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Auszug: Abdul Azim Islahi – Defizitfinanzierung im muslimischen Staatswesen

«Das  Konzept einer Defizitfinanzierung (sprich: Staatsverschuldung) war (im muslimischen Staatswesen) nicht vorhanden und auch nicht die Möglichkeit, wie heute, sich Geld von einer (staatlichen) Zentralbank zu leihen, da es so etwas (wie staatliche Zentralbanken) damals noch nicht gab.

Ebenso waren die Muslimischen Gelehrten [wie bspw. al-Ghazali, Ibn Taymiyyah & al-Maqrizi] gegen die (willkürliche) Entwertung und Manipulierung der Währung, um die Regierungsausgaben zu bewerkstelligen, und dies, weil es die gleichen Ursachen und Wirkungen gehabt hätte wie heutige (staatliche) Schuldenpolitik.

Während der Mamlukendynastie (787 – 922 n.H.)  fand (Währungsmanipulation) jedoch (erstmals) Verbreitung und führte unweigerlich zu einer Inflation. Al-Maqrizi schrieb alle ökonomischen Krisen seiner Zeit dieser Form der Geld- bzw- Schuldenpolitik zu.»

(Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Contributions of Muslim Scholars to Economic Thought and Analysis, Seite 64, übertragen in die Deutsche Sprache von Yahya ibn Rainer)

Kurz gesagt: Ein Akt von tückischer Selbstzufriedenheit

von Yahya ibn Rainer

Es ist ein Akt von tückischer Selbstzufriedenheit, wenn man auf andere Muslime herabschaut, nur weil sie der einen oder anderen Sünde verfallen sind.

Diese Hybris geht bei einigen sogar so weit, dass sie dazu neigen diesen Sündern den wahren Glauben abzusprechen. Aus dieser kranken Sichtweise resultieren dann auch solch tödliche Angriffe auf Discotheken, Konzerte, Weihnachtsmärkte und andere öffentliche Festivitäten, weil man denkt, dass man damit „nur“ Sünder zu Tode bringt.

Letzten Endes jedoch ist die eigene Fähigkeit, sich bestimmter Sünden zu enthalten, kein Garant für einen wahren, vollständigen und aufrichtigen Iman, denn einen enthaltsamen Lebensstil können auch Mönche, Sadhus und Asketen aus allen möglichen Religionen pflegen, ja sogar Atheisten sind im hohen Maße dazu befähigt.

Und so schrieb auch Imam ibn Tamiyyah – Allah sei ihm gnädig – folgendes über die Sünder:

«Es könnte sein, dass eine Person, die die Liebe [gegenüber Allah und Seinem Gesandten] inne hat, zu falschen Gelüsten hinsichtlich seines Bauches und Geschlechtsteiles und dem Ausgeben von Besitz dafür neigt. Aufgrund dessen, was er an Liebe und Religiosität inne hat, liebt er die Wahrheit und deren Leute und respektiert sie. So siehst du viele von denen, die ihren Gelüsten folgen, dass in ihnen das an Liebe zu Allah und Seinem Gesandten ﷺ vorhanden ist, was bei vielen enthaltsamen Dienern nicht vorhanden ist, so wie der Prophet ﷺ hinsichtlich der Person, die viel Alkohol trank, sagte: „Verflucht ihn nicht! Denn er liebt Allah und Seinen Gesandten.“»

Ein herzlicher Dank - für Übersetzung und Unterstützung - geht raus an den Bruder Behzad Zibari.
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Ibn Taymiyyahs Konzept des Marktmechanismus (Teil 1)

Einleitung

Das Hauptziel dieser Arbeit soll es sein, das Konzept des Marktmechanismus zu studieren und zu analysieren, so wie er von Ibn Taymiyyah verstanden wurde. Zudem wird diese Abhandlung versuchen, seine Ansichten mit denen anderer muslimischer Denker und westlicher Autoren – bis Mitte des 18. Jahrhunderts – zu vergleichen. Der erste Abschnitt befasst sich mit der Analyse von Ibn Taymiyyahs Ansichten, die letzten beiden Abschnitte dienen zum Vergleich.

