtet und ihm dient, wenn ihr auf seine Stimme hört und euch seinem Befehl nicht widersetzt, wenn sowohl ihr als auch der König, der über euch herrscht, dem Herrn, eurem Gott, folgt (dann geht es euch gut).

1. Samuel 12, 14

Und auch die Psalme sind nicht frei von Gottesfurcht und Wahrheit:

Der makellos lebt und das Rechte tut; der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet; der seinem Freund nichts Böses antut und seinen Nächsten nicht schmäht; der den Verworfenen verachtet, doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält; der sein Versprechen nicht ändert, das er seinem Nächsten geschworen hat; der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt. Wer sich danach richtet, der wird niemals wanken.

Psalm 15, 2-5

Wer ist der Mann, der Gott fürchtet? Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll.

Psalm 25, 12

Alle Welt fürchte den Herrn; vor ihm sollen alle beben, die den Erdkreis bewohnen.

Psalm 33, 8

Ein Problem, dem wir Muslime uns im Dialog mit den Christen immer ausgesetzt sehen, ist ihre Aussage, dass das Alte Testament für sie nicht verbindlich ist und durch das Neue Testament abrogiert wurde. Das ist natürlich auch eine faule Ausrede. Im Katechismus der Katholischen Kirche lesen wir in Absatz 121 und 123 folgendes:

„121 Das Alte Testament ist ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen dauernden Wert, denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.

123 Die Christen verehren das Alte Testament als wahres Wort Gottes. Den Gedanken, das Alte Testament aufzugeben, weil das Neue es hinfällig gemacht habe [Markionismus], wies die Kirche stets entschieden zurück.“

Trotz alledem beharren manche Christen darauf, dass sie das Alte Testament ablehnen. Diese Sichweise auf den Kanon der christlichen Bibel stützt sich häufig auf eine antisemitische Haltung, die im deutschen Nazi-Reich unter Adolf Hitler wohl seine stärkste Manifestation erhielt. Auf Wikipedia kann man einen Eintrag lesen, der sich mit der Ideologie der sogenannten Deutschen Christen (DC) auseinandersetzt. Es ist eben diese Ideologie die heute manche Christen dazu antreibt das Alte Testament zu leugnen, sie streben „die „Entjudung“ der kirchlichen Botschaft durch Abkehr vom Alten Testament, Reduktion und Umdeutung des Neuen Testaments“ an und wenden sich damit direkt gegen die Lehre der klassischen christlichen Kirchen. Das es genau diese Christen auch sind, die heute den Islam und seine Lehre nicht nur kritisieren, sondern auch beleidigen, dass verwundert nach Lektüre des Wiki-Artikel überhaupt nicht.
Hier einige Auszüge daraus:

„Die Deutschen Christen (DC) waren eine rassistische, antisemitische und am Führerprinzip orientierte Strömung im deutschen Protestantismus, die diesen von 1932 bis 1945 an die Ideologie des Nationalsozialismus angleichen wollte. […]

Der Flensburger Pastor Friedrich Andersen wurde durch Houston Stewart Chamberlain zum Rasse-Antisemiten und forderte seit 1904 die Abschaffung des Alten Testaments und „aller jüdischen Trübungen der reinen Jesuslehre“. […]

Der „zornige Gewittergott“ Jehova sei ein anderer als der „Vater“ und „Geist“, den Christus verkündet und die Germanen geahnt hätten. Kindliches Gottvertrauen und selbstlose Liebe sei das Wesen der germanischen „Volksseele“ im Kontrast zu jüdischer „knechtischer Furcht vor Gott“ und „materialistischer Sittlichkeit“. Kirche sei keine „Anstalt zur Verbreitung des Judentums“: Darum sollten Religions- und Konfirmandenunterricht keine Stoffe des Alten Testaments wie die Zehn Gebote mehr lehren, und auch das Neue Testament sei von jüdischen Einflüssen zu „reinigen“, damit man den Kindern Jesus als Vorbild für „Opfermut“ und „männliches Heldentum“ darstellen könne.“

(http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen)

Eine, auch aus islamischer Sicht, kranke Ansicht und Ideologie, der nachweislich auch heute noch antisemitische Christen angehören.

Aber auch solchen Konsorten kann man natürlich Paroli bieten, denn Gottesfurcht gibt es natürlich auch im Neuen Testament der christlichen Bibel. Auch hier möchte ich mit Beispielen nicht geizen.

Beginnen möchte ich mit dem Lukas-Evangelium, denn laut ihm soll Jesus -Allah schenke ihm Heil- folgende Worte gesprochen haben:

Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.

Lukas 12, 4-5

Und ebenfalls im Lukas-Evangelium werden Maria, der Mutter des Messias, -Allah schenke ihr Heil- folgende Worte zugerechnet:

Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.

Lukas 1, 46-50

Im Johannes-Evangelium finden wir diese Worte:

Wir wissen, dass Gott einen Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut, den erhört er.

Johannes 9, 31

Laut der Apostelgeschichte von Lukas sagte der Gefährte (Jünger) Jesu -Allah schenke ihm Heil-,  Simon Petrus -Allah sei ihm gnädig-, folgendes:

Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.

