Schlagwort-Archive: Ethik

Kurz gesagt: Diese geradezu religiöse Verehrung des Grundgesetzes

Diese geradezu religiöse Verehrung des Grundgesetzes ist in meinen Augen absolut widersprüchlich und basiert entweder auf Unwissenheit oder Geschichtsvergessenheit.

Ohne die philosophische Konstruierung dieses „kältesten aller kalten Ungeheuer“ (Nietzsche) namens STAAT, wäre die Schaffung seiner verfassungsmäßigen Bändigung gar nicht nötig gewesen.

Die abendländische Aufklärung hat dem Staat (als Institution) sämtliche Gewalt und Macht (als Monopol) zugeführt und zur Grundlage seines Handelns eine wandelbare Ethik und ein positives (willkürliches) Recht zugelassen.

Das Grundgesetz ist ein Beleg für die gewaltige Gefahr, die von einem rechtspositivistischen Gewaltstaat ausgeht und es müsste uns mit Scham und Trauer schlagen, dass wir ein solches Konvolut an Reglementierungen brauchen um die Menschen vor der Willkür ihrer institutionaliserten Autorität zu schützen.

Kurz gesagt: Über Zivilisation

von Yahya ibn Rainer

Zivilisation ist der Zustand einer Gesellschaft, in der sich die Mitglieder freiwillig an bestimmte Regeln halten. Der Niedergang einer Zivilisation kündigt sich an, wenn diese bestimmten Regeln mehrheitlich nicht mehr freiwillig befolgt werden und deshalb durch den Staat mit Zwang durchgesetzt werden müssen.

Die Tragik der Neuzeit besteht darin, dass dieser Staat heute von denen okkupiert wird, die er eigentlich zwingen sollte diese bestimmten Regeln zu befolgen.

Das Resultat ist die komplette Abschaffung der ungenehmen Regeln, die einst die Voraussetzung für die Zivilisation waren, und sie werden ersetzt durch die institutionalisierten Neigungen und Gelüste der Unzivilisierten, welche nun wiederum den Mitgliedern der Gesellschaft mit staatlicher Gewalt aufgezwungen werden, da sich niemand ernsthaft und freiwillig an einer Barbarisierung beteiligen möchte, denn nichts anderes ist die Abschaffung der Zivilisation.

Buchauszug: Markus v. Hänsel-Hohenhausen – Das Verbrechen aus Prinzip

„Der kategorische Imperativ der Aufklärung kann dem Verbrechen also keinen Einhalt gebieten: Wenn das Verbrechen aus Prinzip geschieht, wird es selbst zum kategorischen Imperativ. Nichts konnte den Menschen und nichts kann ihn bis heute an Handlungen hindern, die er kraft seiner Intelligenz als vernünftig zu begründen weiß.

Ein echtes Ethos bewirkt aber genau dies. Es ist auch bindend, wenn ihm das ideologische, politische, wirtschaftliche oder ein beliebiges anderes Kalkül widerstreitet. Ein Ethos, das das Leben schützt, kann irrational sein, Ethik dagegen rationalisiert die Gesellschaft. […]

In den beiden aufgeklärten Jahrhunderten wurde fast jede nur vorstellbare Gewalttat und Pervertierung sittlicher Vorstellung Wirklichkeit – von Vernunftsgründen gerechtfertigt. Weil das natürliche Empfinden sich auf Greueltaten, trotz angeführter rationaler Gründe, d.h. auf das Fehlen eines Ethos, dennoch nicht einzustellen vermochte, kam die Vorstellung auf von der „Würde des Menschen“.“

(Dr. Markus von Hänsel-Hohenhausen, Hitler und die Aufklärung – Der philosophische Ort des Dritten Reiches, Seite 28-29)

Buchauszug: Markus v. Hänsel-Hohenhausen – Das Dritte Reich, durchaus kein Unfall der Geschichte

„Im Lichte seiner philosophischen Voraussetzungen ist das Dritte Reich durchaus kein Unfall der Geschichte, sondern ein (wenn auch extremes) Kapitel, das sich in die Geschichte des Denkens bzw. in die Geschichte der Aufklärung einordnet.

Der Materialismus, der sich im Gefolge der Aufklärung erstmals aller Fesseln entledigen konnte, hat auch den Menschen zum Ding gemacht, das getötet werden darf. An die Stelle eines Ethos, das unveränderlich über den wechselnden Vernunftgründen steht, ist eine vernunftargumentierende und deshalb wechselnde Ethik getreten, die die Tötung von Menschen sogar als ethisch geboten darzustellen weiß und die im April 1945 mit dem Dritten Reich keineswegs verschwunden ist.

Diese ‚rationale Humanität‘ gehört zu den Grundlagen der entspiritualisierten westlichen Gesellschaften.“

(Dr. Markus von Hänsel-Hohenhausen, Hitler und die Aufklärung – Der philosophische Ort des Dritten Reiches, Seite 21)

WAHNSINN: Ein Einblick in die kruden Lehren des Salafismus

von Jens dem Preußen

Spätestens seit dem heldenhaften Einsatz deutscher Ballsportenthusiasten für Frieden, Freiheit und Demokratie in Köln, weiß nun auch der letzte verträumte Gutmensch von der salafistischen Gefahr. Endlich wachen sie auf und erkennen, welchen Wandel diese Steinzeit-Islamisten in unserer abendländischen Heimat einläuten wollen.

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Buchauszug: Roland Baader – Konstruktivistischer Rationalismus

„Auf Kurzformeln komprimiert, ist mit dem Konstruktivistischen Rationalismus die unter Intellektuellen weitverbreitete Überschätzung der menschlichen Vernunft gemeint, die Tatsache nämlich, daß die meisten Vertreter der „denkenden Zunft“ kulturell-gesellschaftliche Institutionen (wie z.B. Ehe, Familie, Eigentum) und Regeln (Verhaltensnormen, Tabus, geltende Werte) für Einrichtungen halten, die von Menschen bewußt und absichtlich erdacht und eingeführt worden seien (und die man deshlab auch nach Maßgabe rationaler Überlegungen wieder ändern könne).

Es handelt sich beim Konstruktivistischen Rationalismus also um die Unkenntnis (oder um die Erkenntnisverweigerung) der Tatsache, daß viele – und gerade die für das gesellschaftliche Leben bedeutsamsten – dieser Institutionen, Regeln und Werte „zwar das Ergebnis menschlichen Handelns, aber nicht das Ergebnis menschlichen Entwurfs sind“ (Hayek).

Nicht nur ein Gutteil dessen, was Gesellschafts- und Staatsphilosophen von sich gegeben haben, sondern auch ein Großteil dessen, was Macht- und Medien-Eliten unter Politik verstehen, beruht auf diesem Aberglauben, gesellschaftliche Verhältnisse und Verhaltensmuster seien rational konstruierbar und planerisch zu verändern (zu „verbessern“).“

(Roland Baader, Geld, Gold und Gottspieler – Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise, Seite 290)

Buchauszug: Prof. Bertrand de Jouvenel – Journalismus ohne Ethik

„Sehen wir uns jetzt den Eigentümer einer weitverbreiteten Zeitung an. Er ist kein bloßer Papierhändler, der eine Nachfrage bedient; er verbreitet Auffassung, weckt Emotionen, formt oder zerstört Verhaltensbilder. Seit dem Erscheinen des ersten ‚Pfennig-Blattes‘ ist keine Ethik für die Presse mit hoher Auflagenzahl entstanden. Die allgemeine Schulpflicht, die dem Zweck dienen sollte, die Wirkung des ausgedehnten Wahlrechts durch die Bereitstellung eines für die Bildung vernünftiger Meinung notwendigen Minimalwissens auszugleichen, hat den Stimmungsverkäufern eine unbegrenzte Reservearmee von Konsumenten geliefert.

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Ein deutsch-französischer Islamkonvertit beschreibt im Jahre 1904 die Gegensätze zwischen Europa und dem Orient

„Noch viele andere Gegensätze bestehen zwischen dem Orient und Europa.

Bei den Orientalen ist der Bart ein Zeichen der Würde, in Europa ein Merkmal der Vernachlässigung.

Im Orient schneidet man Brot u. s. w. von sich ab, in Europa zu sich her.

Im Orient winkt man mit der Hand nach unten, in Europa nach oben.

Im Orient ist es Gebrauch, den Kopf zu rasieren; in Europa gilt das als Strafe.

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3 mal Nicolás Gómez Dávila (XXIII)

„Nichts ist wichtig genug, als dass es nicht wichtig wäre, wie es geschrieben ist.“

„Zivilisationen sind Perioden, in denen die Manieren einen Teil der Ethik bilden.“

„Gewalt reicht nicht, um eine Zivilisation zu zerstören.
Jede Zivilisation stirbt an der Gleichgültigkeit gegenüber den ihr eigentümlichen Werten, die sie begründen.“