Die Konzepte von „Angebot und Nachfrage“ sind die grundlegendsten in der Wirtschaftswissenschaft, sie bilden die Essenz des Marktmechanismus. Die Idee jedoch, alle Kräfte des Marktes in diese beiden Hauptkategorien einzuteilen und dass die Preisbildung durch „Angebot und Nachfrage“ zustande kommt, war eine sehr späte Entwicklung in der Geschichte des ökonomischen Denkens.

Gemäß Schumpeter:

«Was die Theorie zum Mechanismus der Preisbildung angeht, so gibt es aus der Zeit vor der Mitte des 18. Jahrhundert nur sehr wenig zu berichten …»

(Schumpeter, S. 305)

Nun ist es aber (gerade in diesem Zusammenhang) interessant zu entdecken, dass bereits im 13. Jahrhundert der (muslimische Gelehrte) Ibn Taymiyyah (1263-1328 n.Chr./661-728 n.H.) ein solches Konzept des Marktmechanismus dargelegt hatte.

Das von Ibn Taymiyyah entwickelte Konzept des Marktmechanismus

Ibn Taymiyyah hatte eine klare Vorstellung von der Preisbildung in einem freien Markt, welche durch Marktkräfte zustande kamen, die wir heute Angebot und Nachfrage nennen. Er sagt:

«Das Steigen und Fallen der Preise ist nicht immer auf das Unrecht (zulm) einiger Menschen zurückzuführen. Manchmal ist der Grund ein(e Knappheit durch) Produktions- oder Importrückgang der nachgefragten Ware. Wenn also die Nachfrage nach einer (bestimmten) Ware steigt, während ihre Verfügbarkeit (durch Knappheit) sinkt, dann steigt ihr Preis. Anderseits, wenn die Verfügbarkeit der Ware sich erhöht und die Nachfrage danach sinkt, dann sinkt auch der Preis. Diese Form von Knappheit und Überfluss kann nicht durch menschlichen Eingriff verursacht werden; sie kann (entweder) auf eine Ursache zurückgeführt werden die frei von Unrecht ist, oder, in manchen Fällen auch Unrecht zum Anlass haben. Es ist Allah der Allmächtige, der die Wünsche in den Herzen der Menschen schafft …»

(Ibn Taimiyah, 1381, vol.8, p. 523)

Aus dieser Feststellung Ibn Taymiyyahs geht hervor, dass es zu seiner Zeit eine vorherrschende Meinung war, dass steigende Preise eine Folge des Unrechts (zulm) oder des Fehlverhaltens vonseiten der Kaufleute wäre. Das ursprüngliche Wort, das von ihm benutzt wird, ist „zulm“, was auch Überschreitung oder Ungerechtigkeit bedeuten kann. Hier wird es im Sinne von Manipulationen benutzt, die von Kaufleuten vorgenommen werden um den Markt zu stören/beeinflussen, beispielsweise durch Horten. Nach Ibn Taymiyyah ist das jedoch nicht immer wahr. Er macht hier für das Steigen und Fallen der Preise wirtschaftliche Gründe und die Marktkräfte verantwortlich.

Ibn Taymiyyah erwähnt zwei Quellen für das (Waren-)Angebot – lokale Produktion und Import der nachgefragten Waren (ma yukhlaq aw yujlab min dhali’k al mal al matlub). Die (Wort-)Wurzel von „Al matlub“ ist „t-i-b“, welches das Synonym des Wortes „Nachfrage“ im Deutschen ist. Um die Nachfrage nach einer Ware auszudrücken, benutzt er den Ausdruck „raghabat fi’l shai“, d.h. Verlangen nach der Ware.