Apostelgeschichte 10, 34-35

Das sollte, bezugnehmend auf das Neue und Alte Testament genug sein. Was wir jedoch nicht ausser Acht lassen sollten, ist die Bibelexegese, also gewissermaßen die Tafsir-Wissenschaft der Christen, denn auch die Bibel ruft nach einer Erklärung durch ihre Gelehrten. Bei den Protestanten (also evangelischen Christen) greift man hier zum Kleinen Katechismus von Martin Luther. Es war für mich eine reine Freude, bei der Recherche zu diesem Artikel in eben diesem Kleinen Katechismus schon zu Beginn, im ersten Kapitel, gleich mehrfach fündig geworden zu sein. Der Kleine Katechismus beginnt nämlich mit der Erklärung der 10 Gebote, die laut AT dem Propheten Moses -Allah schenke ihn Heil- von Allah dem Erhabenen übergeben wurden.

Ich komme leider nicht umhin, dieses gesamte Kapitel hier zu zitieren, denn es ist geradezu offensichtlich wie wichtig für diesen großen christlichen Gelehrten, Exegeten und Reformer die Gottesfurcht war:

Die Zehn Gebote

1.Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
Was heißt das?
Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.

2.Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern denselben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.

3.Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen.

4.Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir’s wohlgehe und du lange lebst auf Erden.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsere Eltern und Herren[1] nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.

5.Gebot
Du sollst nicht töten.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und beistehen in allen Lebensnöten.

6.Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir keusch und zuchtvoll leben in Worten und Werken und in der Ehe einander lieben und ehren.

7.Gebot
Du sollst nicht stehlen.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern im sein Gut und Nahrung bessern und behüten helfen.

8.Gebot
Du sollst nicht falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht aus Falschheit belügen, verraten, verleumden oder hinter seinem Rücken reden, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.

9.Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause trachten, noch mit einem Anschein von Recht an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienlich sein.

10.Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist.
Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Frau, Gehilfen oder Vieh nicht ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.

Schluss der Gebote
Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?
Er sagt: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein starker, eifernder Gott, der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied; aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis in tausend Glied.

Was heißt das?
Gott droht zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht gegen diese Gebote tun. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die diese Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten.

Deutlicher geht es wohl nicht.

Und jetzt kommt der Hammer!

In einigen Bundesländern Deutschlands ist die Gottesehrfurcht sogar ein fester Bestandteil der Verfassung. Im föderalen System der Bundesrepublik ist ja bekannterweise die Schulpolitik eine Angelegenheit der Bundesländer und somit findet eben diese Schulpolitik auch Erwähnung in den jeweiligen Landesverfassungen. In Bayern klingt das in Artikel 131 (Ziele der Bildung) Absatz 2 folgendermaßen:
(2) Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt.
Das dürfte wohl einige überraschen. Nicht nur die Tatsache, dass die „Ehrfurcht vor Gott“ überhaupt ein verfassungsmäßiges Ziel der bayrischen Schulpolitik ist, sondern das sie von all diesen hehren Bildungszielen sogar an erster Stelle kommt.
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Nun mag der eine oder andere meinen, „Diese Bayern waren ja schon immer ein eigensinniges und erzkatholisches Völklein“, aber ein Blick in die Landesverfassung von Nordrhein-Westfalen zeigt, dass es sich hier nicht um einen eigenbrötlerischen Ausreisser im allgemeinen Verfassungsallerlei handelt, denn dort lesen wir im 1. Absatz des 7. Artikels folgendes:

(1) Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.

Wieder an erster Stelle, diese Ehrfurcht. Und um es nicht allzu spannend zu machen, sind hier noch Auszüge aus den Verfassungen von Baden-Würtemberg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz:

Die Jugend ist in der Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.

(Verfassung für das Land Baden-Würtemberg, Artikel 12, Absatz 1)

Die Jugend ist in der Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe und der Völkerversöhnung, in der Liebe zu Heimat, Volk und Vaterland, zu sorgsamem Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.

(Verfassung für das Saarland, Artikel 30)

Die Schule hat die Jugend zur Gottesfurcht und Nächstenliebe, Achtung und Duldsamkeit, Rechtlichkeit und Wahrhaftigkeit, zur Liebe zu Volk und Heimat, zum Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt, zu sittlicher Haltung und beruflicher Tüchtigkeit und in freier, demokratischer Gesinnung im Geiste der Völkerversöhnung zu erziehen.
(Verfassung für das Land Rheinland-Pfalz, Artikel 33)
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Was stellen wir also fest?
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1. In mindestens 5 Landesverfassungen der Bundesrepublik Deutschland ist die Gottesehrfurcht erstes Bildungs- bzw Erziehungsziel.

2. Wir haben es also in mindestens 5 Fällen mit einem Verstoß gegen die verfassungsmäßige Ordnung zu tun … denn in Deutschlands Schulen lernt man so alles Mögliche, aber Gottesehrfurcht ist garantiert nicht dabei.

Aber das Wichtigste ist, dass wir nun einen kleinen Beleg haben, für diese Art von Christen, die im Dialog mit uns Muslimen nur allzu gern die Anwesenheit von Gottesfurcht im Christentum leugnen.

Zitat: Andreas Abu Bakr Rieger – Gott ist tot

„Als ich vor beinahe 20 Jahren als Student europäische Muslime traf und sie mich nach meinen „Glaubensinhalten“ fragten, antwortete ich einigermaßen brüsk, meine Überzeugung sei, dass Friedrich Nietzsche mit seiner Feststellung „Gott ist tot“ recht habe.

Zu meiner Überraschung waren die Muslime aber nicht etwa provoziert, sondern antworteten, dass sei ja immerhin der erste Teil des muslimischen Glaubensbekenntnisses. Ich war natürlich überrascht, …“

(Andreas Abu Bakr Rieger, Weg mit dem Zins – Soziale Wirtschaft im Dialog der Religionen, Seite 34)