Schlagwort-Archive: Identität

Zitat – Ludwig Ferdinand Clauß – Wer keinen Ruf hat, ein Eigenes zu sein, …

«Wer keinen Ruf hat, ein Eigenes zu sein, der mag so sein, wie irgendein anderer ist, oder so zu sein scheinen; denn ein bloßes Auchsein ist, geschichtlich gewertet, noch kein Sein. Er mag sich in diesem Auchsein wichtig fühlen – für den, dessen Auch er ist, bleibt er tödlich belanglos.»

(Prof. Dr. phil. Ludwig Ferdinand Clauß, Die Weltstunde des Islams, © 1963, Seite 147)

Identität – Ich bin ein Kulturpatriot

von Yahya ibn Rainer (am 16. November 2012)

Unser deutsches kulturelles Erbe ist reichhaltig und durchaus beachtenswertes. Anerkannte Leistungen auf dem Gebiet der Natur- und Geisteswissenschaften gehören ebenso zu unserem kulturellen Erbe, wie gewachsene und tradierte Sitten und Gebräuche.

Besonders die Deutsche Sprache ist eine weltweit hochgeachtete Kultursprache, die mit einer besonders tief gehenden und bedeutungsschweren Etymologie (Usul) gesegnet ist.

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#PEGIDA und die Tragik demokratischer Verhältnisse

von Yahya ibn Rainer

Ist es nicht tragisch? Da fühlt sich eine Minderheit in Deutschland bedroht von „Glaubenskriegen auf deutschem Boden“, von einer „Islamisierung des Abendlandes“ und von „Parallelgesellschaften“, geht dafür in nicht unbeträchtlicher Zahl und vollkommen friedlich auf die Straße und wird trotzdem vom politischen und medialen Mainstream niedergemacht und als Bedrohung wahrgenommen.

Wie ärgerlich muss das für die Demonstranten sein, dass sie kurzum zu Nazis, Islamhassern und Rechtspopulisten abgestempelt und zum Objekt von Jux und Häme degradiert werden? Gesellschaftlich nicht ernst genommen und gehört zu werden, das ist ein Zustand den auch wir sogenannte „Islamisten“ und „Salafisten“ kennen. Auch wir werden vom politischen und medialen Mainstream kollektiv und im voraus verurteilt und vom Dialog ausgeschlossen.

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Auszug: Thomas Fasbender – Sie kämpfen für Identität

„Der von Buchanan prophezeite Kampf zwischen Homo davosiensis und den Anhängern der alten Identitäten ist längst entbrannt. Gulliver im globalen Dorf bemerkt die Nadelstiche und reagiert gereizt. Auf allen Seiten marschieren die Liliputaner auf, verteilt über ein höchst widersprüchliches Sammelsurium von Fronten: Dritte-Welt-Bauern gegen Monsanto, Nestlé und Unilever; Islamisten gegen den säkularen Staat; die Netzgemeinde gegen Überwachung, Kontrolle und Datenspeicherung; Wutbürger gegen die Pläne der Großeuropäer in Brüssel; Identitäre gegen ein multikulturelles Europa; Antiglobalisten gegen die geballte Bankenmacht; Schweizer für das Recht zu bestimmten, wer in ihrem Lande Wohnsitz nehmen darf und wer nicht.

All das hängt zusammen, quer durch alle politischen Lager, durch alle Kulturen, durch alle sozialen Schichten. Sie kämpfen für Identität, wie sie sie verstehen, für ein Dasein, das nicht nur der Effizienz und dem Bruttosozialprodukt geschuldet ist. Für Familie, Heimat (auch metaphysische), private Räume (auch im Netz), Herkommen, Zugehörigkeit. Sie kämpfen für Dinge, die sich ähnlich bleiben und berechenbar sind auch im Wandel der Zeit.
Sie kämpfen für etwas, das gilt, und gegen Beliebigkeit.“

(Thomas Fasbender, Identität und Kunst: Krim-Sezession als Zäsur, eigentümlich frei Nr. 142, Seite 43)

Auszug: Völkermord in Ruanda (1994) – Muslime als Lebensretter & Identität als Muslim

Heute wurde in Ruanda und weltweit dem Völkermord von 1994 gedacht. Innerhalb von weniger als 4 Monaten verloren in Ruanda zwischen 800.000 und 1.000.000 Menschen durch Massaker von sogenannten Todesschwadronen ihr Leben. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu.

Heute gilt der Genozid von Ruanda als eines der schlimmsten Verbrechen aller Zeiten.

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Hamburg: Mein gestriger Besuch bei der ‚Aqida-Veranstaltung der Islamischen Hochschulgemeinde e.V.

von Yahya ibn Rainer

Einiger Warnungen zum Trotz besuchte ich gestern die Veranstaltung der Islamischen Hochschulgemeinde e.V. in Hamburg. Der Titel dieser Veranstalung war Aqida – Die Grundsäulen des Islam und geladen waren, zu den Themen Identität – Bewußtsein als Muslim, Schöpferbeweis – Ausführung einer Methodik, Qur’an als Wunder – Wundercharakter aus linguistischer Sicht und Ibadah – Umsetzung der Islamischen Lebensweise, die bekannten Dozenten Mohammed Johari, Dr. Abdurrahman Reidegeld und Abdelhay Fadil.

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Mein „Salafismus“, eine identitäre Bewegung!

von Yahya ibn Rainer

Identität, was ist das?

Anscheinend etwas schlechtes, denn wenn man sich auf die Suche nach ihr macht, könnte man beim pösen Salafismus landen. So zumindest wollen es uns zwei staatsalimentierte „Experten“ weismachen.

Der deutsch-ägyptische Islam- und Politikwissenschaftler, ehemalige Mitarbeiter beim Middle East Media Research Institute (MEMRI) und derzeit Angestellte im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration von Nordrhein-Westfalen, Wael El-Gayar, sowie Katrin Strunk, Mitarbeiterin des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, haben gemeinsam ein Buch herausgegeben, dass, etwas verkürzt sicherlich, diese Botschaft transportiert.

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Buchauszug: Leopold Weiss – Identitäre Individualität und islamischer Liberalismus

„Menschliche Vollkommenheit in seinem wahren psychologischen und moralischen Sinn muss notwendigerweise eine relative und rein individuelle Bedeutung haben. Sie umfasst nicht den Besitz aller erdenklichen guten Eigenschaften, auch nicht den schrittweisen Erwerb neuer äußerer Eigenschaften; sie meint lediglich die Entwicklung der bereits existierenden positiven Eigenschaften jedes Einzelnen, dergestalt, dass die ansonsten ruhenden Kräfte wachgerufen werden.

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Auszug: Benny Katzover – Jüdischer „Islamismus“?

„Israelische Demokratie demontieren und durch das jüdische Gesetz ersetzen, sagt ein führender Siedler“, so titelte am Sonntag, den 08.01.2012, die englische Online-Ausgabe der HAARETZ. Ich war hellauf begeistert als ich das las. Es gibt also nicht nur einen muslimischen „Islamismus“, sondern anscheinend auch einen jüdischen. Blöd nur das niemand davon redet. So existiert er zwar, aber eine Bezeichnung gibt es dafür nicht … und Judentumismus hört sich nun wirklich dämlich an. Hier einige Auszüge aus dem Interview mit Benny Katzover, einer Führungspersönlichkeit der religiös-nationalistischen Siedlerbewegung. Übersetzt von mir.

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