Verlangen, welches Bedürfnisse oder „Geschmack“ reflektiert, ist eines der wichtigsten (und entscheidendsten) Faktoren der Nachfrage, der andere (Faktor) ist das Einkommen. Dieser zweite Faktor wird von Ibn Taymiyyah (allerdings) nicht erwähnt.

Eine Veränderung des Angebots, der anderen Marktkraft neben der Nachfrage, wird von ihm als eine Zunahme oder Abnahme der Verfügbarkeit der Ware beschrieben. Die beiden Quellen des Angebots bemerkte er bereits: lokale Produktion und Import.

Die oben zitierte Aussage deutet darauf hin, dass Ibn Taymiyyah sich auf etwas bezieht, was wir heute Angebots- und Nachfrageverschiebung nennen, auch wenn er es nicht explizit bei( diese)m Namen nennt.

Das heißt, es wird (entweder) mehr zum selben Preis nachgefragt und weniger zum selben Preis angeboten, oder umgekehrt, es wird weniger nachgefragt und mehr angeboten zum selben Preis, was letztendlich zu einem Preisverfall führt. Er kombiniert zwei verschiedene Änderungen in einem.

Ohne Zweifel ist es so, dass, wenn ein sinkendes Angebot durch eine Zunahme der Nachfrage begleitet wird, der Anstieg des Preises (natürlich) ausgeprägter sein wird. In ähnlicher Weise wird, wenn ein Anstieg des Angebots mit einer Abnahme der Nachfrage verbunden ist, der Preisrückgang (natürlich) größer sein, da beide Änderungen die Bewegung des Preises in die gleiche Richtung unterstützen. Es ist jedoch nicht notwendig, die beiden Änderungen zu kombinieren, da sie nicht zwingend gleichzeitig auftreten müssen. Unter sonst gleichen Bedingungen können wir also das gleiche Ergebnis haben, auch wenn sich nur eines von beiden ändert. Wenn z.B. die Nachfrage sinkt, während das Angebot gleich bleibt, wird der Preis sinken, und umgekehrt. Man kann sich eine Anzahl solcher Möglichkeiten vorstellen, die mit der obigen Aussage Ibn Taymiyyahs in Übereinstimmung zu bringen sind. In seinem Buch „Al Hisbah fi’l Islam“ beschreibt Ibn Taymiyyah die beiden Veränderungen separat, wie er sagt:

«Wenn die Leute ihre Waren nach allgemein anerkannter Art und Weise ohne jegliches Unrecht verkaufen und der Preis steigt aufgrund eines Warenrückgangs (qillat al shai‘) oder aufgrund einer Bevölkerungszunahme (kathrat al Khalq), dann ist dies auf die Bestimmung Allahs zurückzuführen»

(Ibn Taimiyah, 1976, p.24)

Hier nennt er als Gründe für ein Steigen des Preises entweder einen Rückgang der Waren oder eine Zunahme der Bevölkerung. „Warenrückgang“ können wir hier auch als Abnahme des Angebots übersetzen. Ebenso ist eine Zunahme der Bevölkerung im Grunde nichts anderes als eine Erhöhung der Nachfrage im Markt, kann also als Anstieg der Nachfrage übersetzt werden. Eine Preiserhöhung aufgrund eines Rückgangs des Angebots oder aufgrund einer Zunahme der Nachfrage wird zudem als ein Akt des allmächtigen Gottes gekennzeichnet, was impliziert, dass der Marktmechanismus (kein Resultat menschlichen Planens, sondern) unpersönlicher Natur ist.

(Quelle: Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Journal of Research in Islamic Economics, Vol. 2, No. 2, pp. S. 51-52 / übertragen in die deutsche Sprache von Yahya ibn Rainer)

Referenzen:
Schumpeter, J.A. History of Economic Analysis, London, George Allen and Unwin Ltd., 1972.
Ibn, Taimiyah, Majmu' Fatawa Shaikh al Islam Ahmad b. Taimiyah, Riyadh, al Riyadh Press, vol. 8, 1381; vol. 29, 1383.
Ibn, Taimiyah, Al Hisbah fi'l Islam, ed. Azzam, S., Cairo. Dar al Sha'b, 1976.

