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Der Meinungswandel des Prof. Dr. de Laveleye (gest. 1892) über den Islam und die Muslime

Ich lese derzeit das 2-bändige Reisetagebuch „Die Balkanländer“ (1886) von Prof. Dr. Émile Louis Victor de Laveleye (gest. 1892 n. Chr.), einem äußerst renommierten belgischen Nationalökonomen und Universalgelehrten seiner Zeit.

Einer der Gründe, weshalb ich diese Lektüre auf mich nehme, ist mein erster Eindruck dieser Persönlichkeit, den ich in der Bandreihe (1903) des deutsch-französischen Islamkonvertiten Muhammad Adil Schmitz du Moulin gewinnen konnte.

Prof. Dr. de Laveleye begab sich auf seiner Balkanreise erstmals persönlich in Gefilde, in denen Muslime heimisch waren. Man merkt anfänglich, dass der Professor mit reichlich Vorurteilen im Gepäck sich auf diese Reise begab, Vorurteile, die sich aus zahlreichen abendländischen Pamphleten nährten, die (ähnlich wie heute) die Schuld am damals schon beginnenden Niedergang der muslimischen Zivilisation (Kranker Mann am Bosporus) eindeutig dem Islam (als Religion und Ordnungsprinzip) andichteten.

So schreibt de Laveleye, als er sich allmählich den bosnisch-muslimischen Siedlungsgebieten näherte:

Sind das vielleicht schon die Vorläufer der einstigen türkischen Provinzen, also der Barbarei, während doch der Weg nach Pest und Wien, das heißt nach der Zivilisation hin, in entgegengesetzter Richtung läuft?

Man wird im Verlaufe der weiteren Lektüre jedoch immer deutlicher der Tatsache gewahr, dass de Laveleye anscheinend mit absolut falschen Erwartungen in diese „muslimische Barbarei“ der ehemaligen türkischen Provinzen des Balkans zog. Sehr schnell, nämlich bereits bei Ankunft in der (zwischen Christen und Muslimen durch den Fluss Save) geteilten Grenzstadt Brod, sieht er sich gemüßigt, als bekennender Christ folgendes über den muslimischen Muezzinruf zu Papier zu bringen:

Das bosnische Brod besteht aus einer einzigen großen Straße, deren Häuser zum Schutze gegen die Überschwemmungen der Save auf Pfählen oder Dämmen ruhen.

Die ganz aus Holz erbaute Moschee wird von einigen Pappeln umgeben, und zu dem in roten, gelben und grünen Farbentönen schimmernden Minarett steigt eben der Muezzin oder Ausrufer hinauf, um aufzufordern zum Gebete des »Aksham« oder der Abenddämmerung, dem letzten des Tages.

Der Metallklang seiner Stimme dringt bis in die umliegenden Fluren, und es sind schöne Worte, die man da vernimmt; selbst bei dem Gedanken an Schillers »Glocke« ziehe ich diese Art der Verkündigung dem gleichförmigen Geläute der Glocken vor.

»Gott ist erhaben und allmächtig«, ruft der Muezzin. »Es gibt keinen anderen Gott als ihn und keinen anderen Propheten als Mohammed. Versammelt Euch im Reiche Gottes, an dem Orte der Gerechtigkeit. Kommt in die Wohnung der Glückseligkeit«.

Dies sollte nicht der erste positive Eindruck gewesen sein, den de Laveleye im weiteren Verlauf seines Reisetagebuches über den Islam und die Muslime auf dem Balkan zu Papier brachte.

In schaa Allah werde ich einen umfangreichen Beitrag verfassen, der all diese Äußerungen des Professors in Auszügen zur Verfügung stellt.

Ich freue mich schon.

Buchauszug: Emil von Laveleye – Die Bosnier (1886)

„Die besten und tiefsten Einblicke in das innerste Wesen des Mohammedanismus lassen sich aber nirgends besser als in Bosnien gewinnen, weil hier Bekehrer und Bekehrte nichts von den Eigenthümlichkeiten der Rasse mit einander ausgetauscht und in einander verwoben haben, so dass man von einem reinen, unverfälschten Einflüsse des Korans sprechen kann. Die mohammedanischen Bosnier sind vollständig Slawen geblieben, die weder vom Türkischen noch Arabischen Kenntniss haben, und welche die vorgeschriebenen Gebete und Koranverse auswendig lernen und hersagen, aber ebenso wenig verstehen wie die italienischen Bauern das lateinische Ave Maria.

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Die „Islamische Zeitung“, das COMPACT-Magazin und der Srebrenica-Leugner

von Yahya ibn Rainer (am 11. Juli 2012)

Heute, zum 17. Jahrestag des Massakers von Srebrenica, möchte ich gern etwas loswerden, was mir schon lange in den Fingerspitzen kitzelt. Es geht um die monatlich erscheinende Islamische Zeitung und deren Internetpräsenz. Erst kürzlich musste ich lesen, dass die Zeitung mittlerweile sogar den Facebook-Clown Tarek Papabär dort schreiben lässt, was mich aber nicht weiter tangierte, da sie im Grunde recht gut zusammenpassen. Denn Tarek Papabär, als Jungspund mit syrischen Wurzeln, als auch die Islamische Zeitung haben nämlich beide recht wenig übrig für den syrischen Widerstand gegen das Regime der national-sozialistischen Baath-Partei und die alewitische Tyrannen-Clique.

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