Schlagwort-Archive: Schöpfung

Buchauszug: Oswald Spengler – Islam war die beständige Fühlweise Jesu und die jeder andern Persönlichkeit von religiösem Genie

«Das Höhlengefühl fordert eine übersehbare Geschichte mit Weltanfang und Weltende, die zugleich Anfang und Ende der Menschheit sind, als den Akten einer zaubergewaltigen Gottheit und dazwischen, in die Grenzen der Höhle gebannt und von vorbestimmter Dauer, das Ringen des Lichtes mit der Finsternis, der Engel und Jazatas mit Ahriman, Satan, Iblis, in das der Mensch mit Geist und Seele verwickelt ist. Die gegenwärtige Höhle kann von Gott zertrümmert und durch eine neue Schöpfung ersetzt werden. […]

Daraus ergibt sich ein historischer Blick über die gegebene Zeit, wie er heute noch dem Menschen des Islam durchaus natürlich ist. „Die Weltanschauung des Volkes zerfällt naturgemäß in die großen Teile: Weltentstehung, Weltentwicklung, Weltuntergang. Für den so tief ethisch empfindenden Moslim ist in der Weltentwicklung das Wesentlichste die Heilsgeschichte und der ethische Lebensweg, die als ›Menschenleben‹ zusammengefaßt werden. Dasselbe mündet in den Weltuntergang, der die Sanktion der sittlichen Menschheitsgeschichte enthält.“ [Horten, Max]

Für das magische Menschendasein aber ergibt sich aus dem Gefühl von dieser Zeit und dem Erblicken dieses Raumes eine ganz einzige Art von Frömmigkeit, die ebenfalls höhlenhaft genannt werden darf, eine willenlose Ergebung, die das geistige Ich überhaupt nicht kennt und das geistige Wir, das in den beseelten Leib eingegangen ist, als bloßen Widerschein des göttlichen Lichtes empfindet. Das arabische Wort hierfür ist »islam«, Ergebung, aber »islam« war auch die beständige Fühlweise Jesu und die jeder andern Persönlichkeit von religiösem Genie, die in dieser Kultur hervorgetreten ist.»

(Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1922, Bd. 2, Seite 291-292)

Zitat: Ibn al-Qayyim – Händler sind für die Schöpfung, was Fische für das Meer sind

«Die Schöpfung ist [wie] das Meer: Die Gelehrten sind dessen Perlen [Schmuck], die Asketen dessen Ambra [Parfüm], die Händler dessen Fische [Nutzen], die Übeltäter deren Krokodile und die Unwissenden der Schaum auf dessen Oberfläche.»

 – Ibn Qayyim al-Jawziyyah (gest. 751 n.H.)

Ein herzlicher Dank - für Übersetzung und Unterstützung - geht raus an den Bruder Behzad Zibari.
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Zitat: Ibn al-Qayyim – Reichtum und Armut sind eine Prüfung Allahs

«Allah, der Allmächtige, ist der Schöpfer von Überfluss und Not, ebenso wie Er der Schöpfer aller anderer Dinge ist. Reichtum und Armut wurden von Ihm erschaffen, um seine Knechte darauf zu prüfen, wer die besseren Taten vollbringt. Er liefert beide einer Prüfung von Gehorsam und Ungehorsam aus, um zu belohnen oder zu bestrafen.

Deshalb sagt Er: „Und Wir prüfen euch mit Schlechtem und Gutem als Versuchung. Und zu Uns werdet ihr zurückgebracht.“ (Quran 21:35). Manchmal prüft Er einen Mann, indem Er ihm reichlich Wohlstand beschert und manchmal indem Er ihm die Mittel zum Lebensunterhalt schmälert.»

(Ibn al-Qayyim – `Uddat al-Sabirin, Beirut: Dar al-Afaq al-Jadidah, 1978, Seite 162, zitiert aus Economic Thought of Ibn al-Qayyim von Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, übersetzt von Yahya ibn Rainer)

Buchauszug: Yukawa Hideki – Die schöpferischen Kraft des Höchsten Wesens

Prof. Dr. Yukawa Hideki war 1949 der erste japanische Physiker der den Nobelpreis erhielt. Er bekam die Auszeichnung für seine Vorhersage der Existenz der Mesonen, die auf der Theorie der Kernkräfte beruhte. Hideki zu Ehren benannten die Macher von Star Trek: Deep Space Nine eine  cardassianische Raumschiffklasse nach ihm.   :)

»Die Relativität setzte  mathematische Beziehungen an die Stelle eines mechanischen Musters im Universum. Aber sie erhöhte Kontinuität und Einheit der Ursache und machte sie verständlicher: eine neue Art Determinismus und Prädestination.

Aber die Entdeckung der „Quantentheorie“ forderte eine ganz andere Erklärung. Sie zeigt „Mangel an Zusammenhang“ […]. Das Universum, vom Gesichtspunkt der Quantentheorie betrachtet, erwies  sich als unzusammenhängend und höchst aktiv, dynamisch, rastlos, unbeständig und ununterbrochen schöpferisch.

Ein Meson ändert die Planfolge seiner Energie binnen einer sehr kurzen Zeit und ohne eine außenstehende Tätigkeit. Hier scheint sich ein schöpferischer Prozeß auf eine spontane und nicht vorauszusehende Art zu offenbaren. So bin ich einerseits mehr denn je beeindruckt durch die Wucht eines Grundgesetzes und anderseits durch die dynamischen und schöpferischen Seiten der Natur.

Der Ursprung des Grundprinzips ist zweifelsohne etwas Unbekanntes, das die Reiche von Raum und Zeit übersteigt – ein Bestehen, das allumfassend und ewig ist.

In dem Mangel an Zusammenhang und in den spontanen Energieblitzen liegt meines Erachtens nach die der Natur eigene Garantie für den Glauben an einen freien Geist. Durch die Wissenschaft selbst gelangt man zum Allumfassenden, zur Ewigkeit, zur schöpferischen Kraft, welche die Alten das Höchste Wesen nannten.«

(Prof. Dr. Yukawa Hideki, im The American Magazine, 21.01.1951 / zitiert und übersetzt von Jean Pierre Hamilius in seinem Buch Die Amerikanische Revolution, ein Fanal der Freiheit, ©1984, Fußnote 3 auf Seite 22)

Buchauszug: Alle leblosen Dinge handeln in unbedingtem Gehorsam nach dem Willen ihres Schöpfers

„Die Lebensbedingungen werden durch menschliche Tätigkeit erzeugt. […] Daher geht die Rede in diesem Buch nur von einer der Kräfte des Menschen, nämlich, vom Gebrauch seiner physischen, tätigen Lebensenergie. Ein lebender Mensch dieser Erde ist innerhalb der Dimensionen von Raum und Zeit eine Einheit physischer Ernergie, die wie physische Ernergie innerhalb der Grenzen der Gesetze der Physik wirkt. […]

Der Mensch ist nicht der Schöpfer dieser Gesetze. Er kontrolliert, ändert oder erobert sie nicht; […] Nichts ist absurder, als die so zum Ausdruck gebrachte Ansicht „Der Mensch erobert die Natur“. Tatsache ist, daß während Tausenden von Jahren von Irrtümern, Bemühungen und Fehlschlägen die Menschen die unabänderlichen Gesetze entdecken, die in der Natur bestehen.

Warum fällt Regen? Warum bläst der Wind? Warum erzeugen Elektrone Licht, wenn sie mit Molekülen leblosen Gases zusammentreffen? Die Menschen lernen das Was und das Wie. Die einzige Antwort auf das Warum lautet: Alle leblosen Dinge handeln in unbedingtem Gehorsam nach dem Willen ihres Schöpfers. Ein „Gesetz der Physik“ ist nichts anderes als Gottes Wille, der auf diesem Planeten innerhalb der Dimensionen von Raum und Zeit wirksam ist.

Um auf dieser Erde zu leben, müssen die Menschen auch im Einklang mit den Naturgesetzen handeln. Um Korn zu mahlen, ein Gewicht emporzuheben, Mauern aufzurichten, die ein Dach stützen, müssen die Menschen die Gesetze der Physik kennen und nach ihnen Handeln. Die Menschen lernen leichter, bequemer und länger zu leben, je besser sie die Naturgesetze verstehen und je besser sie ihnen gehorchen. Um ein Flugzeug zum Fliegen zu bringen, mußten die Gebrüder Wright einige Gesetze der Ärodynamik entdecken und ihnen gehorchen. Um elektrisches Licht herzustellen, mußte Edison einige Gesetze der Elektronik entdecken und ihnen gehorchen.

Das ist in der Tat sehr wenig um den Willen Gottes zu erkennen. Der Wissenschaftler geht angesichts der großen Unwissenheit und der winzigen Kenntnisse des Menschen bescheiden und demütig an die Realität heran.“

(Die Amerikanische Revolution – ein Fanal der Freiheit, von Rose Wilder Lane, übertragen aus dem Amerikanischen, bearbeitet und erweitert von Jean Pierre Hamilius, Seite 21-22 )

Buchauszug: Leopold Weiss – Er ist schlicht eine Lebensweise nach den Regeln der Natur …

„Die Religion birgt einen unermesslichen Nutzen; der Mensch begreift, was er in dem ewigen Kreislauf der Schöpfung ist und nie aufhören kann zu sein: eine sinnvolle Einheit, ein eindeutig bestimmbarer Teil im unendlichen Organismus des universellen Schicksals. Die Folge ist psychologisch ein tiefes Gefühl geistiger Sicherheit, das zwischen Hoffnung und Furcht schwankt. Das unterscheidet den religiösen Menschen – gleich, welcher Religion er anhängt – von dem ungläubigen. Diese grundlegende Einstellung teilen alle großen Religionen, was immer ihre spezifischen Lehren sein mögen; ihnen allen gemein ist auch der moralische Aufruf an den Menschen, den offenkundigen Willen Gottes anzuerkennen.

Aber der Islam, und nur er, geht über diese theoretische Ermahnung hinaus. Er lehrt uns nicht nur, dass das ganze Leben im wesentlichen eine Einheit ist, weil es der göttlichen Einheit entspringt; er zeigt uns auch, wie jeder Einzelne diese Einheit in seinem irdischen Leben, in seinem Handeln und in seinem Bewußtsein abbilden kann. Um dieses oberste Ziel im Leben zu erreichen, muss der Mensch im Islam nicht der Welt abschwören; keine Entbehrungen sind erforderlich, um die geheime Tür der Läuterung zu öffnen; kein Druck wird auf den Verstand ausgeübt, keiner muss an unverständliche Dogmen glauben, um Erlösung zu erlangen. Solche Dinge sind dem Islam völlig fremd, weil er weder eine mystische noch eine philosophische Doktrin ist. Er ist schlicht eine Lebensweise nach den Regeln der Natur, die Gott seiner Schöpfung auferlegt hat; seine höchste Leistung ist die vollkommene Abstimmung aller geistigen und materiellen Aspekte des menschlichen Lebens.“

(Leopold Weiss – Islam am Scheideweg, Edition Bukhara, Seite 29)

3 mal Nicolás Gómez Dávila (V)

„Die Resultate der modernen »Befreiung« lassen uns mit Wehmut an die abgeschaffte ‚bürgerliche Heuchelei‘ zurückdenken.“

„Die Beimischung einiger Tropfen Christentums zu einer linken Gesinnung verwandelt den Trottel in einen perfekten Trottel.“

„Der Mensch ist Geschöpf oder Gott. – Die Alternative ist abrupt und die Wahl unumgänglich. Alles was wir denken fällt unter eine der zwei Kategorien.“