Buchauszug: Der Meinungsunterschied bezüglich Gold und Silber als Zahlungsmittel

«Al-Ghazali, Ibn Khaldun und viele andere muslimische Gelehrte waren der Ansicht, dass Edelmetalle geschaffen wurden um als Geld zu dienen, was ursprünglich eine griechische Idee war. Ibn Taymiyya jedoch sieht es als eine Frage der gesellschaftlichen Konvention (Tradition/Sitte/Abkommen) an. Er sagt:

„Gold- und Silbermünzen haben weder eine natürliche, noch eine schariarechtliche Spezifikation. (Ob sie als Zahlungsmittel benutzt werden) hängt also von den Menschen ab, von ihren Gewohnheiten (Brauchtum) und gesellschaftlicher Übereinkunft,“¹

… so dass schlussendlich jedwede Ware als Geld dienen könnte.

„Auch die sich derzeit im Umlauf befindlichen Münzen (deren Tauschwert höher angesetzt war als ihr tatsächlicher Warenwert) dienen also, genauso wie Edelmetalle, zur Bemessung des Wertes von Waren.“²»

(Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Contributions of Muslim Scholars to Economic Thought and Analysis, Seite 76 / übertragen in die deutsche Sprache von Yahya ibn Rainer)

Fußnoten:

¹ Ibn Taymiyyah, Majmu` Fatawa Shaykh al-Islam Ahmad Ibn Taymiyyah, 1963, edited by al-Najdi, Abd al-Rahman b. Muhammad, Al-Riyad, Matabi` al-Riyad, , Vol. 19, pp. 250, 251, 248-249
² ibid., Vol. 29, p. 469

Zitat: Ibn Taymiyya – Eigentumsrecht

«Individuen verfügen über ihr Eigentum, niemand kann es ihnen nehmen, weder komplett noch teilweise, ohne eine (gültige) Vereinbarung und ihre volle Zustimmung.¹ […] jemanden zu zwingen, etwas zu verkaufen – während er rechtlich nicht verpflichtet ist zu verkaufen – oder (jemanden zu zwingen) etwas nicht tun zu dürfen – wozu er rechtlich die Erlaubnis hätte – ist Unrecht; und Ungerechtigkeit ist eine (Form der) Unterdrückung die verboten ist.²»

¹ Ibn Taymiyah, Majmu‘ Fatawa Shaikh al-Islam Ahmad Ibn Taimiyah, Vol. 29, Band 29, Seite 522

² Ibn Taymiyah, Majmu‘ Fatawa Shaikh al-Islam Ahmad Ibn Taimiyah, Vol. 29, Band 29, Seite 521

Buchauszug: Ahmad ibn Taymiyya – Liebe und Hass im Islam

«Das wesentliche an der Liebe und am Hass im Islam sind, dass des Menschen Liebe und Hass, sein Verlangen und sein Ablehnen, der Liebe, dem Verlangen und der Ablehnung Allahs (t) entspricht, und dass er entsprechend seiner Kraft das was er verlangt tut oder das was er ablehnt verlässt. Denn Allah (t) legt jedem nur gemessen an seiner Kraft (geistig und körperlich) Verantwortung auf (Taklif).

