WAHNSINN: Ein Einblick in die kruden Lehren des Salafismus

von Jens dem Preußen

Spätestens seit dem heldenhaften Einsatz deutscher Ballsportenthusiasten für Frieden, Freiheit und Demokratie in Köln, weiß nun auch der letzte verträumte Gutmensch von der salafistischen Gefahr. Endlich wachen sie auf und erkennen, welchen Wandel diese Steinzeit-Islamisten in unserer abendländischen Heimat einläuten wollen.

Den Salafismus zeichnet vor allem aus, dass deren Anhänger den Koran und die Handlungsweisen und Worte ihres Propheten auch heute noch, etwa 1400 Jahre nach seinem Ableben, für wahr halten und es als ihre Pflicht ansehen, diese auch umzusetzen. “Salafisten” heißen sie deshalb, weil ihre besten Vorbilder bei der Interpretation und Umsetzung dieser Pflicht, die Zeitgenossen und direkten Nachfolgegenerationen des Propheten sind, die sie “Salaf” nennen.

Dabei lassen sie vollkommen außer Acht, dass wir uns heute im 21. Jahrhundert befinden und die Grundlage des Zusammenlebens nicht mehr durch feste Regeln bestimmt wird, sondern dass wir heute mit einer neuen Ethik und Moral ausgestattet sind, die sich nach unseren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen richtet, demokratisch von uns bestimmt und nicht von Gott oder Propheten.

Wer wissen möchte, mit welch kruder Ethik der Salafismus daher kommt, der muss unbedingt einen Blick in ihre Überlieferungen (Hadith) werfen, die sie als Sunnah bezeichnen. Es handelt sich um Aussprüche und Handlungen ihres Propheten, die nahtlos von den Salaf überliefert wurden und deshalb für die Salafisten als authentisch gelten.

Hier ein Einblick in die steinzeitliche Ethik des Salafismus:

Der Prophet sprach:
“Niemand aß je eine bessere Speise als von seiner eigenen Hände Arbeit.”

Abu Huraira berichtete, daß der Prophet sagte: “Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, daß es für euch besser ist, ein Seil zu nehmen und damit auf seinem Rücken ein Bündel Brennholz herbeizubringen, als zu einem anderen zu gehen und diesen anzubetteln, der ihm entweder etwas gibt oder nichts gibt.”

Rafi’ Ibn Hadig berichtete: “Ich sagte: »O Gesandter Gottes, was ist der beste Erwerb?«
Er sagte: »Die Arbeit eines Menschen mit eigenen Händen, und jeder Handel, der von Gott angenommen ist.«”

In einer Überlieferung wird gesagt, dass der Prophet die Hände von Saad Ibn Mu’ad schüttelte. Seine Hände waren rau und zerfurcht. Der Prophet fragte ihn danach und Mu’ad antwortete: “Ich arbeite mit Seil und Pflug, um meine Familie zu ernähren.”
Der Prophet küsste seine Hand und sprach: “Zwei Hände, die Allah, der Erhabene, liebt.”

Al-Miqdam berichtete, daß der Prophet sagte: “Niemals hat einer etwas besseres verzehrt als eine Nahrung, die er aus dem Arbeitslohn seiner Hände erwarb. Und David, der Prophet Gottes ernährte sich von dem Arbeitslohn seiner Hände.”

Auch wird berichtet, dass Omar (der zweite Khalif und enge Freund und Gefährte des Propheten) bei einer Gruppe von Rezitatoren vorbeiging. Er fand sie (nichtstuend) sitzend mit hängenden Köpfen vor. So fragte er: “Wer sind diese Leute?”
Man antwortete ihm: “Das sind jene, die auf Gott vertrauen.”
Doch Omar sagte: “Nein! Es sind vielmehr die Schmarotzer. Sie schnorren vom Vermögen der Menschen. Soll ich euch vom wahrhaft Gottvertrauenden erzählen?”
Man antwortete ihm: “Ja!”
Da sagte er: “Es ist jener, der die Körner in den Boden setzt und dann auf seinen Herrn, den Erhabenen, vertraut.”

Abu Buradas Großvater berichtete, daß der Prophet sagte: “Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe einer Spende.”
Die Leute fragten: “O Prophet Gottes, und wie, wenn man nichts hat?”
Der Prophet antwortete: “Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas verdienen, wovon er für sich selbst Nutzen hat und eine Spende gibt!”
Die Leute fragten: “Und wie, wenn man keine Arbeit findet?”
Der Prophet antwortete: “Er soll dann einem Behinderten in seiner Not helfen!”
Die Leute fragten: “Und wie, wenn man keinen findet?”
Der Prophet antwortete: “Er soll dann mit guten Taten umgehen und sich vom Übel fernhalten; denn dies ist von ihm eine Spende!”

Imam Ahmad ibn Hanbal war ein früher islamistischer Großgelehrter (780 – 855 n. Chr.), auf den sich heutige Salafisten und ihre Gelehrten oft beziehen. Von ihm wird folgendes überliefert:

“Sein Leben lang lehnte der Imam die Avancen und Geschenke der Kalifen und des Staates ab. Lieber verbrachte er sein Leben in Armut, als dass er etwas zu seinem Eigentum zählte, dessen Quelle er nicht kannte. Damit seine Seele frei blieb, strengte er seinen Körper an; um ein Gott wohlgefälliges Einkommen zu erzielen, arbeitete er zeitweise sogar als Lastenträger.”

Nun dürfte es auch dem letzten gutmenschlichen Islamfreund wie Schuppen von den Augen fallen. Der Salafismus ist mit seiner strengen Gläubigkeit – an solcherlei uralte Texte – eine Gefahr für unsere modernen gesellschaftlichen Errungenschaften. Diese Arbeitsethik ist radikal und anmaßend und wirkt wie Gift auf den demokratischen Wohlfahrtsstaat. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder nur noch von seiner eigenen Hände Arbeit lebt und das Eigentum der anderen nicht mehr begehrt und der Staat deshalb nicht mehr durch Besteuerung Eigentum umverteilt? Ja, ins Mittelalter …

Also nieder mit dem Salafismus!

Ähnliche Beiträge

Jens Yahya Ranft

Über Jens Yahya Ranft

Jens Yahya Ranft, Jahrgang 1975, verheiratet, 3 Kinder, Geschäftsführer und Prokurist in einem kleinen deutsch-arabischen Unternehmen. Urheber dieses Blogs. Liest und publiziert vor allem in den Bereichen Staats- und Religionsgeschichte, (Sozio-)Ökonomie, politische Philosophie und Soziologie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.