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Kurz gesagt: Diese geradezu religiöse Verehrung des Grundgesetzes

Diese geradezu religiöse Verehrung des Grundgesetzes ist in meinen Augen absolut widersprüchlich und basiert entweder auf Unwissenheit oder Geschichtsvergessenheit.

Ohne die philosophische Konstruierung dieses „kältesten aller kalten Ungeheuer“ (Nietzsche) namens STAAT, wäre die Schaffung seiner verfassungsmäßigen Bändigung gar nicht nötig gewesen.

Die abendländische Aufklärung hat dem Staat (als Institution) sämtliche Gewalt und Macht (als Monopol) zugeführt und zur Grundlage seines Handelns eine wandelbare Ethik und ein positives (willkürliches) Recht zugelassen.

Das Grundgesetz ist ein Beleg für die gewaltige Gefahr, die von einem rechtspositivistischen Gewaltstaat ausgeht und es müsste uns mit Scham und Trauer schlagen, dass wir ein solches Konvolut an Reglementierungen brauchen um die Menschen vor der Willkür ihrer institutionaliserten Autorität zu schützen.

Ein musl. Bericht über Geldentwertung & Inflation aus dem 8. Jh. (n. H.)

«Einen recht detaillierten Bericht über Geldentwertung und Inflation finden wir bei al-Maqrizi. Während er darlegt, dass seinerzeit durch eine unbeschränkte Versorgung mit (minderwertigen) Währungsmünzen die Gold- und Silbermünzen verdrängt/ersetzt wurden, weiß er es wie folgt zu begründen:

„Während der Herrschaft von al-Zahir Barquq (784-801 n.H / 1382-1399 n.Chr.), war der Lehrmeister Muhammad bin Ali mit der Aufsicht des königlichen Schatzes betraut. Er war gierig nach Profiten und der Vermehrung von Reichtum.

Eine seiner verachtenswerten Taten bestand darin, dass es (unter seiner Aufsicht) zu einer starken Mengenzunahme von fulus (Kupfermünzen) kam. Er schickte seine Männer nach Europa um Kupfer zu importieren und sicherte sich (das alleinige Recht für) die Prägung, um (diese Münzen) dann gegen (das sich im Umlauf befindliche) Geld zu tauschen.

Unter seiner Verwaltung wurden die fulus in der Kairoer Münzanstalt geprägt. Zusätzlich eröffnete er auch in Alexandria eine Münzanstalt, nur zum Zwecke der fulus-Prägung. Extrem große Mengen an fulus kamen in die Hände der Menschen und diese brachten sie dermaßen weitreichend in Umlauf, dass sie die vorherrschende Währung des Landes wurden. […] Dies führte zu einer Katastrophe, da das Geld unbrauchbar wurde und die Lebensmittel knapp wurden. […]“

(Muhammad Ali al-Maqrizi, Ighathat al-Ummah, übersetzt und editiert von Adel Allouche, publiziert als Mamluk Economics, Salt Lake City, University of Utah Press, 1994, S. 71-72, 77-79)

Eine ähnliche Beschreibung finden wir auch bei seinem Zeitgenossen al-Asadi.

(in: Muhammad bin Muhammad bin Khalil al-Asadi, al-Taysir wa’l-I`tibar wa’l-Tahrir wa’l-Ikhtibar fima Yajibu min Husn al-Tadbir wa’l-Tasarruf wa’l-Ihtikar, editiert von Abd al-Qadir al-Tulaymat, Cairo, Dar al-Fikr al-Arabi, 1967, S.134-135)

[Muhammad bin Khalil al-Asadi lebte im 9. Jahrhundert nach Hijra (15. Jahrhundert n. Chr.). Über sein Leben ist nichts bekannt, außer dass er in Syrien geboren wurde und dort auch starb. Er beendete sein Werk ‘al-Taysir wa’l-I’tibar wa’l-Tahrir wa’l-Ikhtibar fima yajib min Husn al-Tadbir wa’l-Tasarruf wa’l-Ikhtiyar im Jahre 855 nach Hijra. Das Buch wurde 1967 von Abd al-Qadir Tulaymat in Kairo/Ägypten editiert und neu publiziert.]»

(Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, Contributions of Muslim Scholars to Economic Thought and Analysis, Seite 76 / übertragen in die deutsche Sprache und editiert von Yahya ibn Rainer)

Buchauszug: Ibn Khaldun – Der Schaden durch Regierungsgesetze und staatlich regulierte Bildung

von Yahya ibn Rainer

Vor einiger Zeit schon brachte ich durch den Hinweis eines Bruders in Erfahrung, dass der „Islamische Staat“ den Schulzwang eingeführt hatte. Demnach ist jedes Kind bei Strafe dazu verpflichtet, von der 1. bis zur 9. Klasse eine Schule zu besuchen, die dem staatlichen „Amt für Bildung“ untersteht. Des Weiteren las ich heute auf einem IS-nahen Blog, dass auch sämtliche anerkannten Bildungsmittel ausschließlich vom „Islamischen Staat“ produziert und gedruckt werden dürfen.

Der „Islamische Staat“ bricht hier also mit einer langen Tradition der freien Bildung und des unabhängigen Wissenserwerbs. Diese Tradition begann unter der Führung des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – und fand seine Fortführung unter den darauf folgenden rechtgeleiteten Kalifen – möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein – und zahlreichen weiteren Dynastien, durch alle goldenen Zeitalter und Zivilisationen der muslimischen Geschichte hindurch, bis zum Niedergang des Osmanischen Reiches.

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USA: Die Täter sind fast immer Weiße und die Opfer sind fast immer Schwarze

USA: Die Täter sind fast immer Weiße und die Opfer sind fast immer Schwarze, deshalb redet jeder von Rassismus.

Aber dass die Täter fast immer Staatsbedienstete sind und die Opfer nahezu immer Zivilisten, das scheint für viele eher nebensächlich zu sein.

Dabei ist es doch genau diese Privilegierung durch den Staat, die weißen Rassisten die Möglichkeit bietet, schwarzen Zivilisten mit Gewalt zu begegnen, ohne dass sich diese dagegen wehren dürfen.

Rassismus, Fremdenhass, Fremdenangst und Vorurteile gab es schon immer und wird es immer geben. Man kann damit leben, wenn man sich aus dem Weg gehen kann/darf.

Aber diese massenhafte und stetig wachsende Zahl von Staatsangestellten, die mit dem herrschaftlichen Privileg des Gewaltmonopols ausgestattet sind, gefährdet den gesellschaftlichen Frieden.

Die Hürden, vom Staat dieses gewaltige Privileg zu erlangen, sind äußerst niedrig bis gar nicht vorhanden. Es sind mehrheitlich keine „besseren Menschen“, vielmehr kann man davon ausgehen, dass von diesem Privileg eher Menschen angezogen werden, die sich im Zivilleben nicht in der Lage sehen ohne dieses besondere Gewaltprivileg überlebensfähig zu sein. Sie werden von der Macht verführt.

Ich möchte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass eine freie Gesellschaft zwingend ohne Ordnungsgewalt auskommen muss, aber wir müssen uns vergegenwärtigen, dass Gewalt erst einmal etwas negatives ist, und dass seine Monopolisierung für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe immer auch ein Moment der Ungerechtigkeit darstellt.

Je größer der Anteil an »Staat« (sprich: gewaltprivilegierten Bürgern), desto größer auch das Potenzial an Gewalt und potentieller Ungerechtigkeit in der Gesellschaft .

Diese Problematik muss jedem klar sein.

Buchauszug: Nun, was ist eigentlich der Staat?

„Das Wort Regierung, gebraucht als Name einer politischen Institution, bringt den alten Glauben der wilden Stämme zum Ausdruck, gemäß diesem ist die Menschliche Einheit ein Kollektivum und mit einem überindividuellen Willen versehen, das die Menschen regiert, aus denen es gebildet ist. Das Wort bedeutet, daß ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen (Hitler, Stalin, Präsident, Premier, Kongreß oder Parlament) den kollektiven Willen  zum Ausdruck bringen und tatsächlich die physische Lebensenergie anderer handelnder Menschen kontrollieren können.

Ein vernünftiger Name für eine politische Organisation ist «der Staat». Nun, was ist eigentlich der Staat?

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