Allah (t) sagt:

„So fürchtet Allah, soviel ihr nur könnt, und hört und gehorcht und spendet.“
(Sure At-Tagabun, Aya 16)

Die Taten des Körpers sind gemessen an der Kraft des Körpers. Die Liebe, der Hass, das Verlangen und die Ablehnung aus dem Herzen hingegen müssen ganz (vollständig) und klar sein. Den Mangel in dieser Sache macht nur ein Mangel an Iman deutlich. Ist das Verlangen und die Ablehnung des Herzens ganz und ohne Mangel, und die Taten des Tätigen entsprechend seiner Kraft, so erhält er, wie ich in einem anderen meiner Bücher ausgeführt habe, die Belohnung desjenigen, der diese Tat ganz und ohne Mangel vollbringt. Bei manchen Menschen aber ist ihre Liebe und ihr Hass, ihr Verlangen und ihre Ablehnung, nicht entsprechend der Liebe und dem Hass Allahs (t) und Seines Gesandten (s), sondern entsprechend ihrer Nafs (Ego). Das jedoch ist eine Form der Hawa (Die Gelüste des Egos). Wenn der Mensch diesen Weg beschreitet ist er einer der seiner Hawa folgt.

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Auszug: Abdul Azim Islahi – Die legalen Rechte des Individuums in einer islamischen Gesellschaft

Um die legalen Rechte des Individuums in einer islamischen Gesellschaft darzulegen, bemühte Ibn Taymiyyah ein Zitat von Imam Schafi’i (gest. 820 n. chr. Zeitr.):

“Die Menschen haben allumfassende Rechte auf ihr Eigentum; niemand hat das Recht es ihnen – ohne ihre Zustimmung – ganz oder teilweise zu nehmen, die einzige Ausnahme bilden hier lediglich außerordentliche Notlagen.“

Hierauf bezugnehmend erklärt er – sich streng an den islamischen Prinzipien haltend -, dass die Handlungsfreiheit des Individuums im Islam eine notwendige Bedingung ist, damit es vor Allah für all seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden kann. Aber neben seinem Recht auf Eigentum und die Freiheit seiner Handlungen, wird das Individuum ebenfalls eindringlich dazu ermahnt, bestimmte soziale Aufgaben zu erfüllen und sich (wenn nötig) am Wiederaufbau der Gesellschaft zu beteiligen, weil davon die allgemeine Wohlfahrt abhängt.

Ebenfalls sei es ihm verboten, die Handlungsfreiheit anderer Individuen einzuschränken oder sie in irgendeiner Weise zu verletzen. Für den Fall eines Verstoßes dagegen, muss der Staat eingreifen um derlei Verletzungen der individuellen Freiheit (in der Gesellschaft) in ihre Schranken zu weisen.

(Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Economic Concepts of Ibn Taimiyah, Seite 180 / übertragen in die deutsche Sprache von Yahya ibn Rainer )

Als Salafit zu Gast bei einem Sufi-Sheikh (Teil 1)

von Yahya ibn Rainer

Ich machte mich am Samstag auf eine recht mühsame Reise in den Osten der Republik. Ziel dieser Reise war Trebbus, ein ehemaliges Dorf, das heute als Ortsteil zur Gemeinde Doberlug-Kirchhain gehört. In dieser brandenburgischen Idylle, etwa 30 km westlich von Finsterwalde und 125 km südlich von Berlin, lebt ein mir sehr nahestehender Bruder im Islam, der dort einen kleinen heruntergekommenen Bauernhof ersteigerte und diesen mühe- und liebevoll renovierte.

Jamal, so sein Name, ist wie ich ein deutscher Islamkonvertit, allerdings mit dem Unterschied, dass er bereits im Jahre 1975 konvertierte, also im gleichen Jahr als der kleine Jens das Licht der Welt erblickte. Damit gehört Jamal einer ganz anderen Generation von Konvertiten an als ich und viele andere in Deutschland.

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Lug, Trug und Dialüg

Wie sich etablierte muslimische Verbände und Kirchen im Namen des interreligiösen Dialogs unglaubwürdig machen und ehrliche Bürger als rechtspopulistisch oder salafistisch verunglimpft werden.

von Yahya ibn Rainer (am 24. April 2012)

Es wird mal Zeit, dass Tacheles gesprochen wird. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Es ist schier unmöglich, diese elende Heuchelei, dieses linksdrallige Gutmenschentum und diese dröge Unwissenheit zu ertragen. Egal wo man hinschaut, überall wird gelogen, betrogen, getäuscht und gebauchpinselt. Probleme und Konflikte werden unter den Tisch gekehrt und diejenigen, die sie trotz alledem benennen, werden als Rechtspopulisten, Nazis, Hassprediger oder Salafisten gebrandmarkt.

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Buchauszug: Prof. Dr. Islahi – Es gibt nichts Gutes an einer Person die Reichtum verabscheut

„Die Verpflichtung eines Mannes, sich und seine unterhaltsberechtigten Angehörigen zu versorgen, erfordert u.a. weltliche Mittel, was ihren Erwerb zu einem (religiösen) Gebot werden lässt.

Ibn Taimiyah stützt diese Ansicht, indem er einen der frühesten Fiqh-Gelehrten zitiert, nämlich (den Tabi’in) Sa’id bin al-Musayyib, der sagte, dass nichts Gutes an einer Person sei die Reichtum verabscheut, wo doch eine Person damit in der Lage sei seinem HERRN zu dienen, seine Verbindlichkeiten zu begleichen, sich selbst zu beschützen und unabhängig von anderen zu bleiben.“

(Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Economic Concepts of Ibn Taimiyah, Seite 118)
– übertragen in die deutsche Sprache von Yahya ibn Rainer

Auszug: Dr. Jerry Hionis Jr. – Die Sunnah, ein frühkapitalistisches Kriterium

Aus dem englischsprachigen Text An Introduction to Marxism for Non-Marxists by a Former Marxist – Part 3 des muslimischen Ökonomen und Wissenschaftlers Dr. Jerry Hionis Jr., übertragen in die deutsche Sprache von Yahya ibn Rainer.

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Buchauszug: Ibn Taymiyya – Illegale Steuern und Abgaben im Islam

Heute ein kleiner Auszug aus dem Buch Economic Concepts of Ibn Taimiyah von Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, der sich mit der Steuerpolitik unter Schariarecht beschäftigt. Der von Prof. Dr. Islahi zitierte Gelehrte heißt Ibn Taymiyyah (1263 – 1328) und war ein islamischer Gelehrter der besonders unter – heute sogenannten – Salafisten hohes Ansehen genießt und recht oft als Referenz herangezogen wird.

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Buch: ‚Economic Concepts of Ibn Taimiyah‘ von Prof. Dr. Abdul Azim Islahi

Ich habe ja bereits einige Publikationen von Prof. Dr. Islahi auf diesem Blog bereit gestellt und es werden in schaa Allah noch einige folgen, jedoch eines seiner Werke ist nicht frei als PDF erhältlich. Es handelt sich hierbei um eine revidierte Fassung seiner Dissertationsarbeit von 1980, die er an der Aligarh Muslim Universität in Indien begann und unter Prof. Dr. Muhammad Nejatullah Siddiqi – damals Professor für Ökonomie – an der King Abdulaziz Universität in Jeddah / Saudi Arabien beendete.

Buch: ‚Economic Concepts of Ibn Taimiyah‘ von Prof. Dr. Abdul Azim Islahi weiterlesen

Buchauszug: Muhammad Nejatullah Siddiqi – Freies Unternehmer- und Eigentum

„Wir brauchen eine gut versorgte Gesellschaft, aus der Armut verbannt und Wohlergehen für alle gewährleistet wird. Der Weg zur Verwirklichung dieses Ziels ist die Freiheit des Unternehmer- und Eigentums, (lediglich) begrenzt durch (beständige) moralische Gesetze und beaufsichtigt von einem gerechten Staat, der diesen göttlichen Gesetzen – der Scharia – Geltung verschafft.“

(Prof. Dr. Muhammad Nejatullah Siddiqi, in der Einleitung zum Buch „Economic Concepts of Ibn Taimiyah“ von Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Seite 15 )