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Kurz gesagt: Diese geradezu religiöse Verehrung des Grundgesetzes

Diese geradezu religiöse Verehrung des Grundgesetzes ist in meinen Augen absolut widersprüchlich und basiert entweder auf Unwissenheit oder Geschichtsvergessenheit.

Ohne die philosophische Konstruierung dieses „kältesten aller kalten Ungeheuer“ (Nietzsche) namens STAAT, wäre die Schaffung seiner verfassungsmäßigen Bändigung gar nicht nötig gewesen.

Die abendländische Aufklärung hat dem Staat (als Institution) sämtliche Gewalt und Macht (als Monopol) zugeführt und zur Grundlage seines Handelns eine wandelbare Ethik und ein positives (willkürliches) Recht zugelassen.

Das Grundgesetz ist ein Beleg für die gewaltige Gefahr, die von einem rechtspositivistischen Gewaltstaat ausgeht und es müsste uns mit Scham und Trauer schlagen, dass wir ein solches Konvolut an Reglementierungen brauchen um die Menschen vor der Willkür ihrer institutionaliserten Autorität zu schützen.

Zitat: Prof. Dr. Ralf Poscher – Du musst nicht verfassungstreu sein

«Ein religiöser Glaube verliert nicht durch verfassungsfeindliche Inhalte die Eigenschaft, Religion im Sinn der grundrechtlich geschützten Religionsfreiheit zu sein. Das Grundgesetz verlangt daher von den Religionen auch keine Verfassungstreue, sondern Respekt vor dem Vorrang der säkularen Rechtsordnung und den verfassungsrechtlich geschützten Rechtsgütern Dritter.»

Prof. Dr. Ralf Poscher – deutscher Rechtswissenschaftler, Verfassungsgeschichtler, Rechtssoziologe und Rechtsphilosoph

Wenn da mal wieder jemand das Grundgesetz verteilt …

von Yahya ibn Rainer

Es scheint eine Art Modeerscheinung zu sein, dass Demokratisten kostenlose Exemplare ihrer heiligen Schrift an harmlose Passanten verteilen. Sicherlich wäre früher niemand auf diese Idee gekommen, aber wenn die bösen Salafisten Koranübersetzungen verteilen, und diese zudem noch einen solch reißenden Absatz dabei zu verzeichnen haben, fühlt sich der Demokratist ja geradezu genötigt auch für seine Religion werben.

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Buchauszug: Roland Baader – Grundrechte binden nur den Staat

„Ein Staat, der seinen Bürgern zwingend vorschreiben würde, welche Menschen, Kulturen, Religionen etc. sie für ‚besser‘ oder ’schlechter‘ – oder auch nur für ‚gleichwertig‘ zu halten (und entsprechend zu behandeln) haben, wäre zwangsläufig totalitär: ein politisches System des Gesinnungs- und Meinungsterrors. Genau das aber ist der Tenor des rot-grünen […] Gesetzentwurf vom Frühjahr 2002 (Gesetz gegen Diskriminierung), dessen Inhalt darauf zielt, daß auch im privaten Leben niemand aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Rasse, der Religion oder der Weltanschuung, der Behinderungsart, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe.

So steht es zwar auch im Grundgesetz, allerdings mit dem gewaltigen Unterschied, daß diese Grundrechte nur den Staat binden und keinesfalls in die Meinungs- und Vertragsfreiheit der Bürger hinsichtlich ihrer Beziehungen untereinander eingreifen dürfen.“

(Roland Baader, Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören, Seite 142-144 / Hervorhebung durch Unterstrich von mir)