Buchauszug: Roland Baader – Grundrechte binden nur den Staat

„Ein Staat, der seinen Bürgern zwingend vorschreiben würde, welche Menschen, Kulturen, Religionen etc. sie für ‚besser‘ oder ’schlechter‘ – oder auch nur für ‚gleichwertig‘ zu halten (und entsprechend zu behandeln) haben, wäre zwangsläufig totalitär: ein politisches System des Gesinnungs- und Meinungsterrors. Genau das aber ist der Tenor des rot-grünen […] Gesetzentwurf vom Frühjahr 2002 (Gesetz gegen Diskriminierung), dessen Inhalt darauf zielt, daß auch im privaten Leben niemand aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Rasse, der Religion oder der Weltanschuung, der Behinderungsart, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe.

So steht es zwar auch im Grundgesetz, allerdings mit dem gewaltigen Unterschied, daß diese Grundrechte nur den Staat binden und keinesfalls in die Meinungs- und Vertragsfreiheit der Bürger hinsichtlich ihrer Beziehungen untereinander eingreifen dürfen.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 142-144 / Hervorhebung durch Unterstrich von mir)

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Jens Yahya Ranft

Über Jens Yahya Ranft

Jens Yahya Ranft, Jahrgang 1975, verheiratet, 3 Kinder, Geschäftsführer und Prokurist in einem kleinen deutsch-arabischen Unternehmen. Urheber dieses Blogs. Liest und publiziert vor allem in den Bereichen Staats- und Religionsgeschichte, (Sozio-)Ökonomie, politische Philosophie und Soziologie.

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