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3 mal Nicolás Gómez Dávila (LXIV)

»Die nahe Zukunft wird wahrscheinlich extravagante Katastrophen mit sich bringen, aber was die Welt am sichersten bedroht, ist nicht die Gewalttätigkeit hungerleidender Volksmengen, sondern die Übersättigung sich langweilender Massen.«

»Der Preis der intellektuellen Authentizität ist, gefühllos und egoistisch zu erscheinen.«

»Was macht es, daß uns die verurteilen, die unsere Einsichten nicht teilen?«

 

Buchauszug: Hans-Hermann Hoppe – Die überwältigende Mehrheit der Unterstützer des Staates

„Die überwältigende Mehrheit der Unterstützer des Staates sind keine philosophischen Etatisten, das heißt, sie sind nicht Etatisten, weil sie über die Angelegenheit gründlich nachgedacht haben. Die meisten Menschen denken über gar nichts «Philosophisches» nach. Sie kümmern sich um ihr tägliches Leben, und das ist alles. Die meiste Unterstützung entstammt also der schlichten Tatsache, dass der Staat existiert und immer existiert hat, soweit die Erinnerung zurückreicht – und die reicht üblicherweise nicht länger zurück als die eigene Lebenszeit. Das heißt, die größte Errungenschaft der etatistischen Intellektuellen ist die bloße Tatsache, dass sie die natürliche intellektuelle Faulheit oder Unfähigkeit der Massen gepflegt haben und nie das Aufkommen einer ernsthaften Diskussion über «das Thema Staat» zugelassen haben. Der Staat wird als ein Teil der gesellschaftlichen Struktur betrachtet, der über alle Zweifel erhaben ist.

(Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, Der Wettbewerb der Gauner – Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft, S. 18)

Buchauszug: Roland Baader – Konstruktivistischer Rationalismus

„Auf Kurzformeln komprimiert, ist mit dem Konstruktivistischen Rationalismus die unter Intellektuellen weitverbreitete Überschätzung der menschlichen Vernunft gemeint, die Tatsache nämlich, daß die meisten Vertreter der „denkenden Zunft“ kulturell-gesellschaftliche Institutionen (wie z.B. Ehe, Familie, Eigentum) und Regeln (Verhaltensnormen, Tabus, geltende Werte) für Einrichtungen halten, die von Menschen bewußt und absichtlich erdacht und eingeführt worden seien (und die man deshlab auch nach Maßgabe rationaler Überlegungen wieder ändern könne).

Es handelt sich beim Konstruktivistischen Rationalismus also um die Unkenntnis (oder um die Erkenntnisverweigerung) der Tatsache, daß viele – und gerade die für das gesellschaftliche Leben bedeutsamsten – dieser Institutionen, Regeln und Werte „zwar das Ergebnis menschlichen Handelns, aber nicht das Ergebnis menschlichen Entwurfs sind“ (Hayek).

Nicht nur ein Gutteil dessen, was Gesellschafts- und Staatsphilosophen von sich gegeben haben, sondern auch ein Großteil dessen, was Macht- und Medien-Eliten unter Politik verstehen, beruht auf diesem Aberglauben, gesellschaftliche Verhältnisse und Verhaltensmuster seien rational konstruierbar und planerisch zu verändern (zu „verbessern“).“

(Roland Baader, Geld, Gold und Gottspieler – Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise, Seite 290)

3 mal Nicolás Gómez Dávila (XLVII)

„Je größer die Bedeutung einer intellektuellen Tätigkeit, desto lächerlicher die Anmaßung, die Fähigkeit dessen, der sie ausübt, zu garantieren.
Ein Zahnarztdiplom ist respektabel, das des Philosophen grotesk.“

„In der Philosophie ist der, der sich verteidigt, besiegt.“

„Zwei gegensätzlich philosophische Thesen ergänzen sich, aber nur Gott weiß, wie.“

 

3 mal Nicolás Gómez Dávila (XLIV)

„Revolutionäre zerstören letzten Endes nur, was die Gesellschaften, gegen die sie rebellierten, erträglich machte.“

„Mangels neuer Ware zum Angebot auf dem europäischen Markt verkauft der linke Intellektuelle seine verblichenen Ladenhüter in die Dritte Welt.“

„So groß ist der Glauben des Marxisten an Marx, dass er gewöhnlich davon Abstand nimmt, ihn zu lesen.“

 

3 mal Nicolás Gómez Dávila (XLII)

„Was nicht Vorurteil ist, ist von Vorurteilen ausgegangen.“

„Das Unterbewusste fasziniert den modernen Menschen.
Weil man dort seine bevorzugten Blödheiten als unwiderlegbare Hypothese unterbringen kann.“

„Auf der Suche nach Kultur begeben sich heute in die Fakultäten der Geisteswissenschaften Massen, die intellektuell für manuelle Arbeiten bestimmt sind.“

3 mal Nicolás Gómez Dávila (XL)

„Die Feinde des Mythos sind keine Freunde der Wirklichkeit, sondern der Banalität.“

„Wenn wir gut gelaunt unsere Mittelmäßigkeit akzeptieren, lässt uns die Selbstlosigkeit, mit der wir die fremde Intelligenz genießen, fast intelligent werden.“

„Intellektuelle Vulgarität ist das Wissen jener, die nur zu den Wahrheiten ihrer Zeit fähig sind.“

 

3 mal Nicolás Gómez Dávila (XX)

„Man darf nicht schreiben, damit wir Leser haben, sondern so, als ob wir einen Leser haben würden.“

„Die literarische Avangarde füllt mit ihren Leichen die feindlichen Schützengräben, damit sie der einsame Autor in Ruhe überqueren kann.“

„Die Schriftsteller, die mich am meisten verführen, sind die, die mich am meisten irritieren würden, wenn sie nicht so intelligent wären.“

 

Zitat: Yahya ibn Rainer: Intellektuelle und Propaganda

„Mir scheint es, als seien speziell Intellektuelle für politische Propaganda besonders anfällig. Ich gehe sogar noch weiter. Den normalen Informationskonsumenten muss man durch regelmäßige Berieselung auf Linie halten, den Intellektuellen jedoch bringt man einmal auf Linie und den Rest übernimmt die kognitive Dissonanz.“

Yahya ibn